CH185430A - Verfahren zum Aufbringen einer Deckschicht auf einen Gegenstand, insbesondere auf die Oberfläche einer elektrischen Vorrichtung. - Google Patents

Verfahren zum Aufbringen einer Deckschicht auf einen Gegenstand, insbesondere auf die Oberfläche einer elektrischen Vorrichtung.

Info

Publication number
CH185430A
CH185430A CH185430DA CH185430A CH 185430 A CH185430 A CH 185430A CH 185430D A CH185430D A CH 185430DA CH 185430 A CH185430 A CH 185430A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
coated
substance
discharge tube
electrical discharge
cathode
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Gloeilampenfabrieken N Philips
Original Assignee
Philips Nv
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Philips Nv filed Critical Philips Nv
Publication of CH185430A publication Critical patent/CH185430A/de

Links

Landscapes

  • Cold Cathode And The Manufacture (AREA)

Description


  Verfahren zum Aufbringen einer Deckschicht auf einen Gegenstand, insbesondere  auf die     Oberfläche    einer elektrischen Vorrichtung.    Die Erfindung bezieht sich auf ein Ver  fahren     zum    Aufbringen von     Deckschichten     auf     Gegenstände.     



  Es sind mehrere Verfahren bekannt, ge  mäss denen Körper mit einer Deckschicht  überzogen werden können.  



  Ein viel dazu angewendetes Verfahren  ist das unter .dem Namen ,;Spritzen" be  kannte Verfahren. Dieses Spritzen kann auf  vielerlei Weise erfolgen, zum Beispiel ge  mäss     dem.Schoop'schen    Verfahren, bei dem  heiss     gespritzt    wird, obwohl es auch mög  lich ist, kalt zu spritzen. Eine     Variante    des  letzteren Verfahrens ist das Verfahren, bei  dem ein trockenes Pulver durch Stäuben auf  einen Gegenstand aufgebracht wird.  



  Obwohl mit diesen Verfahren häufig       gute    Ergebnisse erzielt werden können und  es oft auch sehr einfach ist, verschieden  artige Gegenstände durch Spritzen mit einer       Deckschicht    zu versehen, haftet diesen Ver  fahren in vielen Fällen der Übelstand an,    dass die auszuführenden Bearbeitungen einen  erheblichen Materialverlust verursachen. Dies       gilt    nicht nur für das aufzubringende Ma  terial selbst,     sondern    auch für das bei die  sem Verfahren allgemein     verwendete    Dis  persionsmittel.

   Dieses Verfahren erfordert  ausserdem infolge der grossen Mengen des  Lösungsmittels und des     aufzubringenden     Stoffes die Verwendung grosser Anlagen,  wie     Absaugeanlagen,    Säurekasten, oder der  gleichen. Dem sogenannten     Aufstäubver-          fahren    haften ausserdem in hygienischer  Hinsicht     Übelstände    an.  



  Ein weiteres Verfahren, das insbeson  dere bei Verwendung von dünnen Drähten,  wie     Kathoden    für elektrische Entladungs  röhren oder dergleichen angewendet wird, ist  dasjenige, bei dem der     Körper    durch Ein  tauchung in eine Suspension mit einer Deck  schicht überzogen wird. Obwohl dieses Ver  fahren, insbesondere im Hinblick auf die  verhältnismässig grosse Einfachheit der Aus-           führung,    mehrere Vorteile bieten würde, ist  es nur     in.    denjenigen Fällen anwendbar, in  denen der aufzubringende Stoff gut am Kör  per haftet. Es hat sich in diesen Fällen als  ziemlich schwierig erwiesen, eine Schicht  genügender .Stärke zu erhalten.

   Dies ist oft  nur durch wiederholte     Eintauchung    oder  durch Verwendung einer konzentrierten Lö  sung oder von     Bindemitteln    möglich. Ausser  dem haftet diesem Verfahren, sowie den       obenerwähnten    Spritz- und     Stäubverfahren     der Übelstand an, dass eine     gute    Dosierung  des Materials oft äusserst schwierig ist.

   Von  Wichtigkeit ist das sogenannte galvanische  Verfahren, bei dem durch Elektrolyse von  Lösungen     bestimmte    Schichten aufgebracht  werden     können    und zum Beispiel durch elek  trolytische Oxydation     Oxydschichten    erhal  ten werden können; dieses Verfahren ist  naturgemäss auf sehr bestimmte Anwen  dungsgebiete beschränkt.  



