Beleuchtungsyorriehtung mit durch eine Flüssigkeit gekühlten Lampen. Die Erfindung bezieht sich auf eine Be leuchtungsvorrichtung mit durch eine Flüs sigkeit gekühlten elektrischen Lampen. Es eignen sich vorzüglich zur Anwendung in diesem Geräte !die gas- oder dampfgefüllten Hochdruckentladungsröhren und insbesondere diejenigen Lampen mit künstlicher Kühlung,
die neben einer Gasfüllung Quecksilberdampf enthalten und im Betriebe einen Queckeilber- dampfdruck aufweisen, der grösser ist als 6 Atmosphären, z. B. 100 Atmosphären, und mit welchen sich eine Oberflächenhelligkeit der eingeschnürten Entladung von 32 000 int. K.lem2 und mehr ohne Schwierigkeiten er reichen lässt. Die Vorrichtung gemäss der Er findung ist insbesondere zur Anwendung in Bildwerfanlagen und .Scheinwerfern geeignet.
Die Erfindung bezweckt eine flüssigkeits- gekühlte Beleuchtungsvorrichtung zu schaf fen, bei der die Zeit, während der das Gerät durch einen gegebenenfalls eintretenden Lam penbruch ausser Betrieb :gesetzt wird, gering ist, gegebenenfalls so kurz ist, dass von einer Betriebsunterbrechung praktiech nieht mehr gesprochen werden kann.
Gemäss der Erfin dung ist zu diesem Zwecke auf einem festen Kopf, :der mit Flüssigkeit- und Strom- anschlüssen versehen isst, mindestens ein zur Haltung mindestens einer Lampe :geeignetes Gehäuse bewegbar, vorzugsweise drehbar angeordnet, während ein Flüssigkeit- und Stromleitungssystem im festen Kopf und in dem Lampengehäuse bezw. in den Lampen gehäusen :
derart zusammenarbeitend vor gesehen ist, :dass das Lampengehäuse nur in der Betriebsstellung an die Flüssigkeit- und Stromzufuhrleitungangeschlossen ist. Im all gemeinen wird als Kühlmittel Wasser ver wendet werden können.
Für Scheinwerfer und andere Apparaturen, die bei niedrigen Temperaturen zuverlässig arbeiten sollen, empfiehlt es sich, Flüssigkeiten mit einem niedrigeren Gefrierpunkt, wie zum Beispiel <B>01,</B> Glyzerin, Petroleum und derglenehen zu verwenden. Auch kann es in bezug auf die erzeugte Lichtart empfehlenswert sein,
ein Kühlmittel mit speziellen optischen Eigen schaften zu verwenden.
Wie aus dem Obenstehenden hervorgeht, befindet sich bei Verwendung mehrerer Ge häuse, wodurch die kürzesten Betriebsunter- brechungen erzielt werden können, indem durch eine einfache Bewegung eine betriebs- bereite Lampe an,die Stelle der eben zerstör ten gesetzt werden kann, nur ein Gehäuse zu :
gleicher Zeit in der Betriebsstellung. Ein. je des Gehäuse kann jedoch mehrere Lampen enthalten, die gleichzeitig in Betrieb sind.
Der feste Kopf besteht vorzugsweise aus einem konischen Hahnküken, dessen Achse vorzugsweise waagrecht im Raum aufgestellt ist, weil durch -diese Massnahme die für einen einwandfreien Betrieb der in erster Linie in Frage kommenden Quecksilberdampflampen zweckmässigste Lage, nämlich die waagrechte Lage,
in Verbindung mit einer bequemen Auswechselbarkeit, sich besonders leicht er reichen lässt.
