CH185943A - Verfahren zur Reinigung von Fettsäureestern des Polyglyzerins. - Google Patents

Verfahren zur Reinigung von Fettsäureestern des Polyglyzerins.

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CH185943A
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Limited Lever Brothers
Furness Reginald
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Lever Brothers Ltd
Furness Reginald
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  Verfahren zur Reinigung von     Fettsäureestern    des Polyglyzerins.    Die Erfindung bezieht sieh auf ein Ver  fahren zur Reinigung von     Poiyglyzerinfett-          säureestern,    welche nicht     esterifizierteHydro-          xylgruppen    enthalten und     R.einigungs-    und  Schaumwirkung besitzen.  



  Es ist bekannt, dass     Glyzerin    beim Er  hitzen unter geeigneten Bedingungen in     An-          oder    Abwesenheit von Katalysatoren zu soge  nannten     Polyglyzerinen    kondensiert     wird.     Durch teilweise     Veresterung    dieser     Poly-          glyzerine    mit Fettsäuren können die entspre  chenden Ester, das heisst Ester, welche nicht       veresterte        Hydroxylgruppen    enthalten, her  gestellt werden.

   Es sind auch andere Ver  fahren zur Darstellung dieser Ester bekannt,  zum     Beispiel    indem man Fette oder Öle       (TrigIyzeride)    mit Glyzerin in An- oder     Ab-          wmenkeit        eines        Katalysators    unter     geeigne-          te.        Bedingungen    erhitzt, wobei Kondensation       und        Veresterung    in einer Operation     statt-          finden.       Derartige Ester,

   welche     Reinibrungs-    und       Schaumwirkung    besitzen, enthalten, wenn sie  aus Glyzerin oder Polyglyzerin und Fett  säuren oder     Triglyzeriden        (Fette    oder Öle)  hergestellt wurden, im Rohzustand mehr oder  weniger beträchtliche Mengen nicht umge  setztes Glyzerin     und/oder    Polyglyzerin, wel  ches nachstehend als     Polyglyzerinrückstand     bezeichnet wird.  



  Versuche zeigten, dass die Schaum- und  Reinigungswirkung der rohen Polyglyzerin  ester durch diese Entfernung des     Polyglyze-          rinrückstandes    beträchtlich     verbessert    wer  den.  



       Polyglyzerinester    mit reinigenden und       schäumenden        Eigenschaften        können    aus den  verschiedensten     Polyglyzerinen    hergestellt.  werden. So kann man zum Beispiel Mono-,       Di-    und höhere Ester aus     Tri-,    Tetra-,     Penta-          und        Hexaglyzerinen    durch     Veresterung        mit     Fettsäuren herstellen.

   Für Waschzwecke     ist     es vorteilhaft, die     Monofettsäureester    herzu-      stellen, jedoch     wird,    wenn man Polyglyzerin  und Fettsäuren in den für die Bildung des       Monoesters        theoretisch        erforderlichen.    Men  gen aufeinander     einwirken    lässt, niemals aus  schliesslich der Monoester gebildet. Selbst  wenn man nur ein Drittel oder sogar ein  Fünftel der berechneten Menge an     Fettsäure     zur Anwendung bringt, werden stets noch  wesentliche Anteile höherer Ester gebildet.  



  Die     Erfindung    besteht in einem Verfah  ren zur     Reinigung    von     nicht        veresterte          Hydroxylgruppen    enthaltenden Polyglyzerin  fettsäureestern, das dadurch gekennzeichnet  ist, dass die rohen,     Polyglyzerinrückstände          enthaltenden        Veresterungsgemische    mit einer       wässrigen    Salzlösung von solcher Zusammen  setzung und     Konzentration    behandelt werden,  welche das rohe     Veresterungsgemisch    in zwei  getrennte Schichten scheidet, die     wässrige    Un  terschicht,

   in welcher die     Polyglyzerinrück-          stände    gelöst sind und die obere Schicht, be  stehend aus konzentriertem und gereinigtem  Ester, worauf man die obere Schicht von der       untern    Schicht abtrennt.  



  Aus den vom ungelösten Ester     abgetrenn-          ten        wässrigen    Lösungen können die     Polygly-          zerinrückstände    durch Verdampfung wieder       gewonnen    werden.  



  Die Verdampfung     kann    in gleicher Weise       durchgeführt    werden, wie dies bei der     Gly-          zerinrückgewinnung    in .der Seifenfabrika  tion der Fall ist und die so anfallenden Pro  dukte können zur Herstellung neuer     Esteri-          fizierungsprodukte    wieder verwandt werden.  



  Zur Herstellung der     gewünschten        wässri-          gen,    selektiven Salzlösung können verschie  dene Salze Verwendung finden, jedoch ist  nicht jedes Salz für das Verfahren gleich gut  geeignet. Einzelne     geben.    gute Ergebnisse mit  einem bestimmten Rohester, jedoch nicht mit  einem andern. Es wurde gefunden, dass, die  Sulfate des     Natriums,    Aluminiums, Magne  siums und Ammoniums, sowie     Di-Natrium-          phosphat    in Form ihrer 20%igen     wässrigen     Lösungen     befriedigende    Ergebnisse bei der  Behandlung verschiedener Rohester zeitigen.

