CH185528A - Verfahren zur Herstellung von Behandlungsmitteln für empfindliche Materialien, insbesondere für lebendes Haar, und nach diesem Verfahren hergestelltes Mittel. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Behandlungsmitteln für empfindliche Materialien, insbesondere für lebendes Haar, und nach diesem Verfahren hergestelltes Mittel.

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CH185528A
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  Verfahren zur Herstellung von Behandlungsmitteln für empfindliche Materialien,  insbesondere für lebendes Haar,     und    nach diesem Verfahren hergestelltes Mittel.    Die vorliegende     Erfindung    betrifft     ein     Verfahren zur Herstellung von Behandlungs  mitteln für empfindliche Materialien, insbe  sondere für lebendes Haar und ein nach die  sem Verfahren hergestelltes Mittel. Es ist  eine bekannte Tatsache, dass organisches  Material, insbesondere solches tierischer  Herkunft, und unter solchem vor allem  lebendes Haar sehr empfindlich gegen Jeg  liche Behandlung in nassem Zustande ist.  Jede Wäsche bedeutet so eine     beachtliche     Schädigung, in vielen Fällen schon jedes Be  handeln unter Zuhilfenahme von Wasser.

    Die Ursache liegt meist darin, dass die     Quel-          lung    nicht, nur     eine    Gefügelockerung zur  Folge hat, sondern diese Gefügelockerung  auch kommende Schädigungen vorbereitet:  Offenbart sich bereits so die Wirkung des  Wassers, so     kommt    beim Waschen noch die  spezifische Wirkung der     Waschmittel        hinzu.     Die für die     meisten    Waschzwecke bisher un  erreichte Seife spaltet zum Beispiel beim Lö-         sen    in Wasser durch Hydrolyse Alkali ab,  welches tierisches Material schwer zu schä  digen vermag.

   Ferner stört bei der     VerQPen-          dung    von Seife die Bildung von schmierigen,  sehr schwer löslichen     Kalk--und    Magnesium  salzen mit den Härtebildnern des-Wassers.  



  Es sind nun     in    neuerer Zeit Mittel ähn  lich polaren Aufbaues, wie Seife, in den Han  del gebracht worden,     nämlich    die Salze der       Schwefelsäureester        aliphatischer    Fettalkohole  und die echten     Sulfonate,    bei     denen    also der  polar     hydrophile    Rest nicht der     Esterschwe-          felsäurerest,    sondern ein     Sulfonsäurerest    ist.

    Man hatte in diese Waschmittel grosse Hoff  nungen gesetzt, da bei ihnen keine Hydrolyse  unter Abspaltung von Alkali und auch keine       Bildung    so unlöslicher Kalk- und     Magne-          siumsalze    einzutreten vermag. Leider hat sich  diese Hoffnung nicht erfüllt und man     kann     heute wohl sagen, dass diese     neuen        Wasch-          mittel    in der     Textil-    und Haushaltwäsche die      Seife nicht zu verdrängen vermögen und sieh  lediglich für gewisse Spezialgebiete eine Da  seinsberechtigung zu erobern vermochten.  



  Zu     diesen        Spezialgebieten    gehört die Be  handlung und vor allem die Wäsche emp  findlicher     Substanzen    etwa     tierischer    Her  kunft und vor allem     lebenden    Haares. Man  kann also     mit    solchen     Mitteln    etwa Haar  wasser, Haarpomaden, Haaröle herstellen,  vor allem aber     Haarwaschmittel,        Schampons    ,  in festem     und    flüssigem -Zustand.

   Leider  zeigte sich, dass die Ergebnisse recht schwan  kend waren, Verbindungen gleicher Her  kunft     zeigten        völlig    verschiedenes Verhal  ten,     insbesondere        _    ergaben sich bei längerer       Anwendung    des öfteren erhebliche Schädi  gungen von Haar und Haarboden.    Gerade das     lebende    Haar zeigt -bedingt  durch     seinen    Bau erhebliche Angriffsmög  lichkeiten.

   Im     Haarboden    befinden sich be  kanntlich die Wurzeln (Papillen), aus die  sen wächst das Haar, welches dicht über der  Wurzel ein besonders     empfindliches    Stück  zeigt, hier scheint die     Verhornung    noch  nicht beendet zu .sein.

