Reizeinrichtung an Kraftfahrzeugen. Bei den bekannten Heizeinrichtungen an Kraftfahrzeugen, bei denen Frischluft in einem Wärmeaustauscher mittels der heissen Abgase des Motors erhitzt und dann in das Wageninnere geleitet wird, besteht die Ge fahr, dass die Schweiss- oder Schraubverbin dungen an .den Anschlussstellen der Rohre des Wärmeaustauschers bei Undichtigkeiten Abgase in die Frischluft gelangen lassen.
Die vorliegende Erfindung bezweckt, die ser Gefahr zu begegnen. Sie besteht darin, dass an sämtlichen Anschlussstellen der Wärmeaustauscherrohre mit der Aussenluft verbundene Zwischenräume angeordnet sind, welche bei undichter Anschlussverbindung das Vermischen des Abgases mit der Frisch luft verhindern sollen.
Zweckmässig sind die Wärmeaustauscher- rohre mittels trichterförmiger Verbindungs stücke in die Abgasleitung eingebaut und tragen ein in ihrer Längsrichtung verschieb bares, von der Frischluft durchströmtes Ge- hälxse, wobei zwischen den Stirnwänden des Gehäuses und den Stirnwänden der Verbin dungsstücke die genannten, mit der Aussen luft verbundenen Zwischenräume liegen. Auf diese Weise erzielt man eine besonders einfache und gedrungene Bauart des Wärme austauschers.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungs beispiel der Heizeinrichtung nach der Erfin dung dargestellt.
Fig. 1 zeigt eine Seitenansicht der Ge- samteinrichtung und Fig. 4 einen Längsschnitt durch den Wärmeaustauscher; die Fig. 2. und 3 zeigen Querschnitte nach den Linien 2-2 und 3-3 der Fig. 4.
In die Abgasleitung 1 des Motors 2 ist ein Wärmeaustauscher 3 eingeschaltet, aus dem die Abgase durch einen Leitungsteil 4 abströmen. Der Wärmeaustauscher weist einen zylindrischen Mantel 5 auf, an dessen vorderem Ende ein Metallschlauch 6 ange schlossen ist. Durch diesen Metallschlauch strömt die von einem Trichter 7 aufgefan- gene Frischluft in den Wärmeaustauscher ein. Zur Verstärkung des Frischluftstromes kann eine Luftschraube 8 vorgesehen sein, die je nach den Raumverhältnissen entweder vom Motor aus oder von einem besonderen Elektromotor angetrieben wird.
Der Trich ter 7 ist :derart angeordnet, dass die aufge fangene Luft vorher durch den Kühler. hin durchtritt und auf diese Weise vorgewärmt wird. 1 _ ! y l Am hintern Ende des Wärmeaustauschers sind ein oder mehrere Metallschläuche 9, 10 angeschlossen, welche die erhitzte Frischluft in das Wageninnere leiten.
Bei' dem darge stellten! Ausführungsbeispiel mündet die vor- dere'Heissluftleitung am Spritzbrett 11, wo ein regelbarer Luftauslass 12 vorgesehen ist. Die zweite Heissluftleitung _ führt zweck mässigerweise nach dem hintern Teil des Wagens, wo eine ähnliche, auf der Zeichnung nicht .dargestellte Regelungsvorrichtung vor gesehen ist.
Der Mantel 5 des Wärmeaustauschers ist an beiden Enden mit Stirnplatten 13 ver sehen, die einen nach aussen gerichteten Flansch haben und mit Presssitz in den Man tel eingefügt sind. In den Stirnplatten 13 sind Bohrungen vorgesehen, durch welche die von den Auspuffgasen durchströmten Rohre 14 verschiebbar hindurchgeführt sind.
Um eine Vermischung der Auspuffgase. mit der Frischluft zu vermeiden, ragen die ge schweissten oder nahtlosen Rohre 14 beider seits ein Stück über die Stirnplatten 13 hin aus und sind in Stirnplatten 15 von trichter förmigen Verbindungsstücken 16 befestigt, die mit ihren verengten Enden an die Abgas leitung angeschlossen sind. Auf diese Weise entsteht auf beiden Seiten des Wärmeaus- tauschers ein Zwischenraum 17, der mit der Aussenluft in Verbindüng steht.
