CH186276A - Verfahren zur Herstellung von porösen Gegenständen aus Kautschuk oder kautschukähnlichen Stoffen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von porösen Gegenständen aus Kautschuk oder kautschukähnlichen Stoffen.

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CH186276A
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Aktiengesel Metallgesellschaft
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  • Manufacture Of Porous Articles, And Recovery And Treatment Of Waste Products (AREA)

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  Verfahren zur Herstellung von porösen Gegenständen aus Kautschuk oder  kautschukähnlichen Stoffen.    Für die Herstellung von porösem Kaut  schuk aus wässerigen     Kautschukdispersionen     stehen bereits eine     Reihe    von Verfahren zur  Verfügung.

   Man hat zum Beispiel Kaut  schukmilch mit löslichen     Karbonaten    ver  setzt, dann durch Zusatz von Säure aus den       Karbonaten        C0,    in Freiheit gesetzt und  gleichzeitig die     Kautschukmilch    koaguliert  und die so entstandene     blasenhaltige    Masse  vulkanisiert.

       Nach    einem andern Verfahren  wurden wässerige     Kautschukdispersionen    mit  organischen     Basen    und festem, feinpulveri  siertem     Ammoniumkarbönat        vermischt    und  diese Mischung     bis    zur     Dissociation    des Am  monsalzes und     Koagulation    der Kautschuk  dispersion erwärmt.

   Eine Reihe von Verfah  ren beruht     auf    dem     Grundgedanken,    dass  man     wässrige    Kautschukdispersionen, gege  benenfalls solche mit     ,geeigneten    Zusätzen,  zum Beispiel durch Schlagen in     Schaum    über  führt und diesen dann     'verfestigt    und @ge-         gebenenfalls        vulkanisiert.    Nach einem an  dern Verfahren     werden    die     Kaütschukdisper-          sio.nen    mit     einem        Kautschuklösungsmittel    in  mässigen     Mengen    

  versetzt, die Masse zum       Erstarren    gebracht und vulkanisiert. Für die       Herstellung    sehr     feinporigen    Schwammkaut  schuks kennt man eine Reihe von Verfahren,  nach denen man die     Kautschukdispersion    in  eine     wasserhaltige    Gallerte verwandelt und  diese unter Vermeidung des     Entweichens    von       Wasser    vulkanisiert.

   Schliesslich hat man  auch     Anhäufungen    von Körnern, die aus  einem bei     Berührung    mit Wasser zerfallen  den     Material    bestanden, mit wärmeempfind  lichen     Kautschukdispersionen    übergossen, die  Dispersionen zum Erstarren .gebracht und  darauf durch Behandeln mit     Wasser    die       Körner    aus dem     Kautschuksystem    entfernt.  



       Das    vorliegende Verfahren beruht darauf,  dass man den wässerigen Kautschukdisper  sionen Stoffe     beimischt,    die sich unter Sauer-           stoffentwicklung    zersetzen,     da2    man die Zer  setzung     dieser    Stoffe vor sich gehen     lässt    und  den dadurch     gebildeten        Schaum        verfestigt.     Zur     Gasentwicklung    können sowohl     flüssige,     zum Beispiel     H,.02,    als auch feste Stoffe, wie  zum Beispiel     Na,0,    oder     g,0,

      oder     Persalze,     wie zum Beispiel     Xatriumperborat    gebraucht  werden. Alle diese Stoffe geben bei Berüh  rung mit den     Kautschukdispersionen    oder       beim        Erwärmen    mit ihnen     Sauerstoff    ab.  



  Der Vorgang     kann    durch Zusatz von Ka  talysatoren, die     die        02-Abspaltung    fördern,  wie     zum    Beispiel     Eisensalze    oder Hämo  globin,     beschleunigt    werden.  



  In der Regel wird der Schaum vor ,seiner       Verfestigung        verformt.     



  Es     ist        .zweckmässig,    das Verfahren mit       Kautschukdispersionen        auszuführen,    die       neben    den     OZ-abspaltenden    .Stoffen noch Zu  sätze enthalten, die den     Dispersionen    die  Eigenschaften verleihen, beim     Erwärmen     oder bei blossem Stehenlassen zu Gallerten zu  erstarren.     Derartige    Zusätze erlauben es, den  Schaum durch     Erwärmen        bezw.    durch Ste  henlassen zu verfestigen.

