Elektrolytischer Kondensator. Die Erfindung bezieht sich auf einen elektrolytischen Kondensator.
Es sind schon verschiedene Vorschläge zur Unterbringung und Befestigung solcher Kondensatoren in einem Gerät gemacht wor den.
Eine dieser bekannten Anordnungen sieht zum Beispiel vor, den Kondensator umgekehrt (also mit dem Anodenanschlu & nach unten) in dem Gehäuse anzuordnen und ihn an der Anschlussseite mit einem Rohr mit Schraubengewinde zu versehen,
welches in ein Loch in der Montierungsplatte einge- lassen wird und mittels einer Mutter be festigt wird.
Diese Anordnung hat aber den Nachteil, dass- wenn der Kondensator z. B. in, ein Rundfunkgerät eingebaut wird, .er sich zwi= sehen andern, im Betrieb Wärme ent wickelnden Geräten befindet, z.
B. einer Gleichrichterröhre, einem Speisetransforma- tor und dergleichen, wobei die von diesen Teilen entwickelte Wärme dann von dem Kondensator aufgenommen wird. Wegen der Wärmeübertrabggung auf den sich im Kondensatorgefäss, befindenden Elek trolyten läuft dieser Gefahr,
sich in sonstige als die ursprünglichen chemischen Bestand teile zu zersetzen, wodurch. Schlamm im Be hälter gebildet werden, kann. Dies ist für die gute Wirkung des Kondensators in hohem Masse nachteilig. Aus diesem Grunde hat man vorgeschlagen, den Kondensator in däs Gerät nicht "umgekehrt",
sondern mit dem Anädenanschluss.nach oben umzubauen, und ihn -an der Unterseite der Montierungs= platte hängend zu befestigen. Aber auch bei dieser Anordnung befindet sich der Anoden ansehluss an der gleichen, Seite des Gefässes, wie die B-efastigungsvorrichtung.
Diese Anordnung weist aber den grossen Nachteil auf, dass infolge der an der Ober seite liegenden Anodendurchführung diese nicht vollkommen vom Elektrolyten umge ben ist,<B>-</B>und die. Folge hiervon ist, dass, au dem Flüssigkeitsspiegel Korrosion mit allen. ' davon herrührenden nachteiligen Folgen auftritt.
Des weiteren ist es bekannt, einen elek trolytischen Kondensator durch eine Klemm- vorrichtung mit der Montierungsplatte zu verbinden. Die Klemmung wird hierbei mit tels widerhakenförmiger Teile in der Mon- tierungsplatte erreicht;
die Haken befinden sich hierbei in einem greis, dessen Durch messer ein wenig geringer als der entspre- chende des Kondensatorgefässes- ist.
Diese Anordnung hat aber den Nachteil, dass der Kondensator niemals ganz fest steht, und überdies, dass der 1_Tbergangswiderstaud einen grossen Wert erhält, weil die Ober fläche der Kontaktfläche nur gering ist; auch ist .diese Anordnung teuer.
Nach der Erfindung werden diese Nach teile vermieden und es wird ein billiger, ein facher Elektrolytkondensator dadurch erhal ten, dass er einen an der Unterseite ausge führten Anodenanschluss und doppelwandige Oberseite hat, wobei .der Raum zwischen den beiden Wänden zum Unterbringen eines Aus- puffventils, -sowie zum Unterbringen von Mitteln zum Befestigen des gondensatars an einem Träger benutzt -wird.
Ein Kondensator gemäss - der Erfindung hat also :den Vorteil der Aufhängung an der Unterseite -der Montierungsplatte, wodurch er also nicht der von ändern Geräten ausge strahlten Wärme ausgesetzt ist, und der Räum- zwischen den Wänden nicht nur zum Aufnehmen der Befestigungsmittel der Auf hängevorrichtung dient,
sondern gleichfalls die -Gelegenheit zum Unterbringen der Aus- puffvorrichtung bietet. Ausserdem wird Raum- gewonnen, was besonders in einem knapp gebauten Rundfunkgerät immer von Vorteil ist.
