CH186462A - Verfahren zur Darstellung von Nebennierenrindenhormon enthaltenden Präparaten. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Nebennierenrindenhormon enthaltenden Präparaten.

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CH186462A
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adrenal cortex
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ammonia
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dioxyphenyl
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Aktiengesellsc Farbenindustrie
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Ig Farbenindustrie Ag
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  Verfahren zur Darstellung von     Nebennierenrindenhormon    enthaltenden Präparaten.    In dem Hauptpatent     Nr.178688    ist ein  Verfahren zur Darstellung von Nebennieren  rindenpräparaten, die frei von     1-(3,4-Dioxy-          phenyl)-2-methylaminoäthanol-1    sind, be  schrieben, bei welchem man die Neben  nierenrinde oder aus ihr gewonnene Präpa  rate oder auch die gesamte Nebenniere oder  aus ihr gewonnene Präparate mit Formal  dehyd oder Formaldehyd abspaltenden Ver  bindungen behandelt und gegebenenfalls  nach erfolgter Einwirkung den überschüssi  gen Formaldehyd entfernt.  



  Bei weiterer Bearbeitung dieses Gebietes  wurde gefunden, dass es besonders für die  Technik zweckmässig ist, bei der Darstel  lung von kein     1-(3,4-Diogyphenyl)-2-methyl-          aminoäthanol-1    enthaltenden Lösungen des       Nebennierenrin:denhormons    ,gemäss dem Ver  fahren des Hauptpatentes Nr.<B>178688</B> zu  nächst die Hauptmenge des in der Neben  nierensubstanz enthaltenen     1-(3;

  4-Diogy-          phenyl)-2-methylaminoäthanol-1    durch Zu-    Satz von Ammoniak zur     Abscheidung    zu  bringen und das nach einigem Stehen aus  gefällte     1-(d,4-Diogyphenyl)-2-methylamino-          äthanol-1    durch Filtration zu     entfernen.     Durch Behandlung so     vorgereinigter        Eg-          traktlösungen    mit Formaldehyd oder Formal  dehyd     abspaltenden        Mitteln    .gemäss dem Ver  fahren des     Hauptpatentes    Nr.

   178688 ist es  möglich, die noch in den     Extrakten    ver  bliebenen     geringen    Mengen     1-(3,4-Diogy-          phenyl)-2-methylaminoäthanol-1    unwirksam  zu machen. Zur Vermeidung von     Zersetzun-          gen    des     Nebennierenrindenhormons    führt  man     die    Ausfällung des     1-(3,4-Diogyphenyl)

  -          2-methylaminoäthanol-1        mit    Ammoniak  zweckmässig in der Kälte aus     und        verwendet     man zweckmässig das     Ammoniak        nicht        in     grösserem Überschuss.  



       Man        kann    das Verfahren beispielsweise  so ausführen, dass man nach beliebigen Ver  fahren gewonnene     Nebennierenrindenegtrakte     nach und nach mit einer     verdünnten    wässe-           rigen        Ammoniaklösung    unter guter Küh  lung versetzt, bis die Lösung deutlich       ammoniakalisch    reagiert, das Ganze in     Eis     stehen     lässt    und darauf von ausgefallenem       1-(3,4-Dioxyphenyl)

  -2-methylaminoäthanol-1     absaugt oder     abschleudert.    Für die Behand  lung des Filtrates gemäss dem Verfahren des       Hauptpatentes    ist es nicht erforderlich, den       1Tberschuss    an Ammoniak vorher zu neutrali  sieren, da das überschüssige Ammoniak mit       Formaldehyd        in        Hexamethylentetramin    über  geführt     wird.    Mit gleichem Erfolg lässt sich  das Verfahren auch so,     ausführen,    dass man  die     Entfernung    des     1-(3,4-Dioxyphenyl)

  -          2-methylaminoäthanol-1    mit Hilfe von Am  moniak bereits bei der     Darstellung    der Ex  trakte vornimmt; so     kann    z. B. die gesamte  Nebenniere     bezw.    die     Nebennierenrinde    mit  schwach     ammoniakalischem    Wasser extra  hiert, der erhaltene wässerige Extrakt von  ungelösten wässerigen Bestandteilen befreit  und darauf     _dem    Verfahren gemäss dem       Hauptpatent        unterworfen    werden.  



