CH186518A - Verfahren zur Bildung von regelmässig geformten Fadenwickeln. - Google Patents

Verfahren zur Bildung von regelmässig geformten Fadenwickeln.

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CH186518A
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Aktiengesellsc Farbenindustrie
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Ig Farbenindustrie Ag
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  • Spinning Methods And Devices For Manufacturing Artificial Fibers (AREA)

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  Verfahren     zar        Bildunevon    regelmässig geformten Fadenwickeln.    Es sind Verfahren bekannt, bei denen der  frisch gesponnene     gunstseidefaden    in mit  hoher Drehzahl laufenden Spinntöpfen,  sogenannten     Spinnzentrifugen    abgelagert  wird. Die Fadenablage kann hierbei in einem  sich drehenden .seichten Topf ganz ohne jede       Changierung    des Topfes oder des Spinntrich  ters geschehen.     Bei    Verwendung von     hoch-          wandigen    Töpfen wird der Faden gewöhnlich  durch einen senkrecht changierenden Spinn  trichter zu gekreuzten Fadenwickeln abge  legt.

   Doch ist auch vorgeschlagen worden,  einen stillstehenden Spinntrichter zu ver  wenden und dem Spinntopf     eine    changie  rende     Bewegung    in senkrechter Richtung zu       erteilen,    um eine kreuzweise Wicklung des  Fadens zu erzielen.  



  Auch sind verschiedene Verfahren und       Vorrichtungen    vorgeschlagen worden, welche  darauf abzielen, Wickel auf horizontalen  Scheiben aufzubauen, in denen die Fäden  kreuzweise abgelagert sind, sei es, dass sie    ohne Zuhilfenahme eines     starren        Garnträgers     der Wäsche oder chemischen Weiterbehand  lung     unterzogen    werden sollen, sei es, um  gut ablaufende,     formbeständige    Wickel zur  direkten     Verwendung    auf den Verarbeitungs  maschinen herzustellen.

   Allen diesen zur  Herstellung solcher Wickel     benutzten-Vorrich-          tungen        ist        das    Merkmal gemeinsam,     da.B    das       Aufnahmeorgan        ausser        der     noch eine zusätzliche Hin- und     Herbewegung     in horizontaler Richtung ausführt.  



  Gegenstand der nachstehend beschrie  benen Erfindung     ist    ein Verfahren, welches  die Fäden ,zu Wickeln kreuzweise in jeder  gewünschten     Anordnung    auf einer horizon  talen Scheibe     abzulagern    .gestattet, ohne     dass     das scheibenförmige Aufnahmeorgan neben  der Drehbewegung noch eine zusätzliche       Hin-    und     Herbewegung    auszuführen braucht.

    Nach dem Verfahren der     Erfindung    werden  mit einer nur drehenden     Bewegung    des     Auf-          nahmeorganes    in     einem    ruhenden Lager die      Fäden in regelmässig geformten Wickeln ab  gelagert.

   Es     wurde    nämlich .gefunden,     dass     eine kreuzweise Ablagerung der Fäden zu  einem formbeständigen Wickel     auf    einer       rotierenden    Scheibe ohne     Zuhilfenahme    eines  Fadenführers und ohne     Kombination    zweier       Bewegungen    erreicht     wird,    wenn man die  Drehzahl der Scheibe, auf welcher der Faden  sich ablagert,     einem    periodischen Wechsel       unterwirft.    Dies kann     zum    Beispiel da  durch geschehen, dass man ein     Regelgetriebe,

       zum Beispiel ein     PIV-Getriebe,    durch eine  geeignete     Kurve        steuert,        so,dass    ,die von dem  Getriebe     vermittelte        Bewegung    in     bestimm-          ter    Weise periodisch beschleunigt oder ver  langsamt wird.

   Es spielt sich hierbei der  Vorgang ab, dass sich ,der auf der     ;Scheibe    ab  lagernde Faden bei höherer Drehzahl der  Scheibe ganz von allein nach der     Mitte    :der  Scheibe zu     ablagert,    während sich bei ver  ringernder Drehzahl der Scheibe der sich ab  lagernde Faden von allein     nach    aussen ver  lagert.