   Werden     Zusätze     der erwähnten     Art    nicht benutzt, kann man  die     Verfestigung    des Schaumes durch Ein  trocknen vornehmen, da die     ausserordentlich     hohe Beständigkeit des nach der     Erfindung     erzeugten Schaumes ein     Eintrocknen    ohne  wesentliche Schädigung der     .Schaumstruktur     gestattet.  



  Die zugefügten     02-entwickelnden    Stoffe  können sowohl     flüssige    Gestalt besitzen, wie  zum Beispiel eine Lösung     von.H,0,    oder von       Natriumperborat,    als auch die Gestalt     fester     Stoffe, wie zum Beispiel pulverförmiges       Na2O,    Mit festen Stoffen erhält man ganz  allgemein gröbere Poren als mit flüssigen.  Gegebenenfalls können auch beide Arten von  Stoffen Verwendung finden.  



  Die Zeiten, die man nachdem Zusatz der       OZ-entwickelnden    Stoffe bis zur     Ausbildung     des Schaumes mindestens     verstreichen    lassen  muss, .sind     sehr    verschieden, je nach der  Menge und der Beschaffenheit der     0,-ab-          gebenden    -     Substanz.    Sie können zwischen  einem     Bruchteil    einer     Minute    und     mehreren       Minuten,     zum    Beispiel     i/2    bis 5 Minuten  liegen, gegebenenfalls aber sehr     viel    länger  sein.  



  Um     gewünschtenfalls    den     Kautschukdis-          persionen    die Fähigkeit zu verleihen; in der       gälte    im Laufe der Zeit oder     beim    Erwärmen  in Gestalt von Gallerten zu erstarren,     kann     man die hierfür bekannten     Zusätze    ein  führen, zum Beispiel     Alkalisilikofluoride,          bezw.        Zn0    zusammen mit     Ammoniumsalzen.     Als sehr zweckmässiges Mittel, um die Dis  persion wärmeempfindlich zu machen, hat  sich auch der     Zusatz-von    pulverförmiger,

    nicht gequollener Stärke     erwiesen.    Ein an  derer Weg, auf dem man die     Dispersionen     wärmeempfindlich machen oder ihnen die  Fähigkeit, beim Stehen zu erstarren, ver  leihen     kann,    besteht darin, dass man     ihnen     neben dem .Sauerstoff abgebenden Stoffen,  wie zum Beispiel H,0,,     Formaldehyd    zusetzt.

    Der     Formaldehyd    erfährt     unter    diesen Um  ständen eine     Oxydation    zu     Ameisensäure     und :diese     bewirkt        Koagulation    der Disper  sion,     bezw.    eine     Verfestigung    des Schaumes.  



  Die     Verformung    der blasigen     Disper-.     sinnen     kann    auf alle bekannten Weisen .er  folgen, wie zum     Beispiel    unter Benutzung  von Giess- oder Tauchformen, durch Strei  chen und ,durch (Sprühen.

   Die Massen eignen  sich zum Beispiel gut     zum    Überziehen von  Geweben, zum     Beispiel        zum        Überkleiden    der  Unterseite von     Teppichen    mit einer porösen       Kautschukschicht.    Das für     viele    Anwen  dungszwecke sehr     geeignete    Aufsprühen der  Dispersionen auf die     mit        dem.    porösen Kaut  schuk zu überziehenden Unterlagen     lässt    sich  zum Beispiel so ausführen,

       dass    man den       OZ-abgebenden        Stoff    der Dispersion kurz vor  deren     Einfüllung    in die Spritzpistole zu  fügt; man kann aber auch die Zugabe der       OZ-entwickelnden        Substanz    zu der Kaut  schukdispersion in der Pistole selbst     vor-          nahmen.     



  Zur Herstellung der porösen Produkte  können, ausser den Dispersionen von natür  lichem Kautschuk, auch die Dispersionen der       kautschukähnlichen    Stoffe     Guttapercha        und          Balata,    sowie     Dispersionen    von     synthetischem         Kautschuk verwendet werden. Die natür  lichen Dispersionen, wie zum Beispiel Kaut  schukmilch, können die     natürliche    Konzen  tration besitzen oder in Form von Konzen  traten vorliegen.

   Die Dispersionen können in       vulkanisiertem    Zustand benutzt werden oder  man kann ihnen, wenn eine     nachträgliche          Vulkanisation    durchgeführt werden soll,     Vul-          kanisationsmittel    zufügen. Sämtliche Disper  sionen können die üblichen Zusätze, wie zum  Beispiel Füllstoffe,     Alterungsmittel,    Farb  stoffe, enthalten. Im allgemeinen     haben    sich  Kautschukdispersionen mit einem Gehalt an  freiem     Alkalihydroxyd    als     besonders    vorteil  haft erwiesen.  



