CH185664A - Verfahren zur Herstellung einer die Gesundheit fördernden Butter. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung einer die Gesundheit fördernden Butter.Info
- Publication number
- CH185664A CH185664A CH185664DA CH185664A CH 185664 A CH185664 A CH 185664A CH 185664D A CH185664D A CH 185664DA CH 185664 A CH185664 A CH 185664A
- Authority
- CH
- Switzerland
- Prior art keywords
- butter
- bacterium
- cream
- yoghurt
- making
- Prior art date
Links
- 235000014121 butter Nutrition 0.000 title claims description 29
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 6
- 230000001737 promoting effect Effects 0.000 title claims description 3
- 241000894006 Bacteria Species 0.000 claims description 14
- 239000006071 cream Substances 0.000 claims description 13
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 claims description 2
- 235000013618 yogurt Nutrition 0.000 description 12
- 239000002253 acid Substances 0.000 description 6
- 235000013336 milk Nutrition 0.000 description 4
- 239000008267 milk Substances 0.000 description 4
- 210000004080 milk Anatomy 0.000 description 4
- 125000003118 aryl group Chemical group 0.000 description 3
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 3
- 241000193830 Bacillus <bacterium> Species 0.000 description 2
- GUBGYTABKSRVRQ-QKKXKWKRSA-N Lactose Chemical compound OC[C@H]1O[C@@H](O[C@H]2[C@H](O)[C@@H](O)C(O)O[C@@H]2CO)[C@H](O)[C@@H](O)[C@H]1O GUBGYTABKSRVRQ-QKKXKWKRSA-N 0.000 description 2
- 235000015063 acidophilus milk Nutrition 0.000 description 2
- 235000013405 beer Nutrition 0.000 description 2
- 230000005923 long-lasting effect Effects 0.000 description 2
- 241000194034 Lactococcus lactis subsp. cremoris Species 0.000 description 1
- 235000014962 Streptococcus cremoris Nutrition 0.000 description 1
- 235000013334 alcoholic beverage Nutrition 0.000 description 1
- 230000000721 bacterilogical effect Effects 0.000 description 1
- 238000009395 breeding Methods 0.000 description 1
- 230000001488 breeding effect Effects 0.000 description 1
- 235000015155 buttermilk Nutrition 0.000 description 1
- 230000003203 everyday effect Effects 0.000 description 1
- 238000011081 inoculation Methods 0.000 description 1
- 235000021243 milk fat Nutrition 0.000 description 1
- 230000020477 pH reduction Effects 0.000 description 1
- 230000005070 ripening Effects 0.000 description 1
- 235000020183 skimmed milk Nutrition 0.000 description 1
- 235000019614 sour taste Nutrition 0.000 description 1
- 239000007858 starting material Substances 0.000 description 1
- 238000003756 stirring Methods 0.000 description 1
- 230000008719 thickening Effects 0.000 description 1
Landscapes
- Dairy Products (AREA)
- Micro-Organisms Or Cultivation Processes Thereof (AREA)
Description
Verfahren zur Herstellung einer die Gesundheit fördernden Butter. Alle Butterarten werden; bis heute all gemein mit dem Streptococcus cremoris als Säurewecker hergestellt.
Um nun eine die Gesundheit fördernde Butter zu erzielen, wird gemäss der vorliegen den Erfindung der zu verbutternde Rahm durch die Beigabe von Kulturen des Bak terium bulgaricum und durch die Beigabe der Kulturen des Bakterium acidophilum an gesäuert.
Der Versuch, Yoghurt-Butter herzustel len, ist von dem Erfinder schon vor 1930 unternommen, aber in allen Einzelheiten erst jetzt durchgeführt worden. Ebenso ist von dem Erfinder gleichzeitig versucht wor den, Butter mit dem Bakterium acidophilum herzustellen. Dieser Bacillus wurde bekannt lich, erst in den letzten Jahren entdeckt und hiernach Acidophilus-Milch hergestellt. Da her hat der Erfinder auch den Versuch ge macht, Butter mit diesem Bacillus herzustel len, der durchaus gelungen ist.
Die Vorzüge der nach dem vorliegenden Verfahren hergestellten Butter gegenüber allen andern Butterarten bestehen in der Hauptsache darin, dass sie das Bakterium bulgarieum und das Bakterium aeidophilum, also die grössten Lebensverlängerer, in reich ster Flora enthält.
