CH185540A - Anordnung zur Fernmeldung mittelst Trägerwellen. - Google Patents

Anordnung zur Fernmeldung mittelst Trägerwellen.

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CH185540A
CH185540A CH185540DA CH185540A CH 185540 A CH185540 A CH 185540A CH 185540D A CH185540D A CH 185540DA CH 185540 A CH185540 A CH 185540A
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demodulator
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Inventor
Telephone Manufacturing C Bell
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Bell Telephone Mfg
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  Anordnung zur Fernmeldung mittelst Trägerwellen.    Die Erfindung bezieht sich auf Anord  nungen zur Fernmeldung mittelst Träger  wellen.  



  In allen uns     bekannten    Formen der prak  tisch verwendeten     Trägertelephonie    werden  die     Übertragungen    in den entgegengesetzten  Richtungen durch Differentialübertrager oder  dort, wo verschiedene Frequenzen für die  verschiedenen     Richtungen    verwendet werden,  durch Filter getrennt. In beiden Fällen wer  den an jedem Ende getrennte Hochfrequenz  sende- und Empfangszweige benützt.  



  Im amerikanischen Patent Nr. 1.559867  ist jedoch die Verwendung eines einzigen  Stromkreises für jedes     Übertragungswegende     vorgesehen, welcher sowohl als     Modulator,    als  auch als Demodulator wirkt, und die ankom  mende wie die abgehende Übertragung gehen  in     entgegengesetzter    Richtung durch diesen  Stromkreis, ohne dass sie zuerst in einen  Empfangs- und einen Sendezweig     getrennt      -erden müssen.

      Die vorliegende Erfindung geht einen  Schritt weiter und besteht darin, dass in einer  Anlage mit zwei Stationen in beiden Sta  tionen     Zweiweg-Leiteinrichtungen        vorgesehen     sind, die sowohl als     Modulatoren,    wie als  Demodulatoren arbeiten können, und dass eine       Trägerwellenquelle    in einer Station     zwischen     die     Leiteinrichtung    und eine die beiden  Stationen verbindende     Leitung    eingeschaltet  ist.  



  Um die zur     Demodulation    erforderliche  richtige Phasenbeziehung zwischen der Trä  gerwelle und den ankommenden Seitenbän  dern zu erhalten, kann in die     Leitung    ein  Netzwerk     eingeschaltet    werden. Diese Be  ziehung kann zum Beispiel so gewählt sein,  dass die totale Phasenverschiebung praktisch  gleich 90   oder einem ganzen Vielfachen  davon wird.  



  Die Zeichnung, welche ein Ausführungs  beispiel des Erfindungsgegenstandes dar  stellt, zeigt eine Einweg-Gegenspreeh-Trä-           gerströmtelephonieanlage,    die die     Nie-der-          frequenzapparate        22        und    22' miteinander ver  bindet.  



  Die     Trägerwellenausrüstung    umfasst in  jeder Station ein     Sprechstromfilter    32 oder  32', welches Sprechströme, nicht aber Ströme  mit höherer Frequenz durchlässt, einen     Modu-          lator-Demodulatorstromkreis    3:3 oder 33' und  ein     Hochfrequenzfilter    34 oder 34', welches  die     im        Trägerwellenweg    benützten Frequen  zen, nicht aber die Sprechfrequenzen durch  lässt.  



  Zu den oben erwähnten Elementen besitzt  die im obern Teil der Zeichnung gezeigte  Station eine     Trägerwellenquelle    40 und ein  Netzwerk 44 für die     Phasenkompensation,     dessen     Bedeutung    weiter unten beschrieben  wird. Es ist ersichtlich, dass die Träger  wellenquelle 40 nur in einer Station vorhan  den     ist.     



  Die     Modulatoren-Demodulatoren    33,     33'     des Ausführungsbeispiels enthalten     feste        Ele-          mente,    vorzugsweise Trockengleichrichter  einheiten, die in     Brückenanordnung    geschal  tet sind. Die Trägerwelle aus der Quelle 40       wird    dem einen     Diagonalklemmenpaar    zu  geführt und der Sprechstrom dem andern       glemmenpaar    der Brücke. Wenn der     Brücke     nur Sprechspannungen aufgedrückt würden,  so würde sie abgeglichen bleiben,. und in der       Hochfrequenzleitung    würden keine Ströme  auftreten.

   Die Trägerwelle aus der Quelle 40       verursacht    jedoch eine Ungleichheit der  Brücke. Die einen Halbwellen der Träger  frequenzströme fliessen durch ein Paar gegen  überliegende Brückenarme und die andern  Halbwellen durch das andere Paar, wobei der  Widerstand eines jeden Paares jedesmal her  abgesetzt wird. Die     Niederfrequenzleitung     ist daher in Wirklichkeit infolge der Um  schaltewirkung der     Gleichrichterbrücke    zu  erst in     einem    Sinne und dann im entgegen  gesetzten Sinn mit der     Hochfrequenzleitung     verbunden.

   Dadurch treten in der die     Trä-          gerwellenquelle    enthaltenden Hochfrequenz  leitung Träger-     und        Seitenbandkomponenten     auf. Bei der     Demodulation    werden die     Trä-          gerwelle    und die     Seitenbänder    dem gleichen         Diagonalklemmenpaar    zugeführt, und die  resultierende Sprechfrequenz tritt am andern       Klemmenpaar    auf.

   Daher sind zwei Punkte  der Brücke     Niederfrequenzklemmen    für den       zugeführten    und den entnommenen Sprech  strom und die beiden andern Hochfrequenz  klemmen für die Trägerwelle, sowie für die  zugeführten und erzeugten Seitenbänder. Die       Modulatox-Demodulatoreinheit    ist daher ein       Zweiweg-Frequenzumsetzungsstromkreis.     



  Die Anlage umfasst ferner (eine     Blitz-          schutzeinrichtung    mit den     Nebenschluss-          Schutzelementen    41, 41' und den     P,eihendros-          selspulen    42, 42'.  



  Sprechströme aus dem Apparat 22 gelan  gen durch das     Filter    32 nach dem     Modulator     33, wo     durch    die Wirkung des mit Träger  strom aus der Quelle 40     gespiesenen        Modu-          lators    Seitenbänder erzeugt werden. Die bei  den Seitenbänder und die     urmodulierte    Trä  gerkomponente werden über ein     Phasenkom-          pensationsnetzwerk    44 und das Leitungsfilter  3,4, welches eine     Übertragerspule    umfasst,  nach der     Leitung    L übertragen.

   In der Ge  genstation werden die Seitenbänder und die  Trägerkomponente von der     Leitung    L dem  Leitungsfilter     34'    und dem     Modulator-De-          modulator    33' zugeführt, wo durch     Demodu-          lationSprechströme    erzeugt werden, die über  ein     Niederfrequenzfilter    32' dem Apparat  22' zugeführt werden.  



  Sprechströme aus dem Apparat 22' ge  langen durch das     Sprechstromfilter    32' nach  dem     Modulator-Demodulator    33', wo sie den  von der Quelle 40 der fernen     Station    gelie  ferten Trägerstrom modulieren.

   Die resul  tierenden Seitenbänder fliessen nach     ,d-er        obern     Station und werden im Stromkreis 33 durch  Vereinigung mit dem Trägerstrom aus der  Quelle 40     demoduliert.    Die     Austrittsleistung     des     demodulierten    Sprechstromes     wird    dann  ein     Maximum    sein, wenn     die    Trägerwelle  den beiden     Modulatoren-Demodulatoren    -33,  33' mit solcher Phase geliefert wird, dass,  wenn die     urmodulierte        Trägerkomponente    als  von 33' nach 33 übertragen     betrachtet    wird,

    diese genau in Phase mit der von der Quelle  40 nach dem     Modulator    33 gelieferten     isst.         Die Wirkung     wirrt    dann die gleiche sein,  wie wenn im     Modulator    33' eine separate  Trägerquelle benützt und die     unmodulierte     Trägerkomponente aus jener Quelle im De  modulator 33 genau phasengleich zur Welle       aus    der Quelle 40 ankommen würde.  



