CH185963A - Vorrichtung zur Dosierung von Reagenzien für die Enthärtung von Wasser. - Google Patents

Vorrichtung zur Dosierung von Reagenzien für die Enthärtung von Wasser.

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CH185963A
CH185963A CH185963DA CH185963A CH 185963 A CH185963 A CH 185963A CH 185963D A CH185963D A CH 185963DA CH 185963 A CH185963 A CH 185963A
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Mueller G M B H Philipp
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Mueller G M B H Philipp
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  Vorrichtung zur Dosierung von Reagenzien für die     Enthärtnng    von Wasser.         Bei    der     Enthärtung    von Wasser werden  meistens Kalk und Soda als Reagenzien be  nutzt. Um die zur     Enthärtung    des Wassers  erforderliche Kalklösung     zu    erhalten, wird  der     Rohwasserstrom    in zwei Teilströme ge  schieden, von denen einer -zum     galksättiger     fliesst, um in diesem die erforderliche Kalk  menge zu lösen.  



  Der zum     Kalksättiger        geleitete    Teilstrom       wurde    gefühlsmässig durch endloses Probie  ren eingestellt, und bei jeder     Veränderung     der     Rohwasserzusammensetzung    musste dies  wiederholt werden. Später     verwendete    man  Dosierungsvorrichtungen, die an einer empi  rischen Skala die Einstellung des Teilver  hältnisses des     Wasserstromes    erkennen las  sen, ohne jedoch damit eine einwandfreie       Enthärtung    des Wassers zu erzielen.

   Bei       den    üblichen     Verteilereinrichtungen    ist es       nämlich    trotzdem sehr schwer, die für die       Kalklösung    erforderliche Wassermenge ge  nau der     Härte    des Wassers     entsprechend        ab-          zgstim.        Ganz        unmöglich    ist es, den zum         Kalksättiger    zu leitenden Strom von vorne  herein so abzumessen, dass er genau der       Härte,

      das heisst der     Carbonathärte        -I-          Magnesiahärte        +    freier     Kohlensäure    des  Rohwassers entspricht.  



       Zur    Beseitigung .der geschilderten Män  gel geht vorliegende Erfindung einen     Schritt     weiter und ermöglicht es, den zum     Kalk-          sättiger    geführten Teilstrom auf Grund der       Rohwasseranalyse    ohne weiteres     richtig    ein  zustellen oder auf Grund der     Reinwasser-          analyse    auf den Bruchteil eines Härtegrades  genau einzuregulieren. Das     bisher    notwen  dige und zeitraubende Ausprobieren fällt  somit fort, was besonders wichtig ist bei  vielen Wässern, die sich täglich in ihrer Zu  sammensetzung ändern.

   Man kann dies er  reichen     durch    die Verwendung einer Skala,  die nicht einfach das     Mengenverhältnis    der  Teilströme     angibt,    sondern den Härtegrad  des Rohwassers, der .dieses Teilverhältnis  und den entsprechenden     Kalkzusatz        verlangt,         Das Prinzip der neuen Dosierungsvorrich  tung besteht darin, dass das Rohwasser ge  zwungen wird, durch zwei schmale     und     lange     Schlitzöffnungen    zu fliessen, wobei ein  Teil des aus diesen Schlitzen     tretenden    Was  sers durch einen Kreisschieber geregelt und  zum     Kalksättiger    abgeleitet wird,

   unter  gleichzeitiger Berücksichtigung :des Umstan  des, das das über den     Kalksättiger    geführte  Wasser in letzterem bereits     einen    Teil seiner  Härte verliert. Dem Reiniger darf also nicht  mehr ein der     Gesamtwassermenge    entspre  chendes Quantum an     gesättigtem    Kalkwasser  zugeführt werden,     sondern    weniger, entspre  chend der im     Kalksättiger    schon enthärteten       Wassermenge.-          Um    die für die     Kalklösung    erforderliche       Wassermenge    genau einstellen zu können,  ohne erst Messungen anzustellen,

       kann    man  sich beispielsweise einer Apparatur bedienen,  wie sie in der beiliegenden Zeichnung in  einem Ausführungsbeispiel in perspektivi  scher     Ansicht,    zum Teil in Vertikalschnitt  dargestellt ist.  



