CH185270A - Verfahren und Vorrichtung zur bildlichen Darstellung der Druckverteilung an der Berührungsfläche zwischen elastischen und unelastischen Körpern. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur bildlichen Darstellung der Druckverteilung an der Berührungsfläche zwischen elastischen und unelastischen Körpern.

Info

Publication number
CH185270A
CH185270A CH185270DA CH185270A CH 185270 A CH185270 A CH 185270A CH 185270D A CH185270D A CH 185270DA CH 185270 A CH185270 A CH 185270A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
pressure
measuring
measuring element
elastic
contact surface
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Georg Dr Staudinger
Original Assignee
Georg Dr Staudinger
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Georg Dr Staudinger filed Critical Georg Dr Staudinger
Publication of CH185270A publication Critical patent/CH185270A/de

Links

Landscapes

  • Force Measurement Appropriate To Specific Purposes (AREA)

Description


  Verfahren und Vorrichtung zur bildlichen Darstellung der Druckverteilung an der  Berührungsfläche zwischen elastischen und unelastischen Körpern.         Gegenstand    der Erfindung ist ein Ver  fahren zur bildlichen Darstellung der     Druck-          verteilung    an der Berührungsfläche zwischen  elastischen und unelastischen Körpern. Das  Verfahren gemäss     Erfindung    wird mit Vor  teil angewendet zur Ermittlung und Darstel  lung der     Druekverteilung    an der Berührungs  fläche zwischen Fusssohle und Bodenfläche  als Grundlage für die gewerbliche Herstel  lung orthopädischer     Geräte    und Gegenstände,  wie Fusseinlagen, Prothesen, Bandagen oder  dergleichen.  



       .Sofern    ein mehr oder weniger     elastisch          deformierbarer    Körper und ein nahezu star  rer Körper einander berühren, schmiegt sich  je nach den besonderen     Verhältnissen    der  erstere .der Oberfläche     des    starren in einer       mehr    oder weniger     ausgedehnten    und zu  meist kompliziert geformten Fläche an.

   Die       Feststellung    der Druckverteilung innerhalb       dieser    Flächen ist nur     sehwer    möglich, da  sich im allgemeinen unter     gewissen    Voraus-    Setzungen wohl. rechnerisch Zahlenwerte ab  leiten lassen, eine     experimentelle    Nachprü  fung des     Rechnungsergebnisses    jedoch ist  bisher nicht möglich     gewesen.    Das     analy-          ti:

  sche        Verfahren    ist aber völlig ungangbar,  wenn     -die        Elastizitätsverhältnisse    komplizier  ter werden und die zu untersuchenden     elasti-          schen        Gebilde    einen komplizierten Aufbau  aus nicht     einfach    gebauten Elementen stark       verschiedenen        Elastizitätsgrades    besitzen.  



  Gerade     @dieser        letzte    Fall ist aber von       wesentlicher    Bedeutung für die Herstellung       orthopädischer        Geräte    und     -Gegenstände,    wie       Fusseünlagen,    Prothesen und dergleichen. Es  sei nur     erinnert    an die mannigfachen, auf  Druck zurückzuführenden Erkrankungen des  Fusses, die ebenso die Weichteile wie     -das     Skelett betreffen und sieh hauptsächlich aus  von der Norm abweichender Grösse, Lage  oder Haltung einzelner oder aller, oft auch  entfernterer Skeletteile ergeben.

   Hier ist es  eine     dringende    Notwendigkeit, für die ein-      wandfreie Formgebung von     Fusseinlagen          usw.,    die     Druckverteilung    auf der Stütz  fläche im Falle .des     gesunden    ebenso wie des       abnormen    oder kranken Fusses festzustellen  und aufzuzeichnen und ihre Abhängigkeit  von Lage,

   Stellung oder     Belastung    des     Glie-          --des        und    unter dem Einfluss von Stützmass  nahmen oder im 'Gefolge     plastischer    Opera  tionen zu     bestimmen.    Auch die Druckerkran  kungen der Haut bei     lange        bettlägerigen          Iranken    oder auf     Amputationsstümpfen    mit  Prothesendruck gehören hierher.  