Allgemein ist bekannt, dass Joghurt und Acidophilus-Milch mehr von alten und schwächlichen Personen, sowie von Kindern genossen wird. Diejenigen aber, welche alko holische Getränke, wie Bier und Wein, be vorzugen, finden am Yoghurt- und Acido- philusgenuss keine Freude. Aus dieser Tat sache .geht hervor, dass die schaffende Män nerwelt, welche besonders diesen Lebensver- längerer benötigte, ihn nur in Yoghurt- und Acidophilus-Butter finden kann. Butter ge niesst auch jeder Bier- und Weintrinker.
Im nachfolgenden sei nun ein Ausfüh rungsbeispiel beschrieben, wie Yoghurt- und Acidophilus-Butter nach dem vorliegenden Verfahren praktisch einwandfrei herzustel len ist: Es wird von Milchkulturen ausgegangen, die das echt bulgarische Yoghurt-Ferment, das Bakterium bulgaricum und das Bakte rium acidopliilum enthalten.
Zur Herstel lung des dem Rahm beizufügenden, Säure weckers wird einwandfreie, frische Morgen milch verwendet. Diese wird getrennt von jeder andern Milch zentrifugiert und bei einer Temperatur von etwa 90 bis 95 C im Wasserbad pasteurisiert und dann auf etwa 45 C herabgekühlt. Hierauf überimpft man eine das Yoghurt- und Acidophilus-Ferment enthaltende Kultur in genügender Menge, etwa zusammen.
50 cm', auf zwei Liter Magermilch und lässt die überimpfte Milch im Brutschrank oder Wasserbad bei konstan ter Temperatur von etwa 41 bis 42 C bis zur Dickung stehen, was nach 21/2 bis 3 Stunden erfolgt. Hierauf kühlt man auf etwa 8 C herunter und lässt den, so erziel ten Säurewecker bis zum nächsten Tag im Kühlraum.
Bei der Ansänerung des Rahmes mit dem Yoghurt- und Acidophilus-Ferment ist folgendes zu beachten: Für die Güte und das Aroma der Butter ist der Fettgehalt des Rahmes entscheidend. Da die Bakterien nicht das Milchfett, son dern den, Milchzucker als Nährboden gebrau chen, erhält man eine aromatische Butter leichter aus magerem Rahm als aus fettem.
Am besten eignet sich ein 18 bis 22%iger Rahm. Derselbe wird auf etwa 9,0 bis 95 C pasteurisiert und dann auf die Überimp- fungstemperatur von 45 C heruntergekühlt. Hierauf setzt man dem Rahm etwa 3 bis 4% des beschriebenen Säureweckers zu, rührt gut durch und lässt das Ganze bei konstanter Temperatur von etwa 41 bis 42 C zur Rei fung stehen.
Um eine Übersäuerung des Rahmes zu vermeiden, empfiehlt es sich, nach 2 bezw. 21/2 Stunden eine Säuregradbestim- mung vorzunehmen. Ist um diese Zeit be reits ein Säuregrad von 28 bis 30 S. H. er reicht, so ist der R.eifungsprozess beendet und der Rahm sofort auf etwa 6 C herabzu- kühlen und bei dieser Temperatur bis zur Butterung stehen zu lassen.
Der zur Verbutterung reife Rahm soll nicht mehr als 32. S. H. Säuregrade besitzen. Die Butterungstemperatur darf je nach der Aussentemperatur nicht mehr als 12 bis 15 C betragen. Nach etwa 45 bis 50 Minu ten ist das Buttern beendet. Es ist dabei besonders darauf zu achten, dass, keine Über- butterung eintritt.
Zeigen sieh die ersten Butterkügelchen in Stecknadelkopfgrösse, so ist .die Buttermilch abzulassen und die erste Spülung mit reinem. möglichst keimfreiem Wasser, das auf But- terungstemperatur eingestellt ist, vorzuneh men. Hierauf folgt eine zweite und eventuell auch eine dritte Spülung, je nachdem die Butter mehr oder weniger lange Zeit auf bewahrt werden soll. Anschliessend wird die Butter geknetet und geformt.
Um eine hochfeine und aromatische, halt bare Yoghurt- und Acidophilus-Butter her zustellen, ist erste Bedingung, dass, sowohl die Herstellung dos Säureweckers, als auch des Rahmes, nach bakteriologischen Grund- sätzen vorgenommen wird, das heisst alle Arbeiten sind mit peinlichster Sauberkeit,
grösster Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit in und mit zuvor ausgekochten bezw. ausge- dämpften. Geschirren und Geräten auszufüh ren.
