CH186843A - Verfahren zur Verminderung des Säuregehaltes von Gemischen von Wasserstoffsuperoxyd und Wasserdampf. - Google Patents

Verfahren zur Verminderung des Säuregehaltes von Gemischen von Wasserstoffsuperoxyd und Wasserdampf.

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CH186843A
CH186843A CH186843DA CH186843A CH 186843 A CH186843 A CH 186843A CH 186843D A CH186843D A CH 186843DA CH 186843 A CH186843 A CH 186843A
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E I Du Pont De Nemours Com Inc
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Du Pont
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  • Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)

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  Verfahren zur     Verminderung    des Säuregehaltes von Gemischen von  Wasserstoffsuperoxyd und Wasserdampf.    Es ist bereits bekannt,     dampfförmige    Ge  mische von Wasserstoffsuperoxyd und Was  ser, wie solche bei bekannten Herstellungs  verfahren erhalten werden, zwecks Reinigung  durch eine Schicht von Füllkörpern, zum  Beispiel     Raschigringen,    zu leiten und hier  durch das Dampfgemisch von     nebelförmigen     und     tropfenförmigen    Bestandteilen zu be  freien.  



  Vorliegende Erfindung bezweckt die Ver  minderung des Säuregehaltes von Gemischen  von Wasserstoffsuperoxyd und Wasser  dampf, welche Säure in feinverteiltem Zu  stand enthalten, durch Leiten des Dampfge  misches durch einen mit Füllmaterial be  schickten Turm. Umfangreiche Vergleichs  versuche, bei welchen die verschiedenen, für  Turmfüllungen in Betracht kommenden  Stoffe Verwendung gefunden haben, haben  ergeben, dass bei     Verwendung    von Quarz  stücken als Füllmaterial die besten Wirkun-    gen mit Bezug auf     Säureentfernung    erzielt  werden.

   Vergleichende Versuche     haben    ins  besondere ergeben, dass eine aus Quarzstück  chen bestehende Turmfüllung erheblich bes  ser gewirkt hat, als eine     Beschickung    aus       Raschigringen,    und zwar auch     dann,    wenn  die     Rasehigringe    aus Material bestanden,  welches durch Wasserstoffsuperoxyd nicht  angegriffen     wird.     



  Auf Grund dieser Versuche wird das Ver  fahren der Verminderung des Säuregehaltes  von     Dampfgemischen    aus Wasserstoffsuper  oxyd und Wasser so ausgeübt, dass das  Dampfgemisch über aus     Quarzstücken    be  stehende Füllkörper geleitet wird.  



  Es wurde weiterhin gefunden, dass das  Erfindungsziel in     besonders    vollkommener  Weise erreicht wird, wenn die Quarzstück  chen, über die das     Dampfgemisch    geleitet  wird, mit einer Flüssigkeit, in der die zu ent  fernende Säure löslich ist, befeuchtet wor-      den sind.     Wenn    man nämlich Gemische von       Wasserstoffsuperoxyddampf    und Wasser  dampf durch     Trockenschüttungen    leitet, so       wird    die in Nebelform in dem Dampfge  misch vorhandene Säure nur in sehr ge  ringem Masse oder gar nicht entfernt. Es  findet zwar durch Kondensation an den  Oberflächen der Körner allmähliche Bildung  von Flüssigkeitsfilmen statt.

   Dies erfordert  aber nach den Erfahrungen der     Anmelderin     einen längeren Zeitraum, gegebenenfalls  mehrere Tage. Wenn man dagegen die Quarz  stückchen bereits oberflächlich mit zur Lö  sung der vorhandenen Säure geeigneten Flüs  sigkeiten befeuchtet hat und hierdurch zur  Bindung der Säuren geeignete Flüssigkeits  filme auf denselben erzeugt hat, so erhält  man beim Leiten des Dampfgemisches über  dieselben von Anfang an     ein    reines, von stö  renden Säuren befreites Wasserstoffsuper  oxyd.  



