CH185570A - Verfahren zur Darstellung einer Aminochrysensulfosäure. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung einer Aminochrysensulfosäure.

Info

Publication number
CH185570A
CH185570A CH185570DA CH185570A CH 185570 A CH185570 A CH 185570A CH 185570D A CH185570D A CH 185570DA CH 185570 A CH185570 A CH 185570A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
dye
cationic
parts
acid
water
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Aktiengesellsc Farbenindustrie
Original Assignee
Ig Farbenindustrie Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ig Farbenindustrie Ag filed Critical Ig Farbenindustrie Ag
Publication of CH185570A publication Critical patent/CH185570A/de

Links

Classifications

    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C09—DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09B—ORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B67/00—Influencing the physical, e.g. the dyeing or printing properties of dyestuffs without chemical reactions, e.g. by treating with solvents grinding or grinding assistants, coating of pigments or dyes; Process features in the making of dyestuff preparations; Dyestuff preparations of a special physical nature, e.g. tablets, films
    • C09B67/0071—Process features in the making of dyestuff preparations; Dehydrating agents; Dispersing agents; Dustfree compositions
    • C09B67/0075—Preparations with cationic dyes

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description


  <B>Verfahren zur Herstellung von konzentrierten, für die</B>     Textilbehandlung     <B>gebrauchsfertigen</B>     Farbstofflösungen   <B>von</B>     Azofarbstoffen       Es ist bekannt, dass die Löslichkeit von     kationischen    Farb  stoffen abhängig ist von der Art des Anions. Insbesondere ist  aus der belgischen Patentschrift Nr.<B>701700</B> bekannt, dass  organische Anionen besonders gut lösliche     kationische    Farb  stoffe ergeben.  



  Ferner ist aus der     deutschen    Auslegeschrift Nr. 1 127 018  ein Verfahren zur Herstellung von in Alkoholen und     Alkohol-          Wasser-Gemischen    gut löslichen Farbstoffen der     Auramin-          reihe    bekannt, wobei man Farbsalze, bestehend aus Kationen  der     Auraminreihe    und Anionen anorganischer Säuren, in  wässriger Lösung mit     Alkalisalzen    von     Alkyl-,        Aralkyl-    und/  oder     Arylsulfonsäuren    behandelt. Dabei finden eine doppelte       Umsetzung    und eine Fällung des Farbstoffes statt.  



  Es ist überraschend, dass es nach dem     erfindungsgemäs-          sen    Verfahren gelingt, z. B. Acetate von     kationischen        Azo-          farbstoffen    herzustellen, da nach der Lehre der deutschen  Patentschrift Nr. 1 109<B>291,</B> auf die sich die erwähnte deut  sche Auslegeschrift Nr.

   1 127<B>018</B>     zurückbezieht,    das Acetat  des     Diphenylmethanfarbstoffes        Auramin    nicht hergestellt  werden kann, obwohl nach dem Verfahren in der genannten  deutschen Patentschrift in organischen Lösungsmitteln,     z.B.     in Gegenwart     aliphatischer    Alkohole mit 1 bis 6 Kohlenstoff  atomen, arbeitet.  



  Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstel  lung von für die Textilbehandlung gebrauchsfertigen konzen  trierten     Farbstofflösungenvon        Azofarbstoffen    u n     terAustausch     des Anions in einem     kationischen    Farbstoff durch Umsetzen  eines     kationischen        Azofarbstoffs    mit einem Salz ohne     Farb-          stoffcharakter,    dadurch gekennzeichnet,

   dass man den     katio-          nischen        Azofarbstoff    in Gegenwart von Wasser und einem  organischen Lösungsmittel oder einem     Lösungsmittelgemisch     löst und darin mit einem solchen Salz umsetzt, dass der ent  standene     kationische        Azofarbstoff    leichter löslich ist als der  eingesetzte     kationische        Azofarbstoff.     



  Vorzugsweise wird die Umsetzung in einem Gemisch aus  Wasser und einer organischen Säure, z. B. Essigsäure, durch  geführt. Nach diesem Verfahren kann man insbesondere       Monoazofarbstoffe    herstellen, bzw. umsetzen:  Wird die Umsetzung in einem Gemisch aus Wasser und  einem organischen Lösungsmittel oder     Lösungsmittelgemisch       durchgeführt, so beträgt der Wasseranteil vorteilhaft minde  stens 10%. Er kann aber auch 30 bis 80% betragen. Der An  teil des Lösungsmittels oder     Lösungsmittelgemisches    beträgt  dann für solche Fälle 20 bis 70%, bezogen auf die     Lösungs-          mittelmenge.     