  Es hat     natürlich    nicht an Versuchen ge  fehlt,     dieses    Problem zu lösen. Diese Ver  suche     sind    aber über nur rein qualitative  oder ganz roh     quantitative    Feststellungen  nicht hinausgekommen. Dass man mit einer  Feststellung der Form der Kontaktfläche       durch    Einfärben der betreffenden     Hautflä-          ehen,        und    Abdrücken auf der starren Unter  lage über     die    Druckverteilung in dieser Kon  taktfläche nichts erfahren kann, ist klar.

    Auch die Versuche, die Druckverteilung aus  dem Mass der Blutentleerung der Hautkapil  laren und     .somit    der     Abblassung    der 'Sohlen  haut     durch    eine als Unterlage gewählte  Glasplatte hindurch zu beurteilen, leiden an  Fehlerquellen, so dass auf diese Weise eine       zahlenmässige        Bestimmung    des Druckes von  Punkt zu Punkt nicht möglich     ist.    Ein an  deres     bekanntes    Verfahren, nach welchem  der Fuss auf eine     Papierunterlage    gestellt  ist,

   die durch ein     engamaschiges        Gitternetz     von einer mit     Methylenblausäure    getränkten       Flanellage    getrennt ist, so     .dass    die durch  .den Druck ,des Fusses in das Gitterwerk ein  gedrückten     Papierteile    gefärbt werden,     lässt          keine    absoluten     Messwerte        feststellen.    Schliess  lich ist auch die Methode bekannt, bei wel  eher mittels eines     Saitendynamometers    die       Druckmessung    vorgenommen wird.

   Auch  hier werden keine     Punktwerte        erhalten,    so  ,dass das     Messergebnis    nicht     einwandfrei    ist.  



  Durch das Verfahren .gemäss     Erfindung     können die nach den erwähnten     bekannten     Verfahren unvermeidlichen Fehler     weit-          gehend        ausgeschlossen    und damit     wis,sen-          sehaftlieh        sovielwie    einwandfreie Messungen    erhalten werden, die als Grundlage bei der       Herstellung        orthopädischer    Geräte und     der-          g   <B>o</B> Verfahren     be-          leichen    dienen können.

       Daz     steht     darin,    dass     wenigstens    ein     Messorgan,     dessen im Verhältnis der zu     untersuchenden     Druckfläche kleine     Messfläche    im unbelaste  ten Zustand ,des     Messorganes    bündig mit der  Oberfläche des     unelastischen    Körpers liegt,  parallel zu     dieser        Messfläche        schrittweise     verschoben wird, wobei die Grösse des     Be-          lastungsdruckes    an :

  den     verschiedenen    .Stel  len der elastischen Fläche     angezeigt    und  gleichzeitig .die     untersuchte    Stelle     markiert     wird, unter     Vermeidung,    von wesentlichen  Veränderungen des Belastungsdruckes und  der     gegenseitigen    Lage der     aneinanderliegen-          den        Körper    während des ganzen     Messvor-          ganges.    Gegebenenfalls kann dabei so ver  fahren werden,

   dass die beim     Messorgan    auf  tretende Einsenkung der Berührungsfläche  durch einen äussern     Gegendruck    ausgeglichen  wird, dessen Grösse gemessen wird und somit  die     tatsächliche    Grösse     des    eigentlichen zu  messenden Druckes darstellt.  



  Zur. Durchführung des Verfahrens be  dient man sich zweckmässig einer Vorrich  tung, die eine in einem horizontalen, zum  Beispiel     rechteckigen    Rahmen     verschieblieh          angeordnete        Platte    aufweist,     in    welcher       wenigstens    eine quer zu der     Platte    ver  schiebbare     Messdose    angeordnet ist,     welche     eine Feststellung der Grösse des auf die Be  rührungsfläche ausgeübten Druckes an be  liebigen Stellen     ermöglicht,

      wobei die Ein  zeldrücke durch     Ausschlag    des     Messorganes     sichtbar werden und     Mittel    vorgesehen     sind,     um die untersuchten     Stellen    zu markieren.

    Die     Messdose    kann dabei entweder in     einer     in .der     verschieblichen        Platte    vorgesehenen  drehbaren Scheibe oder in einem quer zu der       verschieblichen    Platte verschiebbaren Schlit  ten angebracht     sein,    so dass auf jeden Fall  die allseitige     Verschiebbarkeit    der     Messdose     ermöglicht ist.  



  Die     Zeichnung        veranschaulicht        in.    , bei  spielsweiser Ausführungsform eine Vorrich  tung zur     Durchführung    des Verfahrens ge  mäss vorliegender Erfindung, und zwar zur           bildlichen    Darstellung der     Druckverteilung     eines menschlichen Fusses auf einer     starren          Unterlage.     