   An der Wurzel sit  zen die Öl- und Talgdrüsen, die von den  alten     Waschmitteln    bei     öfterer        Wäsche    so  gereizt wurden, dass es zu einer krankhaf  ten     Überproduktion        (Seborrhoe)    von     Fett-          stoffen    kam     und    man deshalb     gezwungen     war, das Haar schliesslich jeden Tag zu  waschen.  



  Der     Erfinder    konnte nun     ermitteln,    dass  diese Schädigungen und Reizungen in erster       Linie    auf die Anwesenheit     gewisser        Verun-          reinigungen    zurückzuführen sind. Beseitigt  man diese, seien sie     nun    anorganischer oder  organischer Art, vollständig oder doch weit  gehendst, so erhält man nicht nur     eine    nicht  vorauszusehende     Steigerung    der Schaum- und  besonders Waschkraft, sondern die Schädi  gungen des zu waschenden Materials werden  erheblich zurückgedrängt.

   Daher     sind    solche       Waschmittel        insbesondere    nicht nur zur Wä  sche lebenden Haares, sondern allgemein zur  Wäsche empfindlicher Substanzen hervor  ragend geeignet. -    Bei Verwendung der gemäss vorliegendem  Verfahren hergestellten Mittel sind solche  Nachteile nicht zu befürchten. Das Haar lässt  sich. gut reinigen und erleidet     keine    Schädi  gung.-Hier dürfte eine     Seborrhoe    nur noch  bei hypersensiblen Personen auftreten können.  



  Das vorliegende Verfahren ist dadurch  gekennzeichnet, dass die in Wasser kolloidal  löslichen Salze der polaren o_     rganischen    Säu  ren mit einer     aliphatischen    Kette von mehr  als 11     Kohlenstoffatomen    im     Molekül    als       hydrophobem    Pol und     einem        hydrophilen     Pol, der sich ableitet von     einer    anorganischen  Säure auf Basis eines     Metalloids    mit einem       Atomgewicht    von 31 und mehr,

   durch Be  handeln mit einem     Kohlenwasserstoff    von       wasserunlöslichen    und schwerwasserlöslichen       aliphatischen        Verunreinigungen    befreit wer  den. Derartige Salze geben in Wasser Lö  sungen, die zumeist- bei 18  , als auch bei 50    kolloidale Eigenschaften zeigen, die schäu  men und deren Schaum einige Zeit beständig  ist.

       Ihnen    kommen     emulgierende,    netzende  und waschende     Eigenschaften    zu, die wesent  lich besser     sind    als die der     ungereinigten    Pro  dukte, wie sich zudem auch an der Schaum  menge     \eine    erhebliche Überlegenheit zeigt.  



  Unter den     Verbindungen    dieser Art be  sitzen die     Sulfonate    gewisse Vorteile vor den       Estersalzen,        insbesondere    sind sie haltbarer  als die letzteren, doch     kann    man diesen       Nachteil    bei den     Estersalzen        durch    gewisse       puffernde    Zusätze weitgehend vermeiden.  



  Es sei hierbei noch darauf     hingewiesen,     dass von den     Estersalzen        aliphatischer    Al  kohole nur solche praktisch     in        Betracht    kom  men; die entweder 12, 14, 15 oder 18     Koh-          lenstoffatome        im    Molekül des Anions be  sitzen.   Die     Reinigung    selbst erfolgt vorteilhaft  dadurch, dass man in beliebiger Reihenfolge  die organischen     Verunreinigungen    durch Be  handeln (Extrahieren) mit einem Kohlenwas  serstoff wie     Benzin,        Petroläther,    Benzol usw.  beseitigt.

   Vorteilhaft aber entfernt man  auch die anorganischen     Verunreinigungen     durch vorheriges oder nachfolgendes Behan  deln, indem man das betreffende Salz in      einem     organischen    sauerstoffhaltigen Lö  sungsmittel löst, wobei die anorganischen  Beimengungen ungelöst zurückbleiben. In  Betracht     kommen    hierfür solche Lösungs  mittel, die ein Sauerstoffatom und bis zu       Kohlenstoffatomen    im Molekül besitzen.  Chlorierte     Kohlenwasserstoffe    sind zur Be  seitigung der organischen Verunreinigungen  deshalb weniger geeignet, weil sie auch die  betreffenden organischen Salze weitgehend  zu lösen vermögen.

