CH185472A - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von metallenen Formstücken, insbesondere von Bolzenköpfen und dergl., durch Stauchen. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von metallenen Formstücken, insbesondere von Bolzenköpfen und dergl., durch Stauchen.

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CH185472A
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Kuhne G M B H
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Kuhne G M B H
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21KMAKING FORGED OR PRESSED METAL PRODUCTS, e.g. HORSE-SHOES, RIVETS, BOLTS OR WHEELS
    • B21K1/00Making machine elements
    • B21K1/44Making machine elements bolts, studs, or the like
    • B21K1/46Making machine elements bolts, studs, or the like with heads

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  • Mechanical Engineering (AREA)
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Description


  Verfuhren und Vorrichtung zur Herstellung von metallenen Formstücken,       insbesondere    von     Bolzenköpfen    und     dergl.,    durch Stauchen.    Die Erfindung bezieht sich auf ein Ver  fahren zur Herstellung von metallenen Form  stücken, insbesondere von     Bolzenköpfen    und  dergleichen, durch Stauchen,

   bei welchem  ein     zwangläufig    hin und her bewegter     Press-          stempel    mit einem den     Ausgangswerkstab     bei Beginn des     Stauchens    zwecks Verhin  derung eines     Verbiegens    des letzteren auf  einem Teil der zu stauchenden Stablänge  umschliessenden     Gegengesenk    zusammen  wirkt, das     zwecks    allmählichen     Freilegens     des     restlichen    Teils der zu stauchenden  Stablänge     während,des        Stauchens    rückläufig  bewegt wird.

   Das Verfahren gemäss der Er  findung zeichnet sich dadurch aus, dass der  Rücklauf des     Gegengesenkes    gegen Ende  dieser     Rücklaufbewegung    mit einer solchen  Geschwindigkeit erfolgt. dass sich der Ab  stand zwischen dem     Pressstempel    und dem       Gegengesenk        vergrössert.     



  Die Erfindung bezieht sich weiter auf  eine     Vorrichtung    zur     Ausführung    des oben  gekennzeichneten     Verfahrens.    Diese Vor-         richtung    zeichnet sich dadurch aus,     dass.das          Gegengesenk    während der     Einführung    des       Ausgangswerkstabes        in    seine Bohrung in  seiner vordern     Endlage    starr- abgestützt ist  und erst bei     Beginn    des     Stauchvorganges    für  die Zurückbewegung,. die     zwangläufig    er  folgt, freigegeben wird.  



  Auf der     Zeichnung    sind Ausführungs  beispiele der Vorrichtung gemäss der Erfin  dung, sowie eine weitere zur     Durchführung     des Verfahrens geeignete     Vorrichtung    dar  gestellt. Dabei zeigen:       Fig.    1 bis     '$        eine        Vorrichtung    in drei  verschiedenen Arbeitsstellungen,       Fig.    4 eine andere     vollständige    Vorrich  tung von oben gesehen,

         Fig.    5 die Seitenansicht     einer    Spur  scheibe zur     Bewegung    des     Gegengesenkes          dieser    Vorrichtung,       Fig.        6-.        ein        Zeit-Wegdiagramm    für .den       Pressstempel    und das     Gegengesenk    der Vor  richtung gemäss     Fig.    1 bis 3.

        In einer Aussparung der     hintern    Gestell  wand 1 der in     Fig.    1 bis 31 dargestellten       Vorrichtung    ist     ein        hasten.-    oder     raUmenför-          miger        Einssatz    2 befestigt, in welchem     ein     aus zwei     ineinandergeschraubten    Teilen 31, .4  bestehender     Gesenkhalter    längsverschiebbar  geführt ist.

   Der vordere Teil 3 des     Gesenk-          halters    3, 4 enthält einerseits .das Gegen  gesenk 5, das aus einem im Aussendurchmes  ser     abgestuften    Rohr besteht, dessen abge  setztes Vorderende 5' ein dem     Querschnitt     des noch zu     beschreibenden        Pressstempels    16       angepass-tes    Profil besitzt.