  Durch das Rohr 1     wird    das Rohrwasser  in den Verteilerraum 2 geleitet, an dem ein       mittels    des Bolzens 8 drehbarer Kreisschie  ber 7 angebracht ist, den die Schrauben  federn 16 nach unten auf die     Schlitzplatte    3  dichtend niederdrückt und nach     oben    gegen  den Druckring der Stopfbüchse 17 stemmt.  Die Schlitzscheibe 3 deckt     unmittelbar    die  Seitenabteile 14 und 11 des Auffangbehäl  ters 5, welche durch die Zwischenwand 6       voneinander    getrennt     sind.    Die Schlitz  scheibe 3 besitzt zwei kreisbogenförmige       Schlitzöffnungen    4' und 4", durch welche  das Rohwasser in den Auffangbehälter 5 ge  langt.

   Der Bolzen 8     und    damit auch der  Kreisschieber 7 lassen sich durch den radia  len Hebel 9 drehen. Indem     nun    in den Ver  teilerraum 2 eine     bestimmte    Menge Roh  wasser gelangt,     wird    dasselbe entsprechend  der Länge der durch den     Kreisschieber    frei  gegebenen Schlitzöffnungen 4' und 4" in die  Seitenabteile 11 und 14 geleitet. Wird z. B.  der Kreisschieber 7 so gestellt, dass er die       Schlitzöffnung    4" mehr aufmacht als     in    der    Zeichnung angegeben ist, so wird die  Schlitzöffnung 4' mehr geschlossen.

   Ent  sprechend der vergrösserten     Schlitzöffnung     4" und der verkleinerten     Schlitzöffnung    4'  wird nach dem Seitenteil 11 mehr Wasser  und nach dem Seitenteil 14 weniger Wasser  aus dem Verteilerraum 2 abgeführt. Der  Hebel 9 kann einen Zeiger 12 und die  Schlitzscheibe 3 eine Skala 13 haben. Letz  tere kann durch entsprechend angebrachte  Teilstriche so ausgebildet werden, dass sich  durch einfaches Verdrehen des     Kreisschiebers     7 mittels Hebels 9 jede beliebige Härte ge  nau einstellen lässt. Das zeitraubende Pro  bieren, das bei der Anwendung der bekann  ten Dosierungseinrichtung erforderlich war,  fällt dadurch fort.

   Soweit das Wasser nicht  durch den Schlitz 4" in das     Abteil    11 und  zum     Kalksättiger    geführt     wird,    fliesst es  durch den Schlitz 4' in das Abteil 14 und  von hier durch den Stutzen 15 zum Reini  ger, wohin auch die im     Kalksättiger    erzeugte  Kalklösung gelangt.

   Der     Kreisschieber    7,  der sich über den Schlitzen der Scheibe 3  bewegt, scheidet den für den     Kalksättiger     erforderlichen Teilstrom ab     und    wird nicht  wie sonst nach einer Skala eingestellt, die  das     Mengenverhältnis    der Teilströme erken  nen lässt, sondern auf Grund der aus der  Analyse des Wassers ermittelten Härte, in  dem die Skala nach Härtegraden abgestuft  ist.

   Der Kreisschieber 7 hat eine solche  Form, dass er von dem Schlitz 4", durch  welchen der     Teilwasserstrom    zum     Kalksätti-          ger    abgenommen wird, ebensoviel öffnet, als  er     gleichzeitig    von dem Schlitz 4', der den       Hauptteil    des Wassers zum Reiniger durch  lässt. schliesst.  



  Eine derartig gebaute     Vorrichtung    hat vor  bekannten ähnlichen     Einrichtungen    folgende  Vorzüge voraus  1. Die Zumessung des für den     Kalk-          sättiger    abzusondernden     Wasserstromes    kann  nie fehlerhaft beeinflusst werden, wie bei  bisherigen     .derartigen    Vorrichtungen     durch     die Gestalt und Grösse von     Durchlassöffnun-          gen,    die durch davor angeordnete in mehre  ren     Richtungen    zu     verstehende    Schieber ver-      ändert werden, je nach der Beschaffenheit  des zu behandelnden Wassers,

   weil der vor  liegende Härteregler ein vollständig ge  schlossenes Gefäss bildet, die     Durchlassöff-          nung    selbst nie verändert wird, stets unter  gleichbleibendem Wasserdruck liegt und  weil von den durch die Schlitze auf ihrer  ganzen Länge kontinuierlich durchtretenden  Wasserschleiern beliebig ein entsprechender  Teil abgefangen wird.  



  2. Die     Kontraktionswirkungen    an den  Kanten der Schlitzöffnungen bleiben unver  ändert die gleichen. Äussere     Einwirkungen,          @vie    etwa von bewegter Luft, Fremdkörpern  usw.     auf,den    Wasserspiegel, wie bei offenen       Dosiergefässen,    sind ausgeschlossen, weil der  Härteregler einen besonderen     Verteilerraum    2  besitzt, der gegen den untern halbierten  Gefässraum 5 durch den geschlitzten Zwi  schenboden 3 und gegen aussen vollkommen  abgeschlossen ist.  



