Reibfläche an Zündholzbehältern. Es wurde bei Zündholzbehältern aller Art bereits vorgeschlagen, .einen Teil der Reib fläche von Reibmasse frei zu lassen oder mit einer glatten, einer wesentlichen Abnützung nicht unterworfenen Deckschicht zu versehen, welche den Kopf (die Zündmasse) des Bar überstreichenden Zündholzes lediglich leicht vorwärmen sollte, so dass beim Übergang des Zündholzes auf die eigentliche Reibfläche die Zündung sicher und ohne allzugrossen, oft ein Abspringen des Zündholzkopfes verursachen den Druck gewährleistet war.
Im Gegensatz hierzu wird gemäss der vor liegenden Erfindung für die stellenweise Ab deckung der Reibfläche eine Masse gewählt, die sich bei Gebrauch nach einer gewissen Zeit so abnützt, dass die darunter befindliche Reibfläche freigelegt wird. Hierdurch kann verhindert werden, dass unnötigerweise schon vom Anbeginn des Gebrauches :der Zündholz schachtel die Zündhölzer über die ganze Reibfläche geführt werden und - wie dies häufig der Fall war - die Reibfläche ver braucht ist, bevor der Inhalt der Packung verbraucht ist.
Wenn mit fortschreitendem Verbrauch .der Packung die nicht mit _der Deckschicht überzogenen Teile der Reib fläche sich immer stärker abnützen, werden zufolge der gleichfalls fortschreitenden Ab nützung der Deckschicht selbsttätig frische Reibflächen frei, die dann für den Rest der Packung zur Verfügung stehen.
Hierdurch unterscheidet sich die erfin dungsgemässe Ausbildung der Reibfläche vorteilhaft von bereits bekannten Zündholz packungen, wo die .Reibfläche teilweise von einer verschiebbaren Schutzkappe abgedeckt ist, oder Reibstreifen auf besonderen Trägern einzeln bezw. in ganzen Stapeln. auswechsel bar angeordnet sind, so dass zur Freilegung bezw. Darbietung frischer Reibflächen be sondere Massnahmen erforderlich sind.
;Auch verteuern die eben erwähnten, be reits bekannten Anordnungen die Zündholz schachtel wesentlich und erfordern für ihre Herstellung bezw. Anbringung besondere .Schritte, welche den einheitlichen Gang der Fabrikation stören. Die erfindungsgemässe Wahl der Deck schicht erweist sich besonders dann Vorteil haft, wenn sie in an sich bekannter Weise zur Bildung von Reklamezeichen herangezogen wird.
Da die Schicht nur vorübergehend die darunter befindliche- Reibfläche wirkungslos macht, so kann ein verhältnismässig grosser Teil derselben für Reklamezwecke ausge nützt werden, so dass man beider Unterbrin gung von Reklametext und Reklamezeichen eine wesentlich grössere Freiheit besitzt.
Dabei kann es in manchen- Fällen, ins besondere um die Reibfläche möglichst für die Unterbringung von Reklame auszunützen, Vorteilhaft sein, dem Material der Deck schicht Reibmasse beizumengen. Dieser Zu satz kann dabei innerhalb weiter Grenzen ge ändert werden, wobei man soweit gehen kann, die Deckschicht selbst aus der Reib masse herzustellen, so dass sie als stellenweise Verstärkung der Reibfläche anzusehen ist.
Für eine besonders wirkungsvolle Re klame kann die Deckschicht aus einer oder auch mehreren Druckfarben bestehen, deren Tönungen voneinander und von der Reib fläche verschieden sein können. Dabei kann man den Druckfarben Leuchtmassen (Leucht farben) beimengen, damit die Ankündigun gen auch im Finstern sichtbar sind.
Das Aufbringen der Deckschicht kann durch Aufdrucken, Aufspritzen und schliess lich auch-durch Aufstreichen erfolgen, wobei sich dieser Aufbringungsvorgang zweck mässig unmittelbar an den Herstellungsvor gang der Zündholzbehälter anschliesst.
Eine zur Herstellung von Deckschichten brauchbare Masse kann folgendermassen er halten werden: Es wird zuerst folgende Grundfarbe "A" bereitet:
EMI0002.0029
Leimlösung <SEP> (60 <SEP> Gewichtsteile
<tb> Leim <SEP> auf <SEP> 100 <SEP> G.-T. <SEP> Wasser) <SEP> 40 <SEP> G.-T.
<tb> Lithopon <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> 40 <SEP> "
<tb> Zinkweiss <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> 20 <SEP> " Dieser Grundfarbe werden dann der ge wünschten Färbung entsprechend weitere Farbstoffe beigemengt; so hat sich für die Farbe Weiss folgende Zusammensetzung als zweckmässig erwiesen:
EMI0002.0033
Grundfarbe <SEP> "A" <SEP> (wie <SEP> oben) <SEP> . <SEP> 35 <SEP> G.-T.
<tb> Leimlflsung <SEP> (wie <SEP> bei <SEP> "A") <SEP> . <SEP> l0 <SEP> "
<tb> Zinkweiss <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> 15 <SEP> "
<tb> Wasser <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> 30 Für die Farbe Rot sei nachfolgende Zu sammensetzung angegeben:
EMI0002.0034
Grundfarbe <SEP> "A" <SEP> (wie <SEP> oben) <SEP> . <SEP> 15 <SEP> G.-T.
<tb> Leimlösung <SEP> (wie <SEP> bei <SEP> "A") <SEP> . <SEP> 10 <SEP> "
<tb> Mennige <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> 60 <SEP> "
<tb> Wasser <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> 15 <SEP> " Zur Erzielung anderer Farben, wie gelb, grün, blau usw. kann man in der Weise vor gehen, @dass man in den obigen Vorschriften die weisse Farbe oder die Mennige mit ent sprechenden mineralischen Farben (zum Bei spiel Chromgelb, Chromgrün, Berlinerblau usw.) ersetzt.
Der Ton der Mennige, sowie .der 'angeführten andern Farbstoffe kann durch Teerfarben (Anilinfarbstoffe) lebhaf ter gemacht werden.
In der Grundfarbe "A" kann man das Lithopon teilweise oder ganz durch Titan- dioxyd ersetzen. Es können tierische oder pflanzliche Leime oder stattdessen auch an dere Klebstoffe aller Art verwendet werden.
Die in der beschriebenen Weise herge stellten Farben können in verdünntem oder unverdünntem Zustand verwendet werden. Durch weiteren Zusatz von Leim- oder an dern $lebstofflösungen kann man .die Haft fähigkeit und die Trockengeschwindigkeit der Farben erhöhen. Man kann ferner die Farben mit verschiedenen Zusatzstoffen, wie zwecks Stabilisierung mit Emulgiermitteln und bezw. oder mit Konserviermitteln, fer ner mit Leuchtmassen usw. versetzen.
Wie schon erwähnt, kann man dem Ma terial der Deckschicht auch Reibmasse bei mengen. Für die angeführten Beispiele kann dies in der Weise geschehen, dass man der Grundfarbe "A" folgende abgeänderte Zu sammensetzung gibt:
EMI0002.0064
Leimlösung <SEP> (wie <SEP> bei <SEP> "A") <SEP> . <SEP> 30 <SEP> G.-T.,
<tb> Reibmasse <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> 22 <SEP> "
<tb> Lithopon <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> 30
<tb> Zinkweiss <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> 18