Die Zeichnung veranschaulicht Ausfüh- rungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes. Fig. 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel mit zwei auf einem festen Kopf drehbar an- geordneten,
zur Haltung- einer Hochdruck <B>e</B> dampfentladungsröhre geeigneten Gehäusen in waagrechtem Durchschnitt; Fig. 2 zeigt eine abweichend ausgebildete Einzelheit des Ausführungsbeispiels nach Fig. 1;
Fig. 3 zeigt ein Ausführungsbeispiel mit nur einem Lampengehäuse in der Betriebs- stellung in Seitenansicht; Fig. 4 zaigt das Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 ebenfalls in .der Betriebsstellung in Draufsicht;
Fig. 5 zeigt dass Ausführungsbeispiel nach den Fig. 3 und 4 in der Auswechselstellung in Seitenansicht.
In Fig. 1 ist der feste Kopf als konisches Hahnküken 1 ausgebildet. Zwei Lampen gehäuse 2 und 3 sind auf diesem festen Kopf drehbar angeordnet. E.infachheitshalber sind beide Gehäuse aus einem Gutstück 4 her gestellt. Es wird hierdurch eine einfache Bauart erhalten.
Jedes Lampengehäuse des dargestellten Ausführungsbeispiels ist zur Haltung einer Lampe .geeignet. Das Gehäuse 2 befindet sich in der Betriebsstellung und ist mit einer Lampe 5 versehen.
Die Lampe 5 ist elastisch in einem Sockel 6 befestigt. Der Sockel 6 besteht aus einem runden Kör per 7 aus Isoliermaterial mit einem zentralen Kontaktstift 8 und einem gutleitenden, nicht sichtbaren Ring, welcher mit drei Federn 9 verbunden ist, die ringsherum aus dem Iso lierkörper hervorstehen.
Der eine Pol der Lampe 5 ist durch einen Metallstreifen mit dem zentralen Kontaktstift 8 leitend verbun den, während der andere Pol mittels der me tallenen Feder 23 mit dem gleichfalls an dem obenbenannten Ring befestigten Stützstabe 24 verbunden ist.
In dieser Weise ist eine elastische und zuverlässige Befestigung der Lampe gewährleistet. Die Federn 9, die in nach aussen gefederter Stellung dargestellt sind, sind, wenn die Lampe im Gehäuse an geordnet ist, durch die Wandung des Ge häuses nach innen gedrückt und legen sich dadurch kräftig gegen die Wandung an,
wo durch ein guter metallischer Kontakt erhal ten wird. Am festen Kopf 1 ist ein Isolier- körper 10 befestigt, in dem eine federnde Blattfeder 11 angeordnet ist,
welche mit der Stromzuführleitung -12 verbunden ist. Der Hahnküken ist mit Erde verbunden. Der Kontaktstift $ macht mit dem federnden Me- tallstreifen 11 Kontakt und schliesst den Stromkreis.
Iu dem dargestellten Beispiel ist der Lampenhalter mit einem fest im Halter an geordneten Stift 8 versehen, der mit einem federnden Metallstreifen zusammenarbeitet. Es ist aber auch möglich, :den :Stift 8 federnd im Halter anzuordnen und den Metallstreifen unnachgiebig zu machen.
Die Verriegelung :der Vorrichtung in der Betriebsstellung geschieht im dargestellten Beispiel durch einen federnd im Kopf 1 an geordneten :Stift 1,3, welcher mit Vertiefun- gen 14 im Gutkörper 4 zusammenarbeitet. Es ist jedoch auch möglich, :
den Kontakt- streifen 11 mit einer Vertiefung auszugestal- ten, die mit dem Stift 8 derart zusammen arbeitet, dass die Verriegelung ohne weitere Massnahmen zustande kommt.
Im Hahnküken sind zwei Kanäle vor- gesehen, nämlich der mit einer einfachen Öffnung 16 in der Mantelfläche versehene Zufuhrka.nal 1:5 für das Kühlmittel, und der Abfuhrkanal 17, welcher in einen um die ganze @antelfläahe des Kükens laufenden Kanal 1$ mündet.
Jedes Lampengehäuse ist mit einer Zuleitung 19 und einer Ableitung 20 ausgerüstet. In jeder Ableitung 20 ist ein Sieb 21 vorgesehen, damit vermieden wird, dass Scherben gebrochener Lampen mit dem Kühlmittel in die Ableitung 17 gelangen. Auch kann im Ganzen nur ein Sieb angeord net sein, das in diesem Falle zweckmässig im festen Kopf angeordnet ist.
