CH186404A - Fernsehröhre und Verfahren zu deren Herstellung. - Google Patents

Fernsehröhre und Verfahren zu deren Herstellung.

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CH186404A
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  Fernsehröhre und Verfahren zu deren Herstellung.    Die Erfindung bezieht sich auf     eine     Fernsehröhre und auf     ein    Verfahren zu  deren Herstellung.  



  Die bisher bekannten Kathodenstrahl  röhren bestehen meistens aus einem Glas  kolben, an dessen einem Ende eine direkt  oder indirekt heizbare Kathode angeordnet  ist. Diese Kathode sendet Elektronen aus,  die mittels     Sammelelektroden    und einer oder  mehreren Anoden zu einem Bündel     vereinigt     werden. Es sind ferner inner- oder ausser  halb der Röhre elektrostatische oder elektro  magnetische     Ablenkorgane    angeordnet, die  dem Elektronenstrahl mittels einer geeigne  ten Wechselspannung eine Ablenkung geben  können. Diese Ablenkung macht es möglich,  den Elektronenstrahl irgendeine am Röhren  ende befindliche     Oberfläche    abtasten zu las  sen.

   Diese Oberfläche kann, wie es beim  Fernsehen üblich ist, aus einem fluoreszie  renden oder photoaktiven     Schirm    bestehen.  Von einem derartigen photoaktiven Schirm  kann Licht in elektrische Ladung umgewan-         delt    werden. Diese Schirme bestehen meist  aus einem isolierenden Träger, der auf der  einen Seite mit     einer        dünnen    Metallschicht       und    auf der andern Seite mit     einem    licht  empfindlichen Stoff überzogen ist. Dieser  lichtempfindliche Stoff wird derart ange  bracht, dass er eine sehr grosse Anzahl von  gesonderten Teilchen bildet. Es entsteht also  ein Mosaik aus kleinen lichtempfindlichen  Elementen.

   Als gemeinsame Gegenelektrode  sämtlicher Elemente tritt die auf der     andern     Seite des     Schirmes    befindliche     Metallschicht     auf. Die Elemente bilden mit dieser Schicht  Kondensatoren, von denen jeder eine Ladung  erhält, die von der auf das betreffende licht  empfindliche Element auftreffenden Licht  menge abhängig ist. Wird also auf den licht  empfindlichen     Schirm        ein    Bild projiziert, so  erhalten die verschiedenen Teilchen eine La  dung, die von der     Bildhelngkeit    abhängig  ist.

   Diese     Ladung    ist mithin für     eine    helle  Stelle des Bildes grösser als für eine     dunkle.     Die Ladungen     dieser    Teilchen werden     nua         von den Elektronen des Kathodenstrahls aus  geglichen, der     mittels    der     Ablenkplatten    der  art gesteuert wird, dass er den ganzen Schirm  punktweise abtastet.  



  Es ergibt sich nun, dass die Detailfülle,       sowie    die Helligkeit in hohem Masse von der  Grösse und der Beschaffenheit der durch die  photoaktiven Teilchen und die Gegenelek  trode gebildeten Kondensatoren abhängig  sind.  



  Bei dem Betrieb der Röhre besitzen die  Teilchen des Schirmes eine verschiedene La  dung, wie vorstehend erörtert wurde. Es  kann also     zwsichen    zwei ziemlich nahe bei  einander liegenden Teilchen ein erheblicher  Potentialunterschied bestehen, was zur Folge  hat, dass von dem Teilchen mit höherem Po  tential ein     Sekundärelektronenstrom    zu dem  Teilchen     mit    niedrigerem Potential- zu fliessen  anfängt, so dass die Ladung der beiden Teil  chen eine Änderung erfährt, die nicht von  einer Änderung der Lichtintensität herrührt.  Dies hat also eine     Verzerrung    des Bildes, so  wie eine Herabsetzung der Detailfülle zur  Folge.

   Ein weiterer Nachteil bei der Ver  aendung derartiger Schirme ist, dass bisher       die        Abtastung    durch den Kathodenstrahl auf  derselben Seite erfolgt, auf die das Bild  projiziert wird. Um diese Projektion zu er  möglichen, ist also der     Schirm    entweder  schräg zur     Röhrenaxe    oder schräg zu der     Axe     der Richtung, in der das Bild projiziert wird,  anzuordnen. Beiden Anordnungsweisen haf  ten     Übelstände    an.

   Bei der ersten Anord  nungsweise ist das projizierte Bild     unver-          zerrt.    Der Kathodenstrahl trifft jedoch den       Schirm    unter einem Winkel, so dass bei  einem kreisförmigen Querschnitt des Strahls  der Flecken auf dem Schirm die Form einer  Ellipse annimmt, was natürlich unerwünscht  ist. Bei der zweiten Anordnungsweise tritt  infolge der schrägen Projektion eine störende  Verzerrung     ein..    Es wurden bereits mehrere  Mittel zur Vermeidung oder zur Ausglei  chung dieser Fehler vorgeschlagen; sie erfor  dern jedoch alle einen     komplizierteren    Bau  der Röhre.

      Ein weiterer Nachteil dieser Röhren ist  der, dass die Sekundärelektronen, die von der  photoaktiven Schicht beim Auftreffen von  Licht ausgesendet werden, in denselben Raum  gelangen wie die Sekundärelektronen, die  vom Kathodenstrahl beim Auftreffen auf  den     Schirm    ausgelöst werden. Diese zwei       Sekundärelektronenduellen    beeinflussen sich  also gegenseitig, was ebenfalls einen nach  teiligen Einfluss auf das Bild und die Detail  fülle hat.  



  Zur Vermeidung dieser Nachteile wurde  bereits vorgeschlagen, einen Schirm zu ver  wenden, auf dessen eine Seite das Bild proji  ziert wird und dessen andere Seite vom Ka  thodenstrahl abgetastet wird. Es können auf  diese Weise die durch das Auftreffen des  Kathodenstrahls entstandenen Sekundärelek  tronen und die durch die photoaktive Wir  kung entstandenen Sekundärelektronen ge  trennt gehalten werden.  



  Die Erfindung bezieht sich auf eine mit  einem derartigen Schirm versehene     Fernseh-          senderöhre    und auf ein Verfahren zur Her  stellung dieser Röhre.  



  Eine Röhre gemäss der Erfindung kann  folgende Vorzüge aufweisen: Sehr grosse  Empfindlichkeit, befriedigende Detailfülle  des ausgesandten Bildes und grosse Hellig  keit, grossen Isolationswiderstand zwischen  den Teilchen des Mosaikschirmes. Des wei  teren kann noch das einfache und billige  Herstellungsverfahren der erfindungsgemässen  Röhre erwähnt werden.  



  Eine Röhre gemäss der Erfindung weist  einen Schirm der nachfolgenden Bauart auf.  Der Schirm besteht aus einem Draht  geflecht, dessen Drähte mit elektrisch isolie  rendem Material überzogen sind. In den Öff  nungen dieses Drahtgeflechtes ist elektrisch  leitendes Material     angebracht.    Ein Geflecht  mit zum Beispiel<B>1600</B> bis<B>16000</B> Maschen  pro     cm2    ist     brauchbar.    Bei diesem Geflecht  ist das Verhältnis des offenen Raumes zu  den Drähten zweckmässig verhältnismässig  gering, da die Drahtstärke aus Festigkeits  gründen nicht zu gering gewählt     werden     kann,

             Bei    dem erfindungsgemässen Verfahren  zur Herstellung von Röhren der beschriebe  nen Gattung wird ein aus einem Metall  geflecht bestehender Schirm geätzt, um die  Öffnungen des Geflechtes zu vergrössern.  Nach dem     Ätzvorgang    werden die Drähte  des Geflechtes mit elektrisch isolierendem  Material überzogen und elektrisch leitendes  Material in die Öffnungen gebracht. Da es  bei einem gewöhnlichen Geflecht, bei dem  die Schuss- und Kettendrähte aufeinander  liegen, schwierig ist, die Drähte vollkommen  mit isolierendem Material zu umhüllen, wird  das Geflecht zweckmässig zuvor     flachgepresst,     zum Beispiel unter schweren Walzen, wo  durch die Drähte teilweise ineinander ge  drückt werden.

   Die hierdurch auftretende  Verkleinerung der Öffnungen wird durch das       Ätzverfahren    wieder aufgehoben. Hierzu  kann der gepresste Schirm in ein Bad eines  das Material des Geflechtes angreifenden  chemischen Stoffes eingeführt werden, wo  durch der Durchmesser der Drähte verklei  nert und somit die Öffnungen vergrössert  werden.  



  Das elektrisch leitende Material, welches,  nachdem die Drähte mit elektrisch isolieren  dem Material überzogen sind, in die Öffnun  gen gebracht wird, kann aus Silber bestehen.  Zweckmässig wird es auf einer Seite akti  viert. Wenn das elektrisch leitende Material  aus Silber besteht, kann es auf bekannte  Weise oxydiert und dann mit einem photo  aktiven Stoff überzogen werden.  



  Die Erfindung wird anhand der ein Aus  führungsbeispiel einer erfindungsgemässen  Fernsehröhre darstellenden Zeichnung näher  erläutert.  



       Fig.    1 stellt teilweise in schaubildlicher  Ansicht und teilweise im Schnitt eine Röhre  gemäss der-Erfindung dar;       Fig.    2     zeigt    in stark vergrössertem Mass  stab einen Teil des Drahtgeflechtes des Schir  mes dieser Röhre;       Fig.    3 stellt einen Schnitt nach der Linie       3--3    in     Fig.         3    dar, und       Fit,    4 stellt den fertigen Schirm dar.    In     Fig.    1 bezeichnet 10 den entlüfteten  Glaskolben, der aus einem engen zylindri  schen Teil 12 und einem     erweiterten    Teil 14  besteht, der von einem nahezu flachen Ende  16 geschlossen ist.

   An dem Teil 12 ist die       Quetschstelle.befestigt,    durch welche die Zu  führungsdrähte zu dem auf der Quetschstelle  angeordneten     Elektrodensystem    18 hindurch  geführt sind. Das     Elektrodensystem    besteht  aus einer indirekt heizbaren Kathode 22,  einem Steuergitter oder     -scheibe    24 und einer  ersten Anode 26. Durch     Anlegung    geeigne  ter Potentiale an die verschiedenen Teile  wird ein Elektronenstrahl 28 erzeugt, der  von der Kathode weg längs der Röhrenachse  gerichtet ist.

   Mittels elektrostatischer oder  elektromagnetischer     Ablenkelektroden    30 und  32, an die geeignete Wechselspannungen an  gelegt werden, wird bewirkt,     dass    der am  Ende der Röhre angeordnete Schirm vom  Elektronenstrahl abgetastet wird. Eine zweite  Anode 54, die zur weiteren Konzentration  des Elektronenstrahls und zur Beschleuni  gung dient, ist als leitende Schicht auf der  Innenwand des zylindrischen Teils 14 vor  gesehen. Diese Anode dient ausserdem zum  Sammeln der beim Auftreffen des     Elek-          trodenstrahls    auf dem Schirm ausgelösten  Sekundärelektronen.  



  Der Mosaikschirm 34 weist als Grund  elektrode ein Drahtgeflecht auf, das, wie  aus den     Fig.    2 und 4 ersichtlich ist, aus  feinen Drähten besteht. Diese Drähte wer  den mit einem Isolierstoff 38     (Fig.    4) über  zogen, worauf in die Maschen 42 des Ge  flechtes Silber oder ein sonstiges leicht     oxy-          dierbares    Metall 40     eingepresst    wird. Der  Schirm wird dann     mittels    Einführungsdrähte  44 in der Röhre angeordnet und die Ober  fläche 46 wird während der     Entlüftung    nach  einem für die Herstellung von Photozellen  bekannten Verfahren aktiviert.

   Auf der  Seite, wo das Bild projiziert wird, ist vor  dem Schirm 34 eine Hilfsanode 48 angeord  net, welche die beim     Auftreffen    von Licht  auf die Oberfläche 46 entstandenen Sekun  därelektronen ansammelt,      Der Mosaikschirm 34 kann wie     folgs    her  gestellt werden:  Der Schirm wird flach gepresst, zum Bei  spiel dadurch, dass er durch eine schwere  Walze hindurchgezogen wird. Dann wird  die offene Oberfläche durch Ätzung in einem  Bad eines chemischen Stoffes vergrössert. Zur  Erhaltung einer gleichmässigen Vergrösse  rung der Öffnungen ist die Wahl des Mate  rials des Geflechtes und die des Ätzmittels  von Wichtigkeit. Es ist ferner der Umstand  zu berücksichtigen, dass der zu     benutzende     Isolierstoff an dem einen Stoff viel besser als  an dem andern haftet.

   Als geeignete Metalle  haben sich zum Beispiel Nickel,     Monelmetall     und rostfreier Stahl     erwiesen.    Als Ätzmittel  kommt für Nickel eine 60%ige Lösung von  Salpetersäure in Wasser in Frage. Erfolgt  in diesem Fall der     Ätzvorgang    bei etwa  30   C, so beträgt die erforderliche Zeit etwa  45 Sekunden.

