CH186284A - Ringbuchmechanik. - Google Patents

Ringbuchmechanik.

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CH186284A
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      Ringbachmechanik.       Vorliegende Erfindung     betrifft    eine       Ringbuchmechanik    für sogenannte Sicht  karten. Solche     Ringbuchmechaniken    besitzen  zwei     Ringleisten,    welche die     beiden    Ring  hälften tragen und durch     Winkelverstellung          in,dem    einen Sinne die     Ringhälften    schliessen,  während sie durch entgegengesetzte Winkel  verstellung die Ringhälften öffnen.

   Die Be  nützung derartiger     Ringbuchmechaniken     macht es vielfach erforderlich, aus der Auf  einanderfolge der     .Sichtkarten    einzelne zu ent  fernen und in die Aufeinanderfolge einzelne  einzuschieben, beides ohne dass die Aufein  anderfolge gestört wird. Mithin muss im  ersten Falle der vorangehende     Blattstoss    um  eine Lochentfernung nach abwärts rücken, so  dass sich die Lücke     schliesst,    während im       zweiten    Falle der vorhergehende Blattstoss  um     eine    Lochentfernung aufwärts rücken  muss, um die Lücke für die     einzufügende          Sichtkarte    zu schaffen.

   Soweit leichte Ring  buchmechaniken in     Betracht    kommen, er  folgte bisher die Verschiebung des obern    Blattstosses von Hand     aus,        entweder        indem     man seine Blätter     einzeln    aushob und in die  neue Lage brachte, oder indem man den  Blattstoss als     .ganzes    aushob und     in    die neue  Lage einfügte,     Vorgänge,        die    nicht nur um  ständlich,     sondern    auch mit der Gefahr ver  bunden waren, die Blätter in     Unordnung    zu  bringen.

       Bei_bekannten    schweren Sichtkartei  mechaniken ist .daher die     Anordnung    getrof  fen, dass die     linke    Mechanikhälfte in bezug  auf die rechte um eine Lochentfernung längs  verschiebbar ist, so dass der vorangehende       Blattstoss        zunächst    auf sie     umgelegt        -,verden     und ,dann mit ihr verschoben werden     konnte.     Aber     did        Handhabung    ist .äusserst kompli  ziert.

   Die Verschiebung der linken Mechanik  hälfte ist nur in ganz offenem Zustande  möglich und um diesen herbeizuführen, muss  zunächst durch     Betätigung    des rechten He  bels die Mechanik auf die     Zwischenstellung          "halboffen"    ;gebracht     werden,    worauf man  sie erst durch     Betätigung    des linken Hebels       in,den    ganz offenen Zustand versetzen kann,      in welchem die linke Mechanikhälfte ver  schiebbar     ist.    Es erfordert     beispielsweise    die  Entfernung eines     Sichtblattes    die folgenden       3VIanipulationen:

       Umlegen des vorangehenden Blattstosses  nach links;       Betätigung    des rechten Hebels zur Er  zielung der     Stellung    "halb offen";       Betätigung,des        linken    Hebels zur Erzie  lung der Stellung     "ganz    offen";       Entnahme    des Blattes von der rechten  Mechanikhälfte;       Verschiebung    der linken     Nechanikhälfte     nach unten;       Zurückbiegen    der verschobenen Mechanik  hälfte     in,die        Stellung        "halb    offen";

    Zurücklegen des vorangehenden Blatt  stosses auf die     rechte    .Seite;       Betätigung    des linken Hebels behufs  Auslösung der Stellung     "halb    offen";  Zurückschieben der linken     Mechanik-          hälfte        in    die Normallage und endlich     Schlie-          ssender    Mechanik.  



       Gegenstand    der vorliegenden     Erfindung     ist eine     Ringbuchmechanik    für Sichtkarten  mit zwei     Ringleisten,    welche die auf     ihnen          angeordneten    Ringhälften durch Winkel  stellung in dem einen     Sinne    öffnen und durch       Winkelstellung    im entgegengesetzten Sinne  schliessen, wobei die beiden Ringleisten in  einem federnden     Gehäuse    gegeneinander  längsverschiebbar angeordnet sind.

   Die       Ringleisten    werden erfindungsgemäss durch  Verstellung relativ zueinander in der Längs  richtung zugleich, zum Beispiel durch Anord  nung von keilförmigen Höckern am Gehäuse,  auch im Winkel verstellt.  