      Die so erhaltenen Wasch- und Behand  lungsmittel zeigen eine hervorragende, gegen  über dem unbehandelten Material wesentlich  gesteigerte Wasch- und     Emulgierwirkung,     in vielen Fällen - insbesondere bei den       Estersalzen    - auch     eine    gesteigerte Schaum  wirkung. Trotzdem wird das Haar nicht gar  zu weit     entfettet,    insbesondere wird das     in-          tramicellar    eingebaute Fett im Haar belas  sen, so dass die bei     Lösungsmittelwäsche    ein  tretende Schädigung irreversibler Art durch       Entfernen    solchen Fettes nicht vorkommt.

      Eine wesentliche     Verbesserung    der Wasch  mittel erhält man durch geeignete Zusätze,  die entweder die maximale Waschwirkung  in den Bereich niederer     p,1-Werte    zu ver  schieben vermögen, oder die gewisse, im Was  ser enthaltene oder während des     Waschens     in die Waschlösung gelangende Produkte  fällen oder unwirksam machen.

   Substanzen  erster Art sind zum Beispiel für die     alipha-          tischen        Sulfonate    gewisse anorganische Salze,  etwa das Natriumsulfat oder auch organische  Salze, so     insbesondere    für die     aliphatischen          Estersalze    die Salze der Alkoholschwefel  säureester mit mehr als 5     gohlenstoffatomen.     Solche     Verbindungen    sind bis zu einem Ge  halt an 10     Kohlenstoffatomen        keine    selb  ständigen     Waschmittel,    sie vermögen aber als  Zusätze die Schaum- und Waschkraft erheb  lich zu erhöhen.

   Substanzen der zweiten Art  sind     Oxalat-    und-     Phosphationen,    von den  letzteren insbesondere die     Metaphosphat-    und  die     Isopolyphosphationen.    Derartige Zusätze  beseitigen auch die hier die Waschkraft stö  renden     Calcium-        und        Magnesiumionen    und    dazu noch gewisse wasserlösliche Kolloide  der Eiweissklasse.  



  Als     Schaumerhöher        kommen    für die     Sul-          fonate    auch anorganische oder organische  Elektrolyte in bestimmter Konzentration in  Betracht, wobei freilich die Waschkraft ab  zusinken pflegt.  



  Zur     Schonung    des Haares ist es wesent  lich, mit der Waschung eine     Fettung    zu kom  binieren. Man     kann.    also dem gemäss vorlie  gendem Verfahren hergestellten Mittel ge  wisse Fettstoffe zusetzen.     Hierdurch    wird  erreicht, dass dem Haar nicht erst langsam  von der Wurzel aus das nötige Fett zu  geführt wird, die Haarspitzen also all  zulange ohne Fettstoff bleiben und dem  Angriff der Atmosphäre und den Schä  digungen durch mechanische     Bearbeitung,     etwa das Kämmen, in Abwesenheit von  Gleitmitteln ausgesetzt sind.

   Beim Ein  tragen eines solchen Präparates in Wasser  wird die fettende Substanz     emulgiert    und bei  Verwendung der Emulsion an das     gewaschene,     Haar abgegeben. Als     Fettungs-    und     Gleit-          mittel    wird man insbesondere Wollfett und/  oder andere     Fette    und Öle,     insbesondere    tie  rischer     Herkunft,    verwenden.  



       Weiterhin    ist vorteilhaft, dem Präparat       duellungshemmendeMittel    zuzusetzen, da die       Quellung    stets eine Schädigung bedeutet  oder .eine solche vorbereitet. Derartige Mit  tel sind zum Beispiel Zucker, Eiweiss, Ei  weissabbauprodukte, Gerbstoffe,     Alkalisalze     mehrkerniger aromatischer     Sulfosäuren    und  andere.

   Teilweise gehören solche Stoffe  gleichzeitig auch in die Gruppe der     Ad-          stringentia,    wie umgekehrt auch die     Ad-          stringentia    teilweise     eine    die     Quellung    ver  meidende Wirkung besitzen, nur ist die Wir  kung der letzteren meist an     einen    niederen       p11-Bereich,    gebunden.  