       Fig.    1     zeigt    den Gesamtaufbau einer       Messvorrichtung    mit :doppelter     Messfläche,     welche eine gleichzeitige     Erfassung    des     Mess-          bildesder    Druckfeder     beider    Füsse eines Pa  tienten ermöglicht:       Fig.    2     zeigt    das verwendete     Messübertra-          gungsorgan    in vergrösserter Darstellung;       Fig.    3 zeigt die     graphische    Auswertung  der     ermittelten    Druckkurven;

         Fig.    4 bis 7 verdeutlichen den Unter  schied     zwischen    :den Ergebnissen der bekann  ten Methoden und denjenigen gemäss Erfin  dung;       Fig.    4     zeigt    ein Bild, das gewonnen  wurde von einem Fuss nach dem Abdruck  verfahren mittels     Pauspapier;          Fig.    5 verdeutlicht das neue Verfahren  an einem Druckbild eines normalen Fusses;       Fig.    6 zeigt das Druckbild eines schwe  ren Plattfusses und       Fig.    7 das Druckbild eines schweren       Iilumphohlfusses,    der die gegenteilige Defor  mation     eines    Plattfusses in grossen Zügen  darstellt.  



  Die     gezeichnete    Vorrichtung besitzt ge  mäss     Fig.    1     einen    horizontalen     Rahmen    1 aus  Winkeleisen, :der auf einem Holzgestell 2 be  festigt ist. Im Rahmen 1 sind     nebeneinan-          derhegend    zwei vor- und rückwärts ver  schiebbare Platten 3     angeordnet.    In jede die  ser     Platten    ist eine drehbare Scheibe 4 ein  gelassen und in diese     drehbare    Scheibe     wie-          derum        :

  die    zur Messung der hier vertikal  nach unten .gerichteten     Einzeldrücke    die  nende     Messdose    5. Diese Anordnung der ein  zelnen     Teile        gestattet,    beide Füsse der glei  chen Person dicht nebeneinander auf die bei  den Platten 3 der     Messvorrichtung    zu stellen  und sie unabhängig voneinander und gege  benenfalls gleichzeitig zu messen, wobei jede       :1lessdose    5 an jeden einzelnen Punkt der von  ihr abzutastenden Druckfläche .gebracht wer  den kann.  



  Die     Oberfläühe    der     Messdwe    5, der  Scheibe 4 und der Platte 3 liegen in einer    Ebene. Über diese Ebene ist eine .dünne,  unelastische Stofflage mit     möglichst    ge  ringer     Reibung,    zum Beispiel ein     glattes     Papier 6 gespannt, auf das .der zu messende       Körperteil,    zum Beispiel der Fuss, gestellt  wird und das verhindert, dass die Haut beim  Verschieben     der    Platte 3 oder der Scheibe 4       mitgenommen    und gezerrt wird.

   Die     .Span-          nung    des     Papieres    6 erfolgt durch Aufrollen  um     @Stäbchen,    .die     mittels    der Haltevorrich  tung 7 fest mit dem Rahmen 1.     verbunden     sind. In :der     Zeichnung    ist bei :der :dem     Be-          schauer    näher liegenden     Hälfte    des     Mess-          rahmens    .das Papier     weggelassen,        um,die    dar  unter gelegenen Teile erkennen zu     können.     



  Die     Messdose    5, die nur einen kleinen  Teil der     unelastischen    Fläche ausmacht,  dient zur     Messung    :des     Druckes    an :den ver  schiedenen Stellen der     elastischen    Fläche.  Sie kann natürlich in mannigfacher     Weise     ausgebildet sein und     die        Messung        in    irgend  einer bekannten Weise     ermöglichen.     



  Der Ausschlag     des        Messorganes    kann     bei-          spielsweise        :durch    ein Hebelsystem mecha  nisch vergrössert     und    entweder direkt oder  unter     Vermittlung    einer Spiegelmethode an  gezeigt werden.

   Er kann auch dazu benutzt  werden, den Duftspalt in einem     magne-          tischen        Kreis    zu ändern, um mit Hilfe der  so     :erzeugten        magnetischen        Feldänderungen          Induktionswirkungen    zur     Registrierung    zu  benützen.     Statt    dessen     können    elektrosta  tische     Kapazitätsänderungen        bewirkt    und in       bekannter        Weise    zur     Messgrundlage    :gemacht  werden.  



