CH186885A - Halogensalzhaltiges Schweissmittel für das Schweissen von Magnesium und Magnesiumlegierungen. - Google Patents

Halogensalzhaltiges Schweissmittel für das Schweissen von Magnesium und Magnesiumlegierungen.

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CH186885A
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Aktiengesellsc Farbenindustrie
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Ig Farbenindustrie Ag
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  Halogensalzhaltiges Schweissmittel für das Schweissen von Magnesium  und     Magnesiumlegierungen.       Zum     Verschweissen    von Magnesium  und     @agnesiumlegierungen    werden bisher  Schweissmittel verwendet, die als wesent  lichen Bestandteil Alkali- und/oder     Erdal-          kalihalogenide,    insbesondere Chloride oder       Bromide    dieser Metalle enthalten.

   Damit  wird bezweckt, die bei den Schweisstempera  turen lebhafte Oxydation des Magnesiums  zu     verhindern    oder die sich trotzdem bilden  den Sauerstoffverbindungen durch die  schmelzenden     HaIogenide    aufzulösen, um so  eine innige und sichere Verbindung der  Schweissstellen zu ermöglichen. Die Erfah  rung hat jedoch gelehrt, dass bei diesem Ver  fahren Reste der     halogenidhaltigen    Schweiss  mittel im Metall eingeschlossen werden und  so im Laufe der Zeit zum Ausblühen der  Schweissstellen, und im weiteren Verlaufe  auch zur Zersetzung des Magnesiums infolge  einer Art Kettenreaktion des letzteren mit  den durch Aufnahme von Luftfeuchtigkeit         hydrolysierten        Schweissmittelresten    Veran  lassung geben.  



  Die Erfindung beruht auf dem Gedan  ken, zur Verhinderung der fortschreitenden  Zerstörung .des     Metalles    sowohl etwa im Me  tall verbleibende, als auch sonstige Schweiss  mittelreste, die nicht rein mechanisch (etwa  durch Abspülen oder dergleichen) von der  Schweissstelle entfernt werden können, da  durch in eine unschädliche Form überzufüh  ren, dass der die Kettenreaktion bedingende  Bestandteil des Salzgemisches unter Zer  setzung des Salzes verflüchtigt wird.

   Zu die  sem Zwecke weist das erfindungsgemässe,  halogensalzhaltige Schweissmittel für das  Schweissen von Magnesium und Magnesium  legierungen einen Gehalt an solchen Säuren  oder sauer reagierenden Salzen solcher Säu  ren auf, die bei den Schweisstemperaturen  weniger flüchtig und stärker sind als die       Halogenwasserstoffsäure    (zum Beispiel Salz-      säure) der vorhandenen Halogensalze, und  die selbst oder deren Reaktionserzeugnisse  auf das Magnesium oder die     Magnesiumlegie-          rungen    keine schädliche Wirkung ausüben.

    Unter der Einwirkung der Schweisshitze  tritt unter diesen Umständen eine Zersetzung  der     Halogenide    unter Verflüchtigung der  betreffenden     Halogenwasserstoffsäure    und  unter Bildung von für das Metall unschäd  lichen neutralen Salzender schwerer flüchti  gen Säuren ein.  



  Da Schweissmittel aus Zweckmässigkeits  gründen im allgemeinen in Pulverform ver  wendet werden, erweist es sich als vorteil  haft, solche Säuren oder solche Salze zu  wählen, die ebenfalls in Pulverform erhält  lich sind. Die Wahl der     erfindungsgemäss     verwendeten Zusätze bestimmt sich weiter  nach dem Gesichtspunkt, dass eine     bestimmte          Schmelztemperatur,    die nicht allzu weit un  ter dem Schmelzpunkt des     Metalles    liegen  darf, erwünscht ist.  



  Für die Zwecke der Erfindung haben  sich als besonders geeignet die sauer reagie  renden     Alkalisalze    der     Orthophosphorsäure,     insbesondere     Monokaliumphosphat    erwiesen.       Jedoch    sind auch     Monoammonphosphat    oder       Mononatriumphosphat    und ebenso die sauer  reagierenden     Pyrophosphate    der     Alkalien     verwendbar.

   Die beabsichtigte Wirkung       kann    auch mit Borsäure,     Ogalsäure    und     Me-          taphosP-horsäure,    die alle in Pulverform er  hältlich sind, erreicht werden; jedoch ist in  diesem Fälle im allgemeinen eine Erhöhung  des Schmelzpunktes der Säure durch entspre  chende Zusätze aus den oben ausgeführten  Gründen zweckmässig.  



