CH186630A - Mit Vorverdichtung arbeitende Gaskraftanlage. - Google Patents

Mit Vorverdichtung arbeitende Gaskraftanlage.

Info

Publication number
CH186630A
CH186630A CH186630DA CH186630A CH 186630 A CH186630 A CH 186630A CH 186630D A CH186630D A CH 186630DA CH 186630 A CH186630 A CH 186630A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
gas
compressor
power plant
controllable
engine
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Fabritius Emil
Original Assignee
Fabritius Emil
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Fabritius Emil filed Critical Fabritius Emil
Publication of CH186630A publication Critical patent/CH186630A/de

Links

Landscapes

  • Control Of Vehicle Engines Or Engines For Specific Uses (AREA)

Description


  Mit     Vorverdiehtung    arbeitende Gaskraftanlage.    Die Erfindung bezieht sich auf eine einen  Gasgenerator und einen Verbrennungsmotor  enthaltende Gaskraftanlage, insbesondere für  Fahrzwecke mit einem Vergaser für flüssi  gen Brennstoff und mit einem     Dreiweghahn     für die Umschaltung von     flüssigem    Brennstoff  auf Gas, sowie mit einem in der     Zulauflei-          tungdes        Motors    angeordneten Verdichter für  die Erzeugung der bei Gasbetrieb     nötigen          Vorverdichtung    des     Gas-Luftgemisches.     



  Die     Grundfehler    bei sämtlichen. mit     Ge-          neratorgas    betriebenen, fahrbaren     Motoran-          lagen    sind teils der übermässige Leistungs  verlust gegenüber dem Benzinbetrieb,     teils     die grosse Trägheit der     Generatoranlage,    die  darauf beruht, dass das Gas arm     wird.,    das  heisst einen niedern Heizwert bekommt, so  bald sich der     Generator    infolge     verminderter     Belastung abgekühlt hat, wodurch grosse  Schwierigkeiten beim Fahren entstehen.

    Zwecks Ausgleichung !des     Leistungverlustes     kann ein gesteigertes Verdichtungsverhältnis  im Motor zur Anwendung kommen oder bes-         ser    noch ein zwischen Generator     und    Motor  angeordneter Verdichter, :der die fertige Gas  ladung ansaugt und sie schon vor ihrem Ein  tritt in den Motor selbst verdichtet. Wo es  sich um fahrbare Motoren handelt, die selbst  ,den     Verdichter    antreiben, muss dieser Ver  dichter, um auch bei niedrigeren Umlaufs  zahlen zufriedenstellend zu arbeiten, ein       Verdrängungsverdichter    (Kolben-,     Kapsel-          oder    Zahnradverdichter) sein.

   In bisher aus  geführten oder vorgeschlagenen Anlagen hat  man hierbei das     Regelorgan    oder die Drossel  vorrichtung vor dem Verdichter angebracht,  so     dass    die vom Verdichter gelieferte Gas  Luftladung nach dem     Leistungsbedarf    ge  regelt wird. Dies     bedeutet    jedoch, dass die  vom Verdichter angesaugte Gasladung ver  mindert wird,     wenn    :der Motor mit verringer  ter Leistung arbeitet, auch wenn die Um  laufzahl von Motor und Verdichter unver  ändert bleibt.

   Hierdurch     wird,der    Generator  stets kühl, und bei plötzlicher Öffnung des  Drosselorganes     wird    er deshalb -     ein    armes      Gas liefern.     Hierdurch        wird    nicht nur die       Motorleistung        unmittelbar    herabgesetzt, son  dern auch das     Mischungsverhältnis    mit der  Verbrennungsluft     wird    unrichtig, und da  durch wird die     Motorleistung        weiterhin    er  heblich herabgesetzt.

   Der Kraftwagenführer  wird auf diese Weise zu wiederholten, von  Hand auszuführenden     Einstellungen    :des  Mischventils gezwungen, was den beim Fah  ren     schon,    angestrengten Führer noch mehr       belastet    und dazu noch sehr ungenau ist, so  dass der     Motor    meistens unvorteilhaft arbei  ten wird.  



  Die vorliegende Erfindung bezweckt die       Beseitigung    dieses Nachteils und     besteht     darin, dass das Drosselorgan nach dem vom  Motor über eine beliebige mechanische     Über-          tragungungsvorrichtung    angetriebenen Ver  dichter angeordnet ist, das heisst in der       Druckleitung    vom Verdichter zum Motor.  Hierdurch wird der als Verdrängungsver  dichter :gebaute Verdichter (Zahnrad-, Kol  ben- oder Kapselverdichter) veranlasst, eine       Gas-Luftladung    anzusaugen und zu liefern,  deren von dem jeweiligen Gegendruck unab  hängige Menge     praktisch    genommen der Um  laufzahl des Verdichters direkt     proportional     ist.

   Dadurch wird die Belastung :des     Genera-          tors    gleichmässiger,     @da    die angesaugte Luft  menge nur von der     Drehzahl,des    Verdichters,  nicht aber von ;der Stellung des     Drosselorga-          nes    abhängt; und der Generator liefert     somit     sofort ein vollwertiges Gas und auch .das     Mi-          schungsverhältnis    bleibt     richtig,    wenn :das  Drosselorgan zwecks Beschleunigung des Mo  tors geöffnet wird.  



  Bei     einer    solchen Anordnung des Ver  dichters wird dieser natürlich bei gedrossel  tem     Betrieb    eine     Überschussladung    liefern,  ,die     selbstverständlich    in irgend einer Weise       entweichen    können muss.

   Erfindungsgemäss       erfolgt    dies     @dureh    ein     im    Rohrsystem zwi  schen dem Verdichter und dem Drosselorgan  befindliches, auf     einen    geeigneten     Druck     eingestelltes Sicherheitsorgan, oder durch ein  vom Drosselorgan zwangsweise     gesteuertes          Auslassventil,    ein Schieber oder eine Drossel  klappe, welches Auslauforgan desto     mehr       geöffnet wird, je mehr das Drosselorgan  drosselt, oder schliesslich sowohl durch ein  Sicherheitsorgan, als auch durch ein ent  weder von Hand oder zwangsläufig, z. B.

    von dem Drosselorgan, dem Gaspedal oder  der     Kupplungsstange    zwischen Drosselorgan  und Gaspedal gesteuertes, zusätzliches Aus  lassorgan.  



  Bei der nach     vorstehenden    Grundzügen  arbeitenden Anlage wird also zugunsten .der  Betriebssicherheit und des     Leistungsvermö-          gens    ein Teildes erzeugten Gases preisgege  ben, nämlich die vom Verdichter bei gedros  seltem Betrieb     gelieferte        Überschussladung.     



  Ein     Ausführungsbeispiel    der Gaskraft  anlage gemäss der Erfindung ist in -der bei  liegenden Zeichnung schematisch dargestellt.  



  1 bezeichnet den Motor, 2 das Drossel  organ (Drosselklappe),     !ä    den Vergaser, 4 ein       Dreiwegorgan    für die     Schaltung    entweder  auf Benzin- oder     Gasbetrieb,    und 5 eine       Schaltvorrichtung,,die    das     Dreiwegorgan        mit     einem     Austrittsorgan    6 verbindet, .durch das  die verdichtete     Gas-Luftladung    ausströmt,  wenn der Motor     mit    flüssigem     Brennstoff     arbeitet.  



  7 ist ein Sicherheitsventil, durch das  die überschüssige     Gas-Luftmisehung    ent  weichen kann, wenn das     Drosselventil    beim  Gasbetrieb sich in Drosselstellung befindet.  



  An     Stelle    des     Sicherheitsventils    7 kann  auch ein durch das Drosselorgan 2     gesteuertes          Gasauslauforgan    vorgesehen sein, welches  sich öffnet, wenn ;das Drosselorgan die Gas  Luftzufuhr zum Motor 1 drosselt, damit der       Überschuss    an     Gas-Luftgemisch    ins Freie       entweichen    kann.  



  8 bezeichnet den     Verdrängungsverdichter,     der mittelst einer mechanischen     Übertra-          gungsvorrichtung    9, z. B. einer     Kette,        eines     Zahnrades, eines Riemens oder dergleichen  vom Motor     angetrieben        wird.     



  10 ist ein von Hand regelbares     Luftventil     (Mischventil), durch das die     Verbrennungs-          luft    dem Gas zugeführt wind. 11 ist die An  saugleitung des Verdichters, durch die das  aus dem Generator     kommende    Gas zum Ver  dichter strömt.      Die beschriebene Anlage     arbeitet    in fol  gender Weise:  Nachdem der Generator angesteckt wor  den ist,     wird    ,das     Dreiwegorgan    auf Vergaser  betrieb geschaltet, worauf der Motor mit  flüssigem     Brennstoff    angelassen und hierbei  anfänglich betrieben wird.

   Der Verdichter  saugt gleichzeitig Luft     dureh    den Generator,       so    dass .dieser erwärmt wird und Gas zu lie  fern beginnt, das durch das durch das Drei  wegorgan zwangsgesteuerte Austrittsorgan 6  entweicht. Falls     .das    Luftventil 10 (das  Mischventil) anfänglich geschlossen gehalten  wird,     tritt    die     Erwärmung    :des     Generators          sehr    schnell ein, da die     ganze    Ansaugleistung  des Verdichters dem Generator zugute  kommt.

   Sobald man annehmen kann, dass der  Generator heiss geworden ist, so     dass        das    Gas  die richtige Zusammensetzung hat, stellt man  das     Luftventil    so ein, dass der     Verdichter     eine richtige     Gas-Luftmischung    ansaugt und  liefert. Darauf wird das     Dreiwegorgan    auf       Gasbetrieb    umgeschaltet und dadurch gleich  zeitig ,das von ihm zwangsgesteuerte Aus  trittsorgan 6 geschlossen. Der Motor arbeitet  nun mit Gas.  



  Die erfindungsgemässe Gaskraftanlage  kann auch so gebaut werden, dass die vom  Verdichter gelieferte     Überschussladung,    an  statt gänzlich über das von Hand     betätig-          bare    oder zwangssteuerbare Abzugsorgan ins  Freie zu entweichen, zu einem Teil in die  Ansaugleitung des Verdichters zurückgelei  tet wird.  



  Die vom Verdichter angesaugte     und    ge  lieferte     Gas-Luftladung    ist vom jeweiligen  Gegendruck unabhängig und praktisch direkt  proportional der     Umlaufszahl    des     Verdich-          ters.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Einen Gasgenerator und einen Verbren nungsmotor enthaltende Gaskraftanlage, ins besondere für Fahrzwecke, mit einem Ver gaser für flüssigen Brennstoff und mit einem Dreiwegorgan für die Umschaltung von flüssigem Brennstoff auf Gas, sowie mit einem in der Zulaufleitung des Motors ange- ordneten Verdichter für die Erzeugung der bei Gasbetrieb nötigen Vorverdichtung des Gas-Luftgemisches,
    dadurch gekennzeichnet, dass der vom Motor (1) angetriebene, als Ver drängungsverdichter .gebaute Verdichter (8) in der Gaszuleitung zwischen einem die Gas zufuhr zum Motor beherrschenden Drossel organ (2) und einem das Mischungsverhält nis der Gasladung regelnden Organ (10) an geordnet ist, so dass er eine von dem jeweili gen Gegendruck unabhängige, praktisch der Umlaufzahl des Verdichters :
    direkt propor tionale fertige Gas-Luftladung ansaugt und liefert, ferner gekennzeichnet durch ein zwi schen Verdichter und Drosselorgan (2) be findliches Auslassorgan (7), welches bei ge drosselter Gas-Luftzufuhr zum Motor die vom Verdichter gelieferte Überschussiadung wenigstens zum Teil ins Freie entweichen lässt.
    UNTERANSPRüCHE 1. Gaskraftanlage nach Patentanspruch, da durch .gekennzeichnet, dass das Auslass- organ (7) derart gesteuert wird, dass es sich öffnet, wenn das Drosselorgan dros selt.
    \?. Gaskraftanlage nach Patentanspruch, da durch .gekennzeichnet, dass in der Gaszu leitung zwischen dem Verdichter (8) und dem Drosselorgan (2) ausser !dem steuer baren Gasauslassorgan (7) noch ein Sicher heitsorgan vorgesehen ist, wobei die Gas überschussladung beim Drosseln der Gas- Luftzufuhr zum Motor durch das steuer bare Gasaizslassorgan ins Freie entweicht. $, Gaskraftanlage nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet,
    dass das steuerbare Gasauslassorgan von Hand .steuerbar ist. 4. Gaskraftanlage nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass :das steuerbare Gasauslassorgan vom Drosselorgan zwangs läufig steuerbar ist. 5. Gaskraftanlage nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass das steuer bare Gasauslassorgan durch das Gaspedal zwangsläufig steuerbar ist. 6.
    Gaskraftanlage nach Unteranspruch 2,,da- durch ,gekennzeichnet, dass das steuerbare Gasauslasso .gan durch die das Drossel organ mit dem Gaspedal kuppelnde Stange zwangsläufig steuerbar ist. 7.
    Gaskraftanlage nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass Idas Dreiweg organ (4) derart mit einem im Rohrsystem zwischen dem Verdichter (8) und dem Drosselorgan (2) befindlichen Austritts organ (6) in Bewegungsverbindung steht, dass das Austrittsorgan sich öffnet, wenn das Dreiwegorgan (4) auf Vergaserbetrieb eingestellt wird, B.
    Gaskraftanlage nach Unteransprüchen 1, 2 und 7, dadurch gekennzeichnet, dass das steuerbare Gasauslassorgan durch eine Lei tung mit der Saugleitung des Verdichters in Verbindung steht, damit ein Teil der vom Verdichter bei gedrosselter Gas-Luft- zufuhr zum Motor gelieferten Überschuss- ladung in den Verdichter zurückgeführt wird.
CH186630D 1934-10-22 1935-10-04 Mit Vorverdichtung arbeitende Gaskraftanlage. CH186630A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
SE186630X 1934-10-22