   Bei rostfreiem Stahl kann 35  bis 40% Königswasser bei etwa<B>30'</B> benutzt       wenden.    Bei     :diesem        Ätzverfahren    wird das  Material gleichmässig angegriffen, insbeson  dere wenn dem Bad ein     wenig        Eisenstaub     oder ein sonstiges Metall zugesetzt     wird.     Nach dem     Itzvorgang    wird der Schirm zur  Entfernung des     Ätzmaterials    in einem Al  kalibad abgespült.

   Da infolge des     Ätzvor-          ganges    ein grosser Teil des Drahtes entfernt  wird, ist es vorteilhaft, den Schirm nach dem  Ätzen und dem Spülen galvanisch zu ver  nickeln oder zu     versilbern.    Es ist dabei dar  auf zu achten, dass sich eine möglichst dünne  Schicht bildet, um zu verhindern, dass die  Öffnungen angefüllt werden.  



  Der auf diese Weise präparierte Schirm  wird dann mit einer     Schicht    aus Isolierstoff  überzogen. Zu diesem Zweck eignet sich ins  besondere ein Gemisch von Feldspat, Borax  und Quarz mit einem geeigneten     Bindemittel,     z. B.     Kobaltoxyd.    Dieser Isolierstoff wird  durch Aufspritzen auf das Geflecht auf  gebracht.     Eintauchung    in ein Bad dieses Iso  liermaterials ist weniger geeignet, da in die  sem Fall die Öffnungen leicht angefüllt wer  den. Der Schirm wird     dann,    zur Verglasung    des Isoliermittels auf eine ziemlich hohe  Temperatur erhitzt.  



  Nach dem Erhitzen oder Backen werden  die im Schirm vorhandenen Öffnungen mit       einer    aus     Silber    oder sonstigem Metall und  einem geeigneten Bindemittel "bestehenden  Paste angefüllt. Es ist ferner möglich, Silber  oxyd oder ein sonstiges leicht reduzierbares  Oxyd in das Gitter einzupressen. Dieses  Oxyd wird durch Erhitzung reduziert. Bei       Verwendung    von     Silber    kann     letzteres    oxy  diert werden. Der Schirm kann nun in der  Röhre angeordnet werden.  



  Während der Entlüftung wird eine Seite  des     Schirmes    34 durch Verdampfung von  Cäsium oder gemäss einem andern     Aktivie-          rungsverfahren    aktiviert.  



  Die Wirkung der beschriebenen Fernseh  röhre ist folgende:  Ein Bild des Gegenstandes 50     wird    un  ter Vermittlung einer Linse 52 auf den  Mosaikschirm     (Fig.    1) projiziert, dessen Teil  chen eine Ladung annehmen, die von der  auffallenden Lichtmenge abhängig     ist.    Die  dabei ausgesandten Sekundärelektronen wer  den von der Anode 48 aufgefangen. Der  Kathodenstrahl 28 wird vom System 26 auf  dem Schirm konzentriert und mittels der Ab  lenkmittel 30 und 32     wird    die Oberfläche  des Mosaikschirmes abgetastet.

   Der Katho  denstrahl 28 neutralisiert die positiven La  dungen der Teilchen des Schirmes.     Etwaige     durch das Auftreffen des Kathodenstrahls  aufgelöste Sekundärelektronen werden von  der Anode 54 aufgefangen, deren Potential  etwas weniger positiv in bezug auf die Ka  thode ist als die Anode 48. Der Mosaikschirm  kann ferner auf bekannte Weise mit der  Anode 54 einen Ausgangskreis bilden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRüCHE I. Fernsehröhre, dadurch gekennzeichnet, dass sie einen photoaktiven Schirm ent hält, auf dessen einen Seite das Bild projiziert wird und dessen andere Seite vom Kathodenstrahl abgehärtet wird, und der aus einem mit elektrisch isolier tem Material überzogenen Drahtgefleght besteht, in dessen Öffnungen elektrisch leitendes Material angebracht ist.
    II. Verfahren zur Herstellung einer Fern sehröhre nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass der Schirm aus Metallgeflecht geätzt wird, um die Öffnungen des Geflechtes zu vergrössern, worauf die Drähte mit elektrisch isolie rendem Material überzogen werden und in den Öffnungen elektrisch leitendes Material angebracht wird. UNTERANSPRüCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass das elektrisch leitende Material auf einer Seite aktiviert wird. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass das Metall geflecht vor dem Ätzvorgang flach ge presst wird. ä. Verfahren nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass das Metall geflecht nach dem Ätzvorgang auf elek trolytischem Wege mit einem andern Metall bedeckt wird.
CH186404D 1934-12-21 1935-12-17 Fernsehröhre und Verfahren zu deren Herstellung. CH186404A (de)

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