CH186664A - Verfahren zur Darstellung einer den Pyridinkern enthaltenden Carbonsäure. - Google Patents
Verfahren zur Darstellung einer den Pyridinkern enthaltenden Carbonsäure.Info
- Publication number
- CH186664A CH186664A CH186664DA CH186664A CH 186664 A CH186664 A CH 186664A CH 186664D A CH186664D A CH 186664DA CH 186664 A CH186664 A CH 186664A
- Authority
- CH
- Switzerland
- Prior art keywords
- carboxylic acid
- preparation
- pyridine nucleus
- acid containing
- hydrogen
- Prior art date
Links
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07D—HETEROCYCLIC COMPOUNDS
- C07D215/00—Heterocyclic compounds containing quinoline or hydrogenated quinoline ring systems
- C07D215/02—Heterocyclic compounds containing quinoline or hydrogenated quinoline ring systems having no bond between the ring nitrogen atom and a non-ring member or having only hydrogen atoms or carbon atoms directly attached to the ring nitrogen atom
- C07D215/16—Heterocyclic compounds containing quinoline or hydrogenated quinoline ring systems having no bond between the ring nitrogen atom and a non-ring member or having only hydrogen atoms or carbon atoms directly attached to the ring nitrogen atom with hetero atoms or with carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, e.g. ester or nitrile radicals, directly attached to ring carbon atoms
- C07D215/48—Carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen
- C07D215/50—Carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen attached in position 4
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Pyridine Compounds (AREA)
- Catalysts (AREA)
Description
Verfahren zur Darstellung einer den Pyridinkern enthaltenden Carbonsäure.. Bekanntlich sind den Pyridinkern ent haltende Carbonsäuren, die in a-Stellung zum Pyridinstickstoff durch Halogen substituiert sind, in vielen Fällen synthetisch leichter zugänglich als die entsprechenden halogen freien Verbindungen. Ein Verfahren, das in glatter Weise die Überführung der ersteren in die letzteren ermöglichen würde, erscheint daher besonders wünschenswert. Bisherige Versuche in dieser Richtung befriedigten offenbar nicht.
So war es zum Beispiel Aeschlimann nicht möglich, die aus Azet- isatin über die Carbostyrilcarbonsäure leicht zugängliche 2-Chlorchinolin-4-carbonsäure unmittelbar zu Chinolin-4-carbonsäure zu re duzieren (Journal of the Cheinical Society, 1936, Band II, Seite 2905).
Es wurde nun gefunden, dass es leicht gelingt, :durch die Einwirkung von katalytisch angeregtem Wasserstoff auf solche den Py- ridinkern enthaltende Carbonsäuren bezw. deren Derivate, die in a-Stellung zum Py- ridinstickstoff durch Halogen substituiert sind, dieses Halogen durch Wasserstoff zu ersetzen.
Die Carbonsäuren gelangen zweckmässig in Form ihrer löslichen Salze zur Verwen dung. An Stelle der Carbonsäuren kommen aber auch ihre Ester und Amide als Aus gangsstoffe in Frage. Die Reduktion lässt sich mit Wasserstoff in Gegenwart von Me tallen der Platingruppe ausführen; aber selbst in Gegenwart unedler Metalle, wie zum Beispiel Nickel oder Kobalt, bezw. ihrer Ge mische, gelingt sie schon bei gewöhnlicher oder wenig erhöhter Temperatur. Dies ist wichtig, da dadurch die gleichzeitige Ab sättigung des Kernes sicher vermieden wer den kann.
Zur Bindung der entstehenden Halogen wasserstoffsäure verwendet man zweckmässig, insbesondere in Gegenwart unedler Metalle, säurebindende Mittel, wie zum Beispiel Al- kalien, Erdalkalien, Magnesiumogyd, orga nische Basen usw. Gegenstand des vorliegenden Patentes bildet ein Verfahren zur Darstellung einer den Pyridinkern enthaltenden Carbonsäure, dadurch gekennzeichnet, dass man auf eine 2- Flalogen-chinolin-4-carbonsäure katalytisch angeregten Wasserstoff einwirken lässt.
Der Endstoff soll therapeutische Verwen dung finden.
<I>Beispiel 1:</I> 145 Teile 2-Chlorchinolin-4-carbonsäure, gelöst in 95 Teilen Kaliumhydroxyd und 2000 Teilen Wasser, werden bei Zimmertem peratur mit Wasserstoff in Gegenwart von aktivem Nickel katalytisch reduziert. Nach beendigter Wasserstoffaufnahme wird der Katalysator abgetrennt und die entstandene Chinolin-4-earbonsäure mittelst Mineralsäure ausgeschieden. Die rohe Säure schmilzt bei 250 bis 252 .
An Stelle von Kaliumhydroxyd kann ohne weiteres auch ein anderes Säure binden des Mittel, wie zum Beispiel Magnesiumoxyd, verwendet werden.
An Stelle von 2-Chlorchinolin-4-carbon- säure kann auch die 2-Bromchinolin-4-carbon- säure (F. 183 ) verwendet werfen. Diese ent steht durch 'Verseifung des durch Behand lung von 2-Oxychinolin-4-carbonsäure mit Phosphorpentabromid in Toluol erhältlichen 2-Bromchinolin-4-carbonsäurebromifes.
.Statt Nickel können zum Beispiel auch Kobalt, Gemische von Nickel und Kobalt, sowie Platin, Palladium und dergleichen an gewandt werden.
<I>Beispiel 2:</I> 5,0 Teile 2-Bromchinolin-4-carbonsäure in 150 Teilen 80%igem Alkohol gelöst, werden bei Zimmertemperatur mit Wasserstoff in Gegenwart eines Palladium-Bariumsulfat- Katalysators geschüttelt. Nach dem Nach lassen der Wasserstoffaufnahme wird der Katalysator abgetrennt und die entstandene Chinolin-4-carbonsäure in üblicher Weise iso liert. Sie schmilzt ohne weitere Reinigung bei<B>250'.</B> Die Ausbeute beträgt etwa 80 % .
<I>Beispiel 3:</I> Eine Lösung von 59,8 Teilen 2-Jodchino- lin-4-carbonsäure in 20 Teilen Natrium hydroxyd und 1500 Teilen Wasser wird ent sprechend Beispiel 1 mit Wasserstoff in Ge genwart von Nickel behandelt. Chinolin-4- earbonsäure entsteht .dabei in nahezu quanti tativer Ausbeute.
Die 2-Jodchinolin-4-carbonsäure (F. 174' unter Zers.) wird erhalten durch Umsetzung von 2-Chlorchinolin-4-carbonsäure mit Na- triumjodid in Aceton.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung einer ,den Py- ridinkern enthaltenden Carbonsäure, dadurch gekennzeichnet, dass man auf eine 2-Halogen- chinolin-4-carbonsäure katalytisch angeregten Wasserstoff einwirken lässt. Der Endstoff soll therapeutische Verwen dung finden. UNTERANSPRÜCHE : . 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als Kataly satoren Metalle der Platingruppe verwen det. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als Kataly satoren unedle Metalle verwendet. 3.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, .dass man als Katalysator Nickel verwendet. 4. Verfahren nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1 bis 3, dadurch gekenn zeichnet, dass man in Gegenwart Säure bindender Mittel arbeitet.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH186664T | 1934-11-24 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH186664A true CH186664A (de) | 1936-09-30 |
Family
ID=4434525
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH186664D CH186664A (de) | 1934-11-24 | 1934-11-24 | Verfahren zur Darstellung einer den Pyridinkern enthaltenden Carbonsäure. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH186664A (de) |
-
1934
- 1934-11-24 CH CH186664D patent/CH186664A/de unknown
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| CH186664A (de) | Verfahren zur Darstellung einer den Pyridinkern enthaltenden Carbonsäure. | |
| DE1198831B (de) | Verfahren zur Herstellung von 3-Aralkylsalicylsaeuren | |
| AT201579B (de) | Verfahren zur Herstellung von Acrylsäure | |
| DE1965384A1 (de) | Verfahren zur Herstellung von p-Nitroso- und p-Nitrophenolen | |
| DE629313C (de) | Verfahren zur Herstellung substituierter Phenylaethylamine | |
| DE836650C (de) | Verfahren zur Herstellung reiner Folinsaeure | |
| AT331253B (de) | Verfahren zur herstellung von 2,4-diamino-5-formylpyrimidin | |
| AT202133B (de) | Verfahren zur Herstellung von gemischten, sekundären Aminen und deren Salzen | |
| DE679711C (de) | Verfahren zur Herstellung von AEthersaeuren | |
| DE729341C (de) | Verfahren zur Herstellung von asymmetrischen Arsenobenzolen der Harnstoffreihe | |
| DE634197C (de) | Verfahren zur Darstellung von den Pyridinkern enthaltenden Carbonsaeuren bzw. ihren Abkoemmlingen | |
| AT230882B (de) | Verfahren zur Herstellung von 6-Aminochrysen | |
| AT142359B (de) | Verfahren zur Herstellung von Hydrierungsprodukten der aus tierischem oder pflanzlichem Material oder auf synthetischem Wege erhaltenen Follikelhormone. | |
| DE928286C (de) | Verfahren zur Herstellung eines neuen, analgetisch wirksamen 1-Phenyl-pyrazolderivates | |
| AT126585B (de) | Verfahren zur Darstellung von Lactonen. | |
| AT238171B (de) | Verfahren zur Herstellung von N-(2,3-Dimethylphenyl)-anthranilsäure und deren Salzen | |
| AT228211B (de) | Verfahren zur Herstellung von neuen Phenothiazinderivaten, sowie von Säureadditionssalzen und quartären Salzen dieser Phenothiazinderivate | |
| DE644075C (de) | Verfahren zur Herstellung von Abkoemmlingen der 1, 2, 3, 4-Tetrahydrochinolinreihe | |
| AT157720B (de) | Verfahren zur Herstellung von Glucosiden. | |
| AT120853B (de) | Verfahren zur Darstellung nicht hygroskopischer Verbindungen des Pyridins. | |
| DE540534C (de) | Verfahren zur Darstellung von Alkoxyderivaten der 2-Oxynaphthalin-3-carbonsaeure | |
| DE952169C (de) | Verfahren zur Herstellung von 6-Oxycumaron-5-carbonsaeuren | |
| DE728326C (de) | Verfahren zur Herstellung von im stickstoffhaltigen Kern aralkylsubstituierten und in einem aromatischen Kern freie Hydroxylgruppen enthaltenden hydrierten Isochinolinverbindungen | |
| DE591937C (de) | Verfahren zur Darstellung von Arsenverbindungen der Chinolinreihe | |
| AT232993B (de) | Verfahren zur Herstellung von Methylestern aromatischer Polyhalogencarbonsäuren |