CH187136A - Verfahren zur Herstellung von Farbenfilmen bezw. Farbenphotographien. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Farbenfilmen bezw. Farbenphotographien.

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  Verfahren zur Herstellung von     Farbenfilmen        bezw.    Farbenphotographien.    Die Erfindung betrifft ein. Verfahren zur  Herstellung von Farbfilmen     bezw.    Farben  photographien nach dem     @3ehrfarbensystem,     bei dem auf photographischem Wege die zu  einem Farbenbild gehörenden Teilbilder       übereinanderkopiert    werden.     Erfindungs-          gemäss    werden die Teilbilder auf     denselben     Träger kopiert, auf dem sie sich selbst befin  den.

   Der Träger kann     entweder    aus einem  einzigen Streifen oder aus zwei oder mehr  durch     Überkleben        etc.    miteinander verbunde  nen Streifen gebildet sein. Das erfindungs  gemässe Verfahren kann auf     verschiedene     Weise     ausgeführt    werden.  



  Das genaue     Übereinanderkopieren    je  dreier zu einem Farbenbild gehörender Teil  bilder wird beispielsweise durch     ein    System  fixer und verschiebbarer Spiegel     (S"        S_,        S3,          S4,        Szi,   <I> & </I>     S7    und     Ss    in     Fig.    1 und     Fig.    2)  ermöglicht, das eine Änderung der Lage und  Grösse der in Betracht kommenden     optischen     Bilder gestattet.

   Durch Vergrössern und Ver  kleinern     bezw.    durch     Verschiebung    oder         Drehung    .dieser optischen Bilder lässt     es    sich  nun erzielen, dass die entsprechenden Bild  kopien kongruent werden und genau über  einander zu liegen     kommen.     



  Da bei der ungeheuren     Bilderanzahl    einer  solchen Farbenfilmaufnahme nur eine auto  matische     Einstellung        und        Rektifizierung    der  optischen Bilder der Teilbilder in Frage  kommen kann, ist es     unerlässlich,    dass jede  Kopie einer einem bestimmten Farbton ent  sprechenden Bilderreihe in eine parallele, un  veränderliche Lage zu den drei Bildreihen       des    Originals gebracht werden kann.     Dieser     Bedingung     kann    dadurch entsprochen wer  den,     dass:

          Original        und    Kopien einen gemein  samen durchscheinenden Träger besitzen und "  sich zu     beiden,    Seiten des     photographischen     Objektivs im     Abstande    der doppelten Brenn  weite desselben befinden.

   Auf     Grund        dieser     Anordnung ist von Hand aus nur die Ein  stellung und     Rektifizierung    zweier zur ersten  Bildgruppe gehörender negativer     (optischer)     Bilder erforderlich,     um        ein    genaues automa-           tisches        Übereinanderkopieren    der drei     diapo-          sitiven    Bilderreihen zu ermöglichen.  



  Im folgenden werden anhand der Zeich  nung einige beispielsweise Ausführungsfor  men des     Verfahrens    beschrieben.  



  Wie     Fig.    1 zeigt, wird die Kopie auf  demselben. Filmbande     hergestellt,    auf dem  sieh .das     Original    befindet.     Verwendet    man  als Original drei nebeneinander angeordnete,       schwarz-weisse,    den Farben gelb, rot und  blau     entsprechende    negative Bilderreihen, so       muss'    die Breite des Trägers     (Filmstreifens)     so     dimensioniert    sein,

   dass für das herzustel  lende     Dreifarbendiapositiv    genügend Platz  vorhanden     ist.    Der Vorgang bei der Herstel  lung eines     Dreifarbendiapositivs    ist nun fol  gender: Das von     deir    den Bildpunkt 1  (Fix. 1) enthaltenden schwarz-weissen, nega  tiven     Bilderreihe    hergestellte     Diapositiv        wird     nach vorangegangener Fixierung in der ent  sprechenden Farbe getont und sodann mit  einer zweiten     Diapositiv-Emulsionsschichte     überzogen.

       Ist    dies geschehen, so wird der  Träger (Filmstreifen) wieder in die Kopier  vorrichtung eingespannt und das     optische     Bild des ersten     Teilbildes    der den Bildpunkt  2 (Fix. 1) enthaltenden Bilderreihe mit dem  ersten (korrespondierenden)     Teilbild    des her  gestellten     Einfarbendiapositivs    zur Koinzi  denz gebracht. Ist eine einwandfreie Koinzi  denz erzielt worden, so kann die den Bild  punkt 2 enthaltende negative Bilderreihe au  tomatisch über das erste     Einfarbendiapositiv     kopiert werden.