  Man hat weiter schon vorgeschlagen, und  zwar im Zusammenhang mit der Herstel  lung von     Oxydkathoden,    diese Elektrolyse in  Kombination mit der an sich bekannten Er  scheinung der     Kataphorese    anzuwenden.  Auch hierfür gilt, dass die     Anweuaung     dieses Verfahrens nur auf ein sehr be  schränktes Gebiet möglich ist.  



  Ein anderes     bekanntes    Verfahren-ist das  jenige, bei dem zum     Aufbringen    von Deck  schichten     Kataphorese    angewendet wird. Es  wird dabei von bestehenden     Kolloidlösun-          gen,    zum Beispiel Latex, ausgegangen, denen  gegebenenfalls bestimmte Stoffe zugesetzt  werden, oder es wird eine     Kolloidlösung    her  gestellt, wie sie bereits beim Niederschlagen  von Stoffen     wie        Bariumkarbonat    usw. aus  Solen beschrieben wurde.  



  Diesem Verfahren haftet der Übelstand  an, dass während der     gataphorese    häufig  Elektrolyse auftritt, durch die zum Beispiel  die Elektrode, auf welcher der     Stoff    nieder  geschlagen wird, angegriffen     wird.    Ein  weiterer Übelstand ist das Auftreten einer       störenden    Gasentwicklung, wodurch ein gu  tes     Anhaften    des Stoffes verhindert wird.

    Um     Gasentwicklung    möglichst zu     vermeiden,       ist es notwendig, mit niedrigen     Spannungen     zu arbeiten,     \bei    denen die zur Erhaltung  einer bestimmten Dicke des Überzuges er  forderliche Zeit sehr gross ist, in einigen  Fällen sogar viele Stunden betragen kann,  was der     fabrikmässigen    Anwendung des  Verfahrens     im.    Wege steht.

   Die Anwendung  des     kataphoretischen    Verfahrens (auf     Kol-          loidlösungen)    ist auch deswegen nicht sehr  vorteilhaft,     weil    man meistens an die Kon  zentrationen der     Kolloidlösungen    gebunden  ist. Diese Konzentrationen sind im allge  meinen klein, so dass die zur     Erhaltung     einer Schicht genügender Stärke erforder  lichen Zeiten auch aus diesem Grunde viel  zu gross werden.  



       Anmelderin    hat eine grosse Anzahl von  Untersuchungen auf diesem Gebiete vorge  nommen und gefunden, dass die     obenerwähu-          ten        Übelstände    durch Anwendung der vor  liegenden Erfindung vermieden, auf jeden  Fall erheblich herabgesetzt werden können.  



  Um die Oberfläche eines     Körpers    mit  einer Deckschicht zu überziehen, wird er  findungsgemäss das aufzubringende     Material     auf mechanischem Wege in einem aus einem  organischen Stoff bestehenden     Suspensions-          mittel    fein zerteilt und mittels     Kataphorese     auf die Oberfläche des Körpers aufgebracht.  



  Es können dabei eine grosse Anzahl von  Vorteilen erzielt werden. Die mechanische  Verteilung des Stoffes im     8uspensionsmittel     kann zum Beispiel derart erfolgen, dass man  den betreffenden Stoff     mit    einem geeigneten       Dispersionsmittel    wie zum Beispiel Alkohol  oder Aceton durch Reiben oder Mahlen ver  mischt, wodurch man bereits ein System er  hält, .das sich zum     kataphoretischen    Auf  bringen gemäss der Erfindung eignet.

   Die  mechanische Verteilung kann aber auch der  art erfolgen, dass man den :Stoff zunächst  einer mechanischen Behandlung wie Reiben,  Mahlen oder     dergleichen        unterwirft    und       dann        in    das     Suspensionsmittel        einbringt.    Es  ist nämlich nicht unbedingt erforderlich, die  mechanische Behandlung zusammen mit dem       Dispersionsmittel    auszuführen.      Obwohl sich zwischen     Kolloidlösungen     und Suspensionen keine scharfe Grenze  ziehen lässt, mit andern Worten, obwohl  kein qualitativer Unterschied dargelegt wer  den kann, besteht trotzdem in der Praxis  ein wesentlicher quantitativer Unterschied.