  Es     wurde    weiterhin gefunden, dass es vor  teilhaft ist, das Dampfgemisch     zunächst    in       Vorabscheidern    von Tröpfchen zu befreien,  und dasselbe dann erst durch die Füllkörper  schicht zu leiten.  



  Die Grösse der Füllkörper und die       Schichthöhe    sind zweckmässig so zu wählen,  dass Druckstauungen     beim    Durchgang des  Dampfgemisches vermieden werden. Gute  Ergebnisse wurden erzielt durch     Verwen-          dung    von     Quarzstückchen,    deren Durch  messer etwa 6     mm    bis 25 mm     beträgt.    Hier  bei können die Schichthöhen der Turmfül  lungen     etwa    38 bis 50 cm betragen.  



       Beispiel:     Eine durch Elektrolyse von Schwefel  säure hergestellte Lösung von     -Tberschwefel-          säure    wird bei Unterdruck durch ein mit  Dampf beheiztes     Destillationsrohr    geleitet  und das austretende Dampfgemisch zwecks  Entfernung von Tröpfchen durch einen     Flüs-          sigkeitsabscheider    geführt. .

   Die aus dem       Flüssigkeitsabscheider    abgehenden Dämpfe,  welche noch erhebliche Mengen von Schwe  felsäure enthalten, werden durch einen     Stein-          gutturm    geleitet, dessen Durchmesser 61 cm    beträgt, welcher mit einer 38 cm hohen  Schicht von Quarzstückchen beschickt ist,  deren Durchmesser 6,3-1,9 cm beträgt. Die       Quarzkörnerschicht    wird von einer Doppel  schicht von     Guttmann-Kugeln    von     etwa     10 cm Höhe getragen.

   Die     Turmbeschickung     wird vor Einleitung des     Wasserstoffsuper-          oxyd-Wasser-Dampfgemisches    mit einer zur  Lösung der Schwefelsäure befähigten Flüs  sigkeit, zum Beispiel Wasser, gut befeuchtet,  so dass auf den einzelnen     Quarzkörnern    Flüs  sigkeitsfilme gebildet werden. Die von dem  Säurenebel befreiten Dämpfe     entweichen    aus  dem Oberteil des Turmes, die abgeschiedene  Säure fliesst am Boden des Turmes ab.

   Das  abgehende Dampfgemisch wird in     eine    unter  Vakuum stehende     Rektifikationsvorrichtung     geleitet, wo es auf konzentriertes Wasser  stoffsuperoxyd, zum Beispiel 100%iges       Wasserstoffsuperoxyd,    verarbeitet werden  kann.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Verminderung des Säure gehaltes von Gemischen von Wasserstoff superoxyd und Wasserdampf, welche Säure in feinverteiltem Zustand enthalten, durch Leiten des Dampfgemisches durch einen mit Füllmaterial beschickten Turm, dadurch ge, kennzeichnet, dass das Dampfgemisch über aus Quarzstückchen bestehende Füllkörper geleitet wird. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Quarzfüllung zu Beginn des Durchleitens des Dampfge misches durch den Turm mit einer zur Lösung der zu entfernenden Säure be fähigten Flüssigkeit befeuchtet wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Dämpfgemisch zunächst mit Hilfe von Vorabscheidern von darin befindlichen Tröpfchen befreit wird und dann erst über die Quarzfüllung geleitet wird. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Grösse der Quarz stückchen und die Schichthöhe so gewählt werden, dass Druckstauungen beim Durch gang des Dampfgemisches vermieden wer den. 4. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Durchmesser der Quarzstückchen etwa 6 mm bis 2,5 cm und die Schicht höhe etwa<B>38</B> bis 50 cm betragen. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Dampfgemisch unter Vermei dung von Druckstauungen durch einen Turm geleitet wird, der mit aus Quarz stückchen bestehenden Füllkörpern be schickt ist, die mit einer zur Lösung der zu entfernende Säure befähigten Flüssig keit oberflächlich befeuchtet sind.
CH186843D 1934-06-09 1935-06-06 Verfahren zur Verminderung des Säuregehaltes von Gemischen von Wasserstoffsuperoxyd und Wasserdampf. CH186843A (de)

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