   Nach vorgenommener Ent  wicklung,     Fixierung    und entsprechender       Tönung    erhält man bereits ein     Zweifarben-          diapositiv.     



  In analoger Weise wird die den Bildpunkt  3 enthaltende     negative    Bilderreihe über     das          Zweifarbendiapositiv    kapiert und das derart  - hergestellte     Dreifarbendiapositiv    vom Origi  nal     losgetrennt,    welches     mit,    dem für die nach  folgende     Kopierung        bestimmten    Filmbande,       beispielsweise    durch Zusammenkleben, ver  bunden wird.  



  Um dieses     Kleben    zu vermeiden., verwen  det man bei der zweiten     Herstellungsweise     als Original drei     nebeneinander    angeordnete         positive    Bilderreihen, welche gelb, rot und  blau gefärbt sind und demnach drei     Einfar-          bendiapositive    darstellen.

   Kopiert man nun  zum Beispiel die gelbe     diaposi        Eve    Bilderreihe  über die beiden andern mit einer zweiten,  gewöhnlichen, im wesentlichen nur blauemp  findlichen     Emulsionsschichte        versehenen    Bil  derreihen, so erhält man durch     Entwicklung,          Umkehrbad,        Fixierung    und Gelbtönung zwei  Reihen von .     Zweifarbendiapositiven    in den       Farben    rotgelb und blaugelb.

   Die blaugelbe       diapositive        *Bil@derreihe        wird    unter Verwen  dung eines     Orangefilters    zur     Zurückhaltung     der blauen     Strahlen    über die beiden andern  Farbendiapositive     (Gelb-Diapositiv    und Rot  Gelb-Diapositiv) kopiert, so dass man durch       Entwicklung,    Umkehrbad,     Fixierung    und  Blautönung ein     Zweifarbendiapositiv    (Gelb  Blau-Diapositiv) und ein     Dreifarbendiapositiv     (Gelb - Rot - Blau - Diapositiv) erhält.

   Zum       Schlusse        wird    die     gelb-rot-blaue        diapositive     Bilderreihe unter     Vorsehaltung    eines Grün  filters zur     Zurückhaltung    der roten Strah  len über die beiden andern, mit einer drit  ten     Emulsionsschichte    versehenen     Zweifar-          bendiapositive    kopiert.

   Vor der hierauf vorzu  nehmenden Entwicklung, Umkehrung und       Rottönung    zwecks Herstellung von zwei wei  teren     Dreifarbendiapositiven    ist das bereits       fertige        Dreifarbendiapositiv    abzutrennen, um  ein Auslaugen der     obersten    ungeschützten       Farbschichte    durch den Entwickler zu ver  meiden. Man kann also in diesem Falle aus  .den drei Teilbildern drei     Dreifarbendiaposi-          tive    herstellen, ohne     ein        Kleben    vornehmen  zu müssen.  



       Die        Universalkopiervorrichtung    zur Durch  führung es erfindungsgemässen     Verfahrens     besteht nach :den     Fig.    1 und     Fig.    2 aus einem  System zylindrischer Röhren     R,        R2,        R3,    R4,       Rr,        R6,        R7,        R$    und     R9,    zwischen denen die  Spiegelkammern     K,        K2,        K3,        K4,        K,,

      und das  photographische Objektiv 0     eingeschaltet     sind. Die Lage     und    Brennweite des Objek  tivs, sowie .die     Längen    der Röhren     R7    und       R#,    sind derart gewählt,     dass,    die Wege des       Achsenstrahls    vom Original zum     optischen          Mittelpunkt    des Objektivs einerseits und vom      optischen     Mittelpunkt    .des Objektivs zur Dia  positivkopie anderseits gleich der doppelten  Brennweite des Objektivs sind.  



  Die     Spiegelkammern        K,,        K2,        K3,    K4 und  K;     (Fig.    1 und     F'ig.    2) zerfallen in zwei  Gruppen, und zwar in solche mit fixen Spie  gelflächen und in solche mit beweglichen  Spiegelflächen.

   Zur ersten Gruppe gehören  die     Spiegelkammern        K2,        K3    und     K4        (Fig.    1),  die hohle dreiseitige Prismen aus Metall     etc.     darstellen, deren eine vertikale Seitenwand  innen durch     Überziehen    mit einer Silber  schichte     reflektierend    gemacht worden ist.

