CH185529A - Verfahren zur Herstellung von nicht agglutinierenden Suspensionen tierischer Gewebezellen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von nicht agglutinierenden Suspensionen tierischer Gewebezellen.

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CH185529A
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  Verfahren zur Herstellung von nicht     agglutinierenden    Suspensionen tierischer   Gewebezellen.    Um an lebenden isolierten Gewebezellen  die gleichen biologischen     Reaktionen    und  Teste vornehmen zu können     wie    an     totem          Zellenmaterial,    ist es     unter    anderem von  Wichtigkeit, die aus Organen oder Geweben  isolierten     Zellen        bezw.    deren Suspensionen in  Form von einzelnen Zellen haltbar zu  machen, das heisst     Agglutinationen    zu ver  hindern oder bereits eingetretene Agglutina  tion rückgängig zu machen.  



  Es     wurde    nun gefunden, dass man nicht       agglutinierende    Suspensionen von Gewebezel  len in sehr vorteilhafter Weise dadurch erhalten  kann, dass man den Gewebezellen die Ober  flächenspannung erniedrigende Stoffe, wel  che die Gewebezellen praktisch nicht ver  ändern, zugibt.  



  Geeignete, die Oberflächenspannung er  niedrigende Stoffe     sind    beispielsweise höhere  Alkohole,     wie        Oktylalkohol,        Benzylalkohol     und dergleichen. Ferner eignen sich auch    solche     oberflächenaktive        :Stoffe,    welche die  Gerinnung von Blut hemmen, zum Beispiel       polyanetholsulfonsaure    Salze,     m-Amino-ben-          zoyl        -m-amino    -:p     -methyl-benzoyl-l-naphthyl-          amin-4,6;

  8-trisulfosäurekarbid,        sowie    die un  ter der     Bezeichnung        Heparin,        Hirudin    und       Novirudin        bekannten        Organextrakte.     



  Im allgemeinen ist es .zweckmässig, den  Suspensionen auch noch     antiseptisch    wir  kende     Mittel        zuzusetzen.    Als solche sind zum  Beispiel     kampfersaures        Hexamethylentetra-          min,        Hexamethylentetramin-triborat,        Anhy-          dromethylen-zitronensaures        Hexamethylen-          tetramin    und ähnliche Stoffe, sowie     Salicyl-          säurephenylester,        Hexyiresorcin,

          Oxybenzoe-          säuremethyl-    oder     -äthylester    und andere  mehr verwendbar.  



  Zur Ausführung des vorliegenden Ver  fahrens können die erwähnten oberflächen  aktiven     .Stoffe,    zum Beispiel frischem, noch  nicht zerteiltem oder nicht suspendiertem           Zellmateriäl,    ferner     Zellsuspensionen,    die  ohne sie     agglutinieren        würden,    oder auch be  reits     agglutinierten        Zellsuspensionen    zuge  geben werden.

   Die Neigung von Zellen zur       Agglutination    kann gemäss vorliegender Er  findung auch dadurch verhindert werden,  dass man die Stoffe dem Versuchstier einige       Zeit    vor     Entnahme    des Zellenmaterials inji  ziert oder per os verabreicht. Die dann dem  Tier     entnommenen    Gewebe zeigen nach der       Verarbeitung        zu        Zellensuspensionen    keine  Neigung zur     Agglutination    mehr.

   Es ist  zweckmässig, den     Suspensionen-noch,    geeig  nete     Antiseptika    der     vorstehend        genannten     Art in     Konzentrationen        -,zuzusetzen,    welche  die Zellen noch nicht schädigen, aber das       Wachstum    von Bakterien verhindern. Die  oben     genannten        Stoffe    mit     antiseptischer     Wirkung     kommen    zum Beispiel in solchen  Mengen in Betracht, dass die     fertige    ' Sus  pension von diesen Stoffen 0;1 bis 0;2     %    ent  hält.  



  Auf die stabilisierten     Suspensionen    dieser  Art von zum Beispiel     Embryonalzellen,    .Zel  len normaler oder kranker Organe, Krebs  zellen     etc.    kann man nun zwecks Prüfung  und dergleichen ein geeignetes     Serum,    andere  Zellen, ferner- chemische     Substanzen,    Fer  mente oder Hormone einwirken lassen.

