Sicherungsvorrichtung an Schleifmaschinen. Durch die wesentliche Erhöhung der Drehzahl der Schleifscheiben von Schleif maschinen, welche in neuerer Zeit Platz ge griffen hat, ist auch die Gefahr der Explo sion oder anderweitigen Zertrümmerung der Schleifscheiben stark gewachsen. Es werden deshalb im Interesse der Unfallverhütung auch bessere Sicherungsvorrichtungen ver langt, als es die bekannten Schutzhüllen sind, welche schon bei geringen Drehzahlen kaum genügen konnten. Dabei wird verlangt, dass der Rand der Schutzhülle einen minimalen Abstand von der Schleifscheibe haben soll und dass der Winkel, innerhalb welchem die Schleifscheibe frei liegt, eine gewisse Grösse (zirka 40 ) nicht überschreiten soll.
Da durch Abnützung und Abrichtung sich der Durchmesser der Schleifscheiben im Laufe der Zeit verkleinert, bedingen diese Forde rungen nachstellbare Schutzhüllen. Es ist nun bereits vorgeschlagen worden, am einen Ende der Schutzhülle eine verstellbare Schutzhaube anzuordnen, welche mittelst Schrauben festgeklemmt werden kann.. Es besteht ferner die Möglichkeit, zur Einstel lung einer beweglichen Schutzhaube und zur Sicherung derselben in ihrer Lage am einen Ende der Schutzhülle ein Zahnrad- oder Schneckenradgetriebe zu verwenden.
Bei der enormen Wucht, die wegfallenden -Schleif steinstücken eigen ist, besteht bei solchen Vorrichtungen die Gefahr, dass Zähne oder Schraubengänge beim Auftreffen eines Schleifsteinstückes auf die bewegliche Schutz haube abgeschert werden.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine Sicherungsvorrichtung an Schleifmaschi nen, die sich erfindungsgemäss auszeichnet durch eine am einen Ende der die Schleif scheibe teilweise umgebenden, fest angeord neten Schutzhülle schwenkbar gelagerte, über dieses Ende der Schutzhülle hinausragende Schutzhaube, für deren Nachstellung eine Einstellvorrichtung vorhanden ist, und da durch, dass zur Sicherung der Lage der Schutzhaube bei Zertrümmerung der Schleif- scheibe an beiden Seitenwänden der .Schutz hülle Bremsen. mit auf die Seitenwände :der Schutzhaube einwirkenden geilen vorgesehen sind.
Die Kombination einer gesonderten Ein stellvorrichtung mit den genannten Bremsen als :Sicherungsvorrichtung ermöglicht einer seits eine mühelose, nicht rückgängig zu machende Nachstellung und eine einwand freie Sicherung beim Zerspringen von Schleif scheiben.
In :der Zeichnung isst eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstan des dargestellt. Es zeigen: Fig. 1 eine Seitenansicht,der Sicherungs vorrichtung an einer Schleifmaschine, Fig. 2 einen 'Schnitt gemäss Linie I-I in Fig. 1 in grösserem Massstab, Deckel vor dem geil abgehoben, Fig. 3 einen Schnitt gemäss Linie II-II in Fig. 1 in: grösserem Massstab und Fig. 4 einen Schnitt gemäss Linie III-III in Fig. 1 in :grösserem Massstab.
Mit 1 ist die Achse einer Schleifma.schirre und mit 2 deren Schleifscheibe bezeichnet. 3 ist die die 'Schleifscheibe auf dem .grössten Teil ihres Umfanges umgebende, fest an geordnete 'Schutzhülle. Am einen Ende dieser fest angeordneten Schutzhülle 3 ist an einem Bolzen 4 eine Schutzhaube 5 schwenkbar ge lagert, welche über ;die Schutzhülle 3 hin ausragt. Das vordere Ende dieser schwenk baren Schutzhaube 5 liegt hart über dem Umfange der Schleifscheibe 2 und ragt so weit vor, dass von der Schleifscheibe 2 nur ein Ausschnitt von ungefähr 40 frei liegt.
Bei kleiner werdendem Durchmesser der Schleifscheibe infolge von Abnützung und Abrichtung kann die Schutzhaube 5 nach gestellt werden, so dass von der -Schleifscheibe 2 nie mehr als ein Ausschnitt von angenähert 40 frei liegt und zwischen der Schleif scheibe 2 und dem vordern Ende :der Schutz- haube 5 nie ein grösserer Zwischenraum be steht als er bei neuer,Scheibe vorhanden ist.
Zum Nachstellen der .Schutzhaube 5 :dient eine in der festen Schutzhülle 3 gelagerte Spindel 6, deren äusseres Ende mit einem Handrad 7 versehen ist und welche ein Schneckengewinde 8 trägt. 'Am Rande der einen Seitenwand der Schutzhaube 5 ist eine Verzahnung 9 vorhanden, welche im Ein griff steht mit,dem .Schneckengewinde 8 der Spindel 6.
Die Nachstellung,der :beweglichen Schutz haube 5 kann also auf einfache Weise durch Drehendes Handrades 7 ,erfolgen. Nun kann aber das 'Schneckengewinde 8 der Spindel 6 und die mit dieser in Eingriff stehende Ver- zahnung 9 an der Seitenwand der Schutz haube 5 nicht genügen, um die Schutzhaube 5 bei Explosion oder anderweitiger Zertrüm- merung der :Schleifscheibe 2 in ihrer Lage zu sichern.
Die Wucht eventuell wegfliegender Schleifscheibenstücke ist derart gross, dass, wenn keine besonderen Mittel vorgesehen wären und wenn ein Schleifscheibenstück auf den vordern Teil der beweglichen Schutz haube 5 treffen sollte, -die mit dem Schnek- kengewinde :8 im Eingriff stehenden Zähne ,der Verzahnung 9 abgeschert oder aber :
das Schneckengewinde 8 von den Zähnen -durch- schnitten würde. Für .den Falleiner Zertrüm merung der,Schleifscheibe 2 ist deshalb eine besondere Vorrichtung zur -Sicherung der be weglichen Schutzhaube 5 in ihrer Lage vor gesehen. In die beiden Seitenwände der festen 'Schutzhülle ä sind Führungsblöcke 10 eingeschweisst. Diese Führungsblöcke 10 weisen Nuten 11 auf, in welche .die Seiten- wände der beweglichen Schutzhaube 5 ein greifen.
Angrenzend an diese Nuten 11 sind in den Führungsblöcken 10 Keilführungs- nüten 12 angeordnet, in welchen geile 13 ge- führt sind, welche unter der Wirkung von Federn 14 stehen. Die Keile 13 liegen mit einer mit Widerzähnen besetzten Fläche auf den in den Nuten 11 liegenden Partien der Seitenwände der beweglichen :
Schutzhaube 5 auf. Ihre Anordnung ist derart, dass sie einem Aufklappen der beweglichen Schutz haube nach vorn entgegenwirken. Die Keil- führungsnuten 12 in den Führungsblöcken 10 sind nach oben offen. Sie werden nach Ein bringen der Keile 13 durch Aufschweissen eines Deckels 15 geschlossen.
Dieser Deckel 15 ' lässt gegen !die in der Nute 11 liegende Seitenwand der beweglichen Schutzhaube 5 zu einen Spalt 16 frei, durch welchen er sehen werden kann, ob der Keil 1.3 sich in den Keilführungsnuten befindet und sich im Eingriff befindet. Die Keile 13 sind aus ge- härtetem Stahl hergestellt, während die Sei tenwände der beweglichen 'Schutzhaube aus weichem Flusseisen bestehen.
Wird nun durch ein wegfliegendes Schleifscheibenstück ein Schlag gegen den vordern Teil der beweg licher 'Schutzhaube 5 geführt, so tritt die Bremswirkung der Keile 13 in Funktion. Ihre Widerzähne graben sich in das weiche Flusseisen der Seitenwände der beweglichen Schutzhaube ,5 ein und hemmen ein Aufklap pen derselben auf kürzestem Wege. Dabei bleibt aber der Schutzhaube 5 eine ganz ge ringe Nachgiebigkeit gewahrt, durch welche eine allzu starke Zersplitterung wegfliegen der Schleifscheibenteile vermieden wird.
Ein weiterer Vorteil neben der leichten Nachstellbarkeit und einwandfreien Siche rung der beweglichen Schutzhaube dieser dargestellten Sicherungsvorrichtung ist darin zu erblicken, dass eine einmalerfolgte Nach stellung der beweglichen Schutzhaube nicht rückgängig gemacht werden kann, weil dabei ebenfalls die Keile hemmend wirken würden. Es besteht also keine Gefahr, dass die Nach stellung der beweglichen Schutzhaube aus Unachtsamkeit oder andern Gründen unwirk sam gemacht werden könnte.