CH185304A - Verfahren zur Herstellung von fein unterteilten Metallschichten. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von fein unterteilten Metallschichten.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung von fein unterteilten 1VTetallschiehten. Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von fein unter teilten Metallschichten auf einer isolierenden Unterlage, wie z. B. Glimmer, wobei also die 1letallschicht aus feinsten voneinander iso lierten Teilchen besteht und gewissermassen ein mosaikartiges Raster aus einzelnen: Me talltröpfchen darstellt. Derartige Raster werden z. B. bei gewissen Fernsehbildauf- nahmeverfahren verwendet, bei denen die zu übertragenden Bilder mit Hilfe einer Ikonoskopkamera aufgenommen werden.
Nachdem die einzelnen Metallteilchen durch geeignete Behandlung lichtempfindlich ge macht sind. stellt das Mosaikraster eine flächenartige Ansammlung von Elementar- Photozellen dar, welche elektrische Ladun gen entsprechend der jeweiligen Belichtung erzeugen. Diese Ladungen können dann weiterhin zur Steuerung des Senders in ge eigneter Weise verwendet werden.
Die Erzeugung der aus feinsten Metall teilchen bestehenden Schicht ist mit erheb- liehen Schwierigkeiten verbunden, sowohl was die Wahl des Materials der isolierenden Zwischenschicht, als auch das Verfahren der Inselbildung anbelangt.
Es ist erwünscht, für die isolierende Zwischenschicht Glimmer zu verwenden. Die Verwendung dieses Materials bringt bei Anwendung eines Erhitzungsprozesses zur Aufteilung einer Metallschicht in elementare Einzelteilchen Schwierigkeiten mit sich wegen der Temperaturunbeständigkeit und Oberflächenbeschaffenheit. Bei Verwendung eines Verfahrens zur Herstellung der Unter teilung mittels Graviermaschinen oder bei einer chemischen Behandlung gelingt es in vielen Fällen nicht, wegen der geringen Ad häsionskraft, eine Metallschicht in entspre chender Unterteilung zu erzeugen.
Ein weiteres bekanntes Verfahren zur Inselbildung besteht darin, dass eine dünne, auf z. B. Glimmer niedergeschlagene Silber- schicht abwechselnd ox- ydiert und reduziert wird, zweckmässig durch Glimmentladung in einer Atmosphäre von abwechselnd einge führtem :
Sauerstoff bezw. Wasserstoff bei einem Druck von ungefähr I mm Hg. Die abwechselnde Oxydation bezw. Reduktion kann auch bis zu einem gewissen Grade durch eine geeignete Temperaturbehandlung ersetzt werden; hierbei wird die versilberte Platte in Sauerstoff zunächst auf die Bil dungstemperatur des Silberoxydes erhitzt, dann unter Vakuum weiter erhitzt, bis das Silberoxyd dissoziiert ist; darauf wird die Temperatur wieder gesenkt usw.
Beim Glimmentladungsverfahren wird zweck mässig die zu granulierende Silberschicht einer als Anode geschalteten Platte gegen übergestellt unter Zwischenschaltung einer als Kathode geschalteten- gitterförmigen Elektrode. Die Silberschicht besitzt dabei keine elektrisch leitende Verbindung mit der Kathode.
Die Silberschicht könnte auch als Kathode geschaltet werden. Jedoch hat sich hierbei der Nachteil herausgestellt, dass der Oxydations- und Reduktionsvorgang in der Nähe der Verbindung :der Zuführungsleitung mit der Schicht stärker stattfindet als an andern Stellen.
Als letzte Stufe des Prozes ses nach Erzeugung der :diskreten Silberteil chen wird zweckmässig eine leichte Oxy- dation vorgenommen, .da es auf diese Weise möglich ist, eine vorteilhaft geeignete Schicht zur Photosensibilisation zu schaffen.
Alle diese Verfahren ergeben keine be friedigenden Resultate. Am zweckmässigsten erscheint noch ,das Erhitzungsverfahren. Bei diesem werden: als dielektrische Zwischen schichten Glimmerplatten oder andere in :der Isolier- und Wärmeeigenschaft gleichwertige Unterlagen, z. B. keramisches Material, be stimmte Glassorten usw. verwendet, wobei die Oberfläche .dieser Unterlagen zweck- mässig :durch Polieren geglättet wird.
Auf diese Unterlagen wird in geeigneter Weise eine Metallbelegung hergestellt, beispiels- weise eine Versilberung oder eine Ver- kupferung. Eine solche Metallisierung kann beispielsweise chemisch durch Kathodenzer- stäubung oder durch thermische Auf dampfung hergestellt werden. Die metalli- sierten Platten werden dann in einer Atmo sphäre aus
indifferentem Gas oder einem Vakuum auf hohe Temperatur erhitzt.
Bei den bisher benutzten Verfahren ist die Metallbelegung so :dick, dass .sie nicht mehr durchsichtig ist. Zur Erzielung der Granulation müssen dann die Temperaturen sehr hoch bis in die Nähe der Schmelzpunkte getrieben werden, bei Silber z.