  Um dem     isoelektrischen    Zustand des Haa  res anpassend     zu    arbeiten,     wird    man Säuren  oder, saure Salze zusetzen.  



  Die Möglichkeit, im niederen     pH-Wert    zu  waschen, gibt ferner auch die Möglichkeit,  mit der Wäsche eine     Bleichung    zu kombinie  ren.     Bekanntlich    schädigen Bleichmittel, ins-      besondere     Wasserstoffsuperoxyd    und     Was-          serstoffsuperoxyd    abspaltende Substanzen,  das Haar ganz erheblich, wenn man sie mit  Lösungen hohen     pH-Wertes    zur Anwendung  bringt.

       In.    saurer Lösung     hingegen    vermag  man schonend zu bleichen, man muss aber  auf die     Gilbung,    eine     Nebenreaktion    der       Bleichung,        Rücksicht    nehmen     und    setzt des  halb     vorzugsweise    solche-     Hilfsstoffe    zu, die       die        Gilbung    zu     hemmen    und zu verzögern  vermögen. Derartige Schutzstoffe sind zum  Beispiel die     Oxalate    und Phosphate.

   Eine       dennoch    eintretende     Vergilbung    kann man  leicht durch eine ganz     kurzzeitige    Nach  behandlung     mit        einer    schwachen Alkali  lösung     beseitigen.    Man     wird    das Bleichmit  tel den gemäss     vorliegender        Erfindung    her  gestellten.

       Behandlungs-    und     Waschmitteln          bezw.        Lösungen    davon zumischen, so dass  beides zusammen zur     Einwirkung        kommt.     Durch chemische Verbindung von Waschmit  tel und     Bleichmittel    erhält man schliesslich  bleichende     Waschmittel,    es     sind    dies vor  allem     Salze    der     organischen        Sulfomonoper-          säuren,        Verbindungen,    die also den Rest       --SOZOOH    tragen.:

    Schliesslich können auch solche Verbin  dungen zugegeben werden, die am Haar und  Haarboden Gase, wie Kohlensäure, Sauer  stoff, Stickstoff zu     entwickeln    vermögen,  wodurch     neben        einer    Unterstützung der       Schaumbildung    auch     eine    bessere     Ausnüt-          zung    der Waschkraft des     Waschmittels    ein  tritt und wodurch gleichzeitig durch die Gas  massage eine     wohltätige,    das     Wachstum    för  dernde     Einwirkung    auf den     Haarboden.    er  folgt.

       Verbindungen    dieser Art sind zum  Beispiel     Natriumbikarbonat        in    Gegenwart       von:    Säuren,     Harnstoffperoxyde    in Gegen  wart von Katalysatoren, -     Ammoniumnitrit     und andere.  



  Ferner     ist    es     natürlich    möglich, färbende,       geruchgebende    und dergleichen Substanzen  zuzugeben. Derartige     sind    zum Beispiel  Teerbalsam,     Kamillenextrakt,    organische  Farbstoffe usw.  



  Im folgenden seien die Gruppen der  brauchbaren     Waschmittel    aufgeführt, die in    nach vorliegender Erfindung     gereinigtem          Zustand    besonders brauchbar erscheinen und  zu den Gruppen einige     Verbindungen    als Bei  spiele aufgeführt:  A.     Estersalze    der Schwefelsäure wie     do-          decanolschwefelsaures    Alkali.;  B.

   Salze der     aliphatischen        Sulfonate:        Do-          decylsulfosaures        Alkali;     C.     Thiosulfate:        Dodecylthioschwefelsau-          res    Alkali;  D.     Estersalze    der Phosphorsäure:     Tetra-          decanolphosphorsaures    Alkali;

         E.    Kondensierte     Sulfonate:        Octadecenoyl-          oxyäthansulfosaures    Alkali,     octadecenoyl-          methylaminoäthansulfosaures    oder     -äthanol-          schwefelsaures    Alkali,     hexadecylsulfo-me-          thylaminoäthansulfosaures    Alkali,     5-octade-          cenoylamino-2-oxy-l-carboxy-phenyl-3        -sulfo-          saures    Alkali,

       methylenhexadecylsulfamid-          sulfosaures    Alkali.  