  So kann man beispielsweise nach dem     erfindungsgemäs-          sen    Verfahren Salze von     kationischen    Farbstoffen der Formel  
EMI0001.0051     
    worin FG ein     Farbstoffkation    und AG ein Anion bedeuten,  herstellen, wenn man in Gegenwart von Wasser und einem  organischen Lösungsmittel oder einem Gemisch von organi  schen Lösungsmitteln das Anion     A,O    eines     kationischen     Farbstoffs, beispielsweise eines unlöslichen oder schwer lös  lichen     kationischen    Farbstoffs,

   der Formel  
EMI0001.0056     
    durch Behandeln mit einem in dem betreffenden Medium  löslichen oder teilweise löslichen Salz ohne     Farbstoffcharakter     der Formel  
EMI0001.0058     
    worin     M0+    ein Kation ohne     Farbstoffcharakter    bedeutet, aus  tauscht, wobei die Reaktionsteilnehmer so gewählt werden,  dass das entstandene Farbsalz der Formel (I) in dem betref  fenden Medium leichter löslich ist als das     Farbsalz    der Formel  (I1). Ein Salz oder ein Kation ohne     Farbstoffcharakter    ent  hält kein     chromophores    System.  



  Neben Wasser können bei der Umsetzung beispielsweise  Essigsäure,     Caprylsäure,        Benzylalkohol    oder andere Alkohole,  z. B. ein-, zwei- oderdreiwertige Alkohole, wie     Cyclohexanol,     Glykol,     Äthylglykol,        Diäthylenglykol,    Glycerin oder     Ketone,     wie     Methyläthylketon,        N-Methylpyrrolidon    oder Äther, wie       Tetrahydrofuran,        Tripropylenglykolmethyläther,        Glykoläther,          Dioxan    oder     Amide,    wie     Acetamid,

          Dimethylformamid    oder       Lactone,    wie     Butyrolacton    oder     Nitrile,    wie     Acetonitril,              Hydroxypropionitril    oder     Suifolan,        Caprolactam,        Pyridin,          Dimethylsulfoxid,        Propansulfon    oder Äthylen- oder     Propylen-          chlorhydrin    zugegen sein. Man kann auch Gemische der ge  nannten Lösungsmittel verwenden.  



  Als Anionen von     schwerlöslichen        kationischen        Azofarb-          stoffen    seien erwähnt: das Chlorid, Sulfat,     Methylsulfat,     Phosphat,     Perchlorat    usw. und als Anionen löslicher     kationi-          scher        Azofarbstoffe    z.

   B. die Anionen von organischen Säu  ren, insbesondere von     Carbonsäuren,    wie diejenigen der  Ameisensäure, Essigsäure, Chloressigsäure,     Propionsäure,          Benzoesäure,        Phenoxyessigsäure,        Maleinsäure,    Bernstein  säure, Milchsäure, Weinsäure usw.  



  Die Umsetzung kann zwischen Raumtemperatur und dem  Siedepunkt des Gemisches aus Wasser und dem Lösungs  mittel durchgeführt werden.  



  Das organische Lösungsmittel oder     Lösungsmittelgemisch     kann nach der Umsetzung ganz oder teilweise durch ein ande  res Lösungsmittel oder aber durch Wasser ersetzt werden.  Nach dem     erfindungsgemässen    Verfahren können vorzugs  weise Anionen von Mineralsäure gegen Anionen organischer  Säuren ausgetauscht werden.  



  Als Salze ohne     Farbstoffcharackter    der Formel (111) eignen  sich z B. auch solche Salze, die im verwendeten Medium erst  gebildet werden. Zum Beispiel setzt sich     Bariumacetat,    das  aus     BaC03    und Essigsäure gebildet wird, mit einem schwer  löslichen Sulfat eines     kationischen    Farbstoffs zu dessen leicht  löslichem Acetat um. Es können auch zwei und mehr Salze  zum gleichen Umsatz verwendet werden,     z.B.    Bleiacetat    und     Bariumacetat    im Gemisch oder nacheinander.