  3. Ausser der Skala 13 mit zugehörigem,  am Stellhebel 9 befestigten     Zeiger    12 liegen  alle beweglichen Teile vollkommen geschützt  im Innern des     Behälters    und es kann jede  Stellung des Kreisschiebers 7 mittels einer  Klemmschraube 18 im Zeigerstellhebel 9  festgehalten     und    gesichert werden.  



  4. Diese Vorrichtung hat den     Vorteil,     auch für unter Druck arbeitende Anlagen  verwendbar zu sein, besitzt einfache und  gedrungene Form und daher leichtes Gewicht  und beansprucht geringen Raum.  



  Für diese nach Härtegraden eingestellte  Skala 13 ist die rechnerische Grundlage an  einem andern Ort (vergleiche den Aufsatz:  ,.Der Härteregler usw." in .der Zeitschrift  "Die Wärme" Nr. 22 vom 30. Mai 1931)  angegeben und ist man damit imstande, je  der Schwankung in der Wasserzusammen  setzung sofort zu folgen durch sinngemässes  Verstellen des     Skalahebels.    Auch kann um  gekehrt an der     neuartigen    Skala     jederzeil     abgelesen werden, für wieviel Härtegrade  der zum     Kalksättiger    abgelenkte Teilstrom       abgestimmt    ist.  



  Zum Schluss sei noch die mathematische       Formel    erwähnt, die als Grundlage für die    Anfertigung der oben     besprochenen    Skala  dient, deren Teilung ohne weiteres die  Härtegrade einzustellen gestattet. Bedeutet:  Q die dem     Kalksättiger    tatsächlich zuzu  führende Wassermenge,  a die zu enthärtende Wassermenge in       Kubikmetern    (Reinigungsleistung),  b die     Summe    der durch Kalk zu fällenden  Härtegrade (deutsche), die sich zusam  mensetzt aus der     Carbonathärte,    der       Magnesiahärte,        und.    der freien Kohlen  säure,

    so sind zur     Enthärtung    von a Kubik  meter Rohwasser  
EMI0003.0027     
         gesättigtes    Kalkwasser erforderlich, ent  sprechend einem Kalkverbrauch von 10 g  je Graddeutscher Härte und je     Kubikmeter,     mit einem Lösungsvermögen von     1,2,6    kg  Kalk in einem     Kubikmeter    Wasser.  



  Für<I>a</I> Kubikmeter Wasser von<I>b</I> Härte  graden sind dem     Kalksättiger     
EMI0003.0033     
    Wasser zuzuführen.  



       Setzt    man z. B. a = 1, so erhält man für  1 Härtegrad<B>0,789%</B> der Schlitzlänge und  für 2 Härtegrade<B>1,57%</B> der Schlitzlänge.  Entsprechend diesen Schlitzlängen wird die  Menge Wasser dem     Kalksättiger    zugeführt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Vorrichtung zur Dosierung von Reagen zien für .die Enthärtung von Wasser, beste hend aus einem Behälter, der in seinem untern Teil durch eine Scheidewand in zwei Abteile unterteilt ist, in denen das Roh wasser dem Kalksättiger bezw. unmittelbar dem Wasserreiniger zugeführt wird, und mit einer diese Abteile oben abschliessenden Scheibe mit Schlitzen, dadurch gekennzeich- net,
    dass im Oberteil der Vorrichtung ein drehbarer Kreisschieber über jenen Schlitzen so bewegbar ist, dass jede gewünschte Rege- lung des: dem galksättiger zuzuführenden Teilwasserstromes möglich ist. UNTERANSPRtlCHE 1. Vorrichtung nach Patentansprueh, da durch gekennzeichnet, dass der zum Ein stellen des Drehschiebers (7) dienende Hebel (9) mit einem Zeiger (12) über eine am Rande der geschlitzten Scheibe (3) vorgesehene Skala (13) spielt. 2.
    Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Abteile (11) und (14) durch eine Zwischenwand (5) vollständig gegenein ander abgedichtet sind. Vorrichtung nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 und 2, wie in der Zeichnung dargestellt und in bezug darauf beschrieben.
CH185963D 1934-09-19 1935-08-28 Vorrichtung zur Dosierung von Reagenzien für die Enthärtung von Wasser. CH185963A (de)

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