    Die besten Resultate ergaben dabei Natrium  sulfatlösungen. Zinksulfat. Mono-Natrium-    Phosphat,     Natriummetaphosphat,        Lithium-          sulfat,        Kaliumsulfat,        Natriumthiosulfat    und       Natriumsulfit    gaben ebenfalls befriedigende  Resultate     mit        gewissen.    Rohestern. Die  Chloride des     Natriums,    Kaliums, Ammoni  ums,     Bariums    und Kalziums wurden als un  geeignet befunden, da sie bei dem erfindungs  gemässen Verfahren angewandt keine befrie  digenden Resultate liefern.  



  Für jeden vorliegenden Rohester ist es  leicht, durch einen     einfachen.    Laboratoriums  versuch festzustellen, welche Salze geeignet  sind, die für das Verfahren gestellten Bedin  gungen zu erfüllen. Der Versuch wird fol  gendermassen durchgeführt: 50 g des     Esters     und 200 cm' einer 20 %     igen    Lösung des Sal  zes werden in einem Glasgefäss auf 80 bis  <B>100'</B> C unter gelegentlichem Umrühren er  hitzt.

   Das     Gemisch    wird dann stehen gelas  sen, wobei sich, wenn die verwendete Salz  lösung für das Verfahren der Erfindung  geeignet war, 1. eine rasche Trennung in  zwei deutlich abgegrenzte     Schichten.    einstellt  und 2. praktisch die gesamte in den 50 g des  Rohesters vorhandene gebundene     Fettsäure-          menge    durch Analyse in der obern Schicht  festgestellt werden kann.  



  Die für die Reinigung am besten geeig  nete Konzentration der selektiven Salzlösung  hängt in gewissem Grade von der Zusammen  setzung des Rohesters ab, jedoch gibt im all  gemeinen eine     Konzentration    von     etwa    20  Gewichtsteilen in Hundert Teilen heissem  Wasser befriedigende     Ergebnisse.     



  Nachstehend wird ein Beispiel gegeben,  welches zeigt, wie ,die Erfindung durchge  führt werden kann.    <I>Beispiel:</I>  Der bei dem Verfahren zur     Anwendung     gelangende Rohester wurde hergestellt aus  100 Gewichtsteilen Polyglyzerin, dessen       Hydroxylgehalt    ungefähr demjenigen eines       Hexaglyzerins    entsprach, und 10 Gewichts  teilen     Kokosnussöl.    Er enthielt     ungefähr     ?'8 % Ester und 77 % nicht     verestertes    Poly  glyzerin.

   100- Gewichtsteile des Rohesters  wurden mit einer Lösung von 40 Gewichts-      teilen Natriumsulfat     (Na2S04)    in 200 Tei  len Wasser vermischt, das     Gemisch    unter  Rühren auf ungefähr 80 bis 100   C - er  wärmt und dann stehen gelassen, wobei eine  Trennung in zwei deutlich begrenzte Schich  ten eintrat. Die obere Schicht, welche aus  praktisch der gesamten     Estermenge,    verun  reinigt mit etwas Polyglyzerin     und    Natrium  sulfatlösung, bestand, wurde von der     wässri-          gen    Unterschicht getrennt.

   Die obere Schicht  wurde einer weiteren Behandlung mit einer  frischen Lösung von 40 Teilen Natriumsulfat  in 200 Teilen Wasser unterworfen, wonach  die obere Schicht fast vollständig aus Estern  und etwa 30 % Natriumsulfatlösung bestand  und so zum weiteren Verbrauch abgelassen  wurde. Die erste untere Schicht wurde ver  dampft, bis praktisch die gesamte Natrium  sulfatmenge aus der Lösung ausgeschieden  war und der flüssige Anteil, welcher eine  hochkonzentrierte Lösung von wiedergewon  nenem Polyglyzerin darstellte, wurde     abfil-          triert    und zur     Herstellung    weiterer Ester  mengen wieder verwendet.  



  Wenn der Rohester beträchtliche Wasser  mengen enthält, ist es oft nicht     notwendig,,     das Salz gelöst zuzugeben, sondern man kann  es als solches direkt dem Rohester zufügen  und es in dem darin enthaltenen Wasser auf-    lösen, wobei sich die selektive     Salzlösung     bildet.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Reinigung von nicht ver- esterte Hydroxylgruppen enthaltenden Poly- glyzerinfettsäureestern, dadurch gekennzeich net, dass man die rohen, Polyglyzerinrück- stä.nde enthaltenden Veresterungsgemische mit einer wässrigen Salzlösung solcher Zu sammensetzung und Konzentration behandelt, welche das rohe Veresterungsgemisoh in zwei getrennte Schichten scheidet, die wässrige Unterschicht,
    in welcher die Polyglyzerin rückstände gelöst sind, und die obere Schicht, bestehend aus konzentriertem und gereinig tem Ester, worauf man die obere Schicht von der untern Schicht abtrennt. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man eine wässrige Natriumsulfatlösung verwendet. 2. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Behandlung bei erhöhter Tempe ratur erfolgt.
CH185943D 1934-09-04 1935-08-22 Verfahren zur Reinigung von Fettsäureestern des Polyglyzerins. CH185943A (de)

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