  Das     Phasenkompensationsnetzwerk    44 dient  zur Einregulierung der Leitung auf eine ge  wünschte totale Phasenverschiebung.  



  Es ist ersichtlich, dass die     Trägerwellen-          appa.ratur    im untern Teil der Zeichnung von  der im obern Teil gezeigten Apparatur ent  fernt aufgestellt ist. Zum Beispiel können  die Einrichtungen 32', 33' und 34' alle in  einem Kasten auf einem     Leitungsmast    oder  in einem Mannloch untergebracht werden,  und die diese Einrichtungen mit der Appa  ratur 22' verbindende Leitung kann ein     Fern-          leitungs-Einführungskabel    sein, das nach  einem     Telephonamt    führt. Dies kann so  durchgeführt werden, da die Trägerapparatur  an diesem Ende keinen Unterhalt erfordert.

    In einem bestimmten Falle wurden alle die  vorstehend erwähnten Apparate in einem  Kasten von der Dimension 23 X 9 X 9 cm  untergebracht.  



  Wenn die Leitung passend abgeschlossen  ist und eine Länge aufweist, die genau gleich  einem Viertel der Wellenlänge der Träger  welle ist, so kommt die Trägerwelle aus der  Quelle 40 nach dem einmaligen Durchlaufen  der Leitung nach dem fernen     bIodulator    33'  und zurück über die Leitung nach dem     De-          modulator    33 an der letzteren Stelle mit einer  der Phase der .durch die Quelle 40 nach dem       Demodulator    33 gelieferten Trägerwelle ent  gegengesetzten Phase an. Ist die Leitungs  länge gleich .der halben Wellenlänge, so kehrt  die Trägerwelle genau in Phase zurück.

   Für       beide    Fälle (ob in Phase oder mit entgegen  gesetzter Phase) ist die Phasenbeziehung zwi  schen den vom     Modulator    33' kommenden  Seitenbändern und der zu ihrer     Demodulation     verwendeten Trägerwelle derart, dass die     de-          modulierten    Sprechströme eine maximale       Amplitude    erhalten. Diese Phasenbeziehung  wird erreicht, wenn die effektive Leitungs  länge zwischen der     Modulationseinheit   <B>33</B> und    der Einheit 33' gleich einer     Viertelswellen-          lä.nge    oder einem ganzen Vielfachen derselben  gemacht wird.  



  Der Zweck des     Phasenverschiebungsnetz-          werkes    44     besteht    darin, der Leitung eine       effektive    Gesamtlänge zu geben, die gleich  einer     Viertelswellenlänge    der Trägerwelle  oder einem ganzen Vielfachen     tierselben    ist,  oder annähernd einen solchen Zustand zu er  reichen und die     Austrittsleistung    der     demodu-          lierten    Sprechströme in der     obern        Station    zu  erhöhen.  



  Die Wirkungsweise der     Phasenverschie-          bungsnetzwerke    ist bekannt und zum Bei  spiel im Britischen Patent Nr. 342307 dar  gelegt, in welchem die Beziehungen zwischen  der Phasenverschiebung und den Impedanzen  für     Phasenverschiebungsnetzwerke    erläutert  werden, in denen die durch den diesen Netz  werken innewohnenden Widerstand bewirk  ten Verluste kompensiert werden.  