  Bei allen     diesen        Methoden    findet eine,  wenn auch nur sehr     kleine    Veränderung,     bei-          spielsweise    ein     Einsinken    des in der     Mess-          dose    angebrachten     Messorganes        statt,    die im  allgemeinen leicht unter     %,o    mm gehalten  werden kann, so     dass        hierdurch    eine Entstel  lung ,des     Messergebnisses    praktisch     nicht    ein  tritt.

   Um     eine    annähernd vollkommen ein  wandfreie     Messung        zu    erhalten, kann man  zum Beispiel einen     durch        Druck    auf seine  Fläche .sich     elektrostatisch    aufladenden     Piezo-          Quarzkristall        verwenden,    bei welchem die      eintretenden     Formveränderungen    schon an  der Grenze der     Naehweisbarkeit    sind.

   Eine  absolute Vermeidung     des    Einsinkens des       Messorganes    wird     erreicht,    wenn man durch  eine     abstufbare    äussere -Gegenkraft die zu  nächst am     Messorgan        ;durch    den zu messenden  Druck     erzeugte    Lage- oder Formänderung  genau kompensiert und die hierzu nötige       G#egen.kraft    zur     Grundlage    der     Messung     macht.  



  In     Fig.    2 ist ein     Messübertragungsorgan          dargestellt,    bei welchem die     Vergrösserung          .des    Ausschlages     mittels    der     iSpiegelmethode     erfolgt.     Die        Messdose    5 besteht     aus    der eigent  lichen Membran 9, die von .dem     ringförmi-          gen    Träger 8 gehalten wird.

   Da nur der  mittlere, höchstens 1 cm' umfassende Teil  der Membran 9 bei     Einwirkung    eines     äussern          Druckes    deformiert wird,     ist    es möglich, die       Druckaufnahme        punktw=eise        durchzuführen,     zumal der zur     Übertragung    der . Membran  durchbiegung dienende Stab 10 nur mit  seiner Spitze am     Mittelpunkt    ;der Membran 9  anliegt.  



  . In den Träger 8 ist das Rohr 14 von un  ten eingeschraubt. Der auf dieses Rohr auf  geschobene     Rohrstutzen    13 kann sowohl ge  dreht, als auch etwas in der     Längsrichtung     verschoben     werden.    Zu seiner     Fixierung     dient die seitlich     angeordnete        Feststell-          schraube.    Die Drehung des Rohres 13 be  wirkt dabei eine     Verschiebung    des reflektier  ten     Lichtstrahls    in der Horizontalen, die  Längsverschiebung des Rohres 13 bewirkt  eine Drehung der Spiegelachse und damit  eine     Vertikalverschiebung,

      welche     Verschie-          bungen    notwendig sind, um den Lichtstrahl  auf die Nullage     einstellen    zu     können.     



  In der Mitte der Membran 9 ist nach  Fix. 2 ein senkrecht nach unten gerichteter  Stab 10 gegen die Membran angedrückt, des  sen freies unteres Ende ein kleines     .Metall-          plättchen    11 trägt. Parallel zu diesem im  Abstand von etwa 0,4     mm        befindet        sich    ein  zweites     Plättchen    12., das fest mit :

  dem Rohr  stutzen 13     verbunden    ist.     Zwischen    die bei  den     Metallplättchen    11     und    12 wird waag-    recht ein dünnes Stäbchen 15 geklemmt, an       dessen    einem Ende ein     kleiner    .Spiegel 15a       befestigt        ist.     



  Wenn nun     bei.        Durahbiegung    der Mem  bran 9 die beiden     Plättchen    11 und 12 ge  geneinander verschoben werden,     wird    das  (Stäbchen 15 und damit     auch,der    Spiegel 15a  gedreht. Ein Lichtstrahl, der auf den Spiegel  fällt, wird     entsprechend    der     Drehung    abge  lenkt. Er fällt auf eine mit einer Skala ver  sehene Tafel 23     und    kann .dort abgelesen  werden.

   Der Abstand der Skala 23 von der  verschiebbaren     Platte    3 soll nach Möglich  keit konstant gehalten werden,     um    Verände  rungen im     -Übersetzungsverhältnis    während  des     Messvorganges    zu vermeiden.