  An Stelle der     Alkalisalze    können auch  Ammonium- oder organische Amin- oder       Ammoniumsalze    verwendet werden,     etwa    sol  che des     Triäthanolamins.     



  <I>Beispiele</I>  1. 100     Gewichtsteile    des     käuflichen        do-          decanolschwefelsauren    Natriums werden mit       Petroläther    extrahiert, bis der aus der Her  stellung im Präparat verbliebene     unsulfierte.     Alkohol; sowie die wasserunlöslichen Neben  produkte herausgelöst sind.

   Nach dem Trock  nen erhält man     ein    als     Waschmittel    hervor  ragend geeignetes Präparat, welches noch  eine grössere Menge     Natriumsulfat    enthält  und das dem     Natriumsulfat    auf folgendem  Wege entzogen werden kann: Man kocht  etwa im Extraktionsapparat     mit        Äthylalko-          hol    aus. Aus der alkoholischen Lösung kri  stallisiert beim Eindampfen das reine Salz  als schöne Blättchen. Es löst sich     in    Wasser  sehr klar und     mit    spielender Leichtigkeit  und besitzt ein hervorragendes Wasch-,  Schaum-     und    Netzvermögen.

   Bemerkt sei  hierzu, dass das käufliche Präparat selten  unter<B>3%,</B> meist aber 10 und mehr Prozente  an wasserunlöslichen Produkten enthält. Die  Waschkraft eines aber-auch nur 2 % enthal  tenden Präparates- ist ungefähr 10 bis 15      geringer als die des     gereinigten        !3Soduktes     und grösser ist der Unterschied bei der  Schaumkraft.  



  Wäscht man lebendes Haar     mit        .einer        2-          bis        5%igen    Lösung des Präparates, .so     wird     es so weit entfettet, dass es empfehlenswert  ist, zur Erhöhung der     Geschmeidigkeit    und  zur     Verringerung    des Widerstandes beim  Kämmen, sowie zum Schutze gegen atmo  sphärische Einflüsse wieder fettende und  gleitend machende Substanz zuzusetzen.

       Dies     geschieht vorteilhaft durch Zugabe von ge  reinigtem Wollfett oder     tierischem.    01     zu     den gemäss vorliegender     Erfindung    her  gestellten     Waschmittel        bezw.    -deren Lösun  gen. Man kann die     Olung    auch in einem be  sonderen Arbeitsgange vornehmen, etwa mit  gleichen oder einem andern     Waschmittel          nachwaschen,    dessen Lösung das     Fettungs-          mittel    trägt, z.

   B: verwendet man,     wie    .oben  angegeben, mit Benzin     gereinigtes        octadeca-          noylmethylaminoäthansulfosaures        Natrium     mit 2 %     Cetylalkohol    und 2 % Wollfett oder  mit     17o        palmitinsaurem        Hexadecanal        und    2  bis     37o        Octadeeenol    -.oder     mit    2 %     Chlordode-          can    oder     Hexadecanol    und .3 %     Olivenöl.     Diese 

  unlöslichen Substanzen lösen sich kol  loidal oder suspendieren     ich    in der wässe  rigen Lösung des     Waschmittels        und    werden  aus dieser vom Haar     entnommen.    Es sei be  merkt, dass solche     Sulfonate    in. -Gegenwart  einer bestimmten Menge .organischer oder  anorganischer Salze eine optimale Schaum  fähigkeit zeigen. Man     wird    sie also     :unter     Umständen in Gegenwart .einer .entsprechen  den Menge solcher Salze     als    schaumerhöhende       Agentien    zur Anwendung     bringen.     



  Man kann die     in    diesem Beispiel genann  ten     Waschmittel        auch        gegeneinander    austau  schen. Bemerkenswert ist     hierbei,    dass die  Befreiung dieses und     ähnlicher        Sulfonate     von organischen     Verunreinigungen    .die  Schaumkraft scheinbar verringert, die  Waschkraft aber trotzdem gesteigert wird.

    An Stelle der     Natriumsalze    können vorteil  haft auch die     Triäthanolamine    oder die     Cy-          clohexylaminsalze    oder Salze der     hydrierten          Diphenylamine        Verwendung        finden,    doch be-    sitzen     -.die    letzteren bereits eine beachtliche       Löslichkeit    in Benzin und dergleichen.

