CH186620A - Verfahren zur Verminderung des Verschleisses im Steuergetriebe von Spritzapparaten. - Google Patents

Verfahren zur Verminderung des Verschleisses im Steuergetriebe von Spritzapparaten.

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CH186620A
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  Verfahren zur Verminderung des Verschleisses im Steuergetriebe von Spritzapparaten.    Beim Auftragen von     Lösungs-        und    Binde  mitteln, metallischen und     nichtmetallischen     Farben, Lacken und dergleichen Massen, an  gewendet beim Malen, Lackieren und Deko  rieren der in Betracht kommenden eckigen,  winkligen und glatten Flächen mittels       Strahlapparaten,    bei     denen    der Luftdruck oder  ein mechanischer Druck     etc.    die     Strahlart     regelt,

   leidet das zum     Steuern    der Ventile  für die Druckluft und die Masse dienende       Getriebe    unter .der zerstäubten     Masse,    von  der bei der bisher üblichen     Gebrauchsweise     der     Auftragsapparate    ständig Teile in das  Steuergetriebe gelangen und den Verschleiss  begünstigen, weil zum Beispiel Leim- oder  Lackfarbe zwischen den     bewegten    Steuer  teilen wie     Schleifmittel    wirken.  



  Selbst gut gehärtete Steuerteile nutzen  sich unter dem schädlichen Einflut der zwi  schen sie gelangten     Masseteile    verhältnis  mässig rasch ab, so dass sich häufig Repara  turen und Auswechslungen .der Steuerteile  notwendig machen.    Dieser Verschleiss tritt nicht immer  gleichmässig ein,     was    zur Folge hat, dass     beim.     Ausschwingen des Steuerhebels beispiels  weise die Ventile für die     Druckluft    und die  zu zerstäubende Masse nicht im     richtigen          gegenseitigen        Verhältnis        bewegt    werden,  und somit das     Auftragen    der Masse sich man  gelhaft vollzieht.

   Versuche, die     Steuerteile     vor den schädlichen     Einwirkungen    der mit  dem Apparat     aufzutragenden    Massen da  durch zu schützen, dass sie in einem ab  schliessbaren Raum angeordnet wurden,  konnten vollkommen befriedigende Ergeb  nisse nicht zeitigen, weil auch in solchen  Fällen noch -die Möglichkeit besteht, dass       Masseteil,    Spülmittel und dergleichen durch  die vorhandenen Dichtungen     in.        den    Raum  gelangen, in dem die Steuerteile arbeiten,

   zu  mal .selbst anfänglich     gut    schliessende Dich  tungen unter der Einwirkung der in ihnen       geführten        Apparatteile    und der zu zerstäu  benden     Masse    sehr bald mehr     oder    weniger  undicht werden.

   Ein     wirksamer    Schutz der           Steuerteile    gegen schädliche Einflüsse der       Auftragmassen    ist nur erzielbar, wenn inner  halb des Apparates     Kräfte    auftreten, die  dem     Eindringen    der Massen     entgegenwirken.     Zu diesem Zwecke zeichnet sich das Verfah  ren nach der Erfindung zur Verminderung  des Verschleisses im Steuergetriebe eines       Spritzapparates    dadurch aus, dass in den  nach aussen abgeschlossenen Raum, in den  die     Ventilstangenführung    einmündet,

       bezw.     in dem sich die Steuerteile für     die        Ventile     und .dergleichen befinden,     Druck    geleitet  wird, der dem Eindringen von Verunreini  gungen     entgegenwirkt.     



  Die     Zeichnung    veranschaulicht Ausfüh  rungsbeispiele von Vorrichtungen zur Aus  führung des Verfahrens.     Fig.    1 zeigt ein  erstes Beispiel teils im Aufriss und teils im  Vertikalschnitt.     Fig.    2: zeigt Einzelheiten  dieses Beispiels.     Fig.    3 und 4 sind ein Auf  riss und     ein        Vertikalschnitt    eines zweiten  Beispiels.     Fig.    3a zeigt ein Detail dieses Bei  spiels.  



