Verfahren zur Abtastung einer Bildprojektion eines zu übertragenden optischen Vorganges. Gegenstand der Erfindung ist ein Ver fahren zur Abtastung einer Bildprojektiou eines zu übertragenden optischen Vorganges, wie dies zum Beispiel beim Fernsehen in Frage kommt, bei welchem die Bildprojek tion durch eine konstante Lichtquelle zusätz lich beleuchtet wird. Der optische Vorgang kann dabei entweder durch einen sich bewe genden Film oder durch Personen oder an dere Objekte dargestellt werden.
Mit diesem Verfahren kann auf besonders einfache Weise und mit geringem Aufwande die gleichzeitige Aussendung von Bildinhaltszei- chen und Synchronisierzeichen unter Ver wendung ein und desselben Hauptverstärkers erfolgen. Zur Klärung muss auf den heu tigen Stand der Fernsehsendetechnik kurz eingegangen werden.
Man verwendet im allgemeinen bei der Fernsehsendung von Filmen eine kräftige Lichtquelle 1 in Fig. 1 (Bogenlampe), wel che unter Verwendung eines Kondensators oder Hohlspiegels 2 einen Filmstreifen ä in tensiv beleuchtet und man bildet mittels eines oder zweier Objektive 4 und 4' das Filmbild auf die Nipkowscheibe 5 ab.
Stellt man hinter die Nipkowscheibe eine Fotozelle 6 mit angeschlossenem Bildverstärker 7, wo bei zweckmässig eine Sammellinse 8 zwi schengeschaltet wird, so hat man am Aus gang des Bildstromverstärkers 7 zunächst nur die Signalspannung zur Verfügung, wel che den Helligkeitswerten des Filmoriginals ä entsprechen, nicht aber die Synchronisier impulse.
Vorausgesetzt werde eine sogenannte Posi tivsendung mit schwarzen Synchronisierzei- chen. Eine solche Sendung ist in der Fig. 2 im Diagramm .dargestellt. Hierin ist die Zeit t als Abszisse und der Antennenstrom z des Senders als Ordinate aufgetragen.
Von der Sendung wird verlangt, dass die Hellig keitssignale bei Weiss den Antennenstrom vergrössern, bei Schwarz ihn verkleinern, aber selbst beim äussersten Schwarz soll der Antennenstrom noch nicht zu Null werden.
Vielmehr soll das gesamte Stromstärken intervall zwischen einer sehr weissen, das heisst glasklaren Stelle des Films und einer völlig. lichtundurchlässigen Filmstelle zwi schen zwei definierten Grenzen, welche durch die beiden gestrichelten Horizontalen 9 und 10 für weiss und schwarz gekennzeichnet sind, liegen.
Das völlige Abdrosseln des An tennenstromes bleibt den Synchronisierimpul- sen vorbehalten, von welchen in Fig. 2 die Kurzzeichenzeilenstösse durch die Kurven züge 11, der länger dauernde Bildwechsel- stoss durch den Kurvenzug 12 dargestellt ist. Die Aushebung der Synchronisierzeichen aus dem Bildsignal erfolgt in an sich bekannter Weise durch Amplitudensieb im Empfänger. Letzteres wird am einfachsten durch die Ver wendung einer Glimmlampe realisiert.
Um eine Sendung nach Fig. 2 praktisch herzustellen, wird bisher - soweit bekannt geworden - ausnahmslos eine besondere Schlitzteilung auf der Nipkowscheibe des Senders 5 in Fig. 1 benötigt.
Eine solche Nipkowscheibe sieht, wie Fig. 3 zeigt, fol gendermassen aus: Am äussern Umfang sind die zur Ab- tastung des Bildes erforderlichen Löcher auf einem Kreisbogen angeordnet, wobei Voraus setzung ist, dass während der Drehung der Scheibe der Film 3 kontinuierlich weiter bewegt wird. Bei ruckweisem Filmtransport wird bekanntlich eine Spirallochscheibe ver wendet. Das Filmabbild 13 wird gerade so gross gewählt, wie der Abstand je zweier Ab tastlöcher 14 voneinander.
Um nun die Syn chronzeichen, welche in Fig. 2 mit 11 und 12 bezeichnet waren, zu gewinnen, muss die Scheibe 5 der Fig. 3 noch eine zweite Tei lung erhalten. Diese besteht aus einem Schlitzkranