CH186402A - Schaltung zur Aussiebung störender Töne in Geräten zur Tonfrequenzverstärkung. - Google Patents

Schaltung zur Aussiebung störender Töne in Geräten zur Tonfrequenzverstärkung.

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CH186402A
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  Schaltung zur     Aussiebung    störender Töne in Geräten zur     Tonfrequenzverstärkung.       Die Erfindung bezieht sich auf eine  Schaltung zur     Aussiebung    störender Töne in  Geräten zur     Tonfrequenzverstärkung    und ist  besonders dazu geeignet, die beim Rund  funkempfang häufig auftretenden     Inter-          ferenztöne    zwischen den einander in der     F're-          quenzskala    benachbarten Trägerfrequenzen  zweier Sender zu unterdrücken     und    auf diese  Weise Störungen zu vermeiden.  



  Bekanntlich ist bei der Verteilung der im  Rundfunkwellenband zur Verfügung stehen  den Übertragungskanäle ein     gegenseitiger     Abstand der Trägerfrequenzen von 10     kHz          zugrunde    gelegt worden. Da nun in den  Schwingungen der Sprache und der Musik  doch immerhin     wichtige    Frequenzen vorhan  den sind, die einen Bereich von der Grössen  ordnung 10     kHz    bedecken, ist sowohl beim  Sender, als auch beim Empfänger eigentlich  eine     Modulationsbandbreite    erforderlich,  durch welche alle     Seitenbandfrequenzen,    die  einem derartigen Bereich entsprechen, um  fasst werden.

   Würde man dementsprechend    einen Empfänger für den Empfang eines  derartig. breiten     Modulationsbandes    einrich  ten, so würde er entsprechend dem Vorher  gesagten auch die     Interferenzfrequenzen    zwi  schen den Trägern der     benachbarten    Rund  funksender aufnehmen     und    diese als Stör  töne     wiedergeben.     



  Immerhin ist eine ausreichende Wieder  gabetreue auch zu erzielen, wenn man den  Empfänger für den Empfang eines     etwas     schmaleren     Modulationsbandes    als<B>10'</B>     kHz     einrichtet. Um eine möglichst gute Wieder  gabetreue zu erzielen und gleichzeitig     mit     Sicherheit solche Störungen zu vermeiden,  wie sie durch die     Interferenztöne    zwischen  den Trägerwellen entstehen, sollte daher die       Selektivitätskurve    des Empfängers     etwa    von  rechteckiger Form sein, so dass innerhalb  eines     Modulationsbandes,

      das     etwas    schmaler  als 10     kHz    für     Einseitenbandempfang    und  etwas schmaler als 20     kHz    für Doppelseiten  bandempfang ist, ein gleichförmiges Anspre  chen gewährleistet     ist;    diese Selektivitäts-      kurve sollte an ihren. Grenzen möglichst  scharf abfallen, so dass     Frequenzen    ausser  halb     ihres    Bereiches vollständig unterdrückt  oder doch möglichst stark gedämpft werden.  



  Es ist nun verhältnismässig     schwierig    und  auch kostspielig,     diese    ideale rechteckige       Selektivitätskurve    im     Hochfrequenzteil    eines  Rundfunkempfängers zu erzeugen. Im all  gemeinen gelingt es nicht, die sogenannten       "Abschneidefrequenzen",    das heisst die Grenz  frequenzen des     Bandes,    an welchen die  Kurve zur Nullinie hin umbiegen soll, so  scharf definiert     auszubilden,        wie    es zur Er  zielung eines guten Empfanges und völliger  Ausschaltung der     Interferenzstörungen    er  wünscht ist.

   Die mit     Hochfrequenzsiebmit-          teln    allein erzeugten     Selektionskurven    ver  laufen im allgemeinen sehr allmählich, so  dass die Elimination von     Interferenztönen     auch durch eine merkliche Einbusse an der  Wiedergabetreue erkauft werden muss.  



  Bessere Ergebnisse in der Erzeugung  von     Selektivitätskurven    der gewünschten  Form     werden    erzielt,     wenn    man zusätzliche  Filter im     Niederfrequenzteil    des Empfängers  anordnet.

   Diese Filter können dabei als  sogenannte     Tiefpassfilter    mit einer geeigne  ten     Abschneidefrequenz    ausgebildet sein, das  heisst kraft ihrer elektrischen Filtereigen  schaften lassen sie Frequenzen unterhalb der       Abschneidefrequenz    nahezu ungedämpft  durch, während bei der     Abschneidefrequenz     ihre     Übertragungskurve    rasch nach Null hin  abfällt, um sodann bei einer bestimmten Fre  quenz oberhalb der     Abschneidefrequenz    den  Wert unendlicher Dämpfung zu erreichen.

    Im allgemeinen genügt bereits die Verwen  dung einer derartigen     Tonfrequenzfalle    im  Empfänger, jedoch     können    nach Bedarf auch  mehrere solche Fallen verwendet werden.  



  Die Erfindung sieht nun die Verwen  dung einer besonders gearteten Tonfrequenz  falle im Empfänger vor, welche sich sowohl  durch gute Wirkung, als auch besonders       günstige    Verhältnisse hinsichtlich der da  durch hervorgerufenen Kosten für den Auf  bau des     Empfängers    auszeichnet.

   Der Er  findungsgedanke besteht nämlich     darin,    die    im Empfänger     notwendigerweise    vorhande  nen     Induktivitäten    des Ausgangstransforma  tors und der Sprechspule des Lautsprechers  zusammen mit einem auf eine auszuschei  dende Frequenz abgestimmten     Resonanzkreis     so zu     dimensionieren,    dass     unerwünschte          Störfrequenzen    ausgeschieden werden.

   Die  Erfindung besteht daher in einer     Schaltung          zur        Aussiebung    störender Töne in Geräten  zur     Tonfrequenzverstärkung    mit einem als  Falle     wirkenden,    aus einer     Serienschaltung     einer Spule und     eines        Kondensators    gebilde  ten und auf eine zu unterdrückende Frequenz  abgestimmten Resonanzkreis (L, C), bei wel  cher der Resonanzkreis     zwischen    den Ver  bindungsleitungen der     Sekundärspule        (L1)

       eines     Ausgangstransformators    und der Sprech  spule     (L2)    eines Lautsprechers angeordnet  ist, und bei welcher die parallel zum Re  sonanzkreis (L, C) liegenden     Induktivitäten,     von welchen die eine mindestens zur Haupt  sache aus der Sekundärspule     (L1)    des Trans  formators und die andere mindestens zur  Hauptsache aus der Sprechspule     (L2)    be  steht, in     derartigen        Grössenverhältnissen    ge  wählt     sind,    dass sie     zusammen        einen    Tief  passfilter mit einer     Abschneidefrequenz    bil  den,

   die niedriger als die durch den Reso  nanzkreis (L, C)     unterdrückte    Frequenz ist.       Di.mensionierungsvorschriften    für     Tiefpass-          filter    mit     einer    gewünschten     kbschneidefre-          quenz    sind dem Fachmann bereits an sich  bekannt, so     dass    darauf hier nicht näher ein  gegangen zu werden braucht.

      Von den Figuren zeigen:         Fig.    1 ein Schaltschema eines     Super-          heterodyneempfängers,    bei welchem die Er  findung in einer beispielsweisen Ausfüh  rungsform angewendet ist,       Fig.    2 eine Kurve, welche die Ausgangs  leistung des Empfängers für verschiedene       Modulationsfrequenzen,    jedoch bei gleich  bleibender     Hochfrequenzamplitudeund    gleich  bleibendem     Modulationsgrad    darstellt;

         Fig.        .3        bis    5 zeigen weitere beispielsweise  Ausführungsformen der Schaltung nach der       Erfindung.         In der Schaltung nach     Fig.    1 ist ein  Antennenkreis A durch einen     abstimmbaren          Selektor        T,    mit dem Eingang einer Hoch  frequenzverstärkerröhre     V1    gekoppelt.

   Der  Ausgangskreis der Röhre V, ist durch einen  ähnlichen     abstimmbaren        Selektor        TZ    mit dem  Eingang einer     Modulatorröhre        VZ    verbunden.  Dem Eingangskreis der     Modulatorröhre    wer  den örtlich erzeugte     Überlagerungsschwin-          gungen    über einen Widerstand     R2    zugeführt,  durch den die Kathoden der     Modulatorröhre          VZ    und der     Oszillatorröhre        V3    gemeinsam  geerdet sind.

   Von der Röhre     V2    werden die       Zwischenfrequenzschwingungen    einer     Zwi-          schenfrequenzverstärkerröhre        V4    über einen       Zwischenfrequenztransformator        T4    zugeführt  und nach der Verstärkung in der Röhre     V4     durch einen weiteren     Zwischenfrequenztrans-          formator        T,    der     Gleichrichterröhre        V,    zuge  leitet.  



