CH186647A - Schalter mit Löschung des Lichtbogens durch einen unter Druck stehenden Löschmittelstrom. - Google Patents

Schalter mit Löschung des Lichtbogens durch einen unter Druck stehenden Löschmittelstrom.

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CH186647A
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  Schalter mit Löschung des Lichtbogens durch einen unter Druck stehenden       Löschmittelstr        om.       Die Erfindung betrifft einen Schalter  mit Löschung des Lichtbogens durch einen       Löschmittelstrom,        dessen    Druck in einer  vollkommen geschlossenen Kammer durch  den Unterbrechungslichtbogen selbst erzeugt  wird. Der     Löschmittelstrom    kann dabei ein  Luft-,     Flüssigkeits-    oder Gasstrom sein.

   Bei  den bekannten Schaltern dieser Art wird  zur Löschung des Lichtbogens     nicht    aus  schliesslich das in der Kammer vorhandene  kalte     Löschmittel    benutzt, da erst das in der  Nähe des Lichtbogens befindliche     Löschmittel     durch die     Ausströmungsöffnung    austritt.  Die     Lichtbogenlöschung    wird durch dieses       vorgewärmte    Löschmittel erschwert.  



  Erfindungsgemäss wird dieser Nachteil  dadurch vermieden, dass innerhalb der  Druckkammer zwei in Reihe liegende Unter  brechungsstellen angeordnet sind, von denen  die eine in unmittelbarer Nähe der Austritts  stelle für das     Löschmittel    liegt, während  die zweite     Unterbrechungsstelle    in einer    Hilfskammer liegt, die so angeordnet und  ausgebildet ist, dass der beim Trennen der  Kontakte in der Hilfskammer hervorge  rufene Druck     einen    Teil des     Löschmittels    in  den Lichtbogen an der     Austrittsstelle    treibt,  der vom Lichtbogen in der     Hilfskammer     nicht vorgewärmt ist.  



  In den     Fig.    1 bis 4 sind Ausführungs  beispiele des Schalters nach der     Erfindung     dargestellt, bei denen Gas als     Löschmittel     verwendet ist.  



       Fig.    1 zeigt einen     Schalter    mit einer     in     Bewegungsrichtung der beweglichen Kon  takte bewegbaren Kammer und einem Ab  schlussorgan. In     Fig.    2 ist eine     ähnliche    Aus  führung dargestellt. Bei dieser ist das Ab  schlussorgan zugleich als Kontakt ausgebil  det. In     Fig.    3 ist ein Schalter nur     teilweise     gezeichnet, der mit einem gegenüber der  Hilfskammer beweglichen     Zwischenkontakt     versehen ist.     Fig.    4 zeigt eine Ausführungs-      form mit     getrennten        Räumen    für .das kalte  und das heisse Gas.  



  Bei dem Beispiel nach     Fig.    1 sind die       Anschlusskontakte    2, 3 und der Zwischen  kontakt 4 angeordnet. Der     Kontakt    2 ist als  Hohlkontakt ausgebildet und bildet eine       Gasausströmungsöffnung    5, die durch ein  beispielsweise unter Federdruck     stehendes     Absperrorgan 6 abgeschlossen wird.

   Der       Kontakt    3 ist als     Stift    ausgebildet, der aus  der Druckkammer 1 herausgezogen werden       kann.    Der     Zwischenkontakt    4 ist als     Stift-          und    als     Buchsenkontakt    ausgebildet und sitzt  mit seinem     Buchsenkontakt    in der     Hilfs-          druckkammer    7.

   Oberhalb der Hilfskammer 7  ist der Kontakt 4 als     Stiftkontakt    ausgebil  det und bildet mit .dem Hohlkontakt die un  mittelbar an der     Ausströmungsöffnung    ge  legene     Unterbrechungsstelle.    Die Hilfskam  mer 7 besitzt seitlich Laschen 9, die an den  Führungsbolzen 8 geführt werden. Zwischen  den     obern    Laschen 9 und der     obern    Wand  der Druckkammer 1 sind über den Führungs  bolzen 8 Federn 11 angebracht, welche die  Hilfskammer nach unten drücken.

   Zur Be  grenzung     des    Abstandes der Hilfskammer 7  von der     obern    Wand der     Druckkammer    1       bezw.    des Abstandes .der     Kontakte    2 und 4  sind auf den Führungsbolzen 8 Stellringe 10  vorgesehen. Der Strom wird den     Kontakten     2 und 3 zugeführt.  



  Die Einrichtung wirkt wie folgt: Bei ein  geschaltetem Schalter bilden die Kontakte 2,  4, 3 eine     ununterbrochene        elektrische    Verbin  dung. Beim Trennen der Kontakte wird der  Stiftkontakt     -3    aus der Hilfskammer 7 her  ausgezogen und es brennt ein Lichtbogen  zwischen dem Stiftkontakt 3 und dem Buch  senkontakt 4 in der Hilfskammer 7.

   Dabei  wird der vom Stiftkontakt 3 im eingeschal  teten Zustand auf den Kontakt 4 ausgeübte  Druck     aufgehoben    und durch die Federn 11  wird die     Hilfskammer    7 mit dem Kontakt 4  nach unten     bewegt.    Der Weg der Hilfskam  mer 7     wird    durch die Stellringe 10 begrenzt  und so eingestellt, dass zwischen dem Stift  kontakt 4 und dem Hohlkontakt 2 ein Licht  bogen     bestimmter    Länge brennt.

      Durch ,den beschriebenen Vorgang     wird     erreicht,     dass    bei Trennung der     Kontakte    in  der Hilfskammer 7 ein Druck     entsteht,    der  sich auf das     Gasvolumen    der     Druckkammer    1  überträgt.     Bei    Trennung der Kontakte 3, 4  haben sich     gleichzeitig    oder kurz danach die  Kontakte 2, 4 geöffnet und es brennt zwi  schen diesen auch ein Lichtbogen.

   Infolge  der von der Hilfskammer 7 ausgehenden       Drucksteigerung    spricht .das     Absperrorgan    6  an, so     dass    der Gasinhalt der     Kammern    1  und 7 ausströmt. Dabei     erfolgt    eine     kräftige          Beblasung    des zwischen den Kontakten 2  und 4 brennenden Lichtbogens durch vom  Lichtbogen in der     Hilfskammer    nicht vorge  wärmtes Gas und .der Lichtbogen wird ge  löscht. Die Löschung des     Lichtbogens    nach  der beschriebenen     Einrichtung    ist sehr     wir-          kungsvoll    und vorteilhaft.  



  Man kann an Stelle des als Hohlkontakt       ausgebildeten    Gegenkontaktes .die     Beblasung     auch zwischen zwei     Stiftkontakten    vorneh  men. Eine solche Anordnung ist aus der       Fig.    2 ersichtlich. Der     Anschlusskontakt    3  und :der Zwischenkontakt 4 sind in der  Druckkammer 1 angeordnet. Der     Anschluss-          kontakt    12 schliesst bei eingeschaltetem  Schalter die Druckkammer 1 ab. Um eine  elektrische Verbindung     zwischen    den Kon  takten 3 und 12 zu erzielen, ist noch     ein          Muffenkontakt    2 vorgesehen.

   Die Druck  kammer 1 hat eine     Gasausströmungsöffnung     5, die durch Absperrorgan -6 verschlossen ist.  Der Zwischenkontakt 4 ist in der Hilfskam  mer 7, die mit den Laschen 27 in den isolier  ten Führungsbolzen 8 läuft, als     Buchsenkon-          takt    ausgebildet. Mittels der Federn 11 und  der     Stellringe    10 auf den Führungsbolzen     :8     wird die Kammer 7 bei ausgeschaltetem  Schalter     m    einem     bestimmten    Abstand ge  halten.  



  Die     Wirkungsweise    ist die gleiche wie  vorher     beschrieben.    Bei Trennung der Kon  takte erfolgt durch die Drucksteigerung in  der Hilfskammer 7 eine     Beblasung    des zwi  schen den Kontakten 4 und 12,     brennenden          Lichtbogens    mit vom Lichtbogen     in    der           Hilfskammer    nicht vorgewärmtem Gas und  der Lichtbogen wird sicher gelöscht.  



  Die bisher beschriebenen Anordnungen  kann man vereinfachen, wenn man die Hilfs  kammer 7 fest und den Zwischenkontakt 4  an ihr federnd anordnet. In     Fig.    3 ist ein  Ausführungsbeispiel einer solchen Anord  nung im Ausschnitt gezeichnet. Die Feder  13 sucht den Zwischenkontakt 4 nach unten  zu ziehen. Im eingeschalteten Zustand wird  durch den beweglichen Kontakt 3, den Zwi  schenkontakt 4 und den     Anschlusskontakt    2  eine ununterbrochene elektrische Verbindung  hergestellt. Bei Trennung der Kontakte  wird der     Zwischenkontakt    durch die Feder  13 in die aus der Zeichnung ersichtliche  Lage gebracht. Die 'Wirkungsweise der       Lichtbogenlöschung    ist dieselbe wie oben  beschrieben.  



  Bei     .den        vorbeschriebenen    Anordnungen  besteht die Möglichkeit, dass das vom Licht  bogen erzeugte heisse Gas nach der Beendi  gung des Löschvorganges an der Trennstelle       vorbeistreicht    und eine Rückzündung ein  leitet.  



  Dies wird dadurch vermieden, dass man  das heisse Gas nach der     Lichtbogenlösehung     aus der Hilfskammer 7 austreten lässt, ohne  dass dasselbe die Unterbrechungsstelle be  streichen kann. Dies wird durch die Ver  wendung eines Kolbens erreicht, der die  Trennung zwischen heissen und kalten Gasen       bewirkt    und die     Gasaustrittsstelle    freigibt,  die den     Austritt    der heissen Gase nach er  folgter     Lichtbogenlöschung    gestattet.  