  Wie     Fig.    1 zeigt, ist im Bereiche der  Steuerteile ein vorteilhaft kreisförmiger  Hohlraum b angebracht, der beidseitig durch  Deckel d     (Fig.    2) verschlossen ist, die gleich  zeitig als Lagerstelle für die Steuerwelle p       (Fig.    1 und 2)     dienen,    auf deren beiden En  den der gabelförmige Steuerhebel q befe  stigt ist, und die innerhalb des Hohlraumes  b die Daumen g, g' zum Bewegen der Ven  tilstangen     1e,        h'    trägt. Die Befestigung der  Deckel d am Apparat kann mit Hilfe von  Gewinde,     Schraubenbolzen    oder dergleichen  erfolgen.

   Weil die     Steuerwelle    p mit ihren  Hubdaumen g, g' in den abnehmbaren     Dek-          keln    d .gelagert ist, verursacht auch der Aus  tausch dieser Bewegungsteile nicht die ge  ringsten     Schwierigkeiten.    Dazu genügt es,       wenn,der    gabelförmige Steuerhebel     q        (Fig.    2  und 3) abgenommen wird.  



  Durch eine irgendwie abgedrosselte Boh  rung     3.    kann aus dem Kanal 2 Druckluft  in den Raum b .gelangen.     Eine    weitere Boh  rung kann in einem Teile des     Luftventils     angeordnet werden.    Selbstverständlich sind     Vorkehrungen    zu  treffen, dass der Druck im Raum b nicht zu  gross wird, was einfach dadurch zu erreichen  ist, dass ein     Überdruckventil    oder eine ein  fache     Abblasöffnung    vorgesehen wird.  



  Über dem Raum b ist ein     )Ölbehälter    m  vorgesehen, von dem Schmieröl     mittels    eines  Dochtes oder dergleichen nach dem Raum b  geleitet werden kann, und .da in diesem die  Druckluft sich in steter Bewegung befindet,  wird das<B>01</B> über alle sich innerhalb des  Raumes b befindlichen Steuerteile verbreitet,  die so an ihren Berührungsstellen mit beweg  ten Teilen genügend mit     Schmiermitteln    ver  sorgt werden.  



  Bei Apparaten mit hohler Ventilnadel für  die     zentrale    Zuführung von     Zerstäuberluft     zur     D'ü'se        wird    .die     Druckluft    .dem Raum b  entnommen, so dass sich die Anwendung einer  besonderen, nach der hohlen Ventilnadel füh  renden     Druckluftleitung        erübrigt.    Zur Durch  führung dieses Verfahrens ist es nur nötig,  die Ventilnadel k. im Bereiche .des Hohl  raumes b mit einer seitlichen     Lufteintritts-          öffnung    4 zu versehen oder sie einfach in den  Raum b ausmünden zu lassen.  



  Bei dem vorzugsweise zum     Abstauben,     Anstreichen und Lackieren zu verwenden  den Apparat nach     Fig.    1     wird    die Bewe  gungsverbindung der Steuerwelle p mit dem  Gestänge für das     Luftventil    h durch     einen     um den Zapfen i     schwingbaren,        zweiarmigen     Hebel     n    hergestellt.

   Die     Ventilstange   <I>h'</I>  legt sich gegen einen     kolbenartigen    Schieber  o, ,der mit dem zweiarmigen Hebel n verbun  den ist und in seiner     Aufwärtsbewegung     durch eine Stellschraube r     derart    begrenzt  werden kann,     dass    je nach ihrer     Einstellung     das Luftventil<I>h</I> durch .die Feder<I>f</I> über  haupt nicht vollständig geschlossen werden  kann, somit der Apparat beispielsweise  durch erhitzte Betriebsluft .dauernd warm  gehalten wird.

   Ferner kann die Einstellung  so erfolgen, dass beim Anziehen des Steuer  hebels     q    zunächst das     Luftventil   <I>h</I> und erst  später das     Masseventil    geöffnet     wird    oder  auch beide     Ventile    zu gleicher Zeit geöffnet  werden.           Fig.    3 und     4.    zeigen einen Apparat, der  vorzugsweise zum Malen (freihändig oder  mittels Schablonen) bestimmt ist.