       Dieses        Gesenk    5  ist in eine     entsprechend    abgesetzte und ge  staltete Bohrung des     Halterkopfes    3 von hin  ten her soweit eingesetzt,     dass    das profilierte  vordere Rohrende 5' aus     dem        Gesenkhalter     3, 4 frei hervorsteht.     Ein    an der Rückseite  des Teils 3     angeschraubter        Gewindering    6;

    sowie ein     zwischen:    der     Schulter    des     Rohres     5 und der     Gegenschulter    des Teils 3 einge  legter     Passring    7 und eine     Unterlagscheibe    8       sichern    das     Gegengesenk    5 in seiner     Lage    im       Gesenkhalter.    Durch Auswechseln     des        Pass-          ringes    7 und Nachstellen     des        Gewinderinges     6     bezw.    durch     Einfügen    von 

      Unterlegschei-          ben    8     zwischen:        Gewindering    und     rückwärti-          ger        Stirnfläche    des     Gesenkes    5 hat man die  Möglichkeit, die freiliegende Stirnfläche 5'  des     Gesenkes    5     gegenüber    der     Stirnfläche    des       Gesenkhalterteils    3.

   genau einzustellen oder  bei     Abnutzung    des     vordern.    Rohrendes nach       einer        Verkürzung,des        Gesenkes    letzteres. um  den erforderlichen Betrag nachzustellen.

   Die  Teile 7, 8 sind     Pass:stücke.       Der     Gesenkhalter        3:,    4 steht unter Wir  kung einer in einer     -Bohrung    der Gestell  wand 1 angeordneten Pufferfeder 9, welche  den Halter 3, 4 mit dem     Gegengesenk    5 stets  in eine vordere Endlage zu     drücken,    sucht,  in welcher der     Halterteil    3 an eine     arm        Ein-          satz    2     befestigte        Anschlagplatte   <B>10,</B> drückt.

    Der     Gesenkhalter        :3.,    4 kann entgegen der  Kraft der Feder 9 zurückgeschoben     werden,     und zwar bis zum     Anschlag    an     eine    am  Grunde der Aussparung der     Gestellwand    1  vorgesehene     Stahlplatte    11.

   In der     Bohrung     des     Gegengesenkes    5     führt    sich ein Druck-         bolzen    12, der sowohl als     Widerlager    für  den     Werkstab    14, als auch als     Ausstosser        für     das     fertige    Werkstück dient.

   Dieser Bolzen  12 sitzt an einer in der     Gestellwand        gefiihr-          ten    Druckstange 13, die durch ein nicht ge  zeichnetes Getriebe     in    Abhängigkeit von der  Hin- und     Herbewegung    des     Press@schlittens     so gesteuert     wird,    dass Stange 13 und Bol  zen 12! beim     Stauchvorgang    in einer rück  wärtigen Endlage kraftschlüssig     abgestützt     sind, beim leeren Rücklauf des     Pressschlit-          tens        dagegen:

      vorgeschoben     werden.       Gleichachsig zum     Gegengesenk    5- ist in  dem     zwangläufig    hin- und     herbewegten          Pressschlitten    15 ein     Pressstempel    16 ange  ordnet, .der an seiner Arbeitsseite zu     einem          Formgesenk    ausgebildet ist.     Im    gezeichne  ten Beispiele dienen die Werkzeuge zum       Herstellen    von     Sechskantköpfen    an Bolzen;

    demgemäss weist das     Formgesenk        1G    auch  eine im     Querschnitt    sechskantige Profilöff  nung auf und die Bodenwandung 17 dieser  Öffnung ist so .gestaltet, dass die übliche       Abfaeung    an den     Sechskantköpfen    gleich im       Stauchverfahren    mit erreicht wird.

   Die  Tiefe der     Aussparung    des     Formgesenkes    ist  grösser als die Höhe des zu     stauchenden;        Bol-          zenkopfes,    weil beim     Fertigstauchen    des     Bol-          zenkopfes        .das    Vorderende 5'     des        Gegenge-          senkes     &  in die Form mit     eintreten;

      und letz  tere nach     vorn.    abschliessen soll.     Ferner        ist     der Boden 17 des     Formgesenkes    lösbar im  Stempel eingesetzt zu dem Zwecke, durch  einfache Auswechslung des Bodens mit sonst  gleichen     Gesenkbeilen        Bolzenköpfe    von     ver-          o    r Höhe     herstel    n zu     können:.     



