CH185432A - Verfahren zur Metallisierung von Gegenständen durch kathodische Zerstäubung von Metallelektroden. - Google Patents
Verfahren zur Metallisierung von Gegenständen durch kathodische Zerstäubung von Metallelektroden.Info
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Description
Verfahren zur Netallisierung von Gegenständen durch kathodische Zerstäubung von Metallelektroden. Die Erfindung geht von der Erkenntnis aus, dass die bei der kathodischen Zerstäu- bung auftretenden Schwierigkeiten durch jene dünne Gasschicht verursacht werden, welche sich an der Oberfläche des zu zer stäubenden Metalles zufolge der Chemosorp- tion oder aktiven (aktivierten) Adsorption be findet.
Unter "aktive Adsorption" wird die auf Pririlärvalenzkräfte beruhende Adsorp- tion von Gasen auf festen Körpern verstan den, die erst oberhalb einer bestimmten Tem peratur merkbar in Erscheinung tritt, bei Temperaturerhöhung bis auf ein gewisses Maximum ansteigt und dann nicht mehr allein durch Herabsetzung des Druckes ent fernt werden kann. (Siehe unter anderem "Die Adsorption von Gasen und Dämpfen an festen Kärpern" von H. Dohse und H. Mark, Leipzig. Akademische Verlags gesellschaft m. b.
H., 1933, µ 18, insbeson dere Seite 66, Absatz 3, sowie James William Me Bain, "The sorption of gases and Va- pours, by solids" London, George Routledge & 3ons Ltd., 1932, .Seite 475 und 479 bis 481.)
Erfindungsgemäss wird nun die auf der Oberfläche der 112etallelektroden gebundene dünne Gasschicht spätestens beim Beginn des Zerstäubungsvorganges bei einer Tem peratur oberhalb 800 C entfernt. Das Ent fernen erfolgt vorzugsweise in Gegenwart eines Füllgases, das mit dem Gas der ge bundenen Gasschicht eine chemische Ver bindung eingeht.
Dadurch wird die kathodische Zerstäu- bung von Metallen beschleunigt und wirt schaftlich gestaltet, sowie das kathodische Zerstäuben von solchen Metallen ermöglicht, die bisher überhaupt nicht oder nur sehr schwer zu zerstäuben waren; auch kann die Zerstäubung bei höheren Drücken als bis her vorgenommen werden.
Die Höhe der Temperatur, bis zu der die Kathode erhitzt werden muss, hängt von der Art des zu zerstäubenden Metalles, den c -hemise'hen Eigenschaften des Füllgases und der Art der gebundenen Gasschicht ab. Bei gewissen Elektrodenmetallen kann die Tem peratur etwa \bei Weissglut liegen. Sie über steigt zum Beispiel bei Verwendung von Platin oder Wolfram 1800 C. Um die Ka thode auf die gewünschte Temperatur zu bringen und, wenn es erwünscht ist, auf dieser Temperatur zu halten, kann man sich beliebiger Mittel bedienen.
So ist es bei spielsweise möglich, mit Hilfe des eigent lichen Zerstäubungsstromes die notwendige Erhitzung der Kathode durchzuführen oder auch eine direkte Beheizung der Kathode durch einen besonderen Stromkreis vorzu sehen.
In gewissen Fällen ist es zweckmässig, während des Abgasens der Elektroden die Bestäubung des zu metallisierenden Gegen standes etwa durch Anbringen eines Schutz schirmes zwischen diesem und den Elektro den zu verhindern.
Die zur Entfernung der Gasschicht not wendige Temperatur kann man dadurch her absetzen, dass man eine Ionisierung der Füll gasatmosphäre hervorruft oder die Ionisie- rung steigert, zum Beispiel durch Hilfselek troden, durch Röntgenstrahlen mit Hilfe von Radium oder durch die zu zerstäubenden Elektroden selbst.
Das Verfahren nach der Erfindung lässt sich in allen Fällen, in, denen die katho- dische Zerstäubung in Frage kommt, ver wenden, so bei der Herstellung von Heiz körpern, elektrischen Widerständen, Spie geln usw.
<I>Beispiel 1:</I> Um .Kobalt kathodisch zu zerstäuben, werden Kobaltbänder von 4 mm Breite und 2 mm Dicke als Elektroden benutzt. Als Füllgas verwendet man Wasserstoff. Der Druck beträgt 0,86 mm Hg. Man bringt die Kathoden auf eine Temperatur von etwa 1100 C. Die anhaftende Gasschicht (Sauer stoff) lässt sich innerhalb von etwa 1 Minute entfernen. Darauf erfolgt die kathodische Zerstäubung bei einer Spannung von 2000 Volt innerhalb einer Zeit von ungefähr 5 Minuten. Es entsteht eine Kobaltschicht von annähernd 40 Millimikron Dicke.
<I>Beispiel 2:</I> Zur kathodischen Zerstäubung von Mo lybdän werden als Elektroden Molybdän- drähte mit einem Durchmesser von 0,8 mm verwendet. Als Füllgas dient Wasserstoff. Der Druck beträgt 0,4 mm Hg. Die Katho den werden auf eine Temperatur von 1200 C gebracht. Die Gasschicht wird in etwa 2 Minuten entfernt. Zerstäubt man dann ungefähr 4 Minuten lang bei einer Spannung von etwa 1900 Volt, so erhält man eine Molybdänschicht von annähernd 40 Millimikron Dicke.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Metallisierung von Gegen ständen durch kathodische Zerstäubung von Metallelektroden. dadurch gekennzeichnet, dass die auf der Oberfläche der Metallelek troden gebundene dünne Gasschicht späte stens beim Beginn des Zerstäubungsvorgan- ges bei einer Temperatur oberhalb 800 C entfernt wird. UNTERANSPRüCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Entfernung der gebundenen Gasschicht in Gegenwart eines Füllgases erfolgt, das mit dem Gas der Gasschicht eine chemische Verbin dung eingeht. 2.Verfahren nach Patentanspruch; dadurch gekennzeichnet, dass die Entfernung der gebundenen Gasschicht in Gegenwart eines Füllgases erfolgt, das während .der Ent fernung der Gasschicht ionisiert wird. B. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Entfernung der gebundenen Gasschicht in Gegenwart eines Füllgases erfolgt, dessen Ionisierung während der Entfernung der Gasschicht gesteigert wird.
Applications Claiming Priority (1)
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| CH185432D CH185432A (de) | 1934-10-16 | 1935-10-14 | Verfahren zur Metallisierung von Gegenständen durch kathodische Zerstäubung von Metallelektroden. |
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