  :In der Zeichnung ist die     Ringmechanik          gemäss,der    Erfindung in zwei beispielsweisen  Ausführungsformen     dargestellt,        und    zwar ist  in     Fig.    1 die     vollständige    Mechanik in per  spektivischer Ansicht dargestellt und mit a  bezeichnet, b sind die Sichtkarten und c     ist     die     Einbanddecke.    In den     Fig.    2,

   3 und 4  ist der untere Teil -der Mechanik nach der  ersten     Ausführungsform    bei abgehobener       Deckplatte    und     in        Fig.    5 mit     Deckplatte        per-          spektivisch        dargestellt;        Fig.    G stellt die bei-    den Ringleisten ohne     Ringe,        Fig.    7 und 8 je  ein     Detail    dar;

       Fig.    9 zeigt ,die     zweite    bei-     -          spielsweise        Ausführungsform.     



  Wie aus     Fig.    2 zu ersehen ist, sind die  beiden Ringleisten     1,    und     l"    welche die in  einem Mehrfachen der     Lochentfernung    der  Sichtkarten angebrachten Ringhälften tragen,  in einem federnden Gehäuse     '9    eingesetzt.

   Die       Ringleisten    sind     innenseitig    unten als     kurze          Zahnstangen        z1    und     z2    ausgebildet,     mit    denen  ein.     durch    Griff<I>p</I>     betätigbares    Zahnrad<I>r</I> bei  derseitig im Eingriff steht, so     dass    durch       Verstellen    des     Zahnrades        vermittelst    des  Griffes indem einen oder -andern     Sinne    auch  die beiden Ringleisten sich in     Längsrichtung     verstellen.

   Die Länge der     Zahnstangen        ist    so  bemessen,     dass    das     gegenseitige    Verstellen der  Ringleisten gerade     üm        eine    Lochweite er-   folgt.

   Die beiden     Ringleisten    besitzen     weiters     innenseitig die beiden entgegengesetzt gerich  teten     Lappen    ei     und    e, welche bei Längs  verschiebung der Ringleisten     vermittelst    des  Zahnrades auf     im        Gehäuse    angeordnete, nach       oben    keilförmig zulaufende Höcker     (Fig.         & )          auflaufen    und die Ringleisten     unter    Über  windung der Federkraft des Gehäuses auf  wärts schwingen.

       Dadurch    öffnen sich die       Ringe.    In     Fig.    3     ist    die     Mechanik    in geöff  neter Stellung dargestellt. In dieser     stehen     .die Lappen e     und        e,    einander .gegenüber     und     sind an der     keilförmigen    Fläche der Höcker  f bis an     ,die    Oberkante     des    Höckers ange  langt.

   Dreht man das Zahnrad weiter, dann       wird    die     linke    Ringleiste     h        weiter    aufwärts,  ,die rechte     Ringleiste        l@    weiter     abwärts    ver  schoben, wobei die     Lappen    ei und e nunmehr  infolge der Federwirkung des Gehäuses g an  der Seitenfläche der Höcker f absinken;

   da  durch schwingen die     Ringleisten    abwärts und  bewegen wieder die Ringhälften über die       Mittelstellung        hinaus        gegeneinander.    Da sich  aber     während    dieses Vorganges die Ring  leisten um eine Lochentfernung gegeneinan  der verschoben haben, übergreifen sich die  Ringhälften und die     Sichtkarten    können in       dieser    Stellung leicht von einer Mechanik  seite auf die andere     umgeschlagen    werden,  ohne dass ein Herausfallen derselben zu be-      fürchten wäre.

   Um das Verschieben     der     Ringleisten möglichst reibungsfrei zu ge  stalten, sind zwischen beiden in     Ausnehmun-          gen    il und     i2    Rollen h, zweckmässig mit bei  derseitigen Bunden     (Fig.    7) angeordnet, die  auch, wie     .dargestellt,    durch entsprechend  lange Ausdehnung der     Ausnehmungen        il    und       i.    zur Begrenzung der     Längsbewegung     dienen können und bei der Winkelverstel  lung die     Leisten    gegenseitig mitnehmen.

   Die  Ringleisten     können    auch zur weiteren     Rei-          bungsverminderung    an den     äussern        ganten     auf Kugeln gelagert sein. Die Deckleiste d       (Fäg.    5), welche fest auf dem Gehäuse auf  gesetzt ist, besitzt zur Ermöglichung der  Längs- und Querbewegung der Ringhälften  in     bekannter    Weise entsprechend ausgebil  dete     .Schlitze        k.    Die     Ringhälften        können     verschieden ausgebildet sein, kreisrund und  oval, gerade, mit abgebogenen Enden usw.  



  In der Ausführungsform gemäss     Fig.    9 ist  lediglich eine Ringleiste<B>1,</B> längsverschiebbar;  daher trägt lediglich sie die     Zahnstange    z,  die aber hier doppelt so lang sein muss; sie  allein besitzt auch den Lappen e, der mit  dem Höcker f zusammenwirkt; die nicht ver  schiebbare Ringleiste<B>1,</B> macht infolge der  Rollen     1a    die     Winkelverstellung    der     Ring-          leiste        ZZ        mit;    sie kann durch Schlitze, in wel  che aus dem Gehäuse     geschnittene    Lappen s  eingebogen werden, in der Längsrichtung  festgehalten sein.  



