CH186609A - Verfahren und Vorrichtung zum Befestigen von mantelförmigen Metallteilen an Rotationskörpern, insbesondere an solchen aus Isolierstoff. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Befestigen von mantelförmigen Metallteilen an Rotationskörpern, insbesondere an solchen aus Isolierstoff.

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CH186609A
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Aktieng Siemens-Schuckertwerke
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Siemens Ag
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  Verfahren und Vorrichtung zum Befestigen von mantelförmigen     Netallteilen    an  Rotationskörpern, insbesondere an solchen aus Isolierstoff.    Die Erfindung betrifft in erster Linie  ein Verfahren zum Befestigen von     mantel-          förmigen    Metallteilen an     Rotationskörpern,     insbesondere an solchen aus Isolierstoff. Er  findungsgemäss: wird der Mantel des Metall  teils gegen den Rotationskörper durch um  laufende, in einem Kugelkäfig angeordnete,  unter Federdruck     stehende    Kugeln gepresst,  deren Bahn während des     Pressvorganges    eine       axiale    Bewegung ausführt.

   Durch dieses  Verfahren wird eine sichere Befestigung der       Metallteile    an dem Rotationskörper erzielt.  Die zur Ausübung dieses Verfahrens die  nende     Vorrichtung    ist erfindungsgemäss  von einem in eine Spindel einer Bohr  maschine einzuspannenden topfförmigen       Körper    (Steuerkörper) gebildet, der an seiner  Innenwand eine kegelförmige Fläche zur  Steuerung der Kugeln in radialer Richtung  hat und in seinem Innern den zur Aufnahme  und Führung der Kugeln dienenden Kugel  käfig enthält. Auf diese Weise lässt sich das    Befestigen der     Metallteile    an dem Rotations  körper ohne Verwendung einer Spezialwerk  zeugmaschine ausführen.  



  Nach dem Verfahren gemäss der Erfin  dung können beliebige Metallkörper, die die  Form eines Rotationskörpers haben, mit  Sicken versehen werden. Insbesondere eignet  sich das Verfahren zum Befestigen von  Kontaktkappen an den     Patronenkörpern    der  Schmelzsicherungen. Bei den     Schmelzsiche-          rungspatronen    des     Schraubstöpseisicherungs-          systems    hat man bisher .die den Schmelz  kanal verschiessenden Kontaktkappen, ins  besondere die auf dem     Passzapfen    sitzende  Kontaktkappe, durch     Aufnieten    oder Ruf  pressen an dem Patronenkörper befestigt.

    Die erste     Art    der Befestigung ist,     wenn    sie  bei der Herstellung von     Sicherungen    in gro  ssen Mengen verwendet wird, teuer, da das       Bestreichen    der     Kittstelle    mit     Kittmasse,     sowie das     Entfernen    der überschüssigen       Kittmasse    von dem Patronenkörper Zeit und      Handgriffe erfordert.

   Bei der zweiten Art  der     Befestigung    besteht, wenn die     Abmes-          sungen    des     Pätronenkörpers        nicht    genau ein  gehalten werden, die Gefahr, dass die Kon  taktkappen nicht hinreichend fest an dem  Patronenkörper sitzen, so dass sie unter An  wendung von Werkzeugen von dem Pa  tronenkörper abgezogen werden können.

    Nach der     Erfindung    ist an den     Patronen    des       Schraubstöpselsicherungssystems    eine sichere       Befestigung    der Kontaktkappen an dem Pa  tronenkörper dadurch erzielt, dass der     Pa-          tronenkörper    und der mit dem Patronenkör  per aus einem     Stück    bestehende     Passzapfen     an seiner Mantelfläche je     eine    umlaufende       Verjüngung,    zum Beispiel Rille, haben und  die Kontaktkappe nach dem Aufsetzen auf  den     Patronenkörper    in die Verjüngung des       Patronenkörpers    gesickt ist.

    



  Das folgende bezieht sich auf Beispiele.  Die     Fig.    1 der     Zeichnung    zeigt in einem       Schnitt    eine     Schmelzsicherungspatrone    des       Schraubstöpselsicherungssystems,    an der die       Befestigung    der Kontaktkappen gemäss der       Erfindung        ausgeführt    ist.