    Die oben beschriebenen, mit     einem    organi  schen     Suspensionsmittel    hergestellten Sus  pensionen müssen vor oder während der       Kataphorese    durch Rühren oder Schütteln  homogen gemacht werden; lässt man sie  ruhig stehen, so schlägt sich der suspendierte  Stoff nieder.

   Es wurde jedoch gefunden, dass  erneutes Schütteln oder Rühren die Suspen  sion jedesmal wieder in den geeigneten Zu  stünd     bringt.    Durch diese leichte     Behandel-          barkeit    unterscheiden sich die beim vorlie  genden Verfahren     verwendeten    Suspen  sionen in sehr     günstigem    Sinne von den       Kolloidlösungen.    Nimmt man zum Beispiel  einen Stoff wie     Bariumkarbonat    und ver  gleicht ihn als wässerige     Kolloidlösung    ge  mäss einem bekannten Verfahren und als Al  kohol oder als     Alkohol-Acetonsuspension,     wie sie nach dem Verfahren gemäss der Er  findung erhältlich ist,

   so wird im ersteren  Fall die Lösung nur mühsam erhalten, und  sie ist nach sehr kurzer Zeit unbrauchbar,  ausserdem ist die zum     Aufbringen    erfor  derliche Zeit sehr gross. Im letzteren Fall  lässt sich die Suspension leicht erhalten und  sie ist eine     unbestimmt    lange Zeit haltbar  und die zum Aufbringen erforderliche Zeit  ist sehr gering.  



  Es     wurde        gefunden,    dass nicht nur die  erfindungsgemäss verwendeten Suspensionen  viel beständiger als die bekannten wässeri  gen     Kolloidlösungen    und auch als die durch  Mahlen oder Reiben mit Wasser erhaltenen  wässerigen Suspensionen sind, in dem Sinne,  dass. sie jedesmal wieder einfach durch  Schütteln oder Rühren zur     Verwendung    fer  tig sind, sondern auch, dass mit den beim  vorliegenden Verfahren     verwendeten    Sus  pensionen sehr rasch verhältnismässig grosse  Stoffmengen durch     Kataphorese    gut haftend  aufgebracht werden können.

   Es     können     dabei bei kurzem     Elektrodenabstand    hohe         Spannungen    angewendet werden; so     können     bei der     Ausführung    der vorliegenden Erfin  dung bei einem Abstand von 1 cm zwischen  der Kathode und der Anode     unbedenklich          Spannungen    von 50, 200 oder mehr Volts  angewendet werden.

   Infolge der Anwendung  dieser hohen elektrischen Felder findet die       Kataphorese    in sehr kurzer Zeit statt, wo  durch, wie     Anmelderin    gefunden hat, in  einigen     Sekunden    Überzüge genügender  Stärke, zum Beispiel von einigen     Zehnern     von     Mikrons    bis zu einigen Millimetern, auf  gebracht werden können. Bei wässerigen       Kolloidlösungen,    sowie bei wässerigen Sus  pensionen     wird    man bei Anwendung derarti  ger hoher     Spannungen    durch eine starke       Gasentwicklung    gehindert, die zur Folge  hat,     da.ss    der Stoff nicht haftet.  



  Die Wahl der Spannung macht es mög  lich, bei einem gegebenen     Elektzodenabstand     die Absetzungsweise des sich niederschla  genden Stoffes in weitgehendem Masse zu  beeinflussen und auf diese Weise die-     Poro-          sität    des Niederschlages zu regeln. Gerade  diese Möglichkeit muss als ein wesentlicher       Vorteil    in bezug auf die bekannten Verfah  ren der     Kataphorese    von wässerigen     Kol-          loidlösungen    betrachtet werden, denn bei  diesen Lösungen werden häufig Schichten  erhalten, die für den Zweck, für den sie be  stimmt sind, zu dicht sind.

   Es können nun  gemäss vorliegendem Verfahren     gewünsch-          tenfalls    Überzüge erhalten werden, die den  jenigen vollkommen entsprechen, die auch  durch Spritzen der betreffenden Suspen  sionen erhalten werden können. Dies gilt       umsomehr,    als man durch den Grad der       Mahlung    die Grösse der     aufzubringenden     Teilchen noch innerhalb geraumer Grenzen  nach Belieben beeinflussen kann.

