CH186819A - Verfahren zur Herstellung eines Waschmittels. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Waschmittels.

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CH186819A
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Furness Reginald
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  Verfahren zur Herstellung eines     Wasehmittels.       Die Erfindung betrifft die Herstellung  von pulverförmigen     Waschmitteln,    die für  den Gebrauch im Haushalt,     sowie    für die       Textilverarbeitung    und analoge Zwecke .ge  eignet     sind.     



  Es :ist bekannt,     dass        Glycerin    beim Er  hitzen     unter    geeigneten     Bedingungen    in     An-          oder        Abwesenheit    von Katalysatoren     unter     Bildung     soggenannter        Polyglycerine    konden  siert     wird.    Mit Fettsäuren können     daraus     die entsprechenden Ester, das heisst Ester,  welche nicht veresterte     Hydroxylbgruppen    ent  halten, hergestellt werden.

   Andere Metho  den zur Herstellung dieser     Ester,    zum Bei  spiel das Erhitzen von     Fetten    oder Ölen     (Tri-          glyceride)    in Gegenwart von     Glycerin    unter  geeigneten     Bedingungen    in An- oder Ab  wesenheit von Katalysatoren,     wobei        Konden-          sation    und     Esterifizierung    in einem Arbeits  gang     stattfinden,    sind ebenfalls bekannt.  



  Ester der     vorgenannten    Art haben, wie       Versuche        zeigten,        ausgezeichnete    Eigen-         schaften,    ,die sie     als    Wasch- und     Reinigungs-          mittel    geeignet machen, jedoch     bietet    ihre  dicke, ölige oder sirupartige     Konsistenz    deren  praktischer Anwendung ,gewisse Schwierig  keiten.     Ihr    Verhalten gegenüber Wasser     ist     sehr verschieden, da die     einen    gut, die andern  nur wenig in Wasser löslich sind.

   Für die  Praxis ist es     avorzuziehen,    dass die verwen  deten Ester im Wasser mindestens in dem  Grad löslich sind,     als    zur     Erzielung    einer  für Waschzwecke geeigneten Lösung (das  heisst eine Lösung, die ungefähr 0,02     bis          0,2%    gelösten Ester enthält) erforderlich ist,  wenn schon die     Anwesenheit    einer     geringen          .Menge    des Esters in     emulgiertem    Zustande  durchaus     nicht    störend wirkt.

       Versuche    er  gaben,     @dass        Ester,    welche ungefähr den     Mono-          Fettsäureestern    von     Tri-,        Tetra-    und     Penta-          Glycerinen    entsprechen, gute Resultate er  geben. Die     hier    verwendete     Ausdrucksweise          "Fettsäuren"    schliesst alle seifenbildenden       Fettsäuren    und auch Harz- und Naphthen-      Säuren ein.

   Die niedrigeren     Fettsäuren,    wie  zum Beispiel     ,die        .gemischten    Fettsäuren des       Palmkernöls,    ergeben Produkte von hoher  Wasch- und     Reine        bgungswirkung.    Die     Poly-          glycerinester,    welche zur Anwendung ge  langen, können entweder im rohen     ungerei-          nigo-ten    Zustand (wie sie bei den oben     be-          schriebenen    Methoden     anfallen),

      wobei     sie     mehr oder     weniger        beträchtliche    Mengen  nicht umgesetztes     Glycerin    oder     Polylglyce-          rin    enthalten, oder im gereinigten von sol  chen     Beiprodukten        befreiten        Zustand    ange  wandt werden.  



       Gegenstand    der     Erfindung        ist    die Her  stellung     eines    pulverförmigen     Waschmittels,     welches für     Haushaltungs-    und textile  Zwecke     ,geeignet        ist,    aus löslichen     Polyglyce-          rinestern.    Gemäss dem Verfahren der     Erfin-          dung        wird.    in der     Weise    vorgegangen,

   dass  man     einen        löslichen        Polyglycerinfettsäure-          ester,    welcher     unveresterte        Hydroxylgruppen     enthält,     mit        eünem    löslichen Sulfat,     vorzugs-          weise    mit     ennemGemisch    von     Sulfaten    mit  oder ohne     Zusatz    von löslichem     Alkalimeta-          phosphat    und/oder     Alkalipyrophosphat,    innig       vermischt.     



  Die so     erhaltenen    Pulver     besitzen,        wie     Versuche ergaben, starke Wasch-     und    Reini  gungseigenschaften,     schäumen    gut, sind kalk  beständig und eignen sich vorzüglich     in    der       Haushaltwäsche    oder beim industriellen       Waschen,        Reinigen    usw.  



  Für die Zwecke der     Erfindung    geeignete  lösliche     #S#ulfate        sind    die     .Sulfate    des Na:       triums,    Kaliums,     Ammoniums    und Magne  siums.