  Das     erfindungsgemässe        Verfahren,    hat den  Vorzug, dass es gleichzeitig die technische       Gewinnung    des     Nebennierenmarkhormons     und des     Nebennierenrindenhormons.    gestattet,  und dass so gewonnene Lösungen des     Neben-          nierenrindenhormons,        wie        Versuche    ergaben,  nur wenig unspezifische Ballaststoffe ent  halten.

      <I>Beispiel</I>    Frische     Nebennieren    werden gemahlen  und mit Wasser, dem pro Liter 1-2)     cm@     konzentrierte     Ammoniaklösung    zugesetzt  wurde, extrahiert.     Während    der Extraktion  wird darauf geachtet,     dass1    die Reaktion des       Gemisches    gerade schwach     ammoniakalisch     bleib- Die Lösung wird vom     Drüsenmaterial          abgepresst        und    filtriert. Der     Pressrückstand     wird ein zweites Mal in gleicher Weise mit       Ammoniakwasser    ausgezogen.

   Die     vereinten     Extrakte werden rasch     neutralisiert        und    auf  ihres Volumens     eingeengt.    Das     Konzen-          trat    enthält noch wenig     1-(3,4-Dioxyphenyl)-          2-methylaminoäthanol-1,    das durch Behand  lung mit Formaldehyd gemäss dem Patent-         anspruch    des Hauptpatentes.     unwirksaiii    ge  macht wird.  



  <I>Beispiel 2:</I>       Ein    nach beliebigem Verfahren herge  stellter     Nebennierenegtrakt,    der einen star  ken Gehalt an     1-(3;4-Dioxyphenyl)-2@-methyl-          aminoäthanol-1    aufweist, wird soweit im  Vakuum unter     C0,-Atmosphäre    eingeengt,  dass 1 cm' Lösung =     etwa        10-15    g Drüsen  entspricht. Unter guter Kühlung     wird    so  lange konzentrierte     Ammoniaklösung    zuge  setzt, bis     Curcumapapier    deutlich     gebräunt     wird.

   Reibt man jetzt mit dem Glasstab ab,  so beginnt -das     1-(3,4-Diogyphenyl)-2-methyl-          aminoätha-nol-1        auszukristallisieren.    Sobald  die Fällung vollständig ist,     wird    abgesaugt       und    das Filtrat zur Entfernung letzter, in  Lösung verbliebener Reste des     1-(3,4-Dioxy-          phenyl)-2:-methylaminoäthanol-1        gemä5    dem  Patentanspruch des Hauptpatentes mit  Formaldehyd behandelt. Sodann wird die  Lösung mit     Salzsäure    auf schwach saure       Reaktion    eingestellt.  



  Da in manchen Fällen die bei obiger  Arbeitsweise     entstehenden        Ammoniumsalze          zweckmässigerweise    vermieden werden, kön  nen die Extrakte bis zum     Neutralpunkt    mit       verdünnter    Natronlauge versetzt und erst  dann mit     Ammoniaklösung    behandelt werden.

    Mit sehr     geringen    Mengen     Ammoniaklösung          kommt    man aus, wenn man dem meist sauren  oder neutralen     Nebennierenextrakt    eine       kleine    Menge     Ammoniaklösung    oder einer  wässerigen Lösung eines     Ammoniumsalzes,     wie z. B.     Ammoniumchlorid,        zusetzt    und  dann so lange verdünnte Natronlauge zu  gibt, bis     das    gebundene     Ammoniak    frei     wird     und das     1-(3,4-Dioxyphenyl)-2-methylamino-          äthanol    ausfällt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung von Neben nierenrindenhormon enthaltenden Präparaten, die frei sind von 1-(3,4-Dioxyphenyl)-2- methylaminoäthanol-1, dadurch gekennzeich net, dass man Nebennierenrindensubstanz mit Ammoniak behandelt und die so vom gröss ten Teil des 1-(3,4-Dioxyphenyl)-2-methyl- aminoäthanol-1 befreiten Produkte dem Ver fahren nach dem Patentanspruch des Haupt patentes unterwirft. UNTERANSPRüCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Nebennieren rinde als Ausgangsstoff verwendet. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man eine aus Neben nierenrindensubstanz erhaltene wässerige Extraktlösüng als Ausgangsstoff ver wendet.
CH186462D 1934-01-23 1935-01-15 Verfahren zur Darstellung von Nebennierenrindenhormon enthaltenden Präparaten. CH186462A (de)

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