   .An  Stelle des     Äthylalkohols    kann man auch     Me-          thylalkohol,        Isopropylalkohol,    Äther oder       Aceton        verwenden,.    an     Stelle    des     Petroläthers          a22ch        Benzin.,    und     _auch    Benzol. Die Zugabe  eines     Adstringens    ist ratsam.  



  -2. Ein     Waschmittel    mit bleichender Wir  kung     'besteht    aus<B>30%</B>     hexadecanolschwefel-          saurem    Ammonium und     70/'o        dodecanol-          monopersehwefelsauremNatrium.    Das     Wasch-          mittel        wurde    nach den Angaben des Bei  spiels 1 gereinigt,

   zur Reinigung des     wa-          schenden        Bleichmittels    verwendet man bes  ser Aceton an \Stelle von     ithylalkohol.    Das  Präparat     wird        zweckmässig    in Gegenwart  eines     Katalysators    zur     Anwendung        gebracht,     man kann ihm daher -     bezw.    seiner Lö  sung -etwa     Mangansalze    oder ein     Enzym          zusetzen.    Die Anwendung kann derart er  folgen,

   dass das Haar     mit    einer wässerigen  Lösung dieses     Mittels    eingestäubt und dann       -mit    Wasser oder einer wässerigen     Lösung     gut     durchgearbeitet    wird, bis der     erwünsehte          Bleicheffekt    erhalten ist. Zweckmässig ist es,  das     Bleichen    nicht     a1lzusehr    zu forcieren,  sondern lieber öfter mit     Zwischenräumen    zu       'bleichen.    Die     Bleichung    kann natürlich  auch mit Wasserstoffsuperoxyd erfolgen.

    Auch ist     die    Anwendung     in    Form von Pa  sten möglich. Sehr vorteilhaft ist es -beim       B-eichen    in     nidderem        pg-Bereich    -zu     bleichen,     also saure \Salze oder Säuren,     wie    Zitronen  säure,     Oxalsäure,        Natrtumbisulfät,    plus     Na-          triumzitrat    oder     -phosphat    zuzusetzen.

      Als     Bleichmittel        sind.auch    verwendbar:       Natriumisobutyl-naphthalinmonopersulfonat,          I3arnstoffperogyd    oder Gemische von solchen       mit    Wasserstoffsuperoxyd.  



  3. Zu 77 Gewichtsteilen nach     Beispiel    1       bereinigtem        tetradecanolschwefelsaurem        h?a-          trium        -oder        Triäthanolamin    gibt man     .3        Teile          eines        2#Gemisclhes    von gereinigtem     WolHett     und     .Ä:thal    (je beständiger die Emulsion     bezw.     Lösung sein.soll, um so mehr von     .diesem)     und 20 Teile Natrium- oder Ammonium  bikarbonat.

        Mit verdünnter Zitronensäure oder Zi  tronensaft behandeltes Haar wird mit die  sem     Waschmittel    bei 30 bis 40 Grad     etwa     3 bis 5     Minuten.    behandelt. Hierbei kommt  es zu     einer    regen     gohlensäureentwicklung,     wodurch     eine    starke     Schaumbildung    erfolgt,  die sich durch Zusatz von     octanolschwefel-          saurem    Natrium noch verstärken lässt. Durch  die Schäume     wird    der Schmutz rasch um  hüllt und     kann    dann besonders leicht weg  gespült werden.

   Durch die Gasentwicklung  wird     eine    gelinde Massage auf den Haar  boden ausgeübt, der eine wohltuende Wir  kung zur Erhaltung und     Förderung    des  Haarwachstums zugesprochen wird.  



  Empfehlenswert ist ferner die Zugabe von  physiologisch     wirksamen    Stoffen, wie     Leci-          thin,    Teerbalsam,     gamillenegtrakt,        Schwe-          felmilch    und/oder     geruchgebenden    Stoffen,  wie von Farben,     Pufferungsmitteln,        wie        Bo-          rate,    Phosphate, Eiweiss,     Gelatine    und von       Adstringentien.     