   Da ausser  dem von einem kristallisierten festen Stoff  ausgegangen werden kann, der nur mecha  nisch fein gemacht wird, besteht hier nicht,  wie bei     Verwendung    von gemäss kolloidalen  Verfahren     bereiteten    Solen, die Gefahr, dass  sich fremde Bestandteile, fremde Ionen,     un-          gewünschte    Mengen des     Lösungsmittels    oder  sogenannte Schutzkolloide     einschleichen.         Wie bereits erwähnt, kann bei Verwen  dung einer gleichen Grösse der Teilchen, was  die Dichte und das Aussehen der erhaltenen       kataphoretischen    Niederschläge     anbetrifft,

       bei einer geeigneten Wahl der     GescUwindig-          keit,        mit    der die Schicht aufgebracht wird,  dasselbe Ergebnis wie bei Spritzen mit der  gleichen Teilchengrösse erhalten werden. Bei  Anwendung einer höheren Spannung oder  einer grösseren     Konzentration,    im allge  meinen bei einer     Vergrösserung    der Ge  schwindigkeit,     mit    welcher der Stoff     kata-          phoretisch    aufgebracht     wird,    wird die er  haltene Schicht rauher, bei einer verringer  ten Geschwindigkeit (niedrigere Spannung,  geringere Konzentration) wird die Schicht  glatter.

   Die Wahl der Spannung, der Kon  zentration und des     Elektrodenabstandes    ge  stattet eine sehr genaue Dosierung des auf  zubringenden Stoffes. Es wurde gefunden,  dass bei einer konstanten Konzentration und  unter gleichbleibenden elektrischen     Verhält-          nissen    die     .Menge    des niedergeschlagenen  Stoffes in vollkommen     proportionalem    Ver  hältnis zu der     Kataphoresezeit    zunimmt. Es  wurde ferner gefunden, dass sich die in glei  chen Zeiträumen niedergeschlagenen Mengen  bei gleicher Konzentration wie die ange  wendeten Spannungen verhalten.

   Es ist ein  leuchtend, dass diese sehr einfache     Dosierung     einen grossen     Fortschritt        in    bezug auf das  Aufbringen durch Eintauchen oder Stäuben  und Spritzen bedeutet.     Ausserdem    findet bei  dem Verfahren gemäss der Erfindung gar  kein Materialverlust     statt.     



  Das Verfahren gemäss der Erfindung  kann auf mannigfaltigen Gebieten Anwen  dung     finden.    So können zum Beispiel be  liebige Teile elektrischer Entladungsröhren  oder     Glühlampen    mit Hilfe des Verfahrens  gemäss der     Erfindung    überzogen     werden.          Eine    wichtige Anwendung besteht darin,  dass die Gitter und Anoden mit bestimmten  Stoffen, zum Beispiel     Zirkonium,        Zirkonium-          ogyd,    Kohlenstoff und dergleichen über  zogen werden.

       Ausserdem    kann die Erfin  dung an den     direkt        und        indirekt    heizbaren  Kathoden sowohl zum     Aufbringen    von Elek-         tronen        emittierenden    Stoffen, zum Beispiel       Bariumogyd    und Metallverbindungen, aus  denen durch     Erhitzung        ein        emittierender     Stoff erhalten wird, als auch zum Aufbrin  gen von isolierenden Schichten für indirekt       heizbare    Kathoden angewendet werden.

   Im  letzteren Fall bietet das Verfahren gemäss  der Erfindung ein äusserst einfaches Mittel  zum Aufbringen von mehreren Schichten  aufeinander. Es ist dabei selbstverständlich  erforderlich, dass die verwendeten Stoffe für  die     Hataphorese    den gleichen Ladungssinn  besitzen.  



  Ein anderes Anwendungsgebiet bildet  zum     Beispiel    die Herstellung     plattenförmi-          ger    Kondensatoren, bei denen als     Dielektri-          kum    dienende Stoffe mit Hilfe der vorlie  genden     Erfindung    auf einfache Weise aufge  bracht werden können.  



       Ein    anderes     Anwendungsgebiet    bilden  zum Beispiel die elektrischen Glühlampen,  bei denen bestimmte Stoffe, zum Beispiel  Fangstoffe wie     Calciumfluorid,    auf den  Glühdraht oder auf andere     Teile    der Röhre  aufgebracht werden können.     Das    Verfahren  gemäss der Erfindung ist mit besonderem  Vorteil zum     Aufbringen    von phosphoreszie  renden oder fluoreszierenden Stoffen an  wendbar.