         Die        derart    hergestellten und mit     S',        8,    und       S,    bezeichneten Spiegelflächen sind     demnach     vertikale Ebenen, welche mit der Vertikal  ebene des     Filmbandes    F und den horizon  talen parallelen Lichtstrahlen L Winkel von  45   einschliessen.  



  Zum Unterschiede von der ersten Gruppe  besitzen die Spiegelkammern     K1    und     K,    der  zweiten Gruppe eigene Spiegelkörper. Die  Spiegelkammer     K,        ist    ein rechteckiges hoh  les Prisma aus     Metall        etc.,    in welchem,     wie     der     Vertikalschnitt    in     Fig.    2' und der     Flori-          zontalschnitt    nach der Linie     A-B    der     Fig.    2  in     Fig.    1 zeigen, drei prismatische Spiegel  körper eingebaut sind,

   von denen jener mit  der Spiegelfläche     SR    fix ist.     Was    die beweg  lichen Spiegelkörper mit den Spiegelflächen       S5    und     SI-S;    betrifft, so können dieselben  mittels Schrauben in den durch Pfeile ange  deuteten Richtungen verschoben werden. Die  Spiegelkammer     K,.,    stellt gemäss     Fig.    1 einen  hohlen geraden Zylinder aus Metall     etc    dar,  in welchem ein Zylinder aus gleichem Metall       eingeschoben    ist, dessen schräge Schnitt  fläche     S4    eine reflektierende     Silberschichte     trägt.

   Dieser volle Zylinder ist um seine  Achse drehbar, wodurch der Winkel der       elliptischen    Spiegelfläche     S4    mit dem Ach  senstrahl geändert werden kann. In Normal  stellung ist die Spiegelfläche     S4    parallel zur  Spiegelfläche     S,    der     ,Spiegelkammer        K3.          Einstellung     <I>und</I>     Rektifikation   <I>des optischen Bildes:

  </I>  Die Röhren     R3,        R4    und     R5,        Rs    Mg' 1)  sind derart     montiert,        dass    der Teil I der Ko-         piervorrichtung    parallel, die Teile I und     II     derselben zusammen hingegen senkrecht zur  vertikalen Ebene des Filmbandes F verscho  ben werden können. Die     Verschiebbarkeit     der     Kopiervorrichtung        ermöglicht    die Ver  schiebung von Spiegelbildern vor dem Ob  jektiv in horizontaler Richtung, ohne dass  hierbei die Weglängen der einzelnen Licht  strahlen geändert werden würden.  



  Ergibt sich die Notwendigkeit, ein Spie  gelbild ohne Änderung der Weglängen der  einzelnen     Lichtstrahlen:    auch in     vertikaler     Richtung zu verschieben, so kann dies nach       F'ig.    2 ,dadurch,     bewirkt    werden, dass man die  Spiegelfläche     S,    in einer der angegebenen       Pfeilrichtungen        bewegt.     



  Die Herstellung der     Koinzidenz    der Spie  gelbilder     bezw.    optischen Bilder dreier kor  respondierender negativer Bildpunkte wird  nur selten auch eine Koinzidenz der drei ent  sprechenden     negativen    Teilbilder im Gefolge  haben.

   Meist     wird    noch     eine        Kongruent-          machung    .der drei     optischen    Bilder durch  Verschiebung des Doppelspiegels     S6          (Fig.    2) in den durch Pfeile angedeuteten       Richtungen        bezw.    ein     Gleichrichten    der Bild  achsen durch Drehen des elliptischen Spie  gels     S 4    um die Achse des Rohres 9 erfor  derlich sein.

   Die Koinzidenz der optischen  Bilder     (diapositivere    Bildkopien) dreier zu  einem Farbenbilde --gehörenden negativen  Teilbilder wird durch das Mikroskop M       (Fig.    1) festgestellt.  



  <I>Beispiel einer</I>     horizontalen        Verschiebung   <I>der</I>       optischen   <I>Bilder:</I>  In     F'ig.    1 stellen 1, 2, 8 drei korrespon  dierende Bildpunkte     dreier    zu einer Bild  gruppe gehörenden     negativen    Teilbilder dar,  deren optische Bilder durch Horizontalver  schiebung zur     Deckung        bezw.    in     eine        und     dieselbe Vertikale gebracht werden sollen.