Der Säurewecker muss mindestens jede Woche durch Benutzung einer frischen Kul tur erneuert werden. Nur auf diese Weise läss.t sich dauernd eine hochfeine, aromatische und langhaltbare Yoghurt- und Acidophilus- Butter herstellen.
Jedes städtische Gesundheitsamt kann nach genauer Prüfung feststellen, dass eine so hergestellte Butter das Bakterium bulgari- cum und Bakterium acidophilum in durch aus zahlreicher und lebensfähiger Flora ent hält.
So neu aber diese Butterart ist und so wenig sie sich äusserlich von bester Butter unterscheidet, so gross ist ihr innerer Vorteil. Wer Yoghurt- und Acidopliilus-Butter zum ersten Male geniesst, findet an dem Ge- sehmack keine besonderen Unterschiede gegenüber anderer Butter.
Geniesst man sie aber täglich, so gewöhnt man sich so sehr an den etwas säuerlichen Geschmack dieser Yoghurt-Butter und Acidophilus-Butter, dass man sie unter allen. Umständen der nicht durch das Bakterium bulgaricum und Bakte rium acidophilum veredelten Butter vorzieht. Der hohe innere Wert dieser Butter zeigt sich zwar allmählich, aber umso wirksamer: Er hebt den Gesundheitszustand und verlängert das Leben.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung einer die Ge sundheit fördernden Butter, dadurch gekenn zeichnet, dass der zu verbutternde Rahm durch die Beigabe von Kulturen des Bak terium. bulgaricum und durch die Beigabe von Kulturen des Bakterium acidophilum an- gesäuert wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE185664X | 1935-08-22 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH185664A true CH185664A (de) | 1936-08-15 |
Family
ID=5719544
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH185664D CH185664A (de) | 1935-08-22 | 1935-10-01 | Verfahren zur Herstellung einer die Gesundheit fördernden Butter. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH185664A (de) |
-
1935
- 1935-10-01 CH CH185664D patent/CH185664A/de unknown
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2412915A1 (de) | Verfahren zur herstellung von steriljoghurt | |
| DE4032698A1 (de) | Schaumspeise auf milchbasis, ihre herstellung und verwendung | |
| DE69219130T2 (de) | Käseprodukt und herstellungsverfahren | |
| DE3120505C2 (de) | Verfahren zum Herstellen von stichfesten Sauermilchprodukten | |
| DE3324821C2 (de) | Brotaufstrich auf Sauerrahmbasis | |
| EP0896508B1 (de) | Gefrorener joghurt und verfahren zu dessen herstellung | |
| DE69228845T2 (de) | Peroxidase enthaltende starter-kultur eines milchsäurebakteriums, fermentiertes milchprodukt und seine herstellung | |
| DE3822082C2 (de) | Frische, cremige und streichbare Lebensmittelspezialität, enthaltend lebende Milchsäurebildner, und das Verfahren für deren Herstellung | |
| DE3021379C2 (de) | ||
| CH371671A (de) | Verfahren zur Herstellung von Milchprodukten | |
| DE2024018C3 (de) | Verfahren zur Herstellung von trockenem bulgarischen Joghurt | |
| AT154667B (de) | Verfahren zur Herstellung einer die Gesundheit fördernden Butter. | |
| DE2725731C2 (de) | Verfahren zur Herstellung eines Nahrungsmittels auf Milchbasis | |
| DE19615369A1 (de) | Aufgeschäumtes Milcherzeugnis und Verfahren zu deren Herstellung | |
| DE832095C (de) | Verfahren zur Herstellung von Sauermilchprodukten | |
| DE2033386C3 (de) | Verfahren zur Herstellung eines butterartigen Milchprodukts | |
| DE974971C (de) | Verfahren zur Herstellung von steriler Butter | |
| DE1144091B (de) | Verfahren zur Herstellung von Sauermilchspeisen | |
| DE1053295B (de) | Verfahren zur Herstellung von Sauermilchspeise | |
| DE2156820A1 (de) | Neuer Blauschimmelkäse | |
| DE666685C (de) | Verfahren zur Herstellung eines geleeartigen Nahrungsmittels | |
| DE2631655A1 (de) | Verfahren zum herstellen eines kulturenkonzentrats fuer saure lebensmittel | |
| DE2057906A1 (de) | Verfahren zur Herstellung einer Saeuglingsnahrung | |
| DE718285C (de) | Verfahren zur Herstellung eines Backhilfsmittels aus Milch | |
| AT107578B (de) | Verfahren zur Herstellung einer milden, aromatischen Joghurtdickmilch bzw. eines süßen Joghurtgerichtes. |