CH186862A - Kinematographische Aufnahmekamera mit mechanischem Antrieb. - Google Patents

Kinematographische Aufnahmekamera mit mechanischem Antrieb.

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CH186862A
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recording camera
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Inventor
Metallwarenfabriken Lampen-Und
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Ditmar Geb Bruenner Ag
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Description


  Kinematographische Aufnahmekamera mit mechanischem Antrieb.    Die     Erfindung    betrifft eine kinematogra  phische Kamera, insbesondere für Aufnah  men aus freier Hand, deren Laufwerk me  chanisch, z. B. von einem Feder- oder Elek  tromotor, mit zwei oder mehr     wählbaren    Ge  schwindigkeiten     angetrieben    wird. Bei den  bekannten Kameras dieser Art ist gewöhn  lich ein     Verstellorgan,    z. B. ein drehbarer  Zeiger oder verschiebbarer Knopf, an der  Seitenwand der Kamera vorgesehen, mittels  welchem die gewünschte Laufgeschwindig  keit eingestellt wird, während zum     Ingang-          setzen    des Laufwerkes ein besonderes Betäti  gungsorgan, z. B. ein Druckknopf, vorge  sehen ist.

   Bei derartigen Kameras kann der  sehr erwünschte Geschwindigkeitswechsel  während der Aufnahme nicht oder nur mit  Schwierigkeit     vorgenommen    werden, weil  hierzu die Kamera vom Auge abgesetzt wer  den muss,     bezw.    bei Aufnahme aus freier  Hand durch Betätigung der vorgesehenen Or  gane verwackelt würde.    Die genannten Mängel werden gemäss der  Erfindung dadurch behoben, dass im Bereich  der die Kamera     umfassenden        Finger    zwei  oder mehr Betätigungsorgane angeordnet  sind, von     denen    eines     zum.    Anlassen mit der       Normalgeschwindigkeit,    ein anderes zum  Übergang von der Normalgeschwindigkeit zu  einer andern Geschwindigkeit dient.

   Hier  durch wird erreicht, dass die     genannten    Be  tätigungsorgane bequem bedient werden kön  nen, ohne dass die Hände aus ihrer Halte  stellung gebracht werden,     bezw.    die Kamera  während der     Aufnahme    verwackelt wird.  



  In der     Zeichnung    ist eine     beispielweise     Ausführungsform der Erfindung dargestellt.       Fig.    1 ist eine Ansicht der Kamera  vorderwand;       Fig.    2 zeigt die     Betätigungsvorrichtung     im     Schnitt    nach der Linie     II-II    der     Fig.    3;       Fig.    3 ist eine Vorderansicht zu     Fig.    2,  wobei einige Teile der Übersichtlichkeit hal  ber entfernt sind, und           Fig.    4     zeigt        eine     in grösserem  Massstab.  



  Gemäss     Fig.    1 sind unterhalb des Kamera  objektivs 1 zwei     Druckknöpfe    2, 3 in der  Vorderwand der Kamera derart angeordnet,  dass sie von je     einem    Finger der die Kamera  haltenden Hand wahlweise betätigt werden  können, ohne dass .die Hand aus ihrer Lage  gebracht wird. Der obere Knopf 2 dient zur       Einschaltung    des Normalganges (zum Bei  spiel 16 Bilder pro. Sekunde), der untere       Knopf    3 zur     Einschaltung    des Schnell  ganges (zum Beispiel 32 Bilder pro :Sekunde).

    Es kann auch noch ein dritter, einem     dritten     Finger zugeordneter Knopf vorgesehen sein,  der     etwa    zur     Einschaltung    eines Langsam  ganges (z. B. 8 Bilder pro Sekunde) dient.  Wird der     Knopf    2 eingedrückt, so läuft die  Kamera mit Normalgang. Wird der     Knopf        i     eingedrückt, so steigt die Geschwindigkeit  ohne     Unterbrechung    des Antriebes auf das  Doppelte (Schnellgang). Die Anordnung  kann so getroffen sein, dass zur Aufrecht  erhaltung des Schnellganges ausser dem Knopf  3 auch der Knopf 2     eingedrückt    gehalten  werden muss.

   Dies bietet den Vorteil, dass  während des Schnellganges, welcher der Ka  mera eher     Erschütterungen    erteilt, die Kraft  zweier     Finger    ausgeübt wird, so dass die Ka  mera noch sicherer und ruhiger gehalten  wird. - -    In den     Fig.    2     bis    4     ist        eine    bevorzugte       Ausführungsform    der     Betätigungs-    und       Bremsvorrichtung    des Laufwerkes darge  stellt. Zwischen den     Platinen    4 sind zwei  durch ein Zahnradpaar 5, 6 miteinander     ge-          kuppelte    Wellen 7, 8 drehbar gelagert.

   Die  auf beliebige Weise von einem Federmotor  über     ein        Zahnrad    9 angetriebene Welle 7,  auf der gleichzeitig der Greifer für den Film       sitzen    kann, trägt ein Sperrad 10, gegen des  sen Nase 11 sich ein vom     Druckknopf    2 be  tätigter Hebel 12 unter der Wirkung der  Zugfeder 13 legen kann. Auf der Welle 8  sitzen lose eine grosse Bremstrommel 14 und  eine kleine Bremstrommel 15.

   Letztere ist  durch Verbindung mit der     Platine    4 ständig         fixiert.    Zwischen den Trommeln sitzt auf  der Welle 8 eine Scheibe 16 fest, an deren  beiden     gegenüberliegenden        Seiten    je ein Satz  von Bremsbacken 17     angelenkt    ist     (Fig.    4),  die in die Trommeln 14, 15 hineinreichen und  durch die Fliehkraft an die Innenseite des  Trommelumfanges entgegen der Wirkung von  (nicht dargestellten)     Rückzugfedern        ange-          presst    werden.

   Die Bremse für das Laufwerk  ist somit als     Stufenbremse    ausgebildet, deren  Stufen durch die Bremstrommeln 14, 15 samt  den zugehörigen Bremsbacken 17 gebildet  werden. An der Trommel 14 sitzt     ein        Stift     18, gegen den sich ein Arm 19 des Hebels 20  legen kann. Der Hebel 20 steht unter der  Wirkung der Zugfeder 21 und wird vom  Druckknopf 3 betätigt.  



  Der Antriebsmotor wirkt in beliebiger  Weise auf die Welle 7, die in     Richtung    des  Pfeils in     Fig.    2 umläuft. Diese Figur zeigt  die Ruhestellung der     Vorrichtung,    in der das  gesamte Laufwerk durch den sich gegen die  Sperrnase 11 legenden Hebel 12 stillgesetzt       bezw.        gehemmt    ist. Wird der Knopf 2 ent  gegen der Wirkung der Federn 13 und 22  eingedrückt, so gibt der Hebel 12 das     Sperr-          rad    11 frei, so dass das Laufwerk vom Fe  dermotor in Gang gesetzt wird. Hierbei üben  die rotierenden Bremsbacken 17 eine Brems  wirkung in der Trommel 14 aus, da diese  durch den Arm 19 des Hebels 20 festgehal  ten wird.

   Wird nun der Knopf 3 einge  drückt, so wird die     Trommel    14 freigegeben,  so dass sie von den umlaufenden Brems  backen 17     mitgenommen    wird. Die Brems  wirkung der Trommel 14 wird hierdurch  aufgehoben, und es     kommt    nun die     Brems-          bezw.    Regelwirkung der Trommel 15 zur  Wirkung. Durch geeignete Wahl der Grö  ssen der Trommeln und Bremsbacken, sowie  ihrer     Rückzugfedern    wird erreicht, dass die  Backen der Trommel 15 erst bei einer  höheren Geschwindigkeit zur Wirkung kom  men, als die Backen der Trommel 14. Nach  Eindrücken des Knopfes 3 läuft somit die  Vorrichtung mit höherer, z.

   B. der doppelten  oder dreifachen Geschwindigkeit wie     früher.     Es ist ersichtlich, dass auch während des           S   <B>1</B>     chnellganges        der        Knopf    2     eingedrückt        ge-          halten    werden muss, da sonst das Laufwerk  stillgesetzt würde.  