   Weitere  verwendbare Salze ohne     Farbstoffcharakter    sind z.13. die  Barium- und Bleisalze von     Carbonsäuren,    wie Ameisensäure,  Essigsäure, Chloressigsäure,     Propionsäure,        Benzoesäure,          Phenoxyessigsäure,        Maleinsäure,    Bernsteinsäure, Milchsäure,  Weinsäure, usw. Die verwendeten Salze werden in der dem       Azofarbstoff    äquivalenten Menge in einem Unterschuss oder  aber in einem Überschuss eingesetzt, der bis zu einem Mehr  fachen der äquivalenten Menge betragen kann.  



  Die Herstellung solcher konzentrierter Lösungen basi  scher Farbstoffe, deren Salze. mit organischen Säuren berei  tet wurde, ist bekannt. Diese Salze wurden aber bisher über  die     Farbstoffbicarbonate,    unter Isolierung der Zwischenpro  dukte (Belgisches Patent Nr. 701 700), oder über die     Hydr-          oxyde    (französische Patentschrift Nr. 1 355 911, insbesondere  Beispiel 14) hergestellt.  



  Die direkte     Umsalzung    gemäss der Erfindung ist eine  Vereinfachung der bekannten Methoden. Um sie zu verwirk  lichen, musste der Fachmann das Vorurteil überwinden, dass  der Umweg durch die Farbbase notwendig war.  



  Die Zubereitungen bzw. konzentrierten     Farbstofflösungen     von     Azofarbstoffen    enthalten z. B. 10 bis 60%, mit Vorteil  15-50%n, vorzugsweise     20-40%n    eines     kationischen    Farbstoff  salzes.  



  In den folgenden Beispielen bedeuten die Teile Gewichts  teile und die Prozente Gewichtsprozente. Die Temperaturen  sind in Celsiusgraden angegeben.    Beispiel 1  43 Teile des roten Farbstoffs der Formel  
EMI0002.0046     
    werden in einer Mischung, bestehend aus 20 Teilen     Malein-          säure,    80 Teilen     Benzylalkohol    und 30 Teilen einer 18     %igen     Lösung von     Natriumhydroxyd    in Wasser während 30 Minuten  auf 80  erwärmt. Der Farbstoff geht in Lösung. Beim Abküh  len scheidet sich die Lösung in 2 Phasen.

   Nach Abtrennung  der unteren wässrigen Schicht erhält man eine stabile, hoch  konzentrierte, rote, gebrauchsfertige     Farbstofflösung    in was  serhaltigem     Benzylalkohol.     



  Die in den Beispielen genannten stabilen     Farbstofflösun-          gen    können zum Färben von     Polyacrylnitril    verwendet wer  den.  



  Beispiel 2  175 Teile des Farbstoffs aus Beispiel 1 werden in 735  Teilen Wasser mit 60 Teilen     Essigsäure    auf 90  erwärmt und    unter Rühren mit 150 Teilen kristallisiertem Bleiacetat ver  setzt. Nach 30 Minuten wird die Mischung heiss filtriert und  das Filtrat mit Wasser auf 1000 Teile verdünnt. Man erhält  eine stabile, gebrauchsfertige Lösung des vor der Behandlung  ausserordentlich     schwerlöslichen    Farbstoffs.  



  Beispiel 3  43 Teile des in Beispiel 1 genannten roten Farbstoffs wer  den 2 Stunden lang bei Raumtemperatur in 200 Teilen Was  ser und einer Lösung von 15 Teilen     Bariumacetat    in 60 Tei  len Eisessig angerührt. Man erhält eine zum Färben von       Polyacrylnitrilfasern    gebrauchsfertige konzentrierte     Farb-          stofflösung.       Beispiel 4  60 Teile des Farbstoffs der Formel  
EMI0002.0063     
      und 25,6 Teile Wasser werden mit einer aus 183 Teilen Eis  essig, 9 Teilen Wasser und 17 Teilen     Bleimonooxid    bestehen  den Mischung verrührt.