  <I>s</I>     hiedene        le          Der        vorn    abgeschrägte     Pressstempel    16       mit        .dem        auswechselbaren        Boden    17 ist mit  Hilfe einer an der Anlagefläche gleichfalls  abgeschrägten     Überwurfmutter    18 am Ge  windeende eines     bolzenförmigen    Trägers 19       angeschraubt,    der     in    eine Aussparung     des          Pressschlittens    15,

   der den Halter     des        Press-          stempels        bildet,    eingesetzt     ist.    Indem     hinter     dem Bolzen 19 frei bleibenden Raum der       Aussparung    sind zwischen zwei     Stahlplatten     21 mehrere sehr stake     Tellerfedern    20 aus      Stahl eingefügt.

   Alle diese Teile sind durch  eine geeignete Vorrichtung,     beispielsweise     eine in eine     Längsaussparung    des Bolzens  19 eingreifende Halteschraube gegen Her  ausfallen aus der     Bohrung,des    Stempelschlit  tens .gesichert, können aber in der Bohrung       rückwärts    verschoben werden entgegen der  Kraft der Tellerfedern 20.  



  Der     Pressstempel    16 kann also infolge  seiner     federnden        Abstützung    in     achsialer     Richtung ein     wenig        ausweichen    und daher  während des     Fertigstauchens    bei     Überschuss     an     Stauchmaterial    unter Verringerung seines  Arbeitshubes so weit     nachgeben,    dass, eine  Zerstörung des     Formgesenkes    nicht zu be  fürchten ist.  



       Unterhalb    des     Pressstempels    16 ist in  einer     Längsbohrung    des     Pressschlittens    15  eine Druckstange<B>22</B> geführt, die mit ihrem  vordern Ende aus dem Schlitten herausragt  und den Zweck hat,     beim    Vorschub des     Press-          schlittens    den     Gesenkhalter    4, 3 mit dem       Gegengesenk    5 entgegen der Feder 9 zurück  zuschieben.

   Die     Stange    22 stützt sich mit  ihrem innern Ende gegen den nach abwärts  gerichteten Arm eines     Winkelhebels    23, 24,  der in einem senkrechten Schlitz .des Schlit  tens angeordnet und um einen oben am  Schlitten     bVestigten    Bolzen<B>2;5</B> drehbar ist.  Der andere nach hinten     gerichtete    Arm     2-4     dieses     Winkelhebels    23, 24 trägt eine dreh  bar gelagerte     Rolle    27. Letztere läuft an  der Unterkante einer am     Pressenrahmen    ein  stellbar     befestigten    Leitschiene 26, welche  den die     Druckstange    abstützenden Hebel  steuert.

   Die Unterkante der Leitschiene ver  läuft in der Hauptsache waagrecht, an dem  dem     Gegengesenikk    5     zugekehrten    Schienen  ende 26' ist sie dagegen schräg nach     auf-          wärts    gerichtet.

   Durch diese     Ausbildung     der Leitschiene     -wird    erreicht,     dass:    der Hebel  23, 24, so lange die Rolle 2,7 auf den waag  rechten     Teilen    der     Schienenunterkante    läuft,  an einer Drehung entgegen dem Uhrzeiger  sinn gehindert ist: Der Hebel     stützt    dann  die     Druckstange    22 starr ab, so     dass-    letztere  mit dem Schlitten     indessen        Vorschubrich-          tung        kraftschlüssig    gekuppelt ist.

   Die Stange    22 drückt     infolgedessen,        sobald    sie an der       Stirnfläche    des     Gesenkhalters    3, 4 anliegt,  diesen zusammen     mit    dem     Gesenk    5 entgegen  dem Druck der Feder 9 zurück.

   In dein  Augenblick jedoch, wo der     Gesenkhalter     seine rückwärtige     Endlageerreicht,    das heisst  an die Platte 11 anstösst, läuft die Rolle 27  auf den schrägen     Endteil    26' der     Schienen-          unterkante    auf, so dass der Hebel 23, 24 sich  im     Gegenuhrzeigersinne    zu     drehen    und  damit die Stange 2.2 in der Bohrung des  Schlittens 15 sich zu     verstellen    vermag.

   Der  Verlauf des schrägen     Teils    26,' ist dabei der  art, dass die Stange 22 in ihrer bei     vollstIn-          dig        zurückgeschobenem        Gesenkhalter    3, 4       erreichten    Stellung stehen bleibt und so das       Gesenk        in    seiner rückwärtigen     Endlage    fest  hält, während der     Pressschlitten    15     mit    dem  Stempel 16 den restlichen     Arbeitshub    voll  führt.

      Zwischen dem     geraden;        Führungsteil    der  Schiene -26 und dem schräg abfallenden Teil  26'     ist    ein vorstehender Nocken 26" vorge  sehen, der gegen das dem     Gegengesenk    5 zu  gekehrte Schienenende stark abfällt.     Durch     den Nocken 2'6" wird die Druckstange 22, so  gesteuert, dass, sie vor     Beendigung    des     Ver-          stauchungsprozesses    den     Gesenkhalter    3, 4  mit dem     Gegengesenk    5     beschleunigt        zurück-          drückt.     



  Der mit einem     Bolzenkopf    zu versehene       Ausgangswerkstab    14     wird    in     bekannter     Weise bei in der rückwärtigen Endlage be  findlichem     Pressschlitten    15 vor das Gegen  gesenk 5 gebracht und beim Vorgang des       Pressschlittens    durch den Stempel 16     in    die  Bohrung des     Gegengesenkes    5     eingeschoben,     so dass er sich auf den     Druckbolzen    12 auf  setzt.

   Die     Gesenkbobrung    enthält     dann.    nicht  nur den nicht umzuformenden     Werkstabteil,     sondern auch einen Teil der umzuformenden  Stablänge, und zwar einen solchen Teil, dass  von dieser Länge nur ein unterhalb der  Knickgrenze liegender     Teil    frei aus dem     Ge-          gengesenk    5     herausragt,    damit ein Verbiegen  des Werkstabes nicht     eintritt.    Sobald das       Einschieben        des    ,

       Werkstabes    beendet     ist          (Fig.    1 zeigt die Stellung der Teile     kirz        vAr              Beendigung        des        Einschiebens),    beginnt die       Vorstauchung,    indem der freiliegende Teil       des.    Werkstabes durch den     weitergehenden          Pressstempel    16     zusammengedrückt    wird.

    Gleichzeitig damit findet über die Stange 22       das        Zurückschieben    des Gegengelenkes 5  statt, wodurch auch der übrige umzufor  mende     Stabteil        nach    und nach freigelegt und       vorgestaucht    wird.

   Die rückläufige Bewe  gung des     Gegengelenkes    findet dabei infolge  des     Nockens        2'6"    an der Steuerschiene 26, für  die Stange 22 gegen Ende der     Rücklaufbe-          wegung        beschleunigt        statt,    so dass der     umzu-          formende        Stabteil    ;

  gegen Ende     des        Vorstau-          chens        schneller    freigelegt- wird und der Ab  stand zwischen     Pressstempel        16i    und Gegen  gelenk 5 sich     vergrössert.    Sobald die rück  läufige Bewegung     des        Gegengelenkes    5 be  endet ist (Fix.

   2),     beginnt    die     Fertigstau-          chung,    indem der zu einer rohen Verdickung       vorgestauchte    Werkstoff in dem im     Press-          stempel    16 ausgesparten     Form@gesenk    aus  gebreitet und zu einem     fertigen,        Bolzenkopf          gepresst-    wird (Fix. 3).

   Danach geht der       Pressschlitten    15     zurück,    und es wird     nun     durch Vorschub der     Stange    1.3 mit dem  Druckbolzen 12 das     fertige        RTerkstück    aus  geworfen.  



  Das     Zusammenwirken        des        Gegengelenkes     und des     Pressstempels    ist in dem     Zeit-Weg-          diagramm:        Fig.    61 veranschaulicht. In dieser  Darstellung ist die Zeit auf der     horizontalen     Achse t und. der von dem Gegengelenk und  dem     Pressstempel    in der Zeit t zurückgelegte  Weg auf der     senkrechten        Achse    s eingetra  gen.