Wenn also an den Anschlussstellen der Rohre 14 an die Verbindungsstücke 16 eine Undichtigkeit entsteht, so strömen die austretenden Abgase in die Zwischenräume 17 und damit ins Freie, können sich also nicht mit der in, den Wagen gelangenden Frischluft vermischen. Auf diese Weise wird an allen Anschluss- stellen :der Rohre, an denen Endichtigkeiten zu befürchten sind, von vornherein ein etwai ges Austreten der giftigen Abgase unschäd lich gemacht.
Die Verteilung der heissen Abgase auf eine Vielzahl von Rohren ergibt eine grosse Oberfläche für den Wärmeaustauscher und ermöglicht also eine wirksame Heizung der Frischluft bei geringem Raumbedarf. Durch messer und Anzahl der Rohre 14 hängen natürlich von dem Durchmesser des, Wärme- austauschers ab. Die Wärmeaustauschfläche wird weiterhin durch die Zwischenräume 2'0 und 23 vergrössert, von -denen weiter unten die Rede sein wird.
Diese Zwischenwände stehen in Berührung mit den Rohren 14 und leiten von diesen Wärme ab, um sie an die das Gehäuse durchströmende Frischluft ab zugeben.
Damit,die Luft nicht von dem Anschluss stutzen 18 des Luftzuführungsschlauches 6 auf dem kürzesten Wege nach den Anschluss stutzen 19 und 26 der Heissluftleitungen strömt, sind scheibenförmige Zwischenwände 20 angeordnet, durch die die Rohre 14 mit Presssitz hindurchgeführt sind. Wie Fig. 2 zeigt, liegt die Aussenkante 21 der Zwischen wände 20 in einem gewissen Abstand von dem Mantel 5, so dass ein ringförmiger Spalt 2,2; entsteht, durch den die Luft von der einen Seite der Zwischenwände nach der andern übertreten kann.
Ausser den Zwi schenwänden 20 ist eine weitere Zwischen wand 23 vorgesehen, deren Form aus Fig. 3 ersichtlich ist. Diese Zwischenwand 23 ist auf der Seite des Austauschers, an der die Luftleitungen einmünden, mit dem Teil 24 bis an .den Mantel 5 herangeführt, zwingt also die Luft, nach der gegenüberliegenden Seite des Wärmeäustauschers hinüberzu gehen, so dass sie ziemlich gleichmässig die von den fünf Zwischenwänden 20 und 2<B>3</B> gebildeten sechs Abteilungen des Wärmeaus tauschers durchströmen muss.
Wie bereits oben erwähnt wurde, sind die Rohre 14 in den Stirnplatten 13 verschieb bar. Wenn sich die Rohre also infolge der hohen Temperatur der Abgase stärker aus- dehnen als der Mantel 5, so verschieben sie sich einfach in den Stirnplatten 13. Durch die verschiedene Wärmeausdehnung der Rohre 14 und des Mantels 5 können also keine Verbiegungen oder Zerreissungen an dem Wärmeaustauscher entstehen.
Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel sind vierundzwanzig Rohre vorhanden, von denen jedes etwa 350 mm Länge und 13 mm Stärke hat. Der Durchmesser der Abgaslei tung beträgt etwa 50 mm. Die Geräusche, die infolge der Stösse in der Abgasleitung durch die Schwingungen der Rohre 14 ent stehen würden, werden von den Zwischen wänden 20 und 2$ gedämpft. Diese Zwi schenwände teilen die Rohre in freie Stücke, die zu kurz sind, um mit einer hörbaren Fre quenz zu schwingen. Um das zu erreichen, soll der Abstand zwischen den einzelnen Zwischenwänden nicht mehr als etwa 75 mm betragen.
Bei dem gezeichneten Ausfüh rungsbeispiel betragen die Abstände 52 mm. Je mehr Zwischenwände vorhanden sind, desto mehr wird das Geräusch gedämpft, desto grösser wird aber auch die Heizfläche und damit der Wirkungsgrad des Wärme- austauschers. Die Schwingungen der Rohre können auch dadurch gedämpft werden, dass man die in Abständen voneinander liegenden Rohre in Zwischenräumen von höchstens 75 mm miteinander hart verlötet oder ver schweisst. Dieser Abgaswärmeaustauscher arbeitet dank der erwähnten Ausbildung bei allen Motordrehzahlen geräuschlos.