  In einem bestimmten Falle enthielt  das     Phasenverschiebungsnetzwerk    zwei Ab  schnitte, wie dies die Zeichnung zeigt, die  gesondert oder in     Reihe    benützt werden  konnten. Der     zwischen    den Klemmen 1, 2  und 3, 4 liegende -Abschnitt gab eine Phasen  verschiebung     von.        '221/2    Grad, während der  andere, zwischen den Klemmen 5, 6     und    7,

   8  liegende Abschnitt eine     Verschiebung    von  45 Grad     bewirkte.    Die     Hintereinanderschal-          tung    der beiden     Abschnitte    ergab eine     Pha-          sennacheilung    von 671/2 Grad. In diesem  Falle war jede der     Induktanzen    zwischen  den Klemmen 1, 2 und 3, 4 gleich 3, 94       Millihenry    und jede der Kapazitäten in die  sem Abschnitt gleich 0,0048 Mikrofarad.

   Im  andern     Abschnitt    war jede     Induktanz    gleich  8,19     Millihenry    und die     Kapazitäten    gleich  0,10 Mikrofarad. Der     Wellenwiderstand    war  in jedem Fall     !640    Ohm. Die Trägerfrequenz  war gleich 10,3 Kilohertz.  



  Der     Amplitudenverlust    infolge ungün  stiger Phasenverschiebung kann sehr gross  sein. Wenn die     Phasenverschiebung    beim  einmaligen Durchlaufen einer     Leitung    45  Grad beträgt, so sind die empfangenen  Sprechströme theoretisch gleich Null, weil      dann Trägerwellen, die aus der Quelle 40  nach     .dem        t@Iodulator    33' gelangen, Seiten  bänder erzeugen, die nach dem Demodulator  33 mit einer Phasenverschiebung von 90 Grad  gegenüber den Trägerwellen an .der Quelle 40  zurückkommen und keine     Demodulation    der  Zeichen stattfindet.

   Wenn die Phasenver  schiebung von Null oder von 90 Grad oder  einem Vielfachen von 90 Grad um     1l1/4    Grad  für ein einmaliges Durchlaufen der Leitung  abweicht, so beträgt der infolge dieser Ab  weichung in der     empfangenen    Amplitude  auftretende Verlust 0,5 Dezibel. In gewissen  Fällen wird man     untersuchen,    ob der Ver  lust in der empfangenen     Sprechstrom-Ampli-          tude    gross genug ist, um .die Kosten des Ein  schlusses des     Phasenverschiebungsnetzwerkes     zu     rechtfertigen.    Dies kann durch Versuche  erfolgen.

   Die gezeigten     Werte    der Netz  werkphasenverschiebung sind so, dass sie für  einmaliges Durchlaufen der Leitung den Be  trieb mit einer     111/4    Grad nicht übersteigen  den Abweichung von Null oder 90 Grad Ver  schiebung erlauben.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Anordnung zur Fernmeldung mittelst Trägerwellen, gekennzeichnet .durch in zwei Stationen vorgesehene Zweiweg-Leiteinrich- tungen (33, 33'), welche beide als Modula- toren und Demodulatoren wirken können, mit einer nur in einer Station vorgesehenen Trägerwellenquelle (40), welche zwischen die Zweiweg-Leiteinrichtung (33) und eine die beiden Stationen verbindende Leitung (L) eingeschaltet ist. UNTERANSPRÜUCHE 1.
    Anordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Modulator-De- modulator (33, 33') einer jeden Station aus einem Brückenschaltungs-Netzwerk besteht, von dem jeder Arm einen Trok- kengleichrichter umfasst, während die Nie derfrequenz- und Hochfrequenzleitungen an verschiedene Diagonalklemmenpaare des Brückennetzwerkes angeschlossen sind. ?.
    Anordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen die Träger stromquelle (40) und den igodulator-De- modulator (33') der fernen Station- ein Phasenverschiebungsnetzwerk (44) einge schaltet ist, dessen Elemente so bemessen sind, dass die totale Phasenverschiebung in der Leitung für Trägerfrequenzwellen gleich 90 Grad oder einem ganzen Viel fachen davon ist.
CH185540D 1933-12-07 1934-12-06 Anordnung zur Fernmeldung mittelst Trägerwellen. CH185540A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE848524C (de) * 1950-07-02 1952-09-04 Carl-Wilhelm Voigt Anordnung zur Niederfrequenzmodulation von Rundfunkempfaengern

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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