Hieraus ergibt sieh also, dass die Ablei tungen der verschiedenen Lampengehäuse im mer mit der Ableitung des festen Kopfes .in Verbindung sind. Die Öffnung .16 jedoch ist so angeordnet, dass nur das sieh in der Be- triebsstellung befindliche Gehäuse mit der Zuleitung 15 des Kühlmittels .in Verbindung steht. Das Gehäuse, das ausser Betrieb ist,
isst also von der Wasser- wie auch von der Stromzufuhr abgeschlossen. Durch eine rich tige Lage der Leitungen kann erreicht wer den, dass das Kühlmittel automatisch aus die sem Gehäuse abläuft.
Zu diesem Zweck kann an :geeigneter Stelle ein kleines Entlüftungs- loch vorhanden sein, oder im festen Kopf kann ein Entlüftungskanal angeordnet sein, der mit den nicht im Betrieb befindlichen Gehäusen in Verbindung kommt, zum Bei spieldurch Anschluss an den Kanal 19.
In einem Apparat der dargestellten Art kann also mit einem Handgriff das eine Ge häuse ausser Betrieb und ein anderes Gehäuse in Betrieb gesetzt werden. Die Gehäuse, die ausser Betrieb sind, sind spannungslos und ohne Kühlflüssigkeit, so dass sich ohne Schwierigkeiten die Lampen auswechseln las sen. Der Lampensockel 6 ist durch die Ge windemuffe 22 im Gehäuse befestigt.
Weiter sind die Gehäuse an der optisch offenen Seste durch eine ebene Glasscheibe 25 abgeschlossen, welche unter Zwischenlage eines Dichtungsringes 27 durch eine tber- wurfmutter 26 eingeklemmt ist.
Mit 29 ist eine fest im Raum angeordnete Kondensor- linse bezeichnet. Hinter der Lampe ist ein Reflektor 30 angeordnet.
In der Fig. 2 ist ein anders ausgebildeter Lampensockel 6 zusammen mit dem zugehö rigen Isolierkörper 10 dargestellt. In diesem Ausführungsbeispiel ist der Sockel 6 mit zwei Kontaktstiften 3,1 versehen, welche mit den Polen der Lampe 5, die nur teilweise dargestellt ist, verbunden sind.
Bei dieser Ausführungsform ist .demnach keiner der Pole der Lampe an die Masse .gelegt, so dass auch der feste Kopf nicht geerdet zu werden braucht. Aus Sicherheitsgründen bleibt ,dies jedoch auch in diesem Falle empfehlenswert.
Die Stromleitungen sind mit den Kontakt federn 32 verbunden. In dieser Ausführungs- form liegen die Kontaktstifte 31 nebenein ander, und zwar so, -dass die Bewegung der Kontakte beim Ein- bezw. Ausschalten senk recht zur Verbindungslinie der Kontakte er folgt, also in Fig. 2 senkrecht zur Zeichen ebene.
Obgleich im dargestellten Ausfüh- rungsbeispiel die Kontaktstifte 31 fest im Halter angeordnet sind, während die Kon taktstreifen 32 nachgiebig sind, ist es doch auch hier möglich, die Stifte 31 federnd im Sockel 6 zu fassen und die Streifen 32 steif auszuführen. Auch in diesem Falle können die Kontaktfedern eine derartige Vertiefung oder Verbiegung besitzen,
dass eine Verriege lung durch die Kontaktorgane erreicht wird.
In den Fig. 3, 4 und 5 ist ein Ausfüh- rungsbeispiel mit nur einem Lampengehäuse dargestellt. Die Figuren zeigen das Gerät nur in Ansicht,
weil sich die innere Apparatur von dem ob.enbeschriebenen Beisspiel nicht wesentlich unterscheidet. Die kleinen Unter- schiede sind auch ohne weitere Darstellung anhand der Beschreibung verständlich.
