CH185468A - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von metallischem Magnesium. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von metallischem Magnesium.

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CH185468A
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Aktiengesellschaft Oe Magnesit
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Oesterr Amerikan Magnesit
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  Verfahren und Vorrichtung Zur Herstellung von metallischem Magnesium.    Die     Erfindung    bezieht sich auf ein Ver  fahren und eine Vorrichtung zur Herstel  lung von metallischem Magnesium durch  thermische     Reduktion    von     Magnes.iumver-          bindungen    mit Hilfe von     Kohle.     



  Bei der thermischen Reduktion von       Magnesiumogyd    oder     Magnesiumogyd    ent  haltenden Ausgangsstoffen mit Kohle geht  die Reduktion nach der 'Gleichung       Mg0        +    C     7k#-    Mg     -I-    CO  vor sich. Bei genügend hohen     Temperaturen     läuft diese Reaktion nach der rechten Seite  der Gleichung     hin    ab, wenn jedoch die  Reaktionsprodukte allmählich abgekühlt  werden,     tritt    eine Umkehr der Reaktion -ein.  



  Um die     Wiederbildung    von     Magnesium-          oxyd    und Kohle zu     verhindern,    wird gemäss  dem in .der     schweizerischen        Patentschrift     Nr.<B>160813</B> beschriebenen Verfahren die Mi  schung von     Magnesiumdampf    und Kohlen  oxyd bis zu der Stelle, an welcher sie den  Ofen verlässt, auf so hoher     Temperatur    ge-    halten, dass die Reaktion     praktisch    nach  rechts hin abläuft, und hierauf unter Zu  mischung     eines    indifferenten oder reduzie  renden Gases, zum Beispiel Wasserstoff,

   auf  eine     Temperatur        abgeschreckt,    bei welcher  unter den durch die Verdünnung gegebenen  Bedingungen Magnesium und     Kohlenoxyd    in  Berührung     miteinander    stabil     .sind.    Nach  dem bekannten Verfahren kann das Ab  schrecken in der     Weise    bewerkstelligt wer  den, dass man die aus dem Ofen abströmen  den     Reaktionsprodukte        mit    gekühlten Flä  chen in     Berührung        bringt        und        .gleichzeitig     kalten Wasserstoff,

   der     einem    in der     Mitte     des     Auslasskanals    untergebrachten Düsen  körper     entströmt,        einführt,    wobei das Ge  misch aus     Magnesiumdämpfen        und    Kohlen  oxyd von einer Temperatur von ungefähr  2,000' auf     etwa    200' C abgekühlt     wird.     



  Bei dieser     Einführung    des indifferenten       Kühlgases    in der     Richtung    von     innen    nach  aussen erhalten die     äussern    Zonen des Reak-           tionsgemisches        weniger    Kühlmittel als die       innern,

      so     dass    die     Kühlwirkung        ungleich-          förmig        ist.    Nebstdem ist der in der Mitte  des     Auslasskanals    eingesetzte     Düsenkörper     der     strahlenden    Wärme des Ofens ausgesetzt,  was     unzweckmässig    ist, weil die     Rückver-          brennung        durch    wärme Metallflächen beson  ders     begünstigt    wird.  



  Die Erfindung stellt sich die Aufgabe,       Einbauten    im     Innern    des     Auslasskanals    ent  behrlich zu machen und     eine    gleichförmige  Kühlung des aus dem Ofen abziehenden  Gemisches aus     Magnesiumdampf    und Koh  lenoxyd sicherzustellen.

   Gemäss der Erfin  dung     wird    dies dadurch erreicht, dass das       Kühlgas    in der     Richtung    von aussen nach  innen     in    den Strom .des aus dem Ofen ab  ziehenden     Reaktionsgemisches    eingeführt       wird.        Zweckmässig        wird    das Kühlgas, zonen  weise     verteilt,        in    zur     Bewegungsrichtung    des  Gemisches unter spitzem     Winkel    geneigter       Richtung        eingeblasen,

      wobei der     Winkel    von  Zone zu Zone     in    der     Richtung    nach     aussen          a11mählich    abnehmen kann. Um die Wände       des        Auslassikanals,    in dem das Abschrecken  vor sich geht,     Keagen    die     Wärmestrahlung     aus dem Ofen zu schützen, erhält derselbe  zweckmässig die Gestalt     eines        Kegelstump-          fes,    der sich nach aussen     erweitert.     