B. auf zirka <B>1000',</B> um ein kurzzeitiges Schmelzen der Silberschicht zu bewirken, wobei sich dann die Oberfläche aus :der vorher strukturlos einheitlichen Metalloberfläche in ein aus kleinen, voneinander isolierten Metalltröpf chen geringen Durchmessers bestehendes Mosaik verwandelt.
Diese Erhitzung wird zweckmässig äusserst rasch vorgenommen, beispielsweise mittels Wirbelstromerhitzung im Hochfrequenzofen. Dabei wird die metal lische Belegung nichtdirekt, sondern indirekt durch Strahlung von einer Heizplatte her vorgenommen. Dieses Verfahren hat den er heblichen Nachteil, dass bei der hohen Er hitzung auf etwa 100.0 der Glimmer un günstig verändert oder beschädigt wird.
Es hat sich nun herausgestellt, dass die Tropfenbildung auch bei viel niedrigeren Temperaturen erzielt werden kann, wenn die Metallschicht genügend dünn ist. Die Tröpfchenbildung erfolgt hierbei offenbar nach einem ganz andern neuartigen physika- lisch-ehemischen Effekt, da die in diesem Fall erforderliche Temperatur unter<B>500'</B> in einer .ganz andern Grössenordnung und weit unterhalb der .Schmelztemperatur liegt.
Das Verfahren gemäss der Erfindung ' ist da her dadurch gekennzeichnet, dass eine sehr dünne Metallschicht :durch thermische Be handlung in einer sauerstoffhaltigen Atmo sphäre leicht granuliert wird bei Tempera turen unter 1500', bei denen die isolierende Unterlage auch bei längerer Temperatur einwirkung noch völlig unverändert bleibt. Zweckmässig werden Metallschichten in der Dicke von etwa '/"o bis I,rloo ,u verwendet. Da durch ist es möglich, mit Temperaturen unter <B>500'</B> C z.
B. 4ss0 bis<B>500,'</B> auszukommen, was in Anbetracht der geringen Temperatur- beständigkeit des Glimmers bei Verwendung solchen Materials wichtig ist. Bei Verwen dung anderer Materialien, wie keramische Stoffe oder Glas, wird die Oberfläche der Unterlage zweckmässig durch Polieren ge glättet, um die Inselbildung im Erhitzungs- verfahren zu beschleunigen.
In den Fig. 1 bis 3 ist in schematischer Darstellung eine Anordnung zur Durchfüh rung des erfindungsgemässen Verfahrens bei spielsweise dargestellt. Hierin zeigt Fig.1 die indirekte Erhitzung durch eine Heiz platte 1, welche durch Strahlung-die Silber schicht 2, welche auf dem Unterlagsmaterial 3, beispielsweise Glimmer, angeordnet ist, erhitzt. Da diese Erhitzung momentan ein setzen muss, wird die Erhitzung zweckmässig durch Wirbelströme vorgenommen, was schematisch durch die Hochfrequenzspule 4 dargestellt ist.
In den Fig. 2 und 3 ist das fertige Pro dukt beispielsweise dargestellt. Hierin be deutet 9 die dielektrisehe Zwischenschicht, welche als Unterlage für die Belegung 10 und 11 dient. Die Belegung 10 stellt dabei die in feinste Elementarteilchen zerlegte dünne Metallschicht dar, während 11 als kapazitive Gegenbelegung für die Photo- zellenanordnung dienen soll.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von fein unterteilten Metallschichten auf einer isolie renden Unterlage, insbesondere auf einer Glimmerplatte, dadurch gekennzeichnet, dass eine sehr dünne Metallschicht durch ther mische Behandlung in einer sauerstoffhalti gen Atmosphäre leicht granuliert wird bei Temperaturen unter 500 0, bei denen die isolierende Unterlage auch bei längerer Temperatureinwirkung noch völlig unver ändert bleibt. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass .der Erhitzungspro- zess durch Wirbelströme im Hochfrequenz- ,Ofen vorgenommen wird. 2.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Erhitzung in direkt durch Strahlung einer Heizplatte erzeugt wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch und -den Unteransprüchen 1 und 2, dadurch ge kennzeichnet, dass als Unterlage Glas ver wendet wird, wobei zur Beschleunigung ,der Inselbildung .die Oberfläche der Unterlage durch Polieren geglättet wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass eine sehr dünne Silberschicht verwendet wird. 5.Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 4, unter Verwendung von Glimmer als Unterlage, dadurch gekenn zeichnet, dass die ursprüngliche Silber schicht eine Dicke von 1/loo bis :L/io,u auf weist und die Zerteilung durch Erhitzen auf etwa 400 bis 450 o C in einer sauer stoffhaltigen Atmosphäre vorgenommen wird. 6.Verfahren nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 und 2, dadurch .ge- kennzeichnet, dass als Unterlage kera mische Materialien verwendet werden, wobei zur Beschleunigung der Inselbil dung die Oberfläche der Unterlage durch Polieren geglättet wird.
Applications Claiming Priority (2)
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| CH (1) | CH185304A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE746016C (de) * | 1938-05-09 | 1953-02-09 | Siemens & Halske A G Berlin Un | Kalte Kathode fuer elektrische Entladungsroehren |
-
1935
- 1935-05-31 CH CH185304D patent/CH185304A/de unknown
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