  4. Ein     Harwuchsmittel    stellt die Lösung  des     gereinigten        Ammonium-    oder Natrium  salzes der     sulfierten    Ölsäure, deren     Carbogyl-          gruppe        vorteilhaft    durch     Veresterung,        Ami-          dierung    oder dergleichen     "maskiert"        wurde,     dar. Die     Reinigung    dieses Präparates erwies  sich als schwieriger.  



  Es zeigte sich hier als vorteilhaft, die  Behandlung mit     Petroläther    oder Benzin an  dem wasserhaltigen     sulfiertern    01 direkt vor  zunehmen und mit Alkohol durch     öfteres     Behandeln zu beseitigen.  



  Bei Verwendung     eines    Präparates mit  freier     Carbogylgruppe    zeigt sich der Übel  stand, dass in hartem Wasser     schwerlösliche     Kalk- und     Magnesiumsalze        gebildet    werden  können, die aber in derartig feiner Vertei  lung ausfallen,     dass    sie mit Wasser leicht  vom Haar heruntergespült werden können.  Auch hierbei ist es zweckmässig, das Haar  beim Waschen oder nach dem Waschen mit       Fettstoffen    und     Gleitmittel    zu versehen.  



  5. 30 Gewichtsteile gereinigtes, gut 'ge  trocknetes und     feinst    gepulvertes oder in  wässeriger Lösung unter     gleichzeitiger    Trock  nung verstäubtes Natriumtetradeca;nolsulfo-         nat    werden     mit    25 Teilen löslicher, völlig  trockener Stärke vermischt. Hierzu gibt man  15 Gewichtsteile ebenfalls gut trockenen     Di-          natriumphosphats    und 20 Gewichtsteile     Na-          triumbicarbonat.     



  Dieses Haarwaschmittel gibt einen feinen,  dichten Schaum, durch die     Kohlensäureent-          wicklung    wird diese Schaumbildung unter  stützt. An Stelle des     genannten        gereinigten          Waschmittels        kann    man auch andere,     etwa          dodecanolschwefelsaures        Ammonium    oder  Natrium verwenden. Dem Waschpuder, der  also     vorteilhaft    in trockenem Zustande auf  das trockene oder leicht angefeuchtete Haar       aufgepudert        wird,    kann man natürlich Riech  stoffe gewünschter AH zusetzen.  



  6. 40 Gewichtsteile wie oben gereinigtes,  gut trockenes     dodecanolschwefelsaures    Na  trium oder     Triäthanolamin    werden mit 30  Gewichtsteilen     Natriumbicarbonat,    15 Ge  wichtsteilen löslicher Stärke und 15 Ge  wichtsteilen saurem     Natriumpyrophosphat     vermischt, dann gibt man das gewünschte  Parfüm zu. Die Eigenschaften sind     ähnlich     dem nach Beispiel 5 erhaltenen.  



  Auch hier kann man an Stelle des an  gegebenen     Waschmittels        ein    anderes oder ein  Gemisch verschiedener verwenden. Gut  brauchbar     ist    so das     Natriumsalz    des     Schwe-          felsäureesters    aus reduziertem     Kokosnussöl.     Etwas weniger brauchbar, aber     im    Gemisch  von hervorragender Wirkung, ist das Na  triumsalz des     Schwefelsäureesters    aus redu  ziertem Walrat     (Hegadecanolpalmitat).     