   Um ausser  dem zu     verhindern,        dass    der     Lichtstrahl    in  folge der     Verdrehung    der Scheibe 4 beim  Durchlaufen der     verschiedenen        Messlagen    ins  Freie fällt, ist     durch    einen     Winkelhebel,    des  sen einer Arm     17a    an dem Rohr 14     sitzt,     während der andere Arm 17b durch     einen     Ringflansch an der     Platte    3     befestigt        ist,    da  für     .gesorgt,

      dass der durch den Spiegel 15a  abgelenkte     Strahl    stets auf die Skala 23  fällt.  



  Als zweckmässig hat es sich     erwiesen,        die          Messdose    5 derart mit einem     Halter    16 zu       verbinden,    dass der an .diesem angebrachte  Zeiger 1,8     stets    auf die Mitte der     Messdose     weist.

   Hierdurch kann man sich jederzeit  über die Lage der     Messdose    orientieren,     falls     diese von -dem zu messenden Körperteil oder  durch das aufgespannte Papier verdeckt     ist.     Der Halter 16 wird dabei vorteilhaft hoch  klappbar     ausgestaltet,    um im Wege     stehen-          den    Teilen, wie zum     Beispiel    dem     Unterbein,     nicht hinderlich zu sein.  



  Am Halter 16     ist    ein     federnder    Arm 19  mit einer Nadel befestigt, welche somit ent  sprecUend den Bewegungen :der     Mess@dose    5  über einem auf dem Schemel '20     aufspann-          baren    Papierblatt entlang bewegt wird.  Durch einen leichten Druck der Nadel wer  den die     einzelnen        Stellungen    der     Messdose     auf das Papier punktweise aufgezeichnet und  jeder     aufgezeichnete        Punkt    mit dem Zahlen-      wert versehen, den die Ausschläge des Licht  strahls auf der Skala 2,3 ergeben.  



  An Stelle dieser     Durchführung    des     Mess-          vorganges    kann auch eine automatische Auf  zeichnung erfolgen, indem man den Licht  strahl auf     einen    Filmstreifen oder derglei  chen wirft, so dass sich auf diesem entspre  chend der     stetig    fortlaufenden Bewegung  der     Messdose        unter    der     biessfläehe        hinweg     Drucklinien ergeben.  



  Um den zu messenden     Körperteil    in     einer     einmal eingenommenen     Lage    fixieren zu  können, sind zum Beispiel bei der Druck  messung eines Fusses vier Stäbe 21 vorge  sehen,     welche    an den vier     F.eken    des Rah  mens 1 befestigt und     untereinander    durch  in der Zeichnung nicht näher dargestellte       Querstangen    verbunden sind.

   In dieser Vor  richtung kann der Körper der auf der     Mess-          fläche    stehenden Person durch     eine    Holz  platte, welche an Rücken und Gesäss anliegt,  oder durch einen Beckenkorb mit gelenkig  verbundenen Stäben in Stellung .gehalten       -werden,    wodurch wesentliche Veränderungen  des Berührungsdruckes und der gegenseiti  gen Lage der     aneinanderliegenden    Körper  während des ganzen     Messvorganges    vermie  den werden sollen.  



  Vor oder nach der eigentlichen Unter  suchung     .des        Körperteils,    zum Beispiel des  Fusses, kann dieser noch     geröntget    werden,  ahne     :da-ss    dieser seine     Stellung    ändern muss.  Zu diesem Zweck wird durch einen     seitlichen     Schlitz 22 im Rahmen 1     eine        lichtempfind-          liche    Schicht, zum     Beispiel        ein    Röntgenfilm  in die     Platte    3 eingeschoben.

   Um dabei die  Korrespondenz     zwischen    dem     Röntgenbild     und dem Druckbild bei späterem     Aufeinan-          derlegendieser    beiden zu     erzielen,    werden  auf ihnen Fixpunkte markiert,     beispielsweise     durch     Anbringung        von.    Fadenkreuzen auf  der Scheibe 4, deren Lage sich     einerseits    auf  dem     Röntgenbild        abzeichnet    und anderseits       mittels    der am Arm 19 sitzenden Nadel auf  dem Druckbild aufgezeichnet wird.  