   Es entstehen dadurch bei der     Hin-          und        Herbew        bflung    sich überkreuzende Spi  ralen, die dem Wickel     bezw.    dem Kuchen ein  mehr oder weniger dichtes oder lockeres Ge  füge verleihen.     Im.        allgemeinen        entstehen    bei       hofier    Drehzahl der Scheibe ganz von selbst       Ablagerungen    der Fäden     in    engen Durch  messern, bei langsamer Drehzahl :der     .Scheibe     jedoch Ablagerungen in weiten     DurcUmes-          sern.     



  Das Verfahren der     Erfindung    ist beson  ders geeignet zur Ablage von frisch gespon  nenen     Kunstseidefäden    in Wickelform. Die  frisch gesponnenen Fäden werden hierbei  durch eine mit konstanter Geschwindigkeit  zudrehende     Galette    von der Düse abgezogen  und zweckmässig ohne jede Fadenführung  frei fallend dem scheibenförmigen Auf  nahmeorgan     zugeführt.    Auch der nachbehan  delte,

   noch nasse oder     getrocknete    Kunst  seidefaden kann     im        gezwirnten    oder nicht     ge-          zwirnten        Zustande    nach dem Verfahren zu  formbeständigen     Wickeln    aufgebaut werden,  in denen     die    Fäden     kreuzweise    abgelagert  sind.  



  Die Art und Form der Wickel hängt    ganz von :der Periode der Drehzahlschwan  kungen ab. Die Struktur des Kuchens     kann     nun dadurch noch in der verschiedensten       Weise    modifiziert werden, dass man     die     Drehzahlen der Aufnahmescheibe     einer    dop  pelten     geregelten        Änderung        unterwirft.    Wie  diese     Änderungen        beispielsweise        variiert    wer  den können, mögen die beigelegten Dia  gramme deutlich machen, in welchen auf der  senkrechten Achse :

  die Drehzahlen     y,    29,       3y   <B>...</B> auf der waagrechten Achse die ein  zelnen     Zeitteile   <I>x,</I>     2@x,   <I>3x</I><B>...</B> aufgetragen  sind. Wie man     sieht,    wird nach Diagramm  1 der Kuchen so gebildet, dass von Anfang  bis zum Ende der     Kuchenbildung,die    Dreh  zahlen beispielsweise innerhalb je 5 Sekun  den von derselben Höhe bis zu derselben  Tiefe auf- und     niedergehen.    Dabei verläuft  die gezeichnete Geschwindigkeitskurve     im     wesentlichen     sinusförmig.     



  Nach Diagramm 2 wird ein fächerför  miger Aufbau des Kuchens     dadurch    erzielt,  dass die     Drehzahlen        verhältnismässig        langsam     von der Tiefe bis zu     einer        konstanten    Höhe  ansteigen und nachher sehr steil wieder zu  derselben Tiefe abfallen.    Diagramm 3 zeigt eine andere Bildungs  weise des Kuchens.

   Hier durchläuft     in    den       Zeitteilen    von     g    Sekunden die     Geschwindig-          keit    kleinere Intervalle, jedoch verändern  sich auch hier die Drehzahlen im ganzen in  denselben Grenzen wie bei     Kurve    1. Die  geringste Drehzahl wird aber erst     zum    Schluss  der     Kuchenbildung,    also zum Beispiel 3- oder  4     Stunden    nach Spinnbeginn, erreicht. Die  ser baut sich infolgedessen durch     übereinan-          dergelegte        kleine    Breiten langsam von innen  nach aussen auf.  



  Sinngemäss tritt das Spiegelbild hiervon  ein nach     Diagramm    4.  



  Man kann dem Kuchen auch durch eine  geeignete Zusatzsteuerung des Regelgetriebes  einen     tafelbergartigen    Aufbau verleihen, in  dem man zum Beispiel     die    Drehzahlen der  Scheibe nach Diagramm 5 steuert. Hier  lagert sich der Kuchen     zu    Beginn des Spin  nens in der     ganzen    Breite ab, um im Ver-      lauf seines     Querschnittes    zu einem gleich  schenkligen Trapez anzuwachsen.  



