CH185425A - Verfahren zum Konservieren von tierischen Rohhäuten. - Google Patents

Verfahren zum Konservieren von tierischen Rohhäuten.

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CH185425A
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  Verfahren zum     fionservieren    von tierischen Rohhäuten.    Es sind Verfahren zur     Konservierung          ton    tierischen Rohhäuten unter Verwendung  von vegetabilisch gegerbtem, zerkleinertem  Leder und Salz (Steinsalz) bekannt, wobei  in grundsätzlicher     Abweichung    von der bis  herigen Fellkonservierung das Konservie  rungsmittel nicht als solches auf die     Innen-          oder    Aasseite, die ja bekanntlich noch mit       Fleichresten    bedeckt ist, aufgestreut, son  dern in gut dosierten Mengen zunächst auf  einen Träger, wie Ölpapier oder Textilstoff,  aufgebracht wird;

   man legt dann den Trä  ger so auf die Tierblösse auf, dass die Be  handlungsschicht und die Innenseite (Aas  seite) zusammenkommen, wonach dann die  Haut in der üblichen Weise zusammenge  schlagen oder mit andern Häuten gestapelt  wird.  



  Die praktische Erfahrung hat gezeigt,  dass die Wirksamkeit der Komponente vege  tabilisch gegerbtes und zerkleinertes Leder  zu stark     hervortritt,    was zu einem leichten         Angerben    des Felles selbst Veranlassung  geben kann, sofern nicht eine sehr exakte,  in ihren Wirkungen nicht immer überschau  bare     Dosierung    der Behandlungskomponente       stattfindet.    Die     Erfindung    basiert     nun    auf  der Erkenntnis,     dass    durch die Weglassung  der, ein gewisses gefährdendes Moment ein  schliessenden Komponente, nämlich des ge  gerbten Leders,

   eine sichere und ausreichende  Konservierung ohne jegliche nachteilige  Einwirkung auf das Fell selbst möglich ist,  sofern nur im übrigen dem Träger eine aus  reichende Menge eines wasserlöslichen Kon  servierungsmittels, zum Beispiel eines Sal  zes, pro Flächeneinheit einverleibt werden  kann. Diese Forderung ist erfindungsgemäss  ohne Schwierigkeit zu erfüllen, und zwar  durch die ausschliessliche     Verwendung    eines  wasserlöslichen Stoffes als     Konservierungs-          mittel,    der in gelöster Form in den aus saug  fähigem Papier bestehenden Träger einge  bracht ist.           Eine    Ausführungsform der     Erfindung     gestaltet sich wie folgt: .  



  Ein saugfähiges und -den Festigkeitsan  forderungen entsprechendes     Papiervliess    wird  in eine     .Salzlösung    von hoher Konzentration,  der ein Desinfektionsmittel beigegeben sein       kann,    eingetaucht,     bezw.    in Form einer fort  laufenden Papierbahn hindurchgeführt, und  zwar mit einer so     geringen    Geschwindigkeit,  dass es sich     vollständig    mit der Salzlösung       sättigt.    Die Papierbahn wird dann einer  Trocknung     unterworfen,    zweckmässig in der  Weise, dass sie zwischen beheizten Walzen  hindurchgeht.

   Man erhält einen Konservie  rungsgegenstand, der etwa das dreifache Ge  wicht des Papiers an     .Salz    trägt. Das Papier  wird     dann    auf die     Innenseite    der Haut auf  geiegt und unter     jedesmaliger    Zwischenlage  des     Behandlungspapiers    eine beliebige Zahl  von Häuten     aufeinandergestapelt,    oder aber  es wird jede     einzelne    Haut mit dem Papier  zusammengeschlagen. Die bisherigen Ver  suche haben gezeigt, dass die Häute .trotz  einer gewissen Austrocknung auch noch eine  gewisse Feuchtigkeit aufweisen.

   Die Häute  sind im     .Stapel        durch    das Papier nach aussen  gut abgeschlossen, was dem Zutritt von Pa  rasiten und Mikroorganismen weitgehend  entgegenwirkt, so dass man bis zu einem  gewissen Grad auch von einer aseptischen  Arbeitsweise sprechen kann. Dementspre  chend kann man auch mit verhältnismässig  geringeren Mengen des Konservierungsmit  tels, wie nach dem üblichen Verfahren, ar  beiten. Beim     Erfindungsgegenstand    über  nimmt auch der Papierträger die gerade mit  der     Häutekonservierung    angestrebte Heraus  schaffung der     Feuchtigkeit    in der Haut.

      Ausser     einem    Salz, zum Beispiel dem üb  lichen Kochsalz,     können    irgendwelche ge  eignete ähnliche wasserlösliche     Konservie-          rungsmittel        verwendet    werden.  



  Es steht natürlich nichts im Wege, .schon  einen Teil des Salzes oder eines andern was  serlöslichen     Konservierungsmittels    in den  Papierbrei des späteren Trägers einzuführen,  so dass hierdurch die     Aufnehmemenge    nach  Bedarf erhöht oder die Dicke des Trägers,  die ja als eine Funktion der Saugfähigkeit  in     Erscheinung        tritt,    herabgesetzt werden  kann.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Konservierung von' tieri schen Rohhäuten durch Auflegen eines mit dem Konservierungsmittel versehenen Trä gers, gekennzeichnet durch die ausschliess liche Verwendung eines wasserlöslichen Stoffes als Konservierungsmittel, der in ge löster Form in den aus saugfähigem Papier bestehenden Träger eingebracht ist. UNTERANSPRüCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass dem Konservierungs- mittel ein Desinfektionsmittel beigegeben wird.
    2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Konservierungs mittel ein Salz dient. 3. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Träger verwendet wird, in dem etwa das dreifache des Papiergewichtes an Salz enthalten ist.
CH185425D 1934-11-05 1935-10-26 Verfahren zum Konservieren von tierischen Rohhäuten. CH185425A (de)

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