Flüssigkeitsfeuerlöscheinriehtung. Bei Feuerlöscheinrichtungen, bei denen die Löschflüssigkeit unter Druck ausgespritzt wird, besteht bisweilen der Wunsch, die Grösse des Überdruckes im Apparat und den Flüssigkeitsstand durch besondere Vorrich tungen anzuzeigen. Der mit der Überwachung der Betriebsbereitschaft des Feuerlöschers Beauftragte bezw. der Benutzer des Appa rates soll durch diese Anzeigevorrichtungen kontrollieren können, in welchem Zustand sich der Apparat befindet. Nun wird aber anderseits von einem Feuerlöscher gefordert, dass er möglichst einfach und billig in der Herstellung und möglichst klein in seiner Raumausdehnung und ausserdem gering an Gewicht ist.
Während im allgemeinen die Anbringung von besonderen Druck- und Flüssigkeitsstandanzeigeeinriohtungen den oben genannten Forderungen zuwiderläuft, setzt sich die Erfindung das Ziel, dem vor handenen praktischen Bedürfnis nach einer Anzeige der beiden Betriebsgrössen Rechnung zu tragen und trotzdem die oben genannten Forderungen weitestgehend zu erfüllen.
Gemäss der Erfindung ist an einer Feuer- löscheinricUtung mit undurchsichtigem Lösch- mittelbehälter, bei der die Löschflüssigkeit unter Druck ausgespritzt wird, eine hinter einem Schauglas sichtbare, die Betriebsbereit schaft anzeigende Marke vorgesehen, deren Stellung abhängt von einem durch den Flüs sigkeitsstand und einem durch den in dem Löschmittelbehälter herrschenden Druck be einflussten Organ.
Zweckmässigerweise wird die Anzeigemarke durch einen starren Schwimmkörper zur Anzeige des Flüssig keitsstandes und durch einen allseitig ge schlossenen, elastischen Hohlkörper zur An zeige des Druckes beeinflusst.
Hierbei wird die Einrichtung vorteilhaft so getroffen, dass der elastische Hohlkörper im überdrucklosen Zustand des Löschmittelbehälters - also in unbeeinflusstem Formzustand - den starren Schwimmkörper am gänzlichen Aufsehwim- men hindert, während er bei Überdruck im Behälter und daher ,geändertem Formzustand das weitere Aufschwimmen des starren Schwimmkörpers zulässt.
Der Vorteil der Einrichtung nach der Er- findung besteht darin, dass mit Hilfe relativ einfacher und billiger Mittel und unter ver- hältnismässig geringem Aufwand an Raum und Gewicht eine einwandfreie Anzeige über den Betriebszustand gegeben wird.
Ausführungsbeispiele des Erfindungs gegenstandes sind in den Figuren dargestellt. Fig. 1 zeigt einen Feuerlöschbehälter a, der sich in leerem und drucklosem Zustand befindet. Die Anzeigevorrichtung besteht aus einem starren Schwimmkörper b und einem allseitig geschlossenen, elastischen Ausdehnungskörper c, -die durch einen star ren Bügel d miteinander in fester Verbin dung stehen. Am obern Teil des Schwimm- körpers b ist eine Stange befestigt, die am Ende eine Anzeigemarke e trägt.
Der Stand dieser Anzeigemarke e kann durch ein einer seits geschlossenes Glasrohr f beobachtet wer den.
Der Schwimmkörper b und mit ihm der Ausdehnungskörper c sind beweglich in einem Führungsrohr g gelagert. An einer bestimm ten Stelle des Führungsrohres g ist ein An schlagstift 1z fest mit dem Führungsrohr ver bunden. Dieser Anschlagstift h begrenzt die Bewegung des Schwimmkörpers b nach unten.
Wenn sich der Schwimmkörper zusam men mit dem Ausdehnungskörper um einen gewissen Betrag nach oben bewegt, so wird diese Bewegung wiederum durch den An schlagstift h begrenzt, indem die Oberkante des Ausdehnungskörpers c an den Anschlag stift la anstösst.
In dem Betriebszustand nach Fig. 1, bei welchem, wie erwähnt, der Behälter in ent leertem und drucklosem Zustand ist, befin det sich die Anzeigemarke e ebenso in ihrer untersten Stellung und zeigt damit an, dass der Behälter sowohl entleert, als auch druck: los ist.
In Fig. 2 ist ein Betriebszustand dar gestellt, bei dem der Behälter a mit Flüssig keit gefüllt ist, sich jedoch in drucklosem Zustand befindet. Durch den Auftrieb des Schwimmkörpers b ist nunmehr die gesamte Schwimmeinrichtung soweit gestiegen, als der Anschlagstift h es gestattet. Die Ein richtung kann so getroffen sein, dass die An zeigemarke e sich bei diesem Betriebszustand auf halber Höhe befindet.