   Dabei ist zur Vereinfachung der Dar  stellung angenommen, dass sich der von einer       Kurbel    oder     einem        Exzenter    angetriebene       Pressstempel        mit    .gleichförmiger Geschwin  digkeit bewegt.

   Die     Zeit-Wegkurve    des  Stempels während eines Arbeitshubes ist  durch eine ausgezogene Linie, die entspre  chende Kurve. des     Gegengelenkes    durch eine       strichpunktierte        Linie        dargestellt.    Der       Punkt    a im Diagramm entspricht dem Mo  ment, wo die Stange     2,2;        beim.    Vorgehen des       Schlittens    den Halter 3,. 4     berührt    (siehe       Fig.    1).

   Die     Punkte    b, c entsprechen der    Stellung     @dei        'feile    in     Fig.    2 und 3. Wie  aus der Darstellung ersichtlich, legen Gegen  gelenk und     Pressstempel    anfänglich gleiche       Wegstrecken        zurück,    das heisst sie bewegen  sich mit gleicher Geschwindigkeit.

   Nachdem  aber das     anzustauchende        Werkstück    schon  eine gewisse     Verdickung    erfahren hat, wird       das        Gegengelenk    beschleunigt     zurückgeführt.          Dieses        wird    in     Fig.    6 durch -die Abweichung  nach oben der     strichpunktierten        Kurve    von  der geradlinig verlaufenden Kurve des     Press-          stempels    bemerkbar.

   In diesem Zeitab  schnitt legt das     Gegengelenk    grössere Weg  strecken zurück als der     Pressstempel.    In  folgedessen wird die     anzustauchende    Werk  stücklänge     schneller        freigegeben.     



  Dieser beschleunigte Rücklauf     ist    been  det, sobald     das        Gegengelenk    seine feste rück  wärtige Stellung erreicht hat.     In        diesem     Zeitpunkt geht in dem Diagramm     Fig.    6 der  ansteigende Teil der     strichpunktierten        Kurve     in den nach     rechts    verlaufenden     waagrechten     Ast über.  



  Die     beschriebene    Beschleunigung der       Bewegung    des     Gegengelenkes    5 gegen Ende  des     Rücklauf.    hat     gegenüber    der bekannten  mit dem Vorschub des     Pressstempels        über-          einstimmenden:        Rücklaufbewegung    wesent  liche Vorteile.

   So     ist        zunächst        der    auf den       umzuformeniden        Ausgangswerkstab    beim       Vorstauchen    auszuübende und vom Druck  bolzen 12     aufzunehmende        Druck    vermindert,  so dass er nicht mehr, wie bisher, zu     einer     solchen Grösse anwachsen kann,     dag    der       Druckbolzen    zu Bruch geht.

   Die Beschleu  nigung der     Rücklaufbewegung    hat ferner  zur Folge, dass die     Fertigstauchung        früher     einsetzen     kann    als bei der     bekannten    Rück  lauf     bewebgung    des     Gegengelenkes.        wodurch     auf der einen Seite eine     Leistungssteigerung     erzielt     und    auf .der andern Seite eine     Ver-          besserung    in der Güte der     Werkstücke    inso  fern erreicht     wird,

      als die im     angestauchten     Kopf nach allen Seiten     ausgeknickte        Walz-          faser    des Werkstoffes einen     günstigeren    Ver  lauf erhält als bisher.  



  Die     Beschleunigung    des letzten Teils des       Rücklaufe$    des     Gegengelenkes    5     ist    ohne      Gefahr für den zu     stauchenden        Werkstab     möglich, weil beim Einsetzen der Beschleuni  gung der freiliegende Teil der     Stablänge     bereits verdickt     und    damit die     Knickgefahr     beseitigt ist.  



  Bei dem Ausführungsbeispiel nach     Fig.    1  bis 3 erfolgt nur die     Rücklaufbewegung    des  Gegen     gesenkes        zwangläufig,        während    sein       Wiedervorschieben    durch die Feder 9 be  wirkt wird, die das     Gesenk    auch in der     vor-          dern    Endlage abstützt.