  Die     Vorrichtung    gemäss der Erfindung,       bei    welcher Düsen zum Einblasen von Kühl  gas in das durch den     Auslasskanal    in einen       Sammelbehälter        strömende        Gemisch    vorgese  hen sind,     ist    dadurch gekennzeichnet, dass  die Düsen für das     Kühlgas    im Mantel des       Auslasskanals    angeordnet sind.

   Die Düsen  achsen     sind        vorteilhaft    gegen .die Achse des       Auslasskanals    unter spitzem     Winkel    geneigt,  und zwar derart, dass der     Neigungswinkel     in der     Richtung    vom Ofen nach aussen ab  nimmt.  



  Ein     Ausführungsbeispiel    des Erfindungs  gegenstandes ist     in.    der Zeichnung darge  stellt.     Fig.    1 zeigt     einen    Längsschnitt durch  den     Auslasskanal    mit :

  der Einrichtung zur       Einführung    des     Kühlgases,        Fig.    2, eine Ein  zelheit nach     Fig.    1 in grösserem     Massstab    im       Schnitt,        Fig.    3     einen        Schnitt    nach der Linie         III-III    der     Fig.    1,     Fig.    4 einen Schnitt  nach der     Linie        IV-IV    der     Fig.    1;

       Fg.    5  veranschaulicht die Anordnung der das       Kühlmittel    zuführenden Rohre; die     Fig.    6  und 7 zeigen     im    Längsschnitt die     Endteile     eines an den Kühler angeschlossenen Sam  melbehälters.  



       In        Fig.    1 bezeichnet 1 die     .Wand        eines          elektrischen    Ofens mit einer     Auslassöffnung     2 für die     Reaktionsgase,    die eine     Graphitver-          kleidung    3 aufweist. An     das.    äussere Ende       derÖffnung    2:     äst        ein        Kühler    4 gasdicht an  geschlossen, dessen     äusseres    Ende. in einen  Sammelbehälter 5 mündet     (Fig.    6).

   Der  Kühler hat die Form     eines        Kegelstumpfes,     der sich von der     Auslassöffnung        21    aus er  weitert und ist zum Teil mit einem Mantel  6 aus schwer schmelzbarem Material ver  kleidet.  



  Das das     Abschrecken        bewirkende    Gas  wird durch     Düsen        eingeführt,    die zonenweise  angeordnet     sind    und von     Ringkammern    7, 8,  9, 10, 11,     19-        ausgehen.    Jede     Ringkammer     weist an der Innenwand eine Reihe kleiner  Kanäle 18 auf, durch welche das     Abschreck-          gas        in    den Kondensator ausströmt.  



  Vorzugsweise ist .der Kühler 4 doppel  wandig ausgebildet     (Fäg.    1 bis 4) und das       Abschreckgas,    zum Beispiel Wasserstoff,  wird durch Rohre     zugeführt,    die, von     einem     Verteiler 14 mit den     Einlässen,    15     (Fig.    4)  ausgehend, in .der     Längsrichtung    der     Vor-          richtung        zwischen    den     Doppelwänden    ver  laufen.

       Gemäss    dem     dargestellten        Ausfüh-          rungsbeispiel        sind    zur     Verbindung    des     Ver-          teilersmit    den     Kammern    7 bis     12,    je zwei  diametral gegenüberliegende Rohre vorgese  hen, die     mit    16, 17, 18, 19, 20 und     2'1    be  zeichnet     sind.    Wie aus     Fig.    5 hervorgeht,       sind,die    Verbindungsrohre     wellenförmig    ge  staltet,

   um der Ausdehnung durch     Wärme          Rechnung    zu tragen. Die Zuleitungsrohre  werden durch ein     Kühlmittel,    zum Beispiel       01,        gekühlt,    das den Doppelmantel des Küh  lers 4     durchströmt,    welcher durch metal  lische     Zwischenwände    22:

       in        Kammern    ge  teilt     ist,        in.    die versetzte     Führungsbleche    23  und 24     eingebaut    sind, die das     Kühlmittel         in einer     Schlangenlinie    leiten. Jede Kam  mer 221 ist mit einem     Zuführungsstutzen    2.5  und einer     Ableitung    2.6     ausgestattet        (F'ig.    4).  



  Die Düsen 13 werden vorzugsweise so an  geordnet, dass, die Strahlen des, das     Absahrek-          ken    bewirkenden Gases unter     einem    Winkel  zur     Bewegungsrichtung    des aus dem Ofen  ausströmenden Gemisches, jedoch in     @dessen          Richtung,        austreten.    Die Neigung der  Kanäle nimmt in     .den    aufeinanderfolgenden  Zonen allmählich ab, so dass; die Gasstrahlen  gegeneinander divergieren.