  Die     Vulkanisation    der verfestigten Masse  kann in     ;heisser        Luft    oder auch in     heissem     Wasser oder in     gesättigtem    Dampf vorge  nommen werden.

   In den beiden     letzteren     Fällen ist die erzielte     Porosität    grösser als in  dem ersteren, weil zu den durch die     Oz-          Bläschen    verursachten Makroporen noch die  durch den bekannten     Beckmann-Effekt    ent  stehenden Mikroporen, das     heisst,die    nach dem  Verdampfen des während der     Vulkanisation     im Kautschuk zurückgehaltenen Wassers zu  rückbleibenden     winzigen    Hohlräume, hinzu  kommen.  



       Ausführungsbeispiele:     1. 200 Teile 401%iger     Ammoniaklatex,     10 Teile     Zn0,    3 Teile S, 1 Teil     Vulkani-          sationsbeschleuniger        (Vulkacit    P extra) wer  den gemischt und in der Farbmühle gemah  len. Hierauf werden 5 Teile     40%ige    H202  Lösung     eingerührt.     



  Die     Mischung        wird    dann in eine Schale  entsprechender Form .gegossen     und    in einem  Heizschrank so lange auf 40       erwärmt,    bis  sich aus :der     Mischung        ein        Schwamm    von der  gewünschten Grösse     bezw.        Porosität        gebildet     hat.

   Er kann dann aus dem Ofen genommen  werden ohne seine Form einzubüssen - auch  nach     Abkühlung        nicht.        Schliesslich        wird     er, vorzugsweise in Wasser,     vulkanisiert.     



  Wie sich aus diesem Beispiel ergibt, kann  man durch Bemessung der Zeit je nach       Wunsch    einen kleiner- oder     grösserporigen     S     chwamm    erzeugen.    2. 130 Teile eines     unter    dem Namen     Re-,          vertex        bekannten        Kautschukmilchkonzen-          trates    von 75     %        Trockengehalt,    5 Teile     Zn0,     3 Teile     .S,

      1 Teil     eines        Vulkanisations-          beschleunigers        (Vulkacit    P extra), 8 Teile       ungequollene    Stärke, 1 Teil Farbstoff, 0,5  Teile     handelsübliches    Hämoglobin werden  vermischt und zur Erzielung gleichmässiger       Verteilung    :durch     eine    Farbmühle geschickt.  Man rührt dann 4 Teile einer 15     %    ixen       H20,-Lösung    ein.

   Die     Mischung,    die     in     wenigen     Minuten    in     kleinschaumigen        Zu-          stand    übergeht, wird in etwa 2     mm    dicker  Schicht auf die     Unterseite        eines    Teppichs       gesprüht,    5     Minuten    auf     etwa    100   erwärmt,  wobei sie erstarrt und dann     .getrocknet    und  offen vulkanisiert.  



  3. Wenn man einen     gröberporigen    Über  zug erhalten will als in Beispiel 2, kann man  an Stelle der dort angegebenen Mischung  die folgende benutzen:  130 Teile     Revertex,        73:%ig,    10 Teile     Zn0,     <B>3</B> Teile S, 1     Teil        Vulkanisationsbeschleunlger          (Vulkacit    P extra), 10 Teile     ungequollene     Stärke,     1i    Teil Farbstoff, 1,5 Teile Kalium  peroxyd, feingemahlen.  



  Die Verarbeitung ist die     gleiche    wie in  Beispiel 1.  



  4. Um     eine        lederartige    poröse     Hart-          gummiplatte        herzustellen,    kann man folgen  dermassen verfahren.  



  Man stellt eine Mischung her bestehend  aus     l3'0    Teilen     Revertex,        73%ig,    5     Teilen          ZnO,    12 Teilen     .S,    1     Teil        Vulkanisations-          beschleuniger        (Vulkacit    DM). Die Mischung       wird        dann.    in einer Farbmühle behandelt und  darnach     mit    3 Teilen einer 15 %     ixen    Lösung  von     H202    versetzt.

   Nach der Ausbildung des       Schaumes    und kurz vor der     Verarbeitung          werden    2     Teile        einer    50%igen Aufschläm  mung von     Na2SiFe    eingerührt. Dann wird  die     Masse    in eine     Plattenform    gegossen und  darin erstarren gelassen. Auf     die    Erstarrung  folgt die     Vulkanisation    in Dampf.  



