CH187178A - Verfahren zum Schützen brennbarer Gegenstände gegen eine Entzündung von aussen her. - Google Patents

Verfahren zum Schützen brennbarer Gegenstände gegen eine Entzündung von aussen her.

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CH187178A
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Waldhof Zellstofffabrik
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Waldhof Zellstoff Fab
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  Verfahren zum Schützen brennbarer Gegenstände gegen eine Entzündung  von aussen her.    Es ist bekannt, zur Bekämpfung eines  ausgebrochenen Feuers dem Löschwasser     Sul-          fitablauge    zuzusetzen oder auch eingedickte       Sulfitablauge    zu Zwecken der Trockenfeuer  löschung im Gemisch mit     Pulvern    zu ver  wenden (vergleiche zum Beispiel D. R. P.  Nr. 310890).  



  Auch ist bereits vorgeschlagen worden,       Sulfitablauge    als Deckmittel für lagernde  selbstentzündliche Materialien, wie Stein  kohle, Braunkohle, Torf, Sägespäne, Schwe  felkies und dergleichen zu     verwenden,    um  durch einen     derartigen        Überzug    die Diffu  sion von Luft in das Innere solcher Stapel  zu erschweren und damit die Gefahr einer  auf Oxydation und Wärmestauung zurück  zuführenden Selbstentzündung tunlichst aus  zuschliessen.  



  Weitere     Untersuchungen    auf diesem Ge  biete haben zu dem überraschenden Ergebnis  geführt, dass man brennbare Gegenstände,       insbesondere    solche aus Holz, auch gegen         Entzündung    von aussen her in vorteilhafter  Weise zu schützen vermag, wenn man die  Gegenstände an ihrer Oberfläche mit     Sulfit-          ablauge    (allein oder in Mischung     mit        andern     geeigneten     Stoffen)    behandelt.

   Die schützende  Wirkung der     Sulfitablauge    beruht hierbei  wahrscheinlich darauf, dass der     Überzug     durch die Einwirkung der     Hitze    sofort zer  setzt wird und zusammen mit den in der       Sulfitablauge    weiterhin enthaltenen Bestand  teilen und den eventuell zugefügten Stoffen  das brennbare Material mit einer schwer ent  zündbaren isolierenden Schicht umgibt.  



  Die beschriebene günstige Wirkung eines  Überzuges aus     Sulfitablauge    kann beträcht  lich erhöht werden, wenn man der     Sulfit-          ablauge    in zusätzlicher Weise ein anorgani  sches Salz,     wie    zum Beispiel     Natriumchlorid,     Natriumsulfat,     Magnesiumsulfat,    Borax und  dergleichen, oder ein nicht     bezw.    schwer     ver-          brennliches    Substrat, wie zum Beispiel Gra  phit.

   Sand,     Schwerspat,    Asbest, Ton, Ocker,           Abbrand    usw., zumischt, wobei man in bei  den Fällen auch mehrere dieser Zusatzstoffe  zugleich verwenden kann. Dabei kann gleich  zeitig auch der gewünschten Farbe des  Schutzüberzuges durch entsprechende Wahl  des     Zusatzmittels    Rechnung getragen wer  den.  



  Das vorliegende Verfahren kann einfach  in der Weise ausgeführt werden, dass die       Sulfitablauge,    gegebenenfalls. unter Zusatz  von Salzen oder     Substraten    der oben     erwähn-          ten    Art, auf die erforderliche Konsistenz ge  bracht und die zu schützenden brennbaren  Gegenstände ein- oder mehrere Male an der  Oberfläche mit der Masse behandelt werden.  



  Die anzuwendende     Konzentration    der Lö  sung oder Mischung des Feuerschutzmittels  wird sich vor allem nach der Arbeitsweise  richten, das heisst, ob     in    dem jeweils vorlie  genden Falle das     Anstreich-    oder     Spritzver-          fahren    angewendet werden soll. So besitzt  zum Beispiel     eine,Sulfitablauge    von<B>28'</B>     B6     eine sehr gute Streichfähigkeit, während für  das     Spritzverfahren        verdünntere    Lösungen  zu wählen sind.

   Auch die Menge der Zusätze  kann in weitesten Grenzen variiert werden,  je nach der Art und Beschaffenheit des zu  behandelnden Materials und der Art der Be  handlung. Sehr gute Resultate wurden bei  spielsweise bei Holzanstrichen erzielt, wenn  von einem der oben genannten Zusatzmittel  etwa 25 % von der in der     Sulfitablauge    ent  haltenen Trockensubstanz verwendet wurden.  



  Es kann     unter    Umständen aber auch die  Menge des Zusatzstoffes überwiegen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Schützen brennbarer Gegenstände gegen eine Entzündung von aussen her, dadurch gekennzeichnet, dass die Gegenstände an ihrer Oberfläche mit Sulfit- ablauge behandelt werden. <B>UNTERANSPRÜCHE</B> 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Sulfitablauge mindestens ein Zusatzstoff zugemischt wird., \?. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man als, Zusatzstoff ein anorgani sches Salz verwendet. 3. Verfahren nach Patentänspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man als Zusatzstoff ein nicht ver- brennliches Substrat verwendet. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man als, Zusatzstoff ein schwer ver- brennliches Substrat verwendet. 5. Verfahren nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1 und 2, dadurch gekenn zeichnet, dass man als Zusatzstoff Na triumchlorid verwendet. 6. Verfahren nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1 und 2, dadurch gekenn zeichnet, dass; man als Zusatzstoff Na triumsulfat verwendet. 7. Verfahren nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch ge kennzeichnet, dass man als Zusatzstoff Magnesiumsulfat verwendet. B.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch ge kennzeichnet, dass man als Zusatzstoff Borax verwendet. 9. Verfahren nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 4, dadurch ge kennzeichnet, dass man als Zusatzstoff Graphit verwendet. 10. Verfahren nach P.9.tentanspruch und Un teransprüchen 1 und 3, dadurch gekenn zeichnet, dass man als Zusatzstoff Sand verwendet. 11. Verfahren nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1 und 3, dadurch gekenn zeichnet, dass man als Zusatzstoff Schwerspat verwendet. 12. Verfahren nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1 und 3, dadurch gekenn zeichnet, dass man als Zusatzstoff Asbest verwendet.
    13. Verfahren nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1 und 3, dadurch gekenn zeichnet, dass man als Zusatzstoff Ton verwende, 14. Verfahren nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1 und 3, dadurch gekenn zeichnet, dass man als Zusatzstoff Ocker verwendet. 15. Verfahren nach Patentanspruch und Un- teransprüchen 1 und 3, dadurch gekenn- zeichnet, dass man als Zusatzstoff Ab brand verwendet.
CH187178D 1934-12-18 1935-11-21 Verfahren zum Schützen brennbarer Gegenstände gegen eine Entzündung von aussen her. CH187178A (de)

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