  Wenn man die     Druckfel.daufnahme    nicht       sler    Röntgenaufnahme     zeitlich    unmittelbar    vorangehen oder folgen     lassen        kann    oder       will,    oder     die    Durchführung beider Auf  nahmen in der gleichen Vorrichtung nicht  möglich ist,     wird    an den zu     untersuchenden          Körper,    zum     Beispiel    den Fuss,     zweckmässig     ein Winkel angelegt, durch den die     Lage     des Fusses eindeutig     festgelegt    ist,

   sofern er  diesen an drei Punkten berührt. Wenn     dann     bei der Röntgenaufnahme zu     anderer    Zeit  und an anderem Ort der Fuss zusammen mit  dem ebenso     angelegten    :Schienenwinkel auf  genommen wird, so kann die     Korrespondenz     von Röntgenbild und Druckbild durch Ver  mittlung des     Winkelschattens    oder beson  derer Hilfsmarken im Winkel jederzeit ziem  lich genau     durchgeführt        werden.     



  Die Messung und Darstellung der     Druck-          verteilung    mittels der     gezeichneten    Vorrich  tung wird     nun    in der     Weise    vorgenommen,  dass die     Messdose    5 von vorne nach     rückwärts     unter dem Fuss entlang gezogen     wird;    ent  sprechend     den,    verschiedenen Drücken der  Fusssohle erhält man eine Kurve, die .den je  weiligen Druck der Fusssohle als     Funktion     auf der     Messlinie    angibt.

   Durch seitliches  Verschiebender     biessdose    5     und    Durchziehen       der        Messdose        wieder    von vorne     nach    rück  wärts erhält man wiederum eine neue     Mess-          lin.ie.    Es     ist    klar ersichtlich, dass auf diese  Art     und    Weise jeder beliebige     Punkt    des  Körperteils, welcher gemessen werden soll,  abgetastet werden kann.  



       Verbindet    mau nun die     Punkte    gleichen  Druckes der verschiedenen     Messlinien,    so er  hält man .gemäss     Fig.    3 Linien :gleichen  Druckes     (Isobaren),    wie     .dies    bei -der     Her-          stellung    von     Wetterkarten    geschieht.

   Nach       Herstellung        aller        Linien        .gleiehen    Druckes  ergibt das Gesamtbild eine     Darstellung    der       Druckverteilung    über     der-        ganzen    Fusssohle.  Die     Feinheit    des     Druckbildes    wird erhöht  durch     möglichst    viele     Messlinnen        einerseits,     und     möglichst    viele Isobaren anderseits.  



  Durch     dieses    Verfahren ist es somit mög  lich, die     Druckverteilung    .des     Fusses    zu mes  sen und     darzustellen    und die     gefundenen     Werte in     einwandfreier    Weise auf das zum  Beispiel mittels einer Röntgenaufnahme er-           mittelte        Skelettbild        des        Fusses    zu übertragen,  wie dies beispielsweise in     Fig.    3     verans.chau-          licht        ist.     



  Die     Fig.    4     bis    7     veranschaulichen    deut  lich,den Unterschied     zwischen    den     bekannten     Methoden     und    der gemäss     Anmeldung.     



       Fg.    4 zeigt ein Bild, das gewonnen  wurde von     einem    Fuss nach. dem Abdruck  verfahren mittels Pauspapier. Es ist hier  lediglich die     Gesamtkontaktfläche    zu er  kennen.  



       Fig.    5 zeigt bei einem normalen Fuss die       Belastung    im     vordern    Teil des Fusses     und     an der     Ferse,        während    im     Mittelfuss,    im     so-          genannten    Längsgewölbe, kaum eine Be  lastung vorliegt.

   Im     vordern    Teil des Fusses  im     Bereich    des     sogenannten        Quergewölbes     sieht man einen gleichmässigen Abfall des  Druckes vom ersten Fussstrahl zum fünften  Fussstrahl     (metatarsus        I-V).     



       Fig.    6 ist ein schwerer     Plattfuss,    bei dem  bekanntlich das Längsgewölbe     durchgesunken     ist und bei dem als sekundäre Deformation       fast    immer     ein        Durchbruch    des Quergewölbes  auftritt.

   Man sieht tatsächlich,     dass    die Partie       zwischen    Ferse und     Vorfuss    stark     belastet     ist,     dass    im Quergewölbe ,die sonst kaum be  lastete -Stelle um den zweiten und     dritten     Fussstrahl stark     belastet    wird, also auch     das          vordere    Quergewölbe     durchgesunken    ist.  