   Dies bildet ausserdem ein sehr all  gemeines     Anwendungsgebiet    für Stoffe, die,  wie beispielsweise der obenerwähnte phos  phoreszierende Stoff, etwa     Kalziumsulfid,     nicht in     Kolloidlösungen    erhalten und daher  auf bekanntem     kataphoretischem    Wege nicht  aufgebracht werden können. Eine wichtige  Möglichkeit ist auch .das     Aufbringen    von       Gemischen,    was mit     Kolloidlösungen    auch  nicht ohne weiteres ausführbar     ist.    Es kön  nen auch Mischkristalle bestimmter Zu  sammensetzung     verwendet    werden.

   Obwohl  aus dem vorstehenden die grosse Anzahl der  mit der     Erfindung    erreichbaren Möglichkei  ten deutlich hervorgeht, gibt es noch viele  andere Gebiete, auf denen eine     Anwendung     dieses     Verfahrens    möglich ist. So seien zum  Beispiel das     Aufbringen    von Stoffen auf die  innere Wand einer     Ulbrichtschen    Kugel zu           Photometerzwecken,    das     Aufbringen    von  Stoffen auf die Innenwand von Photozellen,  die Herstellung von Widerstandsschichten,  das Überziehen von Gegenständen mit Lack,  leitenden Stoffen usw.     erwähnt.     



  Es folgen nun einige     Ausführungsbei-          spiele,    in denen verschiedene     Ausführungs-          formen    des Verfahrens gemäss der Erfin  dung     beschrieben    sind.  



  Es kann eine Anode oder ein Gitter einer       Senderröhre    mit Hilfe des vorliegenden Ver  fahrens mit Stoffen wie zum     Beispiel        Zir-          koniumoxyd    zur     Verhinderung    der Sekun  däremission überzogen werden. Es wird zu  diesem Zweck eine Menge     Zirkoniumoxyd,          wie    es in reinen Zustand durch Erhitzung  aus     ZTOCl,    erhalten werden kann, mit Al  kohol gemahlen oder gerieben und die auf  diese Weise erhaltene Suspension     wird    einer       Kataphorese    unterworfen.

   Es ergibt sich,  dass die Teilchen positiv sind und     gut    an den  in dieser Suspension als Kathode befind  lichen Elektroden haften.  



  Zum Aufbringen von     Magnesiumoxyd     auf     eino        Anode,    die ein hohes Wärmeaus  strahlungsvermögen besitzen soll, kann  gleichfalls von einer     durch        Reiben    oder  Mahlen erhaltenen .Suspension von     Magne-          siumoxydi    in Alkohol ausgegangen werden.  Auch in .diesem Fall ergibt sich, dass die  Teilchen positiv sind und vorzüglich an der  Kathode haften. Es kann auf ähnliche Weise  die Wand einer     Ulbrichtschen    Kugel mit       Magnesiumoxyd    überzogen werden.  



  Gemäss     einem    weiteren     Ausführungsbei-          spiel        wird        Magnesiumkarbonat    auf mechani  schem Wege in Alkohol eingebracht und  wird die auf diese Weise erhaltene Suspen  sion einer     Kataphorese        unterworfen.    Es er  gibt sich, dass die Kathode bei einer Span  nung von 50 V in 5     ;Sekunden    mit einer  Schicht von 2 bis 3 mm überzogen wird. Das  auf diese Weise erhaltene     Magnesiumkarbo-          nat    kann nötigenfalls durch Erhitzung in       Magnesiumoxyd    umgewandelt werden.  



  Das Aufbringen von     Bariumkarbonat          kann    wie folgt geschehen:         Bariumkarbonat    wird in Alkohol, Aceton  oder     1Vlethyläthylketon    derart gerieben oder  gemahlen, dass eine Suspension entsteht. Es       werden    z. B. 100 g     Bariumkarbonat    mit  200 ein' Alkohol gemahlen. Es werden mit  einer Suspension von     1,2    g     Bariumkarbonat    in  10 cm' Alkohol und 30 cm' Aceton sehr  gute Ergebnisse erhalten.