Überdies kann der Kondensator einen nach her Unterseite ausgeführten Anodenanschluss haben, so dass, bei genügen der Füllung des Gefässes mit dem. Elektroly- ten,@--die Anode vollkommen von diesem um= geben ist, -so dass' die Möglichkeit einer etwaigen Korrosionsbildung ausgeschlossen .
_ _ _- isü. - Eine vorteilhafte Ausführungsform für die Aufhängung wird erhalten, wenn man über die dem Anodenanschluss gegenüberliegenden Seite des Kondensatorgefässes einen Deckel schiebt, welcher an :den Mantel des z. B. zylinderförmigen Gefässes mittels Löten, Schweissen oder Walzen befestigt wird.
In einfachster Weise lässt sich der Kon densator montieren, wenn sich im Deckel eine oder mehrere Bohrungen befinden, un terhalb . welchen Muttern zum Aufnehmen von Schrauben, welche durch eine Befesti- gungs-, zum Beispiel Montierungsplatte, hin durchgehen, vorhanden sind. Es können diese Muttern z. B. durch Punktschweissen, Löten oder als Falzmuttern am Deckel be- festigt sein. ..Wenn z.
B. zwei Muttern im Deckel befestigt sind, ;kann das Gefäss uner schütterlich befestigt werden, wie es insbe sondere für grössere Kondensatoren wichtig ist.
Bei Anwendung mehrerer Schraubenver- bindüngen wird überdies der Vorteil eines innigen Kontaktes zwischen der Montierungs- platte und dem Gefäss erhalten, indem die Kontaktfläche selbst auch- heraufgesetzt wird. Hierdurch-_wird- also der Mergangs- widerstand. geringer, was vorteilhaft ist,
weil die Aufhängevorrichtung zugleich zum Kathodenanschluss dient.
Ein Vorteil dieser Anordnung besteht zu gleich auch darin, .dass der Deckel über dem Kondensator .einen Hohlraum entstehen lässt. Dieser Raum wird dazu verwendet; - -mit einem flüssigkeitsabsorbierenden Stoff auf gefüllt zu werden. Wenn nun z. B. in. der Gefässwand unter dem Deckel ein Ventil angeordnet wird, ist hierdurch eine ideale Abdichtungskombination gegeben; welche zwar Gas, aber keine Flüssigkeit -durchlässt.
In- der Zeichnung ist. ein Ausführungs beispiel - -eines -Kondensators gemäss der Er findung -veranschaulicht. -- .Im Gefäss 1 befindet sich eine formierte Elektrode 2; welche z. B, aus Aluminium @be- steht \und -ein: bestimmtes Profil zur Ver grösserung der Oberfläche aufweist.
Diese Elektrode (Anode) -.ist -auf .,eine.-- Stange=3 geschoben, welche auf einer Gummischeibe 4 und einem Bodenstück 5 aus Hartisolier- material befestigt ist. Diese Befestigung kann herbeigeführt werden, indem man das Ende ,der Stange 3 umbördelt; sie kann auch, wenn das Ende der Stange mit Schrauben gewinde versehen ist, mittels einer Mutter erreicht werden. Unter die Mutter oder den Bördelrand wird eine Lippe 6 geklemmt, an welche der Draht angelötet wird.
Über dem Gefäss 1, das an der Oberseite mit einem Dom 7 mit einem Gümmiachlauch 8 versehen ist, wird ein Deckel 9 angebracht, in welchem sich zwei Falzmuttern befinden, in die die Befestigungsschrauben gedreht werden. Dieser Deckel wird mittels Walzen, Löten oder eines Punktschweissverfahrens an dem Gefäss befestigt. Der Hohlraum zwi schen Deckel und Gefäss kann mit einem flüssigkeitsabsorbierenden Stoff, z. B. Säge mehl, gefüllt sein. Durch die im Dom des Deckels vorgesehenen Ventilöffnungen kön nen also Gase hindurch, nicht aber Flüssig keit.