  Bei dem     Klumpfuss    gemäss     Fig.    7 tritt  der     Patient        fast    nur mit Ferse     und    Aussen  rand auf und belastet ganz besonders den  fünften Strahl stark. Man sieht .dabei einen  starken Abfall der     Druckflächen    im Aussen  rand der Ferse und eine     übermässig    starke       Belastung    des fünften 'Strahls, der, wie aus  dem Bild hervorgeht, fast die ganze     Be-          lastung    des     Vorfusses        übernimmt.     



  Bei     Vergleich    des alten     Bildes    mit den  neuen und anderseits der neuen Bilder unter  einander geht     einwandfrei    und klar     hervor,     dass     .durch    das beschriebene Verfahren ein  wesentlicher     technischer        Fortsohritt        erreicht          wird,

      die     ermittelten    Druckbilder genau die       Grösse    und die Labe der     einzelnen    Drücke  über .den     gesamten    Bereich des zu     unter-          suchenden        Körpers    erkennen lassen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I: Verfahren zur bildlichen Darstellung der Druckverteilung an der Berührungsfläche zwischen elastischen und unelastischen Kör pern, dadurch gekennzeichnet, dass wenig stens ein Messorgan,
    dessen im Verhältnis der zu untersuchenden Druckfläche kleine Messfläche im unbelasteten Zustand des Mess- organes bündig mit der Oberfläche des un- elaGtischen Körpers liegt, parallel zu dieser Messfläche schrittweise verschoben wird,
    wo bei dneGrösse des Belastungsdruckes an den verschiedenen Stellen der elastischen Fläche angezeigt und gleichzeitig die untersuchte Stelle markiert wird unter Vermeidung von wesentlichen Veränderungen des Belastungs druckes und der gegenseitigen Lage der an einanderliegenden Körper während des gan zen Messvorganges. UNTERANSPRUCH 1.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch ,gekennzeichnet, dass die beim Mess- organ auftretende Einsenkung der Be- rührungsfläche durch einen äussern Ge gendruck ausgeglichen wird, dessen Grösse gemessen wird und somit .die tat- sächliche Grösse des eigentlichen zu mes senden Druckes darstellt. PATENTANSPRUCH II:
    Vorrichtung zur Durchführung des Ver fahrens nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass dieselbe eine in einem horizontalen Rahmen verschieblich angeord nete Platte aufweist, in welcher wenigstens eine quer zu der Platte verschiebbare Ness- dose angeordnet ist, welche eine Feststellung der Grösse des auf die Berührungsfläche aus geübten Druckes an beliebigen ,Stellen ermög licht,
    wobei die Einzeldrücke durch Aus schlag -des Nessorganes sichtbar werden und Mittel vorgesehen sind, um die untersuchten Stellen zu markieren. UNTERANSPRÜCHE 2. Vorrichtung nach Patentanspruch II"da- dureh gekennzeichnet, dass die Messdose an einer in der verschieblichen Platte vorgesehenen drehbaren Scheibe ange bracht ist. 3. Vorrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die Mess-dose an einem quer zu der verschieblichen Platte verschiebbaren Schlitten ange bracht ist. 4.
    Vorrichtung nach Patentanspruch II, da durch gckennzeichnet, dass zwecks Ver meidung einer Deformation des Druck feldes durch Verschiebung der Ober fläche des elastischen Körpers beim Über gang des Messorganes von einem Mess- punkt zum andern zwischen dem elasti schen Körper und der unelastischen Ge genfläche eine verhältnismässig dünne, unelastische Stofflage mit geringem Rei bungswiderstand gegenüber dem Mess- organ angeordnet ist. 5.
    Vorrichtung nach Unteran:sprueh 4, da durch gekennzeichnet, dass die Stofflage aus einem glatten Papier besteht. 6. Vorrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass zur Vergrösse rung des Ausschlages des Messorganes ein Hebelsystem vorhanden ist. 7. Vorrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass zur ver grössernden Darstellung des durch das Messorgan anzuzeigenden Druckes ein Spiegel vorhanden ist. B.
    Vorrichtung nach Patentanspruch II da durch .gekennzeichnet, dass unter der Messfläche eine lichtempfindliche .Schicht vorgesehen ist. 9. Vorrichtung nach Unteranspruoh 8, da durch gekennzeichnet, dass die lichtemp findliche Schicht aus einem Röntgenfilm besteht. 10.
    Vorrichtung nach Unteranspruch 9, da durch gekennzeichnet, dass Anlege3chie- nen für den zu messenden Körperteil vor gesehen sind, die seine Stellung zur Vor richtung genau bestimmen und :
    diese zu späteren Zeitpunkten beliebig oft genau zu reproduzieren gestatten, so dass die Röntgenaufnahme .des Fussskelettes auch zeitlich und örtlich getrennt von der Druckmessung vorgenommen werden kann, ohne dass die genaue Korrespon denz von Druckbild und Röntgenbild da durch leidet. 11. Vorrichtung nach Unteranspruch 10, da durch gekennzeichnet, dass Mittel vor handen .sind, die bewirken, dass das Druckbild, sowie das Röntgenbild über einstimmende Markierungen erhalten, um beim Auswerten der gefundenen Druck werte eine genaue Korrespondenz beider Bilder zu ermöglichen.
CH185270D 1933-06-20 1934-06-16 Verfahren und Vorrichtung zur bildlichen Darstellung der Druckverteilung an der Berührungsfläche zwischen elastischen und unelastischen Körpern. CH185270A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE185270X 1933-06-20