Es wäre auch durch Überfüllen des Behälters a nicht mög lich, die Anzeigemarke e zum Steigen zu bringen, da ihre Bewegung durch das An stossen des Federungskörpers an den Begren zungsstift h nach oben begrenzt ist.
In Fig. 3 ist der normale Betriebszustand des Behälters dargestellt, bei welchem der Behälter gefüllt ist und sich unter Druck befindet. Durch den Einfluss des im Behälter a herrschenden Überdruckes hat sich die Länge des Federungskörpers geändert. Da durch hat der Schwimmkörper b Bewegungs freiheit nach oben erlangt und schwimmt nunmehr soweit auf, -bis entweder die An zeigemarke e ihre Begrenzung in dem Schauglas findet, oder bis der Ausdehnungs körper c wiederum an den Anschlagstift h. stösst. Diese oberste Lage der Anzeigemarke e kann nur erreicht werden, wenn der Behäl ter sowohl mit Flüssigkeit gefüllt ist, als auch unter Druck sich befindet.
Würde der Behälter sich langsam entleeren, so müsste zwangläufig die gesamte Schwimmereinrich tung absinken und damit das Entleeren des Behälters anzeigen. Würde anderseits der Druck des Behälters allmählich nachlassen, so würde der Ausdehnungskörper c sich ver längern und dadurch die gesamte Schwimmer einrichtung um einen bestimmten, deutlich sichtbaren Betrag nach unten ziehen, wo durch wiederum erkennbar wäre, dass der vorschriftsmässige Betriebszustand des Behäl ters gestört ist. Ein anderes Ausführungs beispiel des Erfindungsgegenstandes ist in den Fig. 4 und 5 dargestellt.
Die Fig. 4 und 5 zeigen einen axialen Schnitt durch den Behälter des Feuer- löschers, der auch durch die die Anzeigevor richtung enthaltende Hülse geführt ist. Fig. 4 stellt die Anzeigevorrichtung in derjenigen Stellung dar, die sie einnimmt, wenn der notwendige Flüssigkeitsstand und der not wendige Druck im Feuerlöscher vorhanden sind, während Fig. 5 die Vorrichtung in der jenigen Stellung zeigt, in die sie übergeht., wenn nicht der notwendige Druck innerhalb des Löschmittelbehälters herrscht.
In einer Wand des Löschmittelbehälters cc ist eine Blechhülse<I>d</I> angebracht. Am Boden<I>f</I> dieser Blechhülse ist durch eine Schraube g verstellbar das eine Ende des Federungs körpers c befestigt, während sich das andere Ende des Federungskörpers c innerhalb der Hülse frei bewegen kann. Zur Erhöhung der Federkraft ist im Innern des Federungs körpers c noch eine zylindrische Feder la an geordnet Wig. 5) .Innerhalb der Hülse d befindet sich weiterhin, auf einer horizon talen Achse l drehbar gelagert, der Schwimm körper b, der zum Beispiel aus Kork, einer andern leichten Masse oder einem Hohlkörper besteht.
Auf der Vorderseite des Schwimm körpers ist eine Marke e von auffälliger, zum Beispiel roter Farbe angebracht. Fest ver bunden mit dem Schwimmkörper ist ein An schlag i., der am Ende leicht umgebogen ist. Das Innere der Hülse d ist nach aussen durch eine Glasscheibe n verschlossen, durch die beobachtet werden kann, welche Stellung die 1larke e einnimmt. Es kann von Vorteil sein, die untere Hälfte der Glasscheibe n undurch sichtig zu machen, so dass die Marke e in ihrer untern Stellung unsichtbar ist. Der Marke und dem Querschnitt des Schwimm körpers oder der Marke allein wird zweck mässig eine elliptische Form ,gegeben.
Hier durch wird die Bewegungsfreiheit des Schwimmkörpers nicht eingeengt,,die Fläche der Marke jedoch so vergrössert. dass sie hin ter der runden Glasscheibe u deutlich sicht bar -wird. Damit die Flüssigkeit und -der auf ihr lastende Druck auch im Innern der Hülse d enthalten sind, sind Bohrungen o in der Hülse <I>d</I> und dem Befestigung gesehen. sstück <I>p</I> vor- Die Wirkungsweise der Einrichtung ist folgende:
Wird der Löschmittelbehälter mit Flüssig keit bis zur Oberkante der Hülse d oder etwas darüber gefüllt, so versucht der Schwimmkörper b aufzuschwimmen und sich dabei um seine Achse l zu drehen. Der Schwimmkörper b wird jedoch an dieser Bewegung gehindert durch den Ausleger i, der an der Vorderseite des Federungskörpers c anliegt.