   In diesem  Falle befindet sich .die Steuerwelle p in zen  trischer Anordnung zu den kreisrunden  Deckeln d, und während zum Öffnen des  Luftventils h der Hubdaumen g' dient, wird  die Verbindung der Welle p mit dem Ge  stänge s für das     Masseventil    7c durch eine  auf der Steuerwelle<I>p</I> befestigte Kurbel<I>t</I>  und eine Kurbelstange     u    vermittelt. Auch  bei dieser Ausführung können die     Steuerteile     nach Entfernung der Deckel d aus dem  Apparat herausgenommen und im Bedarfs  falle leicht     erneuert    werden.  



  Wenn die mit dem Apparat aufzutra  gende Masse unter     Druck        zugeführt    wird,  besteht die Gefahr, dass     Masseteile    unter dem  herrschenden Druck aus dem Raum vor der  Düse durch die Dichtung für die     Ventilnadel     nach dem Raum b übertreten.

   Dem wird  dadurch vorgebeugt, dass vor der Eintritts  stelle der Masse in den Raum vor der Düse  eine Einrichtung zum beliebigen Verengen  des Durchgangsquerschnittes für die Masse  eingebaut wird, so dass der vor diesem     Redu-          zierventil    in der     Masseleitung    herrschende  hohe Druck     entsprechend    vermindert wird,  in dem Raum vor der Düse also nur noch der  Druck vorhanden ist, der unbedingt ge  braucht wird, um die Masse zur Aufgabe zu       bringen.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I: Verfahren zur Verminderung des Ver schleisses im Steuergetriebe von Spritzappa raten, dadurch gekennzeichnet, dass' in den nach aussen abgeschlossenen Raum, in den die Ventilstangenführung einmündet, bezw. in dem sich die Steuerteile für die Ventile und dergleichen befinden, Druck geleitet wird, der dem Eindringen von Verunreini gungen entgegenwirkt. UNTERANSPRUCH: 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der in eine hohle Ventilnadel zu leitende Druck dem Raume entnommen wird, in dem sich die Steuer teile befinden.
    PATENTANSPRUCH II: Vorrichtung zur Durchführung des Ver fahrens nach Patentanspruch I, .dadurch ge kennzeichnet, dass die Steuerteile auswechsel bar in einem Raume (b) angeordnet sind, der beiderseitig durch Deckel (d) abge schlossen wird, in denen sich die Lagerstellen für die mit .dem Steuerhebel (q) verbundene Achse (p) befinden. UNTERANSPRüCHE \?. Vorrichtung zur Durchführung des Ver fahrens nach Patentanspruch II und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die hohle Ventilnadel im Bereiche des Raumes (b) seitlich durchbrochen ist. 3.
    Vorrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass. der Raum (b) durch kreisrunde Deckel abgeschlossen ist. 1. Vorrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass der Daumen (g') der Steuerwelle (p) durch Vermitt- lung eines zweiarmigen Hebels (n) mit dem Gestänge<I>(o, h')</I> für das Luftventil (h) in Bewegungsverbindung steht.
    5. Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufwärtsbewegung des Schiebers (o) durch eine Stellschraube (r) begrenzt wird, so dass das Öffnen des Luftventils reguliert werden kann. 6. Vorrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die Steuerwelle <I>(p)</I> zentrisch in den Deckeln<I>(d)</I> gelagert wird. 7.
    Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerwelle (p) mittels einer Kur belstange (u) mit dem Gestänge (s) für das Masseventil (k) in Bewegungsverbin dung steht. B.
    Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 6, gekennzeichnet durch einen über .dem Raum (b) angeordneten Schmiermittelbehälter (m). zur Abgabe von Schmiermittel an diesen Raum. 9.
    Vorrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass vor der Ein- trittsstelle der unter Druck zugeführten Masse in den Apparat zur Druckvermin- derung eine Einrichtung zum beliebigen Verengen des Massedurchlaufes ange bracht ist.
CH186620D 1935-02-21 1936-02-10 Verfahren zur Verminderung des Verschleisses im Steuergetriebe von Spritzapparaten. CH186620A (de)

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