CH185664A - Verfahren zur Herstellung einer die Gesundheit fördernden Butter. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer die Gesundheit fördernden Butter.

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CH185664A
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  Verfahren zur Herstellung einer die Gesundheit fördernden     Butter.       Alle     Butterarten        werden;    bis heute all  gemein mit dem     Streptococcus        cremoris    als  Säurewecker hergestellt.  



  Um nun eine die     Gesundheit    fördernde  Butter zu erzielen,     wird    gemäss der vorliegen  den Erfindung der zu     verbutternde        Rahm     durch die Beigabe von Kulturen des Bak  terium     bulgaricum    und durch die Beigabe  der Kulturen des Bakterium     acidophilum    an  gesäuert.  



  Der Versuch,     Yoghurt-Butter    herzustel  len, ist von dem Erfinder schon vor     1930     unternommen, aber in allen Einzelheiten  erst jetzt     durchgeführt    worden. Ebenso ist  von dem Erfinder gleichzeitig versucht wor  den, Butter mit dem Bakterium     acidophilum     herzustellen. Dieser     Bacillus    wurde bekannt  lich,     erst    in den letzten Jahren entdeckt und  hiernach     Acidophilus-Milch    hergestellt. Da  her hat der Erfinder auch den Versuch ge  macht,     Butter    mit diesem     Bacillus    herzustel  len, der durchaus gelungen ist.

      Die Vorzüge der nach dem vorliegenden  Verfahren     hergestellten    Butter gegenüber  allen andern     Butterarten    bestehen     in    der       Hauptsache    darin, dass sie     das    Bakterium       bulgarieum    und     das        Bakterium        aeidophilum,     also die grössten     Lebensverlängerer,    in reich  ster     Flora    enthält.  



  Allgemein ist bekannt, dass     Joghurt    und       Acidophilus-Milch    mehr von alten und  schwächlichen Personen, sowie von Kindern  genossen wird. Diejenigen aber, welche alko  holische Getränke, wie Bier und Wein, be  vorzugen, finden am Yoghurt- und     Acido-          philusgenuss    keine Freude.     Aus        dieser    Tat  sache .geht hervor, dass die schaffende Män  nerwelt, welche besonders     diesen        Lebensver-          längerer    benötigte, ihn nur in Yoghurt- und       Acidophilus-Butter    finden kann. Butter ge  niesst auch jeder Bier- und Weintrinker.  



  Im nachfolgenden sei nun     ein    Ausfüh  rungsbeispiel     beschrieben,    wie Yoghurt- und       Acidophilus-Butter    nach dem vorliegenden      Verfahren praktisch einwandfrei herzustel  len ist:  Es wird von     Milchkulturen    ausgegangen,  die das echt bulgarische     Yoghurt-Ferment,     das     Bakterium        bulgaricum    und das Bakte  rium     acidopliilum    enthalten.

   Zur Herstel  lung des dem Rahm     beizufügenden,    Säure  weckers wird einwandfreie, frische Morgen  milch     verwendet.    Diese wird getrennt von  jeder     andern    Milch zentrifugiert und bei  einer     Temperatur    von etwa 90     bis    95   C im  Wasserbad pasteurisiert und     dann    auf etwa  45   C     herabgekühlt.    Hierauf     überimpft    man  eine das     Yoghurt-    und     Acidophilus-Ferment     enthaltende     Kultur    in genügender Menge,       etwa    zusammen.

   50 cm', auf zwei Liter       Magermilch    und lässt die     überimpfte    Milch  im     Brutschrank    oder Wasserbad bei konstan  ter     Temperatur    von etwa 41 bis 42   C     bis     zur     Dickung    stehen, was nach 21/2 bis 3       Stunden    erfolgt. Hierauf     kühlt    man auf  etwa 8   C     herunter    und lässt     den,    so erziel  ten Säurewecker bis zum nächsten Tag im  Kühlraum.  



  Bei der     Ansänerung    des     Rahmes    mit  dem Yoghurt- und     Acidophilus-Ferment    ist  folgendes zu     beachten:     Für die Güte und das Aroma der Butter  ist der Fettgehalt des Rahmes     entscheidend.     Da die     Bakterien    nicht das Milchfett, son  dern     den,    Milchzucker als Nährboden gebrau  chen, erhält man     eine    aromatische Butter  leichter aus magerem Rahm als aus fettem.