   Durch       Zählung    der Zellenzahl, vor     und    nach dem  Versuch, durch Trübungsmessung oder     Khn-          liche    Methoden gelingt es, die -Zu- oder Ab  nähme von Zellen in .diesen Suspensionen,  also eine     zellzerstörende    oder     zellvermeh-          rende        Wirkung    zu messen,     bezw.    durch Be  stimmung von in den Suspensionen entstan  denen- chemischen Stoffen den Zerfall von  Zellen oder die     Entstehung    von     Stoffwechsel-          produkten,

          die    Wirkung von Fermenten     etc.          festzuhalten.     



  <I>Beispiel 1:</I>  ' Eine     agglutinierte        Zellsuspension    wird  mit einem     innigen        Gemisch    von     0,2,5    cm'  sekundärem     Oktylalkohol,    0,75     em#    absolutem       Athylalkohol    und 0,60 cm' Wasser in einer  Menge     -von   <B>111</B> Tropfen auf je 1 cm' der  Suspension versetzt. Die Zusammenballungen  gehen nach gutem     Durchschütteln    der Probe    auseinander, so dass die einzelnen Zellen  wieder frei und homogen verteilt sind und  in diesem Zustand bleiben.  



  <I>Beispiel 2:</I>  Zu einer zur     Agglutination    neigenden       Zellsuspension        wird    pro 1     cm3    1 Tropfen       einer        I    %     iäen        Lösung    von     Hirudin    gegeben  und gut durchgeschüttelt. Die Zellen blei  ben in der     .Suspension        einzeln    schweben und  homogen verteilt.  



  <I>Beispiel 3:</I>  Zu einer zur     Agglutination    neigenden       Zellsuspension    , wird pro 1 cm' 1 Tropfen  einer 0,1 %     igen    wässerigen Lösung von     m-          Amino    -     benzoyl    -m-     amino-p-methylbenzoyl-l-          naphthylamin    - 4, 6, $ -     trisulf        osäure    -     carbamid          zugefügt.    -Trotz     mehrtätigen        Verweilens    bei  <B>37'</B> C tritt keine-     Agglutination    der Zellen  ein.  



  <I>Beispiel 4:</I>  Einem     tumortragenden        Kaninchen    werden  je 1 kg Lebendgewicht 15 mg     polyanethol-          sulfonsaures        Natrium    - intravenös     injiziert.     Nach etwa     l1/2    Stunden     wird    das Tier, falls  es nicht von selbst verendet ist, getötet, die  Tumormasse isoliert und zu einer     Zellsuspen-          sion    verarbeitet. Die so- erhaltene     Suspension          zeigt        keine    oder nur eine ganz geringe Nei  gung ,zur Agglutination.

Claims (1)

  1. - PATENTANSPRUCH: = Verfahren - zur - Herstellung - : von - -nicht. agglutinierenden Suspensionen: tierischer Ge webezellen, dadurch gekennzeichnet; dass man den Gewebezellen die --Oberflächenspannung erniedrigende Stoffe, welche die Gewebe zellen praktisch nicht verändern, zugibt. UNTERANSPRtrCHE : , 1.
    Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man nie Ge webezellen unter Anwendung von die Blutgerinnung hemmenden Stoffen, wel- ehedie Gewebezellen praktisch--nicht ver ändern, dispergiert. 2. Verfahren gemäss Patentanspruch - und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man hierbei frisches Zellenmaterial verwendet. <B><I>3</I></B>.
    Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man fertigen Suspen sionen tierischer Gewebezellen die Ober- flächenspannung erniedrigende Stoffe, welche die Gewebezellen praktisch nicht verändern, zusetzt. . 4. Verfahren gemäss Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man fertigen Suspensionen tierischer Gewebezellen die Blutgerinnung hem mende Stoffe, welche die Gewebezellen praktisch nicht verändern, zusetzt. 5.
    Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man bereits agglu- tinierte Gewebezellen unter Anwendung von die Oberflächenspannung erniedrigen den Stoffen, welche die Gewebezellen praktisch nicht verändern, in Gegenwart von wässrigen -Flüssigkeiten dispergiert. 6.
    Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man einem lebenden Tier, dem das zur Herstellung ,der Sus pensionen bestimmte Zellenmaterial ent nommen werden soll, einige Zeit vor der Entnahme die Oberflächenspannung er niedrigende Stoffe, welche die Gewebe zellen praktisch nicht verändern, verab reicht. 7. Verfahren gemäss Patentanspruch und Un teransprüchen 1 bis 4, dadurch gekenn zeichnet, dass den Suspensionen tierischer Gewebezellen noch antiseptisch wirkende Mittel zugesetzt werden.
CH185529D 1934-03-27 1935-02-06 Verfahren zur Herstellung von nicht agglutinierenden Suspensionen tierischer Gewebezellen. CH185529A (de)

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