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH185270A true CH185270A (de) 1936-07-15

Family

ID=5719372

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH185270D CH185270A (de) 1933-06-20 1934-06-16 Verfahren und Vorrichtung zur bildlichen Darstellung der Druckverteilung an der Berührungsfläche zwischen elastischen und unelastischen Körpern.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH185270A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP3217880B1 (de) Personenliege mit erfassungseinrichtung für die körperstatik für bildgebende medizinische untersuchungsgeräte
DE60304761T2 (de) Vorrichtung zur Bestimmung der Haftfestigkeit und Scherfestigkeit einer Beschichtung
DE69023472T2 (de) Gerät zum mehrdimensionalen messen von schmerz.
DE2821251B2 (de) Haltevorrichtung für gehaltene Röntgenaufnahmen des Beines
EP1044648A1 (de) Verfahren zum Vermessen eines Körperbereichs
DE102014221599A1 (de) Vorrichtung und Verfahren zur Röntgen-Phasenkontrast-Bildgebung
DE102014203811B4 (de) Ergänzungssystem zur interferometrischen Röntgenbildgebung und projektive Röntgenvorrichtung
CH185270A (de) Verfahren und Vorrichtung zur bildlichen Darstellung der Druckverteilung an der Berührungsfläche zwischen elastischen und unelastischen Körpern.
DE1961362B2 (de) Vorrichtung zum zerbrechen angerissener platten aus halbleitermaterial
EP2015675B1 (de) Anzeigesystem und verfahren zur darstellung von bodenreaktionskräften auf einem menschlichen körper
AT144992B (de) Verfahren und Vorrichtung zur Messung in der Kontaktfläche zwischen elastischen und unelastischen Körpern liegenden Druckfeldern.
DE10314211A1 (de) Druckempfindlicher Strumpf
DE102008060909A1 (de) Medizinische Messvorrichtung zum Vermessen von Beinen am stehenden Patienten
DE69713531T2 (de) Vorrichtung und Verfahren zum Entwurf orthopädischer Stühle
DE1233170B (de) Vorrichtung zum Ermitteln der sechs Deformationskomponenten in Bauwerken aus Beton
DE2135197C3 (de) Vorrichtung zum Messen der Quellung eines Feuchtigkeit aufnehmenden Materials
DE102008026607B4 (de) Röntgenphantom und Verfahren zur Verwendung des Röntgenphantoms zur Vermessung und/oder Einstellung einer Röntgenstrahlenanlage
DE4429114A1 (de) Meßgerät zur Ermittlung von Werten der Fuß- und/oder der Beinstellung einer Person
DE112021007409T5 (de) Härteberechnungsvorrichtung, härtemessvorrichtung und härteberechnungsverfahren
DE2720259A1 (de) Verfahren zur schuhgroessenbestimmung
DE2447474A1 (de) Fussmessapparat
DE3415912C2 (de) Vorrichtung zur Ermittlung von Bänderrissen am Sprunggelenk des menschlichen Fußes
DE742944C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Festlegen der gebrauchsfaehigen Aufbauwerte eines in seinen Gelenken endgueltig festgelegten Probebeines fuer die Herstellung von nach dem Probebein anzufertigenden Kunstbeinen
DE881786C (de) Vorrichtung zum Messen einer Figur fuer die Bekleidungsmassanfertigung
DE896700C (de) Roentgenbestrahlungsapparat