       Im    Gegensatz dazu  wird bei der Ausführungsform nach     Fig.    4  und 5 das     Gegengesenk    einerseits in der     vor-          dern    Endlage starr abgestützt, anderseits er  folgt nicht nur seine rückläufige Bewegung,  sondern auch das     Wieder-vorschieben    zwang  läufig.  



  An dem das in     Fig.    4 nicht sichtbare       Gegengesenk    enthaltenden     Gesenkhalter    39  sind zwei auf entgegengesetzten Seiten der       Auswerferstange    12, 13 liegende waagrechte  Stangen 40 befestigt, die :

  durch Bohrungen  der     Gestellwand    1 nach     hinten    aus der       \Vand    herausgeführt und an     ihren    rückwär  tigen Enden durch eine Brücke 41 verbunden  sind.     Gesenkhalter    und     Gegengesenk    sind  bei dieser Ausführungsform gleich ausgebil  det wie bei der in     Fig.    1 bis 3 dargestellten  Vorrichtung, auch hier sind     Passstüoke    vor  handen.

   Die Brücke 41 ist durch zwei oben  und unten an ihr vorgesehene gleichachsige  Zapfen 42, die an je einem in einem Schlitz  der Brücke 41 .geführten     Kulissenstein        sitzen,     mit einem bei 43 an der     Gestellwand    1 gela  gerten einarmigen Hebel 44     verbunden,    der  aus einer oberhalb und einer unterhalb der  Brücke liegenden     Lasche    gebildet ist. Dieser  Hebel steht durch eine     angelenkte        Stange    45  mit einem     einarmigen,    am Gestell gelagerten  Hebel 46 in     Verbindung,    der an seinem  freien Ende eine Rolle 47 trägt.

   Diese Rolle  greift in die     Spurnut    48 einer auf der     Kur-          belwelle    32. befestigten     Spurscheibe    49 ein,  welche dazu dient, den     Gesenkhalter    39 vor  und zurückzubewegen und in der     vordern     Endstellung abzustützen.  



  Die Nut 48 der     Spurscheibe    49 weist  einen etwa über einen Halbkreis sich er-         streckenden,        kreisförmigen    zur Welle kon  zentrischen Teil auf, während ihr anderer  Teil     exzentrisch    ist.

   Der konzentrische Teil  der     Spurnut    dient :dazu, das     Gegengesenk     in . der     vordern    Endlage starr     abzustützen,     der exzentrische Teil bewirkt dagegen das       Zurückschieben    des     Gegengesenkes,    dessen       vorübergehendes    Festhalten in der     hintern     Endlage und     das        Wiedervorschieben.    Der       ansteigende    Ast, der die rückläufige Bewe  gung     des        Gegengesenkes    bewirkt,     ist    dabei  so gestaltet,

   dass das     Zurückschieben    des       Gegengesenkes    zunächst in     Übereinstimmung     mit dem Vorschub des     Pressstempels,    gegen  Ende des     Rücklaufes    dagegen     beschleunigt     erfolgt, so dass, der gleiche Erfolg erreicht  wird wie im Beispiel nach     Fig.    1 bis 3 durch  den Nocken 26" an der Schiene 26.

   Auch  hier wird gegen Ende des     Rücklaufes    das       Gegengesenk    mit einer     solchen    Geschwindig  keit bewegt, dass sich der Abstand zwischen  dem     Pressstempel    16 und dem     Gegengesenk     vergrössert.  



  Dadurch, dass das     Gegengesenk    in vor  derer Endlage bei dieser     Vorrichtung    starr  abgestützt ist, wird verhindert,     dass    schon  beim Einführen des Werkstabes in die     Ge-          senkbohrung    ein     Zurückschieben    des     Gegen-          gesenkes    stattfindet.

   Es ist also die Gewähr  dafür gegeben, dass der     Werkstab        stets    um  den vorgeschriebenen Betrag eingeführt wird,  so dass er bei     Beginn    des     Vorstanchens    nicht  zu weit aus der     Gesenkbohrung    herausragt,  was infolge Überschreitung der Knickgrenze  zu Ausschuss führen würde.

   Dadurch, dass  die Bewegung des     Gegengesenkes    in beiden       Richtungen        zwangläufig    erfolgt, sind end  lich Hemmungen und Störungen., die bei       Verwendung    von Federn leicht     eintreten     können,     vermieden.    Der     Pressstempel        1G    ist  in dem seinen Halter bildenden     Pressschlitten     15 auf Tellerfedern gelagert.