  Weiter wurde gefunden, dass ein geringer  Zusatz von     Mangansuperogyd    in Höhe von  0,2 bis     1,0%    neben guter schweisstechnischer       Wirkung    die Austreibung der     Halogen-          wasserstoffsäure    aus den Schweissmitteln  während des Schweissvorganges im     Sinne    der       Erfindung        günstig    beeinflusst.  



  Die mit dem Schweissmittel gemäss Er  findung hergestellten     Metallverbindungen,     von denen etwa noch vorhandene äusserliche       Schweissmittelreste    in der üblichen Weise    durch Abspülen oder Abbürsten entfernt  werden, zeigen auch bei monatelanger Lage  rung oder mechanischer Beanspruchung  keinerlei     Ausblühungen    oder Zersetzungser  scheinungen,     und    die Festigkeit der Schweiss  nähte bleibt dauernd erhalten.  



  Die sonst zum Schweissen von Magnesium  und     Magnesiumlegierungen    üblichen Verfah  ren können auch bei Verwendung des  Schweissmittels gemäss der Erfindung An  wendung finden, zum Beispiel erweist es  sich auch hier als zweckmässig, das Schweiss  mittel in Form einer     wässrigen    oder alkoho  lischen     Aufschlämmung    auf die zu ver  schweissenden Metallteile aufzubringen.  



  Zum .Schweissen von     Leichtmetallen    sind  bereits     chloridhaltige    Schweissmittel vorge  schlagen worden, die einen geringen Gehalt  an Natrium- oder     Kaliumbisulfat    aufwei  sen. Diese Salze zeigen zwar ebenfalls saure  Reaktion und bei den zur Anwendung ge  langenden Schweisstemperaturen ist auch  die Schwefelsäure gegenüber der Salzsäure  als die weniger flüchtige und stärkere Säure  anzusehen.

   Trotzdem wird mit diesem  Schweissmittel die im vorliegenden Falle be  zweckte Wirkung nicht erzielt, da das sich  bei der     ,Schweissung        etwa    bildende neutrale       Natrium-    oder     Kaliumsulfat    auf     Magnesium-          legierungen    korrodierend wirkt.         Beispiele:     1.

   Ein zum Schweissen von Magnesium  legierungen geeignetes Salzgemisch, be  stehend aus 10 Teilen     Lithiumchlorid    und  5 Teilen     Kaliumfluorid,    wird mit 2 Teilen  pulverförmiger     Metaphosphorsäure        (HP03)x     versetzt und das pulverförmige Gemisch  zum     Schweissen    verwendet. Die erhaltenen       Schweissungen    zeigen auch bei monatelanger  Lagerung keine Korrosionserscheinungen und  behalten ihre gute     Festigkeit    bei. .  



  2.     -fit    gleichem Ergebnis wird eine Mi  schung aus 12,5 Teilen     Lithiumbromid.     5 Teilen     galiumfluorid    und 2 Teilen Mono  kaliumphosphat in wässriger Lösung ver  wendet.           B.    Zu 1 kg eines für     Magnesiumlegierun-          gen    geeigneten Schweissmittels, bestehend  aus 1 5 Teilen     N'atriumchlorid,    15 Teilen     Ka-          liumchlorid    und 2 Teilen     Lithiumfluorid     werden 100 g     Mononatriumphosphat    und  5 bis 10 g     Braunstein    zugesetzt.

   Das  Schweissmittel liefert ebenfalls     Schweissun-          gen,    die infolge der Abwesenheit von kor  rosionsverursachenden     Schweissmittelresten     auch bei langer Lagerung keine     Korrosions-          arscheinungen    zeigen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Halogensalzhaltiges Schweissmittel für das Schweissen von Magnesium und Mag nesiumlegierungen, gekennzeichnet durch einen Gehalt an solchen Säuren oder sauer reagierenden Salzen solcher Säuren, die bei den Schweisstemperaturen weniger flüchtig und stärker sind als die Halogenwasserstoff säure der vorhandenen Halogensalze, und die selbst oder deren Reaktionserzeugnisse auf das Magnesium oder die Magnesium legierung keine schädliche Wirkung aus üben. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Schweissmittel nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass es ausserdem Mangansuperogyd in geringer Menge ent hält. 2.
    Schweissmittel nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es bis zu 1,0% Mangansuperogyd enthält.
CH186885D 1934-12-14 1935-10-17 Halogensalzhaltiges Schweissmittel für das Schweissen von Magnesium und Magnesiumlegierungen. CH186885A (de)

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