Das Gehäuse<B>33</B> ist an zwei Rohren be festigt, von denen .das eine, 34, für die Zu fuhr und das andere, 35, für die Abfuhr des Kühlmittels dient. Die Rohre sind in dem als Führungsbahn dienenden drehbaren Hahn- körper 36 gleitbar gelagert. Durch das Brückenstück 37, den Bolzen 38 und die Schraubenfeder 39 werden die Rohre in ihrer richtigen Lage gehalten.
Die Zufuhr des Kühlmittels geschieht durch die Leitung 40 und eine Längsbohrung in dem, als Hahn küken ausgebildeten, festen Kopf 41. Die Längsbohrung mündet durch eine Querbolh- rung in eine einfache Öffnung in der Mantel fläche des Halmkükens. Diese Öffnung kor respondiert mit der Öffnung eines Kanals im Hahnkörper,
wenn das Gehäuse 33 in die Betriebsstellung gedreht ist (Fig. 3 und 4). In diesem Falle ist daher der Hahn offen. Ist das Gehäuse 33 aus dieser Stellung her ausgedreht, wie es in Fig. 5 dargestellt ist, so ist der Hahn geschlossen. Der genannte Kanal im Hahnkörper ist mittels des bieg samen :
Schlauches 42 mit dem Zuführrohr 34 verbunden. Das Kühlmittel, wird von dem Abführrohr 35 durch ,den biegsamen :Schlauch 44 weiter geleitet.
Am festen Kopf 41 ist weiter mittels des Bügels 45 der Isolierkörper 10 befestigt. Dieser Körper 1.0 unterscheidet sich nicht wesentlich von dem in Fig. 2 dargestellten. Von den Kontaktfedern 32 ist eine mit der Stromzuleitung 46 verbunden, während die andere geerdet ist. Die Erdungsschraube 47 erdet gleichzeitig die ganze Apparatur.
Der Lampensockel 6 weist zwei Nuten 48 auf, welche mit zwei Rippen auf dem Isolier- körper 10 zusammenarbeiten, wodurch immer eine gute Zentrierung verbürgt ist. Entspre chend besitzt in Fig. 2 der Lampenhalter eine Rippe 49, die mit der Nut 50 zusammen arbeitet. In den Ausführungsbeispielen ge mäss Fig. 1 und 2 weisen .die Rippe und die entsprechende Nut, entsprechend der krumm- linigen Bewegung des Lampengehäuses, einen gebogenen Verlauf auf.
Im letzten Ausfüh rungsbeispiel verlaufen diese Teile gerad linig.
Für die Auswechslung der Lampe wird das Gehäuse, wie aus Fig. 5 ersichtlich ist, in Richtung der Achsen der Rohre 34, 35 verschoben. Hierbei kommen die Kontakt- stifte 31 des Sockels (Fig. 4) mit den im Isolierkörper 10 angeordneten festen Kon taktstreifen 32 (Fig. 2) ausser Eingriff, so dass der Strom unterbrochen und die Ver riegelung, welche durch die Kontaktvorrich tung gebildet wird, gelöst wird.
Sodann wird durch Drehung des Gehäuses um den Halm küken 36 die Zufuhr des Kühlmittels ab geschlossen, während das im Gehäuse vorhan dene Kühlmittel abläuft. In dieser Stellung (Fig. 5) kann die Lampe in einfacher und schneller Weise ersetzt werden.
Zum richtigen Verständnis der Erfindung sei an dieser Stelle bemerkt, dass es an sich bekannt ist, mehrere nicht gekühlte Glüh lampen auf einem drehbaren Kopf anzuord nen und derart zu schalten, dass nur die Lampe, welche sich in der Betriebsstellung befindet, eingeschaltet ist. Auch wurde be reits vorgeschlagen, in einer derartigen Vor richtung mittels eines elektrischen Relais bei Durchschlag der Lampe eine neue Lampe automatisch in die Betriebsstellung zu brin gen. Letztgenannte Relaisschaltung lässt sich zweckmässig mit der erfindungsgemässen Vor richtung kombinieren.