   Dies geht ins  besondere aus     Fig.    2 hervor, nach welcher  die Kanäle 131 der Kammer 7 unter     einem     Winkel von ungefähr<B>30'</B>     zur        Bewegungs-          richtung    des ausströmenden Gemisches ge  neigt sind, während die Kanäle 13 der Kam  mer 12 zur Bewegungsrichtung     des    Gemi  sches nahezu parallel liegen.

   Das .den Küh  ler durchströmende     Reaktionsgemisch        wird     durch das in der     Richtung    von aussen nach  innen     eingeblasene    Kühlgas gleichmässig und  dabei so     kräftig    gekühlt, dass die erforder  liche tiefe     Temperatur    beim     Austritt    aus der  Kühlzone     zuverlässig    erreicht wird. Durch  die besondere Art der     Kühlgaszufuhr    wird  ferner     verhindert,    dass das     Reaktionsgemisch     mit der Wand des     Düsenkörpers    in innige       Berührung    kommt.

   Die Gefahr der Einlei  tung einer Rückverbrennung ist     umsomehr     beseitigt, als die mit den Düsen     besetzte     Wand des Kühlers     .infolge    ihrer kegelför  migen Gestalt der .strahlenden     Wärme    des  Ofens nur in     :geringem    Masse ausgesetzt ist.  



  Das beim Abschrecken des     Reaktions-          gemisches    entstehende     pulverförmige    Magne  sium setzt sich in -der Hauptsache im Sam  melbehälter, zum Teil aber auch in dem den       Ofen:    mit dem Sammler     verbindenden    Kanal  ab.

   Zu seiner     Förderung    werden zwei Geräte  benützt, von .denen     das    eine im     .Sammel-          behälter        arbeitet    und     ständig    in Tätigkeit ist,  während das andere zur     Reinigung    des Ver  bindungskanals     bezw.    Kühlers     bestimmte     nur periodisch     zur    Wirkung gebracht wird  und im Ruhezustand in den Sammelbehälter  zurückgezogen wird.

      Gemäss dem dargestellten     Ausführungs-          beispiel    ist     in    dem an den Kühler ange  schlossenen, mit einem Kühlmantel ausgerü  steten Sammelbehälter 5 eine     Schnecke    27       untergebracht,    die auf     einer        entsprechend          gelagerten    Hohlwelle 28 sitzt und durch ein       Kettenrad    29 stetig gedreht wird.

   Die  Schnecke 2,7, an deren Rande Borsten befe  stigt sein können, löst     .das    an den Wänden  des     Sammelbehälters    sich absetzende pulver  förmige     metallische        Magnesium    ab und     führt     es einem Trog     3-0    zu,     in.    dem eine     Förder-          schnecke   <B>37</B> umläuft. .  



       Innerhalb    der Hohlwelle 28 ist     eine    zweite  Welle 31 drehbar und     verschiebbar    ange  ordnet, die an     ihrem    vorderen Ende einen  Schaber     3,2    trägt,     dessen        ITmriss.    der Innen  wand des Kühlers und der     Auslassöffnung     angepasst ist.

   Im Ruhezustand befindet sich  der     Schaber        in    der in     Fig.    6     dargestellten     zurückgezogenen     Stellung.    In geeigneten  Zeitabständen wird die Welle 31 vorgescho  ben, um den Schaber     .321    mit der     Konden-          satorwand    in     Berührung    zu bringen und     die     Welle hierauf     mittels    eines     Handrades    33  gedreht, wobei angesetztes     Material    abge  schabt und :

  dem     Sammelbehälter    zugeführt       wird.    Der     Schaber    ist nur     während    der  Arbeitsperioden der Wärmestrahlung des       Ofens    ausgesetzt.     In.    der Ruhestellung be  findet er sich im     Sammelbehälter,    wo die       Temperatur        verhältnismässig    niedrig     ist,    und  es besteht     somit    nicht die Gefahr     einer    über  mässigen Erhitzung, die eine Rückverbren  nung     veranlassen    könnte.  