  Umgekehrt     kann    auch dieser Vorgang  spiegelbildmässig umgedreht werden, indem  nach Diagramm 6 anfänglich die Ablagerung       in    geringer Breite, zum     Schlusse    aber bis zur  ganzen Breite erfolgt. Da hier jede Faden  lage     breiter        ist    als die vorangehende, biegt  sie sich an beiden Enden nach innen,     so,dass     der fertige Kuchen die gezeichnete runde  Form hat.  



  Es liegt auf der Hand, dass durch die  verschiedensten technischen     Einrichtungen     bekannter Art die verschiedensten Kombina  tionen solcher     Kuchenbildungen    hervorge  rufen werden können, Kombinationen, die  hier nicht alle aufgeführt zu werden brau  chen, die jedoch alle dem gemeinsamen Bil  dungsgesetz solcher Kuchenwinkel unter  liegen, was eben in der     bewusst    gesteuerten  Veränderung der Drehzahlen einer über einer  ruhenden Spindel kreisenden Aufnahmeplatte  gegeben     ist,    die ihrerseits in -der verschieden  sten Weise vor sich gehen kann.  



  So     werden    nach Diagramm 7 die Dreh  zahlen der Scheibe in der Weise gesteuert,  dass sie von einer stets gleichbleibenden Tiefe  aus auf eine Höhe aufgehen, welche bei  jeder Periode allmählich abnimmt. Dement  sprechend. lagert sich der Kuchen zu Beginn  des     Spinnens    in der ganzen Breite ab, um  im Verlauf eines Querschnittes zu einem  rechtwinkligen Trapez anzuwachsen.  



  Nach Diagramm 8     wird    -die Drehzahl der  Aufnahmescheibe auch periodisch geändert.  Von einer absoluten Tiefe ausgehend steigt  zuerst am Anfang jeder Periode die Dreh  zahl bis zu einer absoluten Höhe, so dass  hierbei die Ablagerung des Kuchens in der  grössten Breite erfolgt. Hierauf sinkt die  Drehzahl auf eine     zwischen    dem Minimum  und dem Maximum liegende mittlere Tiefe,       steigt    wieder auf eine unter dem     Maximum       liegende     mittlere    Höhe, um nachher wieder  auf die     absolute        Tiefe    niederzugehen.

   Dem  entsprechend lagert sich der Kuchen von .der  Innenseite ausgehend auf einem Teil der  grössten     Breite    ab, dann nach der     erwähnten          Tlmkehr,der    Drehzahländerung :an der mitt  leren Tiefe über eine Strecke von     dem.    Um  kehrpunkt aus nach innen und schliesslich  nach der erwähnten Umkehr der Drehzahl  änderung an der     mittleren    Höhe von dem  Umkehrpunkt aus wieder nach     aussen    bis an  den Kuchenrand. Dieser Ablagerungsvorgang  ist aus der     Zeichnung    ersichtlich.  



  Im übrigen wird ausdrücklich     hinzu-          gefügt,        dass    die in der Zeichnung wieder  gegebenen Ablagerungsvorgänge nur schema  tischer Natur sind und sein können. Es wir  ken auf die Formung der Ablagerungskuchen  noch gewisse andere Faktoren ein, die der  Vorausberechnung nicht ohne weiteres zu  gänglich sind, zum Beispiel Dicke des ge  sponnenen     Titers;        Säuregehalt,des    ablaufen  den     Fadens,    Höhe -der     Galette    über der Ab  lagerungsscheibe und dergleichen Einflüsse  mehr.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Bildung von regelmässig geformten Fadenwickeln, wobei der senk recht von oben zugeführte, frei hängende Faden auf einer sich drehenden Scheibe ab gelegt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehzahl der Scheibe periodischen Schwan kungen unterworfen wird. # UNTERANSPRUCH Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehzahlen des Auf- nahmeorganes nach einer bestimmten Kurve verändert werden, welche der gewünschten Formung des Wickels entspricht.
CH186518D 1934-06-23 1935-06-20 Verfahren zur Bildung von regelmässig geformten Fadenwickeln. CH186518A (de)

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