   1 ist der kerami  sche Patronenkörper der Schmelzsicherung,  der in einem Schmelzkanal 2 den Schmelz  leiter 3     aufnimmt.    Zur Erzielung der     Un-          verwechselbarkeit    hat der Patronenkörper 1  in an sich bekannter Weise an der einen  Stirnseite einen Zapfen 22, den sogenannten       Passzapfen,    der zugleich zur Verlängerung  des Schmelzkanals dient. Der     Passzapfen    22  besteht mit dem Patronenkörper 1 aus einem       Stück.    Der .Schmelzkanal ist an     seinen    En  den durch, die     Kontaktkappen    4 und 5 ab  geschlossen.

   Da beim Ansprechen der Siche  rung unter Umständen ein hoher Gasdruck  innerhalb des Schmelzkanals 2 auftritt, ist  es erforderlich, die Kontaktkappen 4 und 5  sicher an den keramischen Patronenkörper 1  zu     befestigen.    Eine solche Befestigung ist  dadurch erreicht, dass der Mantel der Kon  taktkappen in Rillen 23 des Patronenkörpers  gesickt ist.  



  Um diese     Versickung    auszuführen, dient  die in     Fig.    2 im     Schnitt    dargestellte Vor  richtung.    Die     Vorrichtung    besteht aus einem     topf-          förmigen    Körper 6, der an dem Boden einen  Zapfen 7 zum Einspannen in die Spindel  einer Bohrmaschine hat. In dem     topfförmi-          gen        Körper    6 ist ein Hohlzylinder 8 ange  ordnet, der gegenüber dem     topfförmigen          Körper    6 beweglich ist. Der Hohlzylinder 8  ist als Kugelkäfig ausgebildet und enthält  eine Anzahl von Kugeln 9.

   Die Öffnungen  10, in denen sich die Kugeln befinden, sind  derart ausgebildet,     .dass    die Kugeln 9 zwar  sich     in;        Richtung    auf die Drehachse bewe  gen, jedoch nicht aus den Öffnungen heraus  fallen können. Durch den Kugelkäfig 8     sind     die Kugeln in     axialer    und     tangentialer    Rich  tung geführt. In radialer Richtung sind sie  während des Sickens     durch    eine kegelför  mige Wand 11 des topfförmigen     Körpers    6  geführt.

   Durch diese Wand wird der Bahn  durchmesser der Kugeln verändert.     3e    tiefer  sich der Kugelkäfig 8 im Innern -des     soge-          na.nnten    Steuerkörpers 6 befindet, desto klei  ner ist der Bahndurchmesser der Kugeln.  



  In dem Innenraum des Kugelkäfigs 8 ist  ein Stirnkugellager angeordnet, das als  Anlage für den zu     versickenden    Gegen=  stand dient. Das     Stirnkugellager    besteht  aus zwei Ringen 12, 13, zwischen denen  Kugeln 1.4 gehalten sind. Die beiden  Ringe sind durch eine     Haltschraube    15  miteinander verbunden. Die     Haltschraube     15 ist in dem     Lagerring    12 versenkt ange  ordnet und     derart    in den Lagerring 13 ein  geschraubt, dass sich zwischen den beiden La  gerringen die Kugeln 14 spielfrei bewegen  können.

   Das Stirnkugellager wird durch  eine Feder 19, die sich an einem     Verschluss-          stück    20 des Kugelkäfigs 8 abstützt, gegen  einen umlaufenden Vorsprung 18 des Kugel  käfigs 8 gepresst.     Ausser    dieser Feder 19 ist  innerhalb des Kugelkäfigs 8 eine weitere  Feder 16 angeordnet, die zwischen dem  Stirnkugellager 12, 13 und einem am Boden  des     Steuerkörpers    6 befestigten Stift 17       wirksam    ist. Diese Feder 16 ist wesentlich  weicher als die Feder 19.  



  Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist  folgende:      Die Vorrichtung, die in ein Futter einer  Bohrmaschine eingespannt ist, führt wäh  rend des Betriebes eine Drehbewegung aus.  Um das in einer ruhenden Einrichtung 21  festeingespannte Werkstück zu bearbeiten,  wird die Vorrichtung in axialer Richtung  auf das Werkstück bewegt. Dabei gelangt  der zu     versickende        Patronenkörper    1 mit der  aufliegenden Kontaktkappe 4 in den Innen  raum des Kugelkäfigs B. Legt sich der  Lagerring 12 des Stirnkugellagers gegen das  Werkstück, so befinden sich die Kugeln 9  mit ihren Mitten ungefähr in der Höhe der  obern     Rillenkante    des Patronenkörpers.

   Bei  der weiteren Abwärtsbewegung der Vorrich  tung drückt. sich zunächst die weiche Feder  16 zusammen, während sich die Kugeln noch  in dem erweiterten Innenteil des Steuerkör  pers     befinden.    Gelangt die kegelförmige  Wand 11 des Steuerkörpers 6 an die Kugeln  9, so sucht der Steuerkörper sowohl die Ku  geln radial nach innen zu     drücken,    als auch  den gesamten Kugelkäfig 8     abwärts    zu be  wegen. In dieser Stellung ist die Vorrichtung  in der     Fig.    3 wiedergegeben. Je grösser der  Widerstand ist, den die Kugeln 9 in ihrer       ssadialbewegung    vorfinden, desto stärker       wird    von dem :Steuerkörper 6 der Kugel  käfig 8 mitgenommen.

   Bei dieser Mitnahme  des Kugelkäfigs 8 drückt sieh die harte Fe  der 19 zusammen, wobei sich der umlaufende  Vorsprung 18 des Kugelkäfigs 8 von dem  Lagerring 13 des Stirnkugellagers abhebt.  Durch diese radiale und axiale Bewegung  der Kugeln wird, da die Kugeln 9 ununter  brochen an dem Umfang der Kontaktkappe  -1.     entlangrollen,    die Kontaktkappe an den  dem Stirnkugellager benachbarten Wandteil  der Rille 5 fest     angewalzt.    Ungenauigkeiten  in den Abmessungen des Patronenkörpers  haben keinen Einfluss auf die Güte der     Ver-          sickung.    da die harte Feder 19 als elastisches  Mittel zwischen das als Anschlag dienende  Stirnkugellager 12, 13 und den Kugelkäfig  8 geschaltet ist.  



  Ist die Kontaktkappe 4 in die Rille 5 des  Patronenkörpers gedrückt, so wird die Vor  richtung zurückbewegt. Bei dieser Rückbe-         wegung    entspannen sieh die     beiden    Federn  16 und 19. Durch die Feder 19 wird der  Kugelkäfig 8 in seine Ruhestellung zurück  geführt, in der sein umlaufender Vorsprung  18 auf dem Ring 13 des Stirnkugellagers  aufliegt. Während der Rückführung des Ku  gelkäfigs 8     vergrössert    sich der Bahndurch  messer der Kugeln 9.

   Ist die Ruhestellung  erreicht, so lassen sich die Kugeln 9 beim       Abziehen    der     Vorrichtung    von dem einge  spannten     Patronenkörper    soweit radial aus  der Sicke     herausbewegen,    dass sie den Pa  tronenkörper freigeben.  



  Die nach dem Verfahren gemäss der Er  findung hergestellten Patronen haben den  Vorteil, dass die Kontaktkappen nicht ohne  ihre Zerstörung von dem Patronenkörper ent  fernt werden können. Bei der Schmelzsiche  rung gemäss der Erfindung ist daher ausge  schlossen, dass nach dem     Durchbrennen    der  Sicherung die Kontaktkappen     entfernt,    ein  Behelfsleiter in den Schmelzkanal eingezo  gen und danach der Schmelzkanal durch       Wiederaufsetzen    der Kontaktkappen ge  schlossen wird.  



  Die Erfindung bietet ferner den Vorteil,  dass zur sicheren Befestigung der an dem       Passzapfen    .sitzenden sogenannten     Fusskon-          taktkappe    nicht die den Zapfen tragende  Stirnseite des Patronenkörpers herangezogen  zu werden braucht.

   Da die Kontaktkappe,       wie    die     Fig.    1 der Zeichnung zeigt, ledig  lich einen kleinen Teil der Zapfenlänge be  deckt, so ist bei der dargestellten Schmelz  sicherung im Gegensatz zu den bekannten       Schmelz.sicherungspatronen,    deren     Fusskon-          taktkappe    sich auf die ganze Länge des       Passzapfens    erstreckt, nicht der Anlass ge  geben, den Zapfen mit einem Behelfsleiter  zu     umwickeln,

      um eine leitende Verbindung  zwischen der     Fizsskontaktkappe        und    der       obern    Kontaktkappe der     Sicherungspatrone     herzustellen.  



  Das zum Befestigen der Kontaktkappe  dienende Verfahren hat den besonderen Vor  zug, dass die zur Ausübung des Verfahrens  erforderliche     Vorrichtung    nur einen ein  fachen     Aufbau        verlangt.    Ist die     Vorrichtung         zum Beispiel für     eine        Sicherungspatrone    be  stimmter Grösse hergestellt, so sind weitere       Einstellungen    an der     Vorrichtung    selbst, die       periodisch    bei jeder Patrone wiederkehren,  nicht erforderlich.

   Ausser dem Ein- und Aus  spannen der Patrone ist von der an der Bohr  maschine     tätigen    Person lediglich die     Hin-          und        Herbewegung    der Vorrichtung auszu  führen.

   Das Verfahren gemäss der Erfindung  eignet sich daher insbesondere für die Massen  herstellung von     Schmelzsicherungspatronen.     Ein weiterer Vorteil des Verfahrens gemäss  der     Erfindung    besteht darin, dass die zu  seiner     Ausübung    erforderliche     Vorrichtung     an mehreren, zweckmässig gleichmässig auf  den Umfang verteilten     Stellen    auf den zu  behandelnden Körper, zum Beispiel auf den  Patronenkörper einwirkt, so dass selbst bei  Sicherungspatronen mit verhältnismässig  dünnem     Passzapfen    ein Beschädigen des Pa  tronenkörpers während des     Sickens    nicht zu  befürchten ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I: Verfahren zum Befestigen von mantel förmigen Metallteilen an Rotationskörpern, insbesondere an solchen aus Isölierstoff, da durch gekennzeichnet, dass der Mantel des Metallteils gegen den Rötationskörper .durch umlaufende, in einem Kugelkäfig angeord nete, unter Federdruck stehende Kugeln ge presst wird, deren Bahn während des Press- vorgangs eine axiale Bewegung ausführt. UNTERANSPRUCH: 1.
    Verfahren zum Herstellen der Befestigung von Kontaktkappen an keramischen Kör pern, nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass der Mantel der Kon taktkappe in eine Verjüngung des kera mischen Körpers gesickt wird. PATENTANSPRUCH II:
    Vorrichtung zum Befestigen von mantel- förmigen Metallteilen an Rotationskörpern, insbesondere an solchen aus Isolierstoff, nach dem Verfahren nach Patentanspruch I, gekennzeichnet durch einen in eine Spindel einer Bohrmaschine einzuspannenden topf- förmigen Körper (Steuerkörper), der an seiner Innenwand eine kegelförmige Fläche zur Steuerung der Kugeln in radialer Rich tung hat und in seinem Innern eine zur Auf nahme und Führung der Kugeln dienenden Kugelkäfig enthält. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 2.
    Vorrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass der mit dem Metallteil zu verbindende Rotationskörper im Innenraum des Kugelkäfigs sich gegen einen Anschlag legt, .der gegenüber dem Kugelkäfig drehbar ist. 3. Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeich net, -dass der im Innenraum des Kugel käfigs befindliche Anschlag gegenüber dem Kugelkäfig axial verschiebbar und zwischen dem Anschlag und dem Kugel käfig eine Feder wirksam ist. 4.
    Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unteransprüchen 2 und 3, dadurch ge kennzeichnet, dass zwischen dem Steuer körper und dem Kugelkäfig eine Feder angeordnet ist, die weicher als die zwi schen dem Stirnkugellager und dem Ku gelkäfig wirksame Feder ist.
    PATENTANSPRUCH III: Nach dem Verfahren nach Patentän- spruch I hergestellte Schmelzsicherungspa- trone des Schraubstöpselsicherungssystems mit Passzapfen am keramischen Patronenkör per und den Schmelzkanal abschliessenden stirnseitigen Kontaktkappen, dadurch ge kennzeichnet,
    dass der keramische Patronen- körper und der mit dem Patronenkörper aus einem Stück bestehende Passzapfen je eine umlaufende Vertiefung haben und die Kon taktkappe durch eine nach dem Aufsetzen eingedrückte, in die Verjüngung greifende Sicke an dem Patronenkörper befestigt ist.
CH186609D 1934-09-08 1935-08-23 Verfahren und Vorrichtung zum Befestigen von mantelförmigen Metallteilen an Rotationskörpern, insbesondere an solchen aus Isolierstoff. CH186609A (de)

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