  Eine abgeänderte Ausführungsform er  gibt sich, wenn, wie in     Fig.    2 gestrichelt  angedeutet, die Hebel 12 und 20 mit Ver  längerungen 12'     bezw.    20' versehen sind, wo  bei das Ende der Verlängerung 20' vor dem  Ende der Verlängerung 12' liegt. In diesem  Falle können die beiden Knöpfe 2, 3 völlig  unabhängig     voneinander    bedient werden,  denn bei Eindrücken des Knopfes 3 wird der  Hebel 12 durch den Hebel 20 mitgenommen,  somit die Sperrnase 11 freigegeben, ohne dass  der Knopf 2 betätigt zu werden braucht.  



  Die beschriebene Vorrichtung kann in  mehrfacher Hinsicht abgeändert werden. Bei  spielsweise kann eine besondere Welle 7 er  spart werden, indem das Sperrad 10 auf die  Welle 8 gesetzt wird.  



  Wenn die Kamera mit drei Laufgeschwin  digkeiten ausgestattet ist, so werden drei  Bremsstufen in Anwendung gebracht, wobei  analog der vorstehend beschriebenen Anord  nung drei aus Trommeln und Bremsklötzen  bestehende Bremsen vorgesehen sein können.  die abgestufte Bremswirkungen hervor  bringen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Kinematographische Aufnahmekamera mit mechanischem Antrieb und zwei oder mehr Laufgeschwindigkeiten, insbesondere für Aufnahmen aus freier Hand, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der die Ka mera umfassenden Finger zwei oder mehr Betätigungsorgane angeordnet sind, von denen eines zum Anlassen mit der Normal geschwindigkeit, ein anderes zum Übergang von der Normalgeschwindigkeit zu einer an dern Geschwindigkeit dient. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Aufnahmekamera nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Betäti gungsorgane als Druckknöpfe (2, 3) aus gebildet sind.
    2. Aufnahmekamera nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Betäti gungsorgane (2, 3) an der Vorderwand der Kamera angeordnet sind. 3. Aufnahmekamera nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Betäti gungsorgan (3) für die höhere Geschwin digkeit erst in Wirksamkeit gesetzt wer den kann, wenn jenes (2) für die Normal geschwindigkeit in wirksamer Stellung ist. 4.
    Aufnahmekamera nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zur Regelung der Geschwindigkeiten eine Stufenbremse vorgesehen ist, deren einzelne Stufen beim Übergang von einer Geschwindigkeit auf eine andere mittels je eines der Betäti gungsorgane (2, 3) ein- bezw. ausgeschal tet werden. 5. Aufnahmekamera nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass mit den um laufenden Reibteilen (17) mindestens einer Bremsstufe ein gleichfalls umlaufender Teil (14) zusammenwirkt, der zwecks Ein schaltung dieser Stufe durch eine Sperr vorrichtung (19) stillgesetzt wird.
    6. Aufnahmekamera nach Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Sperrvor richtung (19) in der Ruhelage in ihrer wirksamen Stellung ist und von dem zu geordneten Betätigungsorgan (3) in ihre unwirksame Stellung gebracht wird. 7. Aufnahmekamera nach Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass auf einer gemeinsamen Welle<B>(</B>8) zwei Bremstrom meln (14, 15) angeordnet sind, zwischen denen ein Träger (16) für die mit beiden Trommeln zusammenwirkenden Bremsbak- ken (17) auf der Welle festsitzt. B.
    Aufnahmekamera nach Unteransprüchen 3 und 5 mit mindestens zwei Betätigungs stufen und Bremsstufen, dadurch gekenn zeichnet, dass ein Betätigungsorgan das Laufwerk mit der Normalgeschwindigkeit anlässt, ein Betätigungsorgan für eine an dere Geschwindigkeit hingegen nur eine Sperrvorrichtung (19) für eine der Brems trommeln auslöst. 9. Aufnahmekamera nach TTnteranspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das eine Be tätigungsorgan (3) ausser dem übergang von der Normalgeschwindigkeit zu einer andern Geschwindigkeit auch noch zum Anlassen mit der andern Geschwindig keit dient.
CH186862D 1934-11-16 1935-11-02 Kinematographische Aufnahmekamera mit mechanischem Antrieb. CH186862A (de)

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