    Am besten eignet sich     ein    18 bis 22%iger       Rahm.    Derselbe wird auf etwa 9,0 bis 95   C       pasteurisiert    und dann auf die     Überimp-          fungstemperatur    von 45   C     heruntergekühlt.     Hierauf setzt man dem Rahm etwa 3 bis     4%     des     beschriebenen    Säureweckers zu, rührt gut  durch und     lässt    das Ganze bei konstanter  Temperatur von     etwa    41 bis 42   C zur Rei  fung stehen.

   Um eine     Übersäuerung        des          Rahmes    zu vermeiden, empfiehlt es sich, nach  2     bezw.    21/2 Stunden     eine        Säuregradbestim-          mung        vorzunehmen.    Ist um diese Zeit be  reits ein Säuregrad von 28 bis 30 S. H. er  reicht, so ist der     R.eifungsprozess    beendet und  der Rahm     sofort    auf etwa 6   C herabzu-    kühlen und bei dieser Temperatur bis zur       Butterung    stehen zu lassen.  



  Der zur     Verbutterung    reife Rahm soll  nicht mehr als 32. S. H. Säuregrade besitzen.  Die     Butterungstemperatur    darf je nach der       Aussentemperatur    nicht mehr als 12 bis  15   C betragen. Nach etwa 45 bis 50 Minu  ten ist das     Buttern    beendet. Es ist dabei  besonders darauf zu achten,     dass,    keine     Über-          butterung        eintritt.     



       Zeigen    sieh die ersten Butterkügelchen in       Stecknadelkopfgrösse,    so ist .die     Buttermilch          abzulassen        und        die    erste     Spülung    mit reinem.  möglichst     keimfreiem    Wasser, das auf     But-          terungstemperatur    eingestellt ist, vorzuneh  men.     Hierauf    folgt eine zweite     und    eventuell  auch eine dritte Spülung, je nachdem die  Butter mehr oder weniger lange Zeit auf  bewahrt werden soll. Anschliessend wird die  Butter geknetet und geformt.  



  Um eine hochfeine     und        aromatische,    halt  bare     Yoghurt-    und     Acidophilus-Butter    her  zustellen,     ist    erste Bedingung, dass, sowohl  die     Herstellung        dos    Säureweckers, als auch  des     Rahmes,    nach bakteriologischen     Grund-          sätzen    vorgenommen wird, das     heisst    alle       Arbeiten    sind mit peinlichster Sauberkeit,

    grösster Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit in  und mit zuvor ausgekochten     bezw.        ausge-          dämpften.    Geschirren und Geräten auszufüh  ren.  



  Der Säurewecker muss     mindestens    jede  Woche durch Benutzung einer frischen Kul  tur     erneuert    werden. Nur auf diese Weise       läss.t    sich dauernd eine     hochfeine,        aromatische     und langhaltbare Yoghurt- und     Acidophilus-          Butter    herstellen.  



  Jedes     städtische    Gesundheitsamt kann  nach genauer Prüfung feststellen, dass     eine    so  hergestellte Butter das Bakterium     bulgari-          cum    und Bakterium     acidophilum    in durch  aus zahlreicher und lebensfähiger Flora ent  hält.  



  So neu aber diese Butterart ist und so       wenig    sie sich äusserlich von bester     Butter     unterscheidet, so gross ist ihr innerer Vorteil.  Wer Yoghurt- und     Acidopliilus-Butter    zum  ersten Male     geniesst,        findet    an dem Ge-           sehmack    keine besonderen Unterschiede  gegenüber anderer Butter.

       Geniesst    man sie  aber täglich, so gewöhnt man sich so sehr an  den etwas säuerlichen Geschmack dieser       Yoghurt-Butter    und     Acidophilus-Butter,    dass  man sie unter     allen.        Umständen    der nicht  durch das Bakterium     bulgaricum    und Bakte  rium     acidophilum    veredelten Butter vorzieht.  Der hohe innere Wert dieser     Butter    zeigt sich  zwar allmählich, aber umso wirksamer: Er  hebt den     Gesundheitszustand    und verlängert  das Leben.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung einer die Ge sundheit fördernden Butter, dadurch gekenn zeichnet, dass der zu verbutternde Rahm durch die Beigabe von Kulturen des Bak terium. bulgaricum und durch die Beigabe von Kulturen des Bakterium acidophilum an- gesäuert wird.
CH185664D 1935-08-22 1935-10-01 Verfahren zur Herstellung einer die Gesundheit fördernden Butter. CH185664A (de)

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