   Wird als Kathode  ein Nickelröhrchen verwendet, so ergibt sich,  dass bei einer Spannung von 150 V und bei  einem Abstand zwischen der Anode und der  Kathode von 1     ein    in 10 Sekunden eine  Schicht bis zu einer Dicke von einigen       Zehnern    von     Mikrons    erhalten werden kann.  Bei einer Spannung von 50 V ist die Schicht  feiner, sehr feine Überzüge werden zum Bei  spiel bei     Verwendung    von 1,2 g     Bariumkar-          bonat,        suspendiert    in 10 cm' Alkohol und  90 cm' Aceton und bei einer Spannung von  50 V in einem Zeitraum von 10 bis 30 Se  kunden erhalten.

   Zur Erhöhung der Festig  keit kann durch     Eintauchung    in eine ver  dünnte Lösung     vor <         Zaponlack    oder Kollo  dium ein dünner Überzug eines solchen Stof  fes erhalten werden. Bei Verwendung von  Alkohol als     Suspensionsmittel        ist    es nicht  erforderlich, absoluten Alkohol zu verwen  den;     verhältnismässig    geringe Wassermengen,  die aus der     Atmosphäre    aufgenommen wer  den oder auf anderem Wege in die Suspen  sion gelangen können, sind für die Ausfüh  rung des Verfahrens nicht störend.  



  Ein anderes Beispiel ist das Aufbringen  eines phosphoreszierenden Stoffes, zum Bei  spiel     Calciumsulfid.    Ein solcher Stoff wird  dabei mit Aceton gemahlen oder gerieben       und    auf diese Weise suspendiert. Es ergibt  sich, dass die Teilchen negativ sind und gut  an der Anode haften: Um     einen    Glühdraht  einer elektrischen Glühlampe mit     Calcium-          fluorid    zu überziehen,     wird    dieser Stoff mit  Alkohol zu einer Suspension gemahlen oder  gerieben und dann einer     Kataphorese    unter  worfen. Es ergibt sich, dass die Teilchen po  sitiv sind und gut an dem     als    Kathode ge  schalteten Glühdraht haften.  



  Zum Aufbringen von leitenden Teilchen,  zum Beispiel zum     Überziehen    einer Elek-           trode    einer elektrischen     Entladungsröhre    mit       Zirkonium,        wird        Zirkoniumpulver    mit Ade  ton gemahlen oder gerieben und auf diese  Weise     suspendiert.    Es wurde gefunden, dass  bei     einem        E.lektrodenabstand    von 1 cm und  bei einer     Spannung    von 200 V nach 1 Mi  nute eine schwarze, sehr gut an der Kathode       haftende        Zirkoniumschicht    erhalten wird.  



  Ausser für isolierende und leitende Stoffe  kann .die Erfindung auch für Halbleiter An  wendung finden. Es kann zum Beispiel bei  Trockengleichrichtern aus einer Suspension  ein Stoff auf ein auf einer Elektrode be  findliches isolierendes Häutchen niederge  schlagen     werden.    Es wird zum Beispiel von       Wolframsulfid    ausgegangen, das auf mecha  nischem Wege in Aceton suspendiert wird.  Bei einer Spannung von 200 V und bei  einem     Elektrodenabstand    von 1 cm     kann     nach einigen Minuten auf dem auf der Ka  thode befindlichen isolierenden Häutchen  eine entsprechende Schicht erhalten werden.