   _  Ausser zum     Äustauchen    von Köpfen an  Bolzen ist das beschriebene Verfahren mit  Vorteil auch zum Stauchen von schaftlosen       Gegenständen,    wie Kugeln,     Fassonstücken     und dergleichen, insbesondere     Stücken    mit  im     Verhältnis    zur     Oberfläche    grossem Raum-           inhält    anwendbar.

   Auch bei der     Herstellung     dieser Gegenstände wird bei     Beginn    des       Stauchvorganges    ein Teil der umzuformen  den Werkstablänge vom     Gegengesenk        auf-          genommen    und     dann        während        des        Vorstau-          chensdurch    Zurückschieben des     Gegengesen-          kes    freigelegt.

   Ein     Gegengesenk    zur Herstel  lung von     Kugeln    kann     beispielsweise    ähnlich  wie der     zugehörige        Pressstempel    eine halb  kugelige Aussparung haben, an die sich     beim          Gegengesenk    eine     Bohrung    zur Aufnahme       eines    Teils des zur Kugel umzuformenden  Werkstabes und     eines    zum Abstützen des       Stabes,    sowie gegebenenfalls als     Ausstosser     dienenden     Druckbolzens        anschliesst.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRüCHE I. Verfahren zur Herstellung von metalle nen Formstücken, insbesondere von Bol- zenköpfen und dergleichen, durch Stau eben, bei welchem ein zwangläufig hin uni herbewegter Pressstempel mit einem den Ausgangswerkstab bei Beginn des Stauchens zwecks Verhinderung eines Verbregens des letzteren auf einem Teil der zu stauchenden.
    Stablänge umschlie ssenden Gegengesenk zusammenwirkt, das zwecks allmäLlichen Freilegens des restlichen Teils der zu stauchenden Stab länge während :
    des Stauchens rückläufig bewegt wird, dadurch gekennzeichnet, das der Rücklauf des Gegengesenkes gegen Ende dieser Rücklaufbewegung mit einer solchen Geschwindigkeit er folgt, dass sich der Abstand zwischen dem Pressstempel und dem Gegengesenk vergrössert.
    II. Vorrichtung zur Ausführung des Yer- fahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das Gegengesenk (39) -während der Einführung des Aus gangswerkstabes in seine Bohrung in seiner vordern Endlage starr abgestützt ist und erst bei Beginn. .des Stauchens für die Zurückbewegung, die zwangläu- fig erfolgt, freigegeben wird.
    UNTERANSPRÜCHE: Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass nicht nur die Rücklaufbewegung, sondern auch die Vorwärtsbewegung des Gegengesenkes zwangläufig erfolgt.
    Vorrichtung nach Patentanspruch' II, dadurch gekennzeichnet, dass. das Gegen gesenk als abgestuftes, an seinem rück wärtigen Teil den grössten Aussendurch messer aufweisendes Rohr ausgebildet ist, welches in. eine .entsprechend abge setzte Bohrung seines Halters unter Ein lage von auswechselbaren Passstücken eingesetzt ist, um eine ,
    genaue Einstel lung des Rohres gegenüber dem Gesenk- halter zu ermöglichen. .3. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass: der Press- stempel indem seinen Halter bildenden Pressschlitten auf Federn abgestützt ist.
    4. Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 3, dadurch gekenn zeichnet, dass die Federn aus Teller federn bestehen.
CH185472D 1935-04-13 1935-04-13 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von metallenen Formstücken, insbesondere von Bolzenköpfen und dergl., durch Stauchen. CH185472A (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE926337C (de) * 1949-01-30 1955-04-14 Hugo Paul Gustav Schwarz Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Boizen mit angestauchtem Kopf, insbesondere Schraubenbolzen
CN114161690A (zh) * 2021-12-20 2022-03-11 安徽省巢湖铸造厂有限责任公司 一种弹条打标成型一体机

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DE926337C (de) * 1949-01-30 1955-04-14 Hugo Paul Gustav Schwarz Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Boizen mit angestauchtem Kopf, insbesondere Schraubenbolzen
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