  In der     Fig.    4 ist ein solches Ausfüh  rungsbeispiel dargestellt. In der Kammer 1  befindet sich eine zweite mit der Kammer 1  in Verbindung stehende Hilfskammer 7. In  dieser Kammer 7 befindet sieh die durch den  beweglichen Kontakt 3 und den Zwischen  kontakt 4 gebildete Unterbrechungsstelle.  Der Zwischenkontakt 4 wird in ausgeschal  tetem Zustand durch eine Feder 13 in einer  Endstellung gehalten. Unterhalb des Kon  taktes 2 ist eine     Gasführung    14 angeordnet  und     oberhalb    desselben wird die Kammer 1  durch ein Absperrorgan 6 abgeschlossen. In    der Kammer 1 befindet sich noch ein Kol  ben 15, der in     seiner    obern Stellung die     Gas-          austritts-stelle    16 freigibt.

   Ein Anschlagring  17 begrenzt den     Hub    des Kolbens 15.  



  Die     Einrichtung    wirkt wie folgt: Bei  Trennung der Kontakte 2, 3 und 4 entsteht  ein Lichtbogen, der eine     Drucksteigerung     erzeugt, die den Kolben 15 nach oben treibt.  Das in der Kammer 1 befindliche kalte Gas  wird komprimiert und strömt beim Anspre  chen des Absperrorganes 6 aus, wobei der  zwischen der     Löschspitze    4 und dem Kon  takt 2 brennende Lichtbogen mit kaltem  Gas     beblasen    wird und erlischt. Ehe der  Kolben 15 seine     oberste        Stellung    erreicht,  die durch den Anschlagring 17 begrenzt       wird,    ist der Lichtbogen erloschen.

   Der Kol  ben 15 gibt die     Gasaustrittsstelle    16 frei,  wenn die     Lichtbogenlöschung    beendet ist,  so dass die im     untern    Teil der Kammer ange  sammelten heissen Gase ins Freie treten kön  nen, ehe der bewegliche Stift 3 die Kam  mer verlassen hat. Durch die seitlichen  Luftpolster 18 wird der Kolben 15 in seiner       Hubbewegung    am Ende abgebremst. Der  Kolben gelangt nach diesem Unterbrechungs  vorgang durch     sein    Eigengewicht oder mit       Ifilfe    einer Feder oder .dergleichen in seine  ursprüngliche Lage zurück.  



  Durch die Anordnung nach     Fig.    4 wird  erreicht, dass eine sichere Löschung erzielt       wird,    ohne dass eine Wiederzündung durch  nachströmendes heisses Gas möglich ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Schalter mit Löschung des Lichtbogens durch einen Löschmittelstrom, dessen Druck in einer vollkommen geschlossenen Kammer durch den Unterbrechungslichtbogen selbst erzeugt wird und mit zwei in der Druck kammer befindlichen, in Reihe liegenden Unterbrechungsstellen, von denen die eine in unmittelbarer Nähe der Austrittsstelle für das Löschmittel liegt, dadurch gekennzeich net, dass die andere Unterbrechungsstelle in einer Hilfskammer liegt, die so angeordnet und ausgebildet ist, dass der beim Trennen der Kontakte in der Hilfskammer hervor- ,
    -ernfene Druck einen Teil des Löschmittels in den Lichtbogen an der Austrittsstelle treibt, der vom Lichtbogen in der Hilfskam mer nicht vorgewärmt ist. UNTERANSPRÜCHE: 1. Schalter nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Hilfskammer mit der Druckkammer in offener Verbindung steht. 2. Schalter nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Hilfskammer an der der Löschmittelaustrittsstelle der Hauptkammer abgewandten Seite offen ist. B.
    Schalter nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Hilfskammer in der Bewegungsrichtung der Schaltstifte beweglich angeordnet ist. 4. Schalter nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Hilfskammer un ter der Einwirkung einer Feder steht, die bei Kontakttrennung die Hilfskammer in ihre Ausschaltstellung zurückführt. 5.
    Schalter nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Hilfskammer ge genüber der Hauptkammer unbeweglich angeordnet ist, und dass der zwischen den beiden Unterbrechungsstellen eingeschal- tete Hilfskontakt federnd gegen die Hilfskammer abgestützt ist. 6. Schalter nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand des zwischen den. beiden Unterbrechungsstel len eingeschalteten, beweglichen Kontak tes vom feststehenden Gegenkontakt ein stellbar gemacht ist. 7.
    Schalter nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch _ eine solche Ausbildung, dass das durch den Lichtbogen in der Hilfskammer erwärmte Löschmittel nach der Lichtbogenlöschung aus der Hilfs kammer austreten kann, ohne die Unter brechungsstelle an der Austrittsstelle für das Löschmittel zu bestreichen. B. Schalter nach Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Trennung zwi schen dem heissen und dem kalten Lösch mittel durch einen Kolben erfolgt. 9.
    Schalter nach Unteranspruch 8, mit min destens einer Austrittsstelle für das Löschmittel, an der keine Unterbrechungs stelle für den Lichtbogen angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Kolben diese letztgenannte Austrittsstelle erst bei einer bestimmten Stellung desselben freigibt.
CH186647D 1934-12-10 1935-11-26 Schalter mit Löschung des Lichtbogens durch einen unter Druck stehenden Löschmittelstrom. CH186647A (de)

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