   Hierauf wird die Masse auf 85  er  wärmt, eine halbe Stunde lang bei 85  gerührt und nach dem  Abkühlen bei Raumtemperatur vom ausgeschiedenen Blei  chlorid     abfiltriert.    Nach Zusatz von 1,3 Teilen     Ammonsulfat     wird das Filtrat weitere 2 Stunden bei Raumtemperatur ge  rührt, dann vom ausgefallenen Bleisulfat     abfiltriert    und mit  24 Teilen Wasser versetzt. Es liegt eine tiefrote, klare und  beständige, gebrauchsfertige     Farbstofflösung    vor.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von für die Textilbehandlung gebrauchsfertigen, konzentrierten Farbstofflösungen von Azofarbstoffen unter Austausch des Anions in einem kationi- sehen Farbstoff durch Umsetzen eines kationischen Azofarb- stoffs mit einem Salz ohne Farbstoffcharakter, dadurch ge kennzeichnet, dass man den kationischen Azofarbstoff in Ge genwart von Wasser und einem organischen Lösungsmittel oder einem Lösungsmittelgemisch löst und darin mit einem solchen Salz umsetzt,
    dass der entstandene kationische Azo- farbstoff leichter löslich ist als der eingesetzte kationische Azofarbstoff. UNTERANSPRUCH Verfahren gemäss Patentanspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass man Monoazofarbstoffe umsetzt. Entgegengehaltene Schrift- und Bildwerke Belgische Patentschrift Nr.<B>701700</B> Deutsche Patentschrift (BRD) Nr. 1<B>109</B> 291 Deutsche Auslegeschrift (BRD) Nr. 1 127 018 Französische Patentschrift Nr. 1 355 911 Niederländische Anmeldung Nr. 6 806 237
CH185570D 1933-12-15 1934-12-13 Verfahren zur Darstellung einer Aminochrysensulfosäure. CH185570A (de)

Applications Claiming Priority (3)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE179446X 1933-12-15
DE185570X 1933-12-15
CH179447T 1934-12-13

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH185570A true CH185570A (de) 1936-07-31

Family

ID=27177659

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH185570D CH185570A (de) 1933-12-15 1934-12-13 Verfahren zur Darstellung einer Aminochrysensulfosäure.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH185570A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE928909C (de) Verfahren zum Faerben von tierischen Fasern, insbesondere von menschlichen Haaren, ohne Zuhilfenahme von Oxydationsmitteln
CH532160A (de) Verfahren zur Herstellung von konzentrierten, für die Textilbehandlung gebrauchsfertigen Farbstofflösungen von Azofarbstoffen
DE2353987A1 (de) Verfahren zur isolierung leichtloeslicher basischer oxazin- und phenazinfarbstoffe
DE1077372B (de) Verfahren zum Spinnfaerben von Polyacrylnitril oder Acrylnitril enthaltenden Mischpolymerisaten
DE2001816C3 (de) Verfahren zur Herstellung von konzentrierten Lösungen kationischer Farbstoffe
DE1176777B (de) Verfahren zur Herstellung von Farbstoffen der Anthrachinonreihe
DE1569806C3 (de) Nitrofarbstoff, seine Herstellung und Mittel zum Färben von Keratinfasern
CH663027A5 (de) Verfahren zur herstellung von metallisierbaren azofarbstoffen.
DE639670C (de) Anthrachinonkuepenfarbstoffdruckpasten
DE2001816B (de) Verfahren zur Herstellung von konzentrierten Lösungen kationischer Farbstoffe
DE46384C (de) Verfahren zur Darstellung grüner und blaugrüner Farbstoffe aus der Malachitgrün-Reihe
DE241910C (de)
AT217160B (de) Mittel zum Färben von menschlichen Haaren
DE1544494B1 (de) Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen
DE15117C (de) Darstellung von Farbstoffen aus Sulfosalicylsäure
DE694311C (de) Verfahren zur Herstellung von wasserunloeslichen Azofarbstoffen auf der Faser
CH507354A (de) Verfahren zur Herstellung von kationischen Farbstoffen
DE969681C (de) Verfahren zum Faerben und Bedrucken cellulosehaltiger Materialien und fuer dessen Durchfuehrung geeignete Loesungen und Farbstoffpraeparate
AT95240B (de) Verfahren zur Herstellung von 1-Arylamido-2-naphtholen.
DE867891C (de) Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen
AT162920B (de) Verfahren zur Herstellung von Stickstoffverbindungen
AT66210B (de) Verfahren zur Darstellung von grünen beizenziehenden Farbstoffen.
AT162595B (de) Verfahren zur Herstellung von kupferhaltigen Disazofarbstoffen
DE2054281A1 (de) Konzentrierte saure Losungen von SaI zen kationischer Farbstoffe der 1,2 Pyran reihe
AT135670B (de) Verfahren zur Herstellung von Farbflotten und Druckfarben für die Naphtholfärberei.