  Wenn der     .Sammelbeh5lter    zwecks Durch  führung von Ausbesserungen geöffnet wer  den muss" so ist Vorsorge zu treffen,     däss,        eine     Entzündung der an den Wänden     haftenden          Reste    von     Magnesiumpulver,    das bekannt  lich     in.        Gegenwart    von Sauerstoff äusserst       reaktionsfähig        ist,    nicht     stattfindet.    Am       zweckmässigsten    erscheint das Besprengen  der Wände mit<B>01,

  </B> das durch an entsprechen  den Stellen angeordnete Düsen     eingespritzt     wird.     In.        Fig.    1!     und    6 ist eine zur Bespren  gung .der     Kühlerwände    bestimmte Düse 34       eingezeichnet.         Im Betrieb wird eine Charge     aus    einer       Magnesiumverbindung,zweckmässig    gebrann  ter     Magnesit        und"        kahlehaltiges    Material, im       elektrischen    Ofen bis zur     Reaktionstempe-          ratur    erhitzt.

   Die     Reaktionsprodukte,    be  stehend aus     Magnesiumdampf    und Kohlen  oxydgas, werden     in    dem Ofen auf genügend  hoher     Temperatur    gehalten, um die Oxyda  tion des     Metalldampfes    -durch das CO-Gas  zu     verhindern.    Die     Reaktionsprodukte        strö-          men:

          durch    den     Auslass    2,     zum        'Kühler    4 und  werden hierdurch'     Kühlgas        abgeschreckt.     Die Abschreckung erfolgt unter Verwendung  einer     genügenden    Gasmenge so schnell, dass  metallisches Magnesium gebildet     und        eine     Umkehrung: der     Reaktion     
EMI0004.0028     
  
    Mg0 <SEP> + <SEP> C <SEP> Mg <SEP> T <SEP> CO       verhindert     wird.     



  Die-     unkondensierten    Gase,     gahlenoxyd     und Wasserstoff,     treten    durch     einen        Auslass     35 aus.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: <B>1.</B> Verfahren zur Herstellung von metalli schem Magnesium, durch thermische Re duktion von Magnesiümverbindungen mit Hilfe von Kohle, wobei das aus dem Ofen abziehende Gemisch aus Magne- siumdampf und Kohlenoxydgas durch ein nichtoxydierendes Kühlgas abge schreckt wird, dadurch -gekennzeichnet,
    dass das Kühlgas in der Richtung von aussen nach innen in den Strom des aus dem Ofen abziehenden Gemisches einge- führt wird. II. Vorrichtung zur Ausführung des - Ver fahrens gemäss Patentanspruch I,
    bei welcher Düsen zum Einblasen von Kühl gas in das durch ' den Auslasskanal in einen Sammelbehälter strömende Ge misch vorgesehen sind, dadurch gekenn zeichnet, dass die Düsen für das Kühl gas im Mantel .des Auslasskanals ange ordnet sind.
    UNTERANSPRÜCHE: I. Verfahren nach Patentanspruch I; -da durch gekennzeichnet, dass das Kühlgas; zonenweise verteilt, in zur Bewegungs richtung des Gemisches unter spitzem Winkel geneigter Richtung eingeblasen wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch .gekennzeich net, dass, .der Winkel, unter dem das Gas eingeblasen wird, von Zone zu Zone in der Richtung vom Ofen nach aussen all mählich abnimmt.
    3. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Düsen achsen gegen die Achse des Auslasskanals unter spitzem Winkel geneigt sind.
    -1. Vorrichtung nach Patentanspruch 1I und Unteranspruch 3, dadurch gekenn zeichnet, .dass' der Neigungswinkel der Düsenachsen in der Richtung vom Ofen nach aussen abnimmt. Vorrichtung "nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der Aus lasskanal für das Reaktionsgemisch kegelstumpfförmig gestaltet ist. 6.
    Vorrichtung nach Patentanspruch II, gekennzeichnet durch einen Schaber zur Entfernung .des an den Wänden des Auslasskanals sich absetzenden Magne- siumpulvers, der periodisch in Tätigkeit setzbar ist und sich im Ruhezustande in dem an den Auslasskanal angeschlosse nen Sammelbehälter befindet. 7.
    Vorrichtung nach Patentanspruch II, . gekennzeichnet durch eine im Sammel- behälter untergebrachte Schnecke, die gleichzeitig als Schaber für die Wand des Sammelbehälters und als Transport organ für das gewonnene Magnesium- Pulver wirkt.
    B. Vorrichtung - nach Patentanspruch II und den Unteransprüchen 6 und 7, da durch gekennzeichnet, dass die Antriebs- welledes Schabers die hohle Welle der Schnecke im Sammelbehälter durchsetzt.
CH185468D 1934-12-01 1935-11-18 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von metallischem Magnesium. CH185468A (de)

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