  5. Die Herstellung     einer    porösen Hart=     \--          gummiplatte    kann folgendermassen erfolgen:  Man bereitet     eine    Mischung von 130-     Teilen    .

         Revertex,    73%ig, 5 Teilen     Zn0,    30 Teilen S,      2 Teilen     Vulkanisationsbeschleuniger        (Vul-          kacit        D),'.die    mau nachdem sie in der     Farb-          mühle    behandelt     wurde,    mit 5 Teilen 15 %     iger          H,0,-Lösung    versetzt.

   Nach der Ausbildung  des     Schaumes    wird     diH    Mischung     in.    eine       Plattenform        gegossen.    und darin bei 80 bis  100   getrocknet und darnach zu Ende vul  kanisiert.  



  6. Um einen in     seiner    -ganzen Mässe aus       Kautschukschwamm    bestehenden Ball herzu  stellen, bereitet man eine Mischung aus  130 Teilen     Revertex,    7,3 %     ig,    10     Teilen        ZnO,     3 Teilen S, 1     Teil        Vulkanisationsbeschleu-          niger        (Thiuram),

      10 Teilen einer 38 %     ixen          Lösung    von     Ammoniumnitrat    oder     -acetat.     Nach dem Homogenisieren in der Farbmühle  wird die     Mischung    mit 3 Teilen 15     %iger          H@04-Lösung    versetzt und nach Ausbildung  der     Schaumstruktur    in eine     eiserne    Kugel  form gegossen, die     aus    zwei Halbkugeln be  steht, von denen die eine mit     einer        verschliess-          baren        Eingussöffnung    versehen ist.

   Nach  dem Verschliessen der     Einfüllöffnung        wird     die Form auf eine unterhalb<B>100'</B> liegende       Temperatur,    zum Beispiel auf 40 bis<B>90'</B>  erwärmt, bis die schaumige Masse     erstarrt     ist. Die     Vülkanisation    kann nach Entnahme  des Balles     aus    der Form ausgeführt werden  und erfolgt     vorzugsweise    in Wasser.  



  7.     Ein        Toilettenschwamm    kann auf fol  gende     Weise    hergestellt - werden.  



  Eine     Mischung    von 130 kg     Revertex,     10 kg     Zn0,        #3'    kg     @S,    1 kg     Vulkanisations-          beschleuniger        (Vulkacit    P extra) wird in der  Farbmühle gemahlen. Dann werden 5     Liter     40%ige     Formaldehydlösung    und 5 Liter  15%ige     11,0,-Lösung    zugefügt.

   Die Mi  schung wird in     Mengen,,die    zur Herstellung  eines Schwammes     nötig    sind,     in        halbrunde     Schalen gegossen und in- einem auf<B>90'</B> ge  heizten     Trockenschrank    etwa eine 1/2     Stunde          erhitzt.    Nach     dieser    Zeit ist die Masse zu  einem     Schwamm    aufgetrieben und     als    solcher  erstarrt.

   Der Schwamm wird     aus    der     Schale     genommen und     in    siedendem     Wasser    schwim  mend etwa 1/2     .Stunde    lang vulkanisiert.  



  Es ist nicht     nötig,        beim        Eingiessen    der       schaumigen    Masse in die     Kugelform.,        diese       vollständig zu füllen. Inder Bemessung der       Menge    der Schaummasse hat man ein Mittel,  die Porengrösse des     Schwammkautschuks    zu  regeln,     in    dem Sinn, dass     die    Poren um so  grösser ausfallen, je weniger Masse in die  Form gebracht wird.  



  Inder     Regel    besitzen die nachdem vor  liegenden Verfahren hergestellten Gegen  stände aus porösem     Kautschuk    eine im Ver  gleich zum     Innern    des Gegenstandes weniger  poröse, gegebenenfalls sogar     praktisch    dichte  Aussenhaut.

   Wenn man eine Oberfläche       wünscht,    die hinsichtlich der     Porosität    dem  Innern des Gegenstandes     entspricht,    so kann  man zum Beispiel durch Behandlung mit dem  Sandstrahlgebläse oder durch Abschleifen die  die Poren der     Oberflächenschicht    verschlie  ssenden     Kautschukhäutchen    entfernen, auch  kann man zum Beispiel     -die        Aussenteile        des     porösen Körpers wegschneiden.