  Die     Niederfrequenzschwingungen    gelan  gen vom Abgriff :des     Potentiometers        R6    zum       Steuergitter    der ersten     Niederfrequenzver-          stärkerröhre        VB    und von da auf eine Gegen  taktverstärkerstufe, welche aus den Röhren       V7    und     V$    besteht, und sodann über den  Ausgangstransformator     T$    zu der Sprech  spule     L2    eines Lautsprechers     S.     



  Die hochfrequenten     Selektionsmittel        T1,          T2,        T,    und     T,    sind so bemessen, dass sie ein  Frequenzband von annähernd 14     kHz    Breite  ziemlich gleichmässig durchlassen. Die sich  ergebende Gesamtselektivität wird indessen  in dem Empfänger durch Niederfrequenz  filter der vorher     erwähnten.    Art soweit er  höht, dass die störenden     Interferenztöne    aus  geschieden werden. Solche     "Wellenfallen"     sind bei W, und     W2    angedeutet.

   Diese Fallen  sind zur speziellen Unterdrückung der     Inter-          ferenztöne    zwischen den Trägerwellen be  nachbarter Rundfunkkanäle auf 10     kHz    ab  gestimmt.  



  Ausserdem ist bei W noch eine weitere  Wellenfalle angedeutet, welche zusammen  mit der Sekundärspule des Ausgangstrans  formators und der Sprechspule des Lautspre  chers einen     Tiefpassfilter    bildet, durch dessen  Wirkung die     resultierende    Selektionscharak-         teristik    nach     Fig.    2 erreicht wird. Der     greis     <I>W</I> enthält eine Spule<I>L</I>     in    Serie mit einem  Kondensator C.

   Diese     Serienschaltung    liegt  sowohl parallel     zur    Sprechspule     L2    des       Lautsprechers,    als auch zum Sekundärteil  des Ausgangstransformators     T8.    Unter L,  sei dabei diejenige     Sekundärinduktivität    ver  standen, die als scheinbare     Induktivität    bei  primärem Kurzschluss gemessen wird.

   Der       greis    L, C sei in Serienresonanz gleichfalls  auf 10     kHz        abgestimmt.    Bei sinngemässer  Anwendung üblicher     Dimensionierungsge-          setze    für Filterketten ist dann die bevorzugte  Beziehung zwischen den     Induktivitäten        L1,          L2    und L:    (1)     Li=LZ=2    L.

      Da der Kreis L, C auf     1,01        kHz    abge  stimmt ist, besitzt die Filterkette für diese  Frequenz einen     Kurzschluss;    das     heisst        eine     Stelle unendlicher Dämpfung. Von dieser  Stelle steigt die     Übertragungskurve    nach       Fig.    2 bei tieferen     Frequenzen        rasch    zu ihrem  horizontalen Teil an.

   Die Stelle, an welcher  der horizontale Teil in den abfallenden Teil  übergeht, bezeichnet .man gewöhnlich als       "Abschneidefrequenz",    welche bei Einhal  tung der     angegebenen        Dimensionierungsvor-          schrift    etwa bei 7     kHz    liegt.  



  Sind L, und     L2    ungleich, so erhält man  nahezu gleich gute Ergebnisse, wenn  
EMI0003.0094     
    Dies bedeutet nämlich, dass L nunmehr  gleich der     Induktivität    von     L1    und     Lz        in     Parallelschaltung ist. Keine dieser Bezie  hungen ist besonders kritisch, ausgenommen  die     Abstimmung    des Kreises W auf 10     kHz.     



  Es sei hier darauf hingewiesen, dass die  Fallen W, und     W2    zur speziellen Unter  drückung     eines        Interferenztones    von 10     kHz     geeignet sind, während jedoch höhere     Inter-          ferenztöne    durch sie nicht unterdrückt wer  den.

   Die Falle     W    vermag jedoch ausser der  Unterdrückung     eines        Interferenztones    von  10     kl:lz    im     Zusammenwirken    mit den     Induk-          tivitäten        L,    und     L2    auch nach Art     eines              Tiefpassfilters    höhere     Interferenztöne    zu un  terdrücken.  



  Wie die Wirkung der Falle     W    die Ge  samtcharakteristik. des Empfängers, verbes  sert, ist in     Fig.    2     .gezeigt.    Darin zeigt die       gestrichelte    Kurve A     edie        Selektionskurve    des  Empfängers ohne Verwendung der Falle W;  es geht daraus hervor,     dass.    sowohl bei  10000 Hertz, als auch darüber, eine unge  nügende     Unterdrückung    vorhanden ist.