    Es ergibt sich,     dass    das auf: der Elektrode  befindliche isolierende Häutchen genügend  porös ist, so dass bei     dieser        Spannung    ein  guter Niederschlag erhalten wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Aufbringen einer Deck schicht auf einen Gegenstand, insbesondere auf die Oberfläche einer elektrischen Vor richtung, dadurch gekennzeichnet, dass das aufzubringende Material auf mechanischem Wege in einem aus einem organischen Stoff bestehenden Suspensionsmittel fein zerteilt und mittels Kataphorese auf die. Oberfläche des Körpers aufgebracht wird. ÜNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass eine Elek trode einer elektrischen Entladungsröhre mit Zirkonium überzogen wird. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass eine Elek trode einer elektrischen Entladungs röhre mit Zirkoniumogyd überzogen wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass eine Elek trode einer elektrischen Entladungsröhre mit Kohlenstoff überzogen wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Kathode einer elektrischen Entladungsröhre mit einem elektronenemittierenden Stoff überzogen wird. 5. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Kathode einer elektrischen Entladungsröhre mit einer Metallverbindung überzogen wird. 6.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass ein Heizkör per einer indirekt heizbaren Kathode einer elektrischen Entladungsröhre mit einem isolierenden Stoff überzogen wird. 7. Verfahren nach Patentanspruch, da .durch gekennzeichnet, .dass der Glüh- draht einer elektrischen Glühlampe mit einem als Fangstoff wirkenden Stoff überzogen wird. B. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass ein platten förmiger Kondensator mit einem als Di- elektrikum dienenden Stoff überzogen wird. 9.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Innen wand einer Ulbrichtschen Kugel mit Magnesiumoxyd überzogen wird. 10. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass eine Elek trode einer elektrischen Entladungs röhre mit einem starkstrahlenden Stoff überzogen wird. 11. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass ein fluor eszierender Stoff auf eine leitende Un terlage aufgebracht wird. 12. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass mehrere Schichten aus verschiedenen Stoffen nacheinander auf einen Kernkörper auf gebracht werden. 13.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass ein halblei- tender Stoff unter Zwischenfügung einer dünnen isolierenden Schicht auf einen leitenden Kernkörper aufgebracht wird. 14. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das aufzu bringende Material aus einem Gemisch von verschiedenen Stoffen besteht. 15. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das aufzu bringende Material aus mehreren Stof fen in Form von Mischkristallen be steht,
CH185430D 1934-08-08 1935-07-25 Verfahren zum Aufbringen einer Deckschicht auf einen Gegenstand, insbesondere auf die Oberfläche einer elektrischen Vorrichtung. CH185430A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE185430X 1934-08-08

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH185430A true CH185430A (de) 1936-07-31

Family

ID=5719445

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH185430D CH185430A (de) 1934-08-08 1935-07-25 Verfahren zum Aufbringen einer Deckschicht auf einen Gegenstand, insbesondere auf die Oberfläche einer elektrischen Vorrichtung.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH185430A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2000227C3 (de) Verfahren zur Herstellung eines korrosionsbeständigen Aluminiumgegenstands und dessen Verwendung
DE2052424C3 (de) Verfahren zum Herstellen elektrischer Leitungsverbindungen
DE3008495C2 (de)
DE1811763B2 (de)
DE2548478B2 (de) Verfahren zur Herstellung einer Elektrode für elektrolytische Prozesse
DE60207557T2 (de) Verfahren zur herstellung einer metallelektrode
DE2537100A1 (de) Elektrode und verfahren zu ihrer herstellung
DE625217C (de) Verfahren zum UEberziehen von Koerpern mit einer Deckschicht
DE3004080C2 (de) Verfahren zum Beschichten einer porösen Elektrode
DE2413055B2 (de) Verfahren zum durchfuehren einer elektrolyse in einer diaphragmazelle
DE2836316A1 (de) Verfahren zur herstellung von keramikteilen mittels elektrophorese
AT151929B (de) Verfahren zum Überziehen von Körpern mit einer Deckschicht unter Anwendung von Kataphorese.
CH185430A (de) Verfahren zum Aufbringen einer Deckschicht auf einen Gegenstand, insbesondere auf die Oberfläche einer elektrischen Vorrichtung.
DE975450C (de) Elektrolumineszenzlampe
DE2203717A1 (de) Verfahren zur Herstellung eines Filmes bzw. einer Folie
DE1017292B (de) Aluminiumoxydueberzug fuer den Heizdraht mittelbar geheizter Kathoden elektrischer Entladungsroehren und Verfahren zur Herstellung eines Isolierueberzuges auf einem Heizdraht
DE1464393B2 (de) Verfahren zur herstellung eines lumineszenzschirmes
DE1127480B (de) Verfahren zur Herstellung eines Tantalkondensators mit einer formierten dielektrischen Schicht und Halbleiterschichten
DE1103710B (de) Elektrolyt zur elektrophoretischen Herstellung einer elektrisch isolierenden Schicht
DE1068818B (de)
DE1090332B (de) Verfahren zum Ausfuellen des Raumes zwischen dem Heizelement und der Kathodenhuelle mit Isoliermaterial
DE2246998A1 (de) Kathodenstrahl-farbkineskoproehre und verfahren zu deren herstellung
DE866459C (de) Verfahren zur elektrophoretischen Herstellung von gut haftenden, schlecht leitenden Ultra-Feinkorn-Schichten auf leitenden Traegern
DE1464393C (de) Verfahren zur Herstellung eines Lumineszenzschirmes
AT204655B (de) Heizdraht mit einem Aluminiumoxydüberzug für mittelbar geheizte Kathoden elektrischer Entladungsröhren