  7. Mischt man nach Beispiel 1 gereinig  tes     dodecanolschwefelsaures    Natrium mit  der doppelten Menge     Äthal    und der 10- bis       15fachen    Menge an     glettenwurzelöl        unter     Zusatz von Alkohol, so erhält man     ein    zur  Behandlung lebenden Haares hervorragend  geeignetes Haaröl, dessen Überschüsse sich  leicht wieder vom Haar waschen lassen. An  Stelle des genannten Produktes kann man  auch andere, nach vorliegendem Verfahren  gereinigte Behandlungsmittel verwenden,  man muss     hierbei-    natürlich die Zusätze und  Beimischungen dem Grundstoff anpassen,  was aber keine     Schwierigkeiten    macht.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I: Verfahren zur Herstellung von Behand- lungsmitteln für empfindliche Materialien, insbesondere für lebendes Haar, dadurch ge- kennzeichnet, dass die in Wasser kolloidal löslichen Salze organischer Säuren mit einer aliphatischen Kette mit mehr als 11 Kohlen stoffatomen im Molekül als hydrophobem Pol und einem hydrophilen Pol,
    der sich ableitet von einer anorganischen Säure auf Basis eines Metalloids mit einem Atom gewicht von 31 und' mehr durch Behandeln mit einem Kohlenwasserstoff von wasser unlöslichen und schwer wasserlöslichen or ganischen Verunreinigungen befreit werden. UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, wobei ausserdem die bezeichneten Salze durch Lösen in einem aliphatischen Lösungs mittel mit weniger als 5 Kohlenstoffato- men und einem Sauerstoffatom im Mole kül von anorganischen Verunreinigungen befreit werden. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch I, wobei die bezeichneten Salze nach der Behand lung mit dem Kohlenwasserstoff durch Lösen in einem aliphatischen Lösungs mittel mit weniger als 5 Kohlenstoffato- men und einem Sauerstoffatom im Mole kül von anorganischen Verunreinigungen befreit werden.
    3. Verfähren nach Patentanspruch I, wobei die bezeichneten Salze vor der Behand lung mit den gohlenwasserstoffen durch Lösen in einem aliphatischen Lösungs- mittel mit weniger als 5 Kohlenstoff atomen und einem Sauerstoffatom im Molekül von anorganischen Verunreini gungen befreit wurden. ' 4. Verfahren nach dem Patentanspruch I unter Zugabe von die Wasch-, .Schaum und Emulsionskraft erhöhenden Zu sätzen zum gereinigten Salz. 5.
    Verfahren nach dem Patentanspruch I und Unteranspruch 1 unter Zugabe von die Wasch-, Schaum- und Emulsions- kraft erhöhenden Zusätzen zum gereinig ten Salz. 6. Verfahren nach dem Patentanspruch I unter Zugabe von gleitend machenden Mitteln zum gereinigten Salz. 7. Verfahren nach dem Patentanspruch I und dem Unteranspruch 1 unter Zugabe von gleitend machenden. Mitteln zum ge- reinigten Salz. B. Verfahren nach dem Patentanspruch I unter Zugäbe von fettenden Mitteln zum gereinigten Salz. 9. Verfahren nach dem Patentanspruch I und Unteranspruch 1 unter Zugabe von fettenden Mitteln zum gereinigten Salz. 10.
    Verfahren nach Patentanspruch I unter Zugabe solcher Mittel, die die Quellung des behandelten Gutes zu hemmen ver mögen, zum gereinigten Salz. 11. Verfahren nach dem Patentanspruch I und Unteränspruch 1 unter Zugabe sol cher Mittel, die die Quellung des behan delten Gutes zu hemmen vermögen, zum gereinigten Salz. 12. Verfahren nach Patentanspruch I unter Zugabe solcher Mittel, die den pH-Wert herabsetzen, zum gereinigten Salz. 13.
    Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, unter Zugabe von sol chen Mitteln, die den pH-Wert herabset zen, zum gereinigten Salz. 14. Verfahren nach Patentanspruch I unter Zugabe solcher Mittel, die zu bleichen vermögen, zum gereinigten Salz. 15. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, unter Zugabe von sol chen Mitteln, die zu bleichen vermögen, zum gereinigten Salz. 16. Verfahren nach Patentanspruch I unter Zugabe von solchen Mitteln, die Gas abzuspalten vermögen, zum gereinigten Salz. 17.
    Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch.l, unter Zugabe von sol chen Mitteln, die Gas abzuspalten ver mögen. PATENTANSPRUCH II-- Mittel zur Behandlung von empfindlichen Materialien, insbesondere von lebendem Haar, hergestellt nach dem Verfahren gemäss Pa tentanspruch I, enthaltend mindestens ein in Wasser kolloidal lösliches Salz einer :
    or ganischen Säure mit einer aliphatischen Kette mit mehr als 11 Kohlenstoffatomen im Mole- kül als hydrophoben Pol und einem liydro- philen Pol, der sich ableitet von einer anor ganischen Säure auf Basis eines Metalloids mit einem Atomgewicht von 31 und mehr,
    das durch Behandeln mit einem Kohlenwas- serstoff von wasserunlöslichen und schwer wasserlöslichen organischen Verunreinigun gen befreit wurde, und mindestens ein Mittel, das den pH-Wert herabsetzt.
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