   Kurve  B zeigt die     Wirkung    beim     Vorhandensein    der  Falle     W;    aus ihr ist die     verbesserte        Selek-          tivitIt    gegenüber     Schwebungstönen    von  10     kHz    deutlich zu erkennen, wobei man  diese ohne     Beeinträchtigung    der Leistung       innerhalb    .des     benötigten    Niederfrequenz  bereiches von 50     bis    7.000 Hertz erhält.  



       Fig.    3 zeigt     eine    andere Form     einer    Nie  derfrequenzfalle, welche vorzugsweise anzu  wenden ist, wenn     L1    kleiner ist als     L2.    Die  nach     Möglichkeit        einzuhaltende    Beziehung       zwischen    den     Induktivitäten    ist:    (3)     L1        -f-        L3    =     L2    = 2 L.

           Wenn.        L,.    ,grösser ist als     L2,    wird vorzugs  weise die     Modifikation    nach     F'ig.    4 verwen  det, wobei die Beziehung erfüllt sein soll:  (4)     L1    =     L2        +        L4    = 2. L.

      Die     Modifikation    nach     Fig.    5 ermöglicht die  beste     Anpassung    an die genauen     Dimensio-          nierungsregeln    für     Tiefpassfilter,    wenn es  auch gewöhnlich nicht nötig     ist,    .die     Schal-          tung        bis    zu diesem Grade zu     verfeinern.    Es       sind        dann        zwischen    den     Induktivitäten    L,

         L1    und     L2    und dem Widerstand     BZ    der Laut  sprecherspule folgende     Beziehungen    einzu  halten:  (5)     L,.        -f-        L    3 =     L2        -I-        L4    =     2,    L und  
EMI0004.0071     
         Keine    .der obigen     Beziehungen    ist besonders  kritisch,     ausgenommen,        dass    L, C, wie bereits  festgestellt,

   in allen Fällen genau auf 10     kHz     abgestimmt     sein    soll.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Schaltung zur Aussiebung störender Töne in Geräten zur Tonfrequenzverstärkung mit einem als Falle wirkenden, aus einer Serien schaltung einer Spule und eines Konden sators gebildeten und auf eine zu unter drückende Frequenz abgestimmten Resonanz kreis (L, C), dadurch gekennzeichnet, dass der Resonanzkreis zwischen den Verbin dungsleitungen der Sekundärspule (L,)
    eines Ausgangstransformators und der Sprech spule (L2) eines Lautsprechers angeordnet ist, und dass die parallel zum Resonanzkreis (L, C) liegenden Induktivitäten, von welchen die eine mindestens zur Hauptsache aus der Sekundärspule (L,.) :
    des Transformators und die andere mindestens zur Hauptsache aus der Sprechspule (L_) besteht, in .derartigen Grössenverhältnissen gewählt sind, dass, sie zusammen. mit .dem Resonanzkreis (L, C) einen Tiefpassfilter mit einer Abschneide- frequent bilden, die niedriger als die durch den Resonanzkreis (L, C) unterdrückte Fre quenz ist. UNTERANSPRüCHE 1.
    Schaltung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass, die Induktivitäten der Sekundärspule (L,) und der Sprech spule (L2) mindestens annähernd die Be ziehungen L2 <I>=</I> L,. <I>=</I> 2)<I>L</I> erfüllen.
    2. Schaltung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Induktivitäten der Sekundärspule (L,) und der Sprech spule (L2) voneinander verschieden sind und mindestens annähernd die Beziehung EMI0004.0118 erfüllen.
    3. Schaltung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, da3 in Serie zu der Se kundärspule (L,) des Transformators eine zusätzliche Induktivität (L3) geschaltet ist, und dass mindestens annähernd die Be ziehung L1 + L3 = L2 = 2.<I>L</I> erfüllt ist. 4.
    Schaltung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet; dass in Serie zu der Sprechspule (L2) eine zusätzliche Induk- tivität (L4) liegt, und dass, mindestens an nähernd die Beziehung L1= L2 + L4 = 2 L erfüllt ist. - 5.
    Schaltung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass sowohl zur Sekundär spule (L,), als auch zur Sprechspule (L2) je eine zusätzliche Induktivität (Ls bezw. L4) in Serie geschaltet ist, und dass mindestens annähernd die Beziehung L, -I- Lg = L2 + L4 = 2. <I>L</I> erfüllt ist.
    6. Schaltung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Wider stand (BZ) der Sprechspule (L2), der In duktivität (L) und der Kapazität (C) des Resonanzkreises zum mindesten angenä hert die Beziehung EMI0005.0021 erfüllt ist.
CH186402D 1934-05-31 1935-05-29 Schaltung zur Aussiebung störender Töne in Geräten zur Tonfrequenzverstärkung. CH186402A (de)

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