   Man     kann     aber auch der     Entstehung    von dichten Ober  flächen vorbeugen,     indem    man die     Erstar-          rung    des Schaumes nicht an     idiehten,        zum     Beispiel metallischen oder an     .freien    Ober  flächen vor sich gehen lässt, sondern an  Formwänden, die mit     einer,        vorzugsweise     feuchten, Lage eines Gewebes oder von Pa  pier bedeckt sind.  



  Das Verfahren bietet eine     Reihe    von     we-          sentliehen        Vorteilen.    Es ist darnach möglich,  durch Bemessung der zugesetzten     02-liefern-          den    Stoffe die     Porosität    der     Erzeugnisse    gut  und in reproduzierbarer Weise zu regeln.

   Ge  genüber den     sui    -die     Wirkung    von     Ammo-          niumsalzen    beruhenden     Verfahren    zur Er  zeugung von porösem     Kautschuk    gewährt es  den     Vorteil,        da.ss    man bei tieferen Tempera  turen, zum Beispiel auch bei     Zimmertem-          peratur    arbeiten kann.

   Die     Ammoniumsalze,     wie zum Beispiel     Ammoniumkarbonat    oder       -nitrit,    dagegen dissoziieren erst bei     Tem-          peraturen    oberhalb<B>100'</B>     in.    ausreichendem  Mässe.

       Die    Methode, nach     der    man     das    bla  senbildende     Kohlendioxyd    durch     Einwirkung     von     Säure    auf     Karbonate    in der     Wärme    in  .der     Kautschukdispersion    in Freiheit setzt,  hat eine Reihe von     Nachteilen.    Die Säure  wirkt koagulierend auf     die    Kautschukdisper-           sion,    ferner bilden     sich    infolge der Urimög  lichkeit,

   die Säure     beim        Einmischen    genü  gend rasch zu     verteilen,    örtliche     Auftreibun-          gen        aus,    auch fällt der     in    der     Wärme    er  zeugte Schaum     beim.        Abkühlen        zusammen.          Überdies    übt die Säure einen nachteiligen  Einfluss auf die     Vulkanisation    und die     Be-          sehaffenheit    der     Erzeugnisse    aus.

   Ganz all  gemein lässt sich ,sagen, dass, je höher die  Temperatur ist, bei der der Schaum erzeugt  wird,     desto    grössere Neigung auch der  Schaum zeigt, beim Abkühlen sich zusam  menzuziehen und gegebenenfalls     !ganz    zusam  menzubrechen.

   Bei den bei hohen Tempera  turen hergestellten Schaumsystemen ist es  daher nötig.     Gaseinwirkung    und     Vulkani-          sation        in        einem    Arbeitsgang vorzunehmen  und, falls nicht geschlossene     Formen    ver  wendet werden, genau     aufeinander        abzustim-          men,    was     erfahrungsgemäss        technisch    schwie  rig     durchzuführen    ist.

       Bei    dem     vorliegenden     Verfahren können derartige Schwierigkeiten  völlig vermieden     werden.    Das     Verfahren     zeichnet sich überdies durch die Entbehrlich  keit aller teureren Apparaturen aus.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von porösen Gegenständen aus Kautschuk oder kautschuk ähnlichen Stoffen, vermittelst wässrigen Di spersionen von Kautschuk oder kautschuk ähnlichen Stoffen unter. Überführung der Dispersionen in den Schaumzustand, dadurch gekennzeichnet, dass man den Dispersionen Stoffe beimischt, die sieh unter Sauerstoff- entwicklung zersetzen.
    .die Sauerstoffent- wicklung vor sich gehen lässt und den-da durch gebildeten Schaum verfestigt. UINTTERAXSPR-CCEE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man flüssige sauer stoffliefernde Stoffe verwendet. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man feste sauerstoff liefernde Stoffe verwendet. 3. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man als sauerstoffliefernden Stoff Wasserstoffsuperoxyd verwendet: 4.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die in den Schaumzustand übergeführte Dispers.ion verformt, verfestigt und vulkanisiert. 5. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, .dass man der Dispersion Stoffe .zusetzt, die beim Erwärmen eine Verfestigung .des Schaumes bewirken. 6.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man der Dispersion Stoffe zusetzt, die beim Stehenlässen eine Verfestigung,des Schaumes bewirken. 7. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass man als beim Erwärmen eine Ver festigung bewirkenden Stoff urigequollene Stärke in Pulverform benutzt.
CH186276D 1934-05-17 1935-05-02 Verfahren zur Herstellung von porösen Gegenständen aus Kautschuk oder kautschukähnlichen Stoffen. CH186276A (de)

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