Wird jetzt der Behälter auch unter Druck gesetzt, so wird bei Erreichung eines be stimmten Druckes der Federungskörper c,d-er Länge nach zusammengedrückt, wodurch der Schwimmkörper b Bewegungsfreiheit erhält. Bei Erreichen des vorschriftsmässigen Druckes kann der Schwimmkörper soweit nach oben aufschwimmen, bis er mit seiner Oberkante anstösst. Die Marke e des Schwimmkörpers befindet .sich :dann im obern Teil der Hülse d, was durch die Glasscheibe n genau beobach tet werden kann.
Die Marke gibt in dieser Lage an, dass der Behälter sowohl den vor schriftsmässigen Druck, als auch den vor schriftsm'ässigen Flüssigkeitsstand besitzt.
Wäre der Behälter unter Druck .gesetzt, hätte aber nicht edenerforderlichen Flüssig- keitsstand, so könnte der Schwimmkörper b natürlich nicht aufschwimmen und würde dieses durch seine untere Lage anzeigen.
Ein weiteres Ausführungsbeispiel des Er- findungsgegenstandes ist in den Fig. 6 bis 8 dargestellt.
Die Fig. 6 bis 8 zeigen einen axialen Schnitt durch den Löschmittelbehä lter und die in diesem enthaltene Druck- und Flüssig- keitsstandanzeigevorriehtung. Fig. 6 zeigt einen Löschmittelbehälter,
indem weder der notwendige Druck noch die notwendige Flüs sigkeitsmenge vorhanden ist und bei dem daher das Anzeigeorgän b die entspre- o hend tiefste Lage einnimmt. Fig. 7 stellt einen Löschmittelbehälter ohne ausreichenden Druck,
aber mit der notwendigen Flüssig- keitsmenge .dar, so dass das Anzeigeorgan in eine Mittellage übergeht. Fig. -8 zeigt einen Lö.schmittelbehältor in dem vor- geschriebenen Bereitschaftszustand, also mit ausreichendem Druck und ausreichender Flüssigkeitsmenge,
.wobei sich dann das An zeigeorgan in seiner Höchstlage befindet.
Wie bei der Einrichtung nach den Fig. 4 und 5 ist in einer Wand des Löschmittel- beUälters <I>a</I> eine Blechhüdee <I>d</I> angebracht. Am Boden<I>f</I> der Blechhülse<I>d</I> .ist der Fede rungskörper c befestigt, dessen anderes Ende sich innerhalb der Hülse d frei bewegen kann. Innerhalb der Hülse d befindet sich, auf einer horizontalen Achse l drehbar .ge lagert, der .Schwimmkörper b.
Der Schwimm körper ist mit einer Marke e von auffallen der Farbe versehen, die .durch eine Glas scheibe n von aussen beobachtet werden kann; fest verbunden mit dem Schwimmkörper und daher ebenfalls um die Achse l .drehbar ist ein Anschlag i, der am Ende leicht um gebogen ist. Der Federungskörper c legt sich, wenn sich :der Löschmittelbehälter in druck losem Zustand befindet, gegen einen in .der Hülse d befestigten Bolzen s an.
Die Wirkungsweise der Einrichtung ist falgen.de: Befindet sich indem Lösehmittelbehälter weder ein ausreichender Druck noch die not wendige Flüssigkeitsmenge, so nehmen der Schwimmkörper b, da er nicht aufschwim men kann, und daher auch .die Anzeigemarke e ihre unterste Stellung ein (Fig. 6).
Wenn der Behälter bis über die Anzeige vorrichtung hinweg mit Flüssigkeit gefüllt ist, ohne aber unter Druck zu stehen, kann der Schwimmkörper b nun um ein gewisses Stück aufschwimmen, nämlich soweit, bi, der Anschlag i auf das bewegliche Ende des Federungskörpers c trifft, .das in diesem drucklosen Zustand noch gegen den festen Bolzen s anliegt.
Hierdurch gelangt der Schwimmkörper b und damit die Anzeige marke e in eine Mittellage, aus der sich für .den kontrollierenden Beschauer ergibt, @dass in,dem Löschmittelbehälter zwar die notwen- dige Menge Flüssigkeit, aber kein genügen der Druck enthalten ist (Fig. 7).
Wenn jedoch in dem Löschmittelbehälter sowohl der vorgeschriebene Druck, als auch .die notwendige Flüssigkeitsmenge vorhanden sind, so wird der Federungskörper c zusam- men,gedrüch-t, so :dass sich also das bewegliche Ende ;des Federungskörpers nach dem Boden f der Hülse zu bewegt. Hierdurch wird dem Anschlag i des Schwimmkörpers der Weg ,soweit freigegeben, dass dieser in seine Höchstlage aufschwimmen kann.
Diese Stel lung des Schwimmkörpers b und damit der Marke e lässt den Beschauer erkennen, :dass sich die Feuerlöscheinriehtung im Bereit- schaItszustand befindet (Fig. 8).