   Da jedoch     Magnesiumsulfat    mit       Alkalipyrophosphat    unter     Bildung    eines un  löslichen     Niederschlages    reagiert, sollten  diese     beiden    Salze nur     .dann        zusammen    ver  wendet werden, wenn     ebenfalls,        Alkalämeta-          phosphat    in genügender Menge zugegen ist,  um     @die        Bildung    dieses Niederschlages zu     ver-          hindern.     



  Die Wirksamkeit der verschiedenen     Salze     und Salzgemische     äst        nicht        immer        -dieselbe    in  bezug auf alle     Polyglycerinester.    Deren Eig  nung für den Gebrauch     und    die Mengen, in  welchen sie zur Anwendung .gelangen sollen,         hängen    von der     Zusammensetzung    der an  gewandten Ester, .das heisst dem     Polymeri-          sations!grad    des     Polyglycerins,    der     Art    der       Fettsäurekomponente,

      dem     Verhältnis    der       Fettsäuremenge    zum     Polyglycerinester        und     der     Reinheit    des letzteren ab.     Ein    einfacher  Versuch mit kleinen Mengen,     unterstützt     durch die     nachstehend    angegebenen Beispiele,  zeigt, welches     der        einzelnen    Salze     oder        Salz-          gemische    und welche Mengen     @davon    am  besten geeignet sind,

   um die einzelnen     Ester     in das     gewünschte    lockere Pulver überzufüh  ren. Als     allgemeine    Regel     nimmt    die Trocken  heit     und    der lockere Zustand des     Pulvers    mit       zunehmendem        ,Salzgehalt    zu.

       Befriedigende     Produkte von hohem     Waschvermögen    und  schönem Aussehen     wunden        erhalten    bei     Ver-          wenJung    von     einem        Teil        Polyglycerinester     und zum     Beispiel    2     bis    4     Gewichtstenlen    der  oben genannten     :

  Salze,    wobei besonders gün  stige Ergebnisse erzielt wurden     durch        Ver-          mischen    von 1 Teil     konzentriertem,    gerei  nigtem Ester mit 4 Teilen     Natriumsulfat          (Na'S04).     



       Falls    man     Magnesiumsulfat        verwendet,          wird        dieses    zweckmässig     in    Form     seines    kri  stallinen Salzes     MgS04    . 7     H20    angewandt,  welches jedoch     dengrössten        Teil        seines        Kri-          stallwa.ssers    während des Trockenprozesses       verliert.     



       Eine    befriedigende     Vermischung    der In  gredienzien kann     in.    der     Weise    erzielt wer  den, dass man eine dicke     Paste    oder einen  Brei der betreffenden Stoffe in     einer    be  schränkten Menge     Wasser        darstellt        und          dies;

  es    innige Gemisch rasch in der     Weise     trocknet, dass der     Ester    keine Gelegenheit  hat,     sich        auszuscheiden,    bevor die     Trocknung          beendigt        ist.        Dies        wird    am     besten    durch     Zer-          stäubungstrooknung    oder auf einem -dampf  geheizten rotierenden Zylindererzielt.  



  <I>Beispiel 1:</I>  Dieses Beispiel     beschreibt        ,die        Herstellung     eines     Wischmittels    in     Pulverform    aus einem  Rohester, welcher nicht     umgesetztes        Glycerin     und     Polyglycerin,    enthält, ,der erhalten wurde  durch     Esterifizierung        von.        Polyglycerin    (an-      nähernd     Pentaglycerin)    mit 20 % der     ge@     mischten Fettsäuren aus-     Kokosnussöl.    Eine  Mischung von 2 Teilen     Natriumsulfat,

      1/4 Teil  lösliches     'Katriummetaphosphat,    1/4 Teil     l#Ta-          triumpyrophosphat    und 21/2 bis 4     Teile     Wasser werden unter Rühren auf ungefähr  <B>80'C</B> erhitzt.

   Wenn     alles        Metaphosphat    und  ein Teil oder die Gesamtmenge der     übrigen     Salze in Lösung gegangen     ist,    wird das     CGe-          misch    auf zirka<B>50'C</B> abgekühlt und 1     Teil          des    rohen     Esters    zugesetzt, das Ganze     unter     Rühren auf unterhalb     35'C    gekühlt, worauf  der gut     gerührte    dicke Brei auf die Ober  fläche eines rotierenden Trockenzylinders,  der inwendig mit Dampf von ungefähr  10     Atm.    geheizt     wird,

      gebracht     wird.    Das  vom Zylinder abgenommene getrocknete Pro  dukt bildet ein Pulver von .sehr     befriedigen-          der    Qualität, das ungefähr 3 % Wasser ent  hält und folgende     Zusammensetzung    auf  weist: Rohester 1 Teil,     Natriummetaphos-          phat    1/4 Teil,     Natriumpyrophosphat    1/4 Teil,  Natriumsulfat     ('Na-2S04)    2 Teile.  



  <I>Beispiel 2:</I>  Dieses Beispiel     beschreibt    :die     Herstellung     eines     pulverförmigen        Waschmittels    aus einem  gereinigten Ester, welcher     erhalten    wurde  durch Entfernung des nicht     umgesetzten          Glycerins    oder     Polyglycerins    aus einem Roh  ester, wie er im vorangehenden     Beispiel    be  schrieben wurde.

   1/4 Teil lösliches     NaIrium-          metaphosphat    wurde in Wasser gelöst, wozu       134    Teile     verwendet        wurden    und der Lösung   2 Teile Natriumsulfat und 1 Teil     gereinigter     Ester zusammen mit     einer    genügenden       Wassermenge    zur Erzielung     :eines        Breies    von  geeigneter Konsistenz nach dem Abkühlen  zugefügt. Der kräftig .gerührte Brei wurde  auf einem rotierenden Trockenzylinder wie  im Beispiel 1 getrocknet.

   Das     etwas        klebrige     Produkt wurde mit so viel     Natriumsulfat     und     Natriumpyrophosphat        vermischt"dass        ein     trockenes lockeres Pulver folgender Zusam  mensetzung erhalten wurde:     Polyglycerin-          ester    1 Teil,     Natriummetaphosphat        1/4    Teil,       Natriumpyrophosphat    1/4 Teil, Natriumsulfat       (Na_SO,)        31/2    Teile.

      <I>Beispiel 3:</I>  Dieses     Beispiel        beschreibt    die Herstellung  eines     pulverförmigen        Waschmittels    nach der       Zerstäubungsmethode.    Der     Polyglycerinester     wird mit dem Salz und einer ,genügenden  Menge Wasser in einem     Krückwerk    ver  mischt     und    die Masse so weit abgekühlt,

       -dass          eine        glatte    stabile Paste     entsteht.        Die    Wasser  menge kann variieren und hängt von der     Läs-          lichkeit,des        ,Salzes    ab, beträgt jedoch im all  gemeinen 25 bis 40 % :der Charge. Diese  Salbe wird :dann in heisse Luft von 2:60     bis     <B>270'C</B> zerstäubt, wodurch man trockene Pul  ver erhält, welche oft aus leichten und auf  g     o        eblasenen        Teilchen        bestehen.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I: Verfahren zur Herstellung eines kalk beständigen pulverförmigen Waschmittels mit guter Schaumwirkung und starker Reini- gungskraft, welches füx Haushaltzwecke, die Textilindustrie und andere Anwendu;
    ngs- gebietegeeignet ist, dadurch gekennzeichnet, dass man einen löslichen Polyglycerinfett- säureester, welcher unveresterte Hydrogyl- gruppen enthält, mit mindestens einem lös- liehen Sulfat innig vermischt.
    UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, da ,durch gekennzeichnet, .dass man Natrium sulfat verwendet. 2. Verfahren nach Patentanspruch I, da ,durch gekennzeichnet, :dass man Kalium sulfat verwendet. 3. Verfahren nach Patentanspruch I; @da- durch gekennzeichnet, dass man Ammo- mumsulfat verwendet. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch ,gekennzeichnet, dass man Magne- siumsulfat verwendet. 5. Verfahren nach Patentanspruch I, @da,- durch gekennzeichnet, ,dass man gleich zeitig ein lösliches Alkalimetaphosphat zusetzt. 6.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da- ,durch ,gekennzeichnet, d ass man gleich- zeitig ein lösliches Alkalipyrophosphat zusetzt. 7. Verfahren nach Patentanspruch I, @da- durch gekennzeichnet, dass man .gleich- zeitig ein lösliches Alkalimetaphosphat und ein lösliches Alkalipyrophosphat zu setzt. B.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass aus den Aus gangsstoffen ein Brei mittels einer beschränkten Wassermenge hergestellt wird, den man rasch in der Weise trock net, dass der Ester sieh vor Beendigung .der Trocknung nicht ausscheiden kann.
    9. Verfahren nach I und Unteranspruch 8, dadurch gekennzeich net, dass ein Teil des Salzes oder der Salze dem Brei vor dem Trocknen zu gefügt wird, wonach man den Rest Ader- selben mit dem getrockneten Produkt innig vermischt. 10.
    Verfahren nach Patentanispruch I und Unteransprüchen 8 und 9, dadurch .ge kennzeichnet, dass der Trockenprozess durch Zerstäubung erfolgt. 11.
    Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 8 und 9, dadurch ge- kennzeichnet, .dass der Trockenprozess auf einem beheizten rotierenden Zylinder durchgeführt wird. PATENTANSPRUCH II: Pulverförmiges Waschmittel, hergestellt nach dem Verfahren des Patentanspruches I.
CH186819D 1934-09-04 1935-08-22 Verfahren zur Herstellung eines Waschmittels. CH186819A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1012418B (de) * 1952-04-10 1957-07-18 Procter & Gamble Herstellung von pulverfoermigen Reinigungsmitteln

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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