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH186630A true CH186630A (de) 1936-09-30

Family

ID=20304446

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH186630D CH186630A (de) 1934-10-22 1935-10-04 Mit Vorverdichtung arbeitende Gaskraftanlage.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH186630A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2441873A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur aufbereitung der ansaugluft eines aufgeladenen dieselmotors mit schwachem kompressionsgrad
DE1426095A1 (de) Verfahren zur Steuerung des Brennstoff-Luft-Verhaeltnisses an Brennkraftmaschinen
EP3289199A1 (de) Brennkraftmaschine und verfahren zum starten einer brennkraftmaschine
DE909646C (de) Regelvorrichtung fuer Zweitakt-Einspritzbrennkraftmaschinen
DE1258183B (de) Einrichtung zum Regeln einer im Kreislaufverfahren arbeitenden Brennkraftmaschine, insbesondere von Fahrzeugen, vornehmlich Unterwasserfahrzeugen
DE102016220822A1 (de) Blasenfreie Niederdruckpumpe für verflüssigtes Gas
CH186630A (de) Mit Vorverdichtung arbeitende Gaskraftanlage.
AT148330B (de) Mit Vorverdichtung arbeitende Sauggasanlage.
DE60113994T2 (de) Brennkraftmaschine ohne auswendige Kühlung - Verbrennungsmotor ohne äußerliches Kühlsystem
DE632524C (de) Flugkolben-Treibgaserzeuger
DE725763C (de) Verfahren zum Betreiben von mit Abgasturbogeblaese und einer Nutzleistung abgebenden Abgasturbine ausgeruesteten Brennkraftmaschinenanlagen
DE599821C (de) Dieselmaschine, bei der die Luftladung beim Andrehen durch wiederholte Verdichtung erwaermt wird
DE64477C (de) Petroleummaschine mit als Vergaser dienendem, verlängerten und beheizten Cylinderraum
DE626559C (de) Regelungsvorrichtung fuer Aus- und Einlassorgane von Verbrennungsmotoren
DE686544C (de) Sauggaskraftanlage fuer Fahrzeuge mit einem Verdichter
DE428299C (de) Viertaktflugzeugmotor mit UEberdruckspeisung
EP3660284A1 (de) Gemischgeschmierter viertaktmotor, handgeführtes arbeitsgerät mit einem viertaktmotor und verfahren zum betrieb eines gemischgeschmierten viertaktmotors
DE871385C (de) Verfahren, um fuer den Betrieb mit Brennstoffeinspritzung gebaute Verbrennungskraftmaschinen mit Speichergas zu betreiben
DE900634C (de) Regelvorrichtung fuer aufgeladene Brennkraftmaschinen
DE720987C (de) Antriebsmaschine
DE351901C (de) Regelungsvorrichtung fuer auf verschiedenen Hoehen arbeitende Verbrennungskraftmaschinen
AT164946B (de) Anlage zur ununterbrochenen Erzeugung von Verbrennungsdruckgas zum Betriebe von Entspannungskraftmaschinen u. dgl.
DE524646C (de) Vorrichtung zum Ingangsetzen von Dieselmotoren
EP1674709A2 (de) Brennkarftmaschine
DE614085C (de) Zweitaktflugmotor mit Spuelung und Nachladung