  Die     Wirkung    der Einrichtung bei Ent  fernung oder Einfügung     eines,Sichtblattes    ist  die folgende:  Bei Entfernung eines     Sichtblattes    werden  die beiden Ringhälften aus der Normallage       (Fig.    2)     vermittels    des Zahnrades relativ zu  einander in die in     Fig.    4 gezeigte Läge ver  schoben, dann wird der obere Blattstoss nach  links umgelegt. Hierauf wird der Hebel p  in die     waagrechte,    in     Fig.    3 .gezeigte Lage  zurückgedreht und damit die     Mechanik    .ge  öffnet,     so,dass    ,das Sichtblatt entfernt werden  kann.

   Durch     weitere    Verdrehung des Hebels  werden die Ringhälften in die Normallage       (Fig.    2) gebracht und :dadurch die Mechanik  geschlossen, so     dass    !der obere Blattstoss um    eine Lochentfernung nach     abwärts    verscho  ben wieder auf     die        rechte        Ringhälfte    auf  gebracht werden     kann.     



  Bei     Einfügung    eines     Sichtblattes    wird der  obere     Blattstoss    nach     links    umgelegt, der  Hebel waagrecht gedreht und damit die Me  chanik geöffnet, das     Sichtblatt    wird ein  gelegt, der Hebel wird weiter nach rechts ge  dreht und damit die Ringhälften verschoben,  .der obere     Blattstoss    wird nach rechts umge  legt, der Hebel wird zurückgebracht und  damit die Mechanik geschlossen.  



       Statt    beide Ringhälften gegeneinander zu  verschieben, kann nach der in     Fig.    9 darge  stellten Ausbildung auch nur die eine Ring  leiste<B>1,</B>     (Fig.    9) verschiebbar angeordnet  sein,     auf    welcher einteilige Bügel befestigt'  sind.

   In diesem Falle muss     allerdings    die  Ringleiste     1"        um,die    gleiche Verschiebung zu  erzielen, den doppelten Weg     zurücklegen,        wie     bei der andern Ausbildung, bei der sich so  wohl die     Ringleiste        1,    als auch die Ring  leiste     d.    ,gegeneinander verschiebt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Ringbuchmechanik für Sichtkarten mit zwei Ringleisten, welche die auf ihnen an geordneten Ringhälften durch. Winkelver stellung in -dem einen .Sinne öffnen und durch Winkelverstellung im entgegengesetz ten Sinne schliessen, wobei die beiden Ring leisten in einem federnden Gehäuse gegen einander längsverschiebbar angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass sie durch Ver stellung relativ zueinander in der Längs richtung zugleich .auch im Winkel verstellt werden. .
    UNTERANSPRü CHE 1. Ringbuchmechanik nach dem Patentan spruch, ,dadurch gekennzeichnet, dass Hök- ker vorgesehen sind, welche bei Verschie bung der Ringleisten in dem einen Sinne die Ringe aus der geschlossenen Lage in .die Offenstellung, und bei weiterem Ver- ischieben wieder in eine Schliessstellung führen, während bei Verschiebung im ent gegengesetzten Sinne die Ringe wieder über die lOffenstellung in die ursprüng liche :
    Schliesslage zurückgeführt werden. 2. Ringbuchmechanik nach dem Patentan- spruoh und dem Unteranspruch 1, da .durch .gekennzeichnet, dass zwecks Längs verstellung die verschiebbaren Ringleisten innenseitig als Zahnstangen ausgebildet sind, mit denen ein durch Handgriff be- tätigbares Zahnrad im Eingriff steht. 3.
    Ringbuchmechanik nach dem Patentan- sprueh und den Unteransprüchen 1. und 2, dadurch gekennzeichnet, dass zwecks Rei- bungsverminderung zwischen den beiden Ringleisten mit Bunden versehene Rollen angeordnet sind, welche sich in gegen überliegenden Ausnehmungen an den an- einanderstossenden Kanten der beiden Ringleisten:
    befinden und bei Winkelver stellung d er einen Ringleiste mittelst ihrer Bunde die andere mitnehmen. 4. Ringbuchmechanik nach dem Patentan spruch und den Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch :gekennzeichnet;
    dass zwecks Win- kelverstellung,der beiden Ringleisten diese an ihren aneinanderstossenden ganten Lappen aufweisen, welche bei Längsver schiebung -der Ringleisten an den Seiten ,der im federnden Gehäuse angeordneten keilförmigen Höcker aufwärts bezw. ab wärts gleiten und dadurch die Ringleisten im Winkel verstellen.
CH186284D 1935-01-18 1936-01-11 Ringbuchmechanik. CH186284A (de)

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