         Fig.    1 möge die Grundstellung der Kopier  vorrichtung darstellen, bei welcher das     op-          tische    Bild (Kopie) des     negativen        Bildpunk-          tes    1 erzeugt worden ist.

   Soll     nun    das  optische Bild des negativen Bildpunktes 2  mit der     Diapositivkopie    von 1 zur Deckung      oder wenigstens     in    eine Vertikale gebracht  werden, so     sind    der Teil I in der angege  benen     Pfeilrichtung    um die     Distanz    1-2  parallel zur     vertikalen    Ebene des Filmban  des F und nach erfolgter Fixierung von I  die Teile I und     II        senkrecht    zur vertikalen  Ebene des Filmbandes F um die halbe Di  stanz     1-231    in der angegebenen Pfeilrichtung  zu verschieben.

   Die Verschiebung des opti  schen Bildes des     negativen    Bildpunktes 3 ist  in analoger Weise durchzuführen.    <I>Der</I>     photographische        Prozess:       Das Kopieren auf photographischem  Wege erfolgt bei     kontinuierlich    laufendem  Filmband F (Fix. 1) durch parallele Licht  strahlen L, welche senkrecht zu den Glas  platten-     P;    und     P2    stehen, zwischen denen das  Filmband F hindurchgezogen wird.

   Letztere  sind auf der dem Filmband zugekehrten  Seite derart mit einer lichtundurchlässigen  Schichte überzogen (Fix. 5 und     Fig.    6, die  lichtundurchlässigen Stellen der     Glasplatten          P,    und     P2    sind     der.Deutlichkeit    wegen in  den     Querschnitten        Fig.    1     und        Fig.    4 schraf  fiert dargestellt), dass die     parallelen:

      Licht  strahlen L (Fix. 1) nach ihrem Durchgang  durch die     Glasplatten        P,    und     P2    Strahlen  bündel bilden deren rechteckige     Querschnitte          0,,   <I>02,</I>     0"        in.        Fig.    3 ersichtlich gemacht sind.  Da die Höhe dieser Rechtecke im Vergleiche  zur Höhe der negativen Teilbilder, die in       Fig.    3     mit    4, 5, 6, 7, 4', 5', 6', 7' und 4", 5",  6", 7" bezeichnet sind, nur ein Bruchteil der  selben ist, ist eine Gewähr für     verzeichnungs-          freie    Abbildungen gegeben.

    



  Die in     Fig.    4     gezeichneten    Pfeile weisen  darauf hin, dass die Glasplatten P1 und P2  in vertikaler Richtung     versebiebbar    sind, wo  durch die     Querschnittshöhe    der Lichtstrah-         lenbündel    und damit die Belichtungsdauer  bei gleichbleibender     Filmbandgeschwindig-          lieit    geändert werden     kann.    Um     einen    voll  kommen lichtdichten Abschluss der Kopier  vorrichtung zu erzielen, sind drei Flanschen  rohre 1,     F2,        F3        ,(F'ig.    1)

   und eine Verschluss  kappe für das Mikroskop M     vorgesehen.    Die       Flanschenrohre    besitzen ein Schraubenge  winde     und        werden,    so lange um ihre Achse  gedreht, bis die Flanschen dicht an die Glas  platten zu liegen kommen.

   Wird von farbi  gen Teilnegativen ausgegangen, so müssen  die Achsen der Röhren     R,,        R2,        R3   <B>...</B>     R[,     (Fix. 1) in einer Ebene liegen, wobei zu er  wähnen ist,     dass    der Filmträger je nach     Er-          fordernis        zwischen    den     Platten        P,    und     P2     (Fix.

   1)     derart    eingespannt     wird,    dass das       Diapositiv    des Originals entweder der     Platte          P,    oder der Platte     P2    (Fix. 1) zugekehrt ist,       bezw.    blosse zwischen den     Platten        P,    und     P2     in horizontaler Richtung verschoben wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Farben filmen bezw. Farbenphotographien nach dem Mehrfarbensystem, bei dem auf photographi schem Wege die zu einem Farbenbild gehö renden Teilbilder übereinander kopiert wer- den:, dadurch gekennzeichnet, dass die Teil bilder auf denselben Träger kopiert werden, auf dem sie sich selbst befinden. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger aus einem einzigen Streifen gebildet ist. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger aus meh reren miteinander verbundenen Streifen gebildet ist.
CH187136D 1934-05-29 1935-05-28 Verfahren zur Herstellung von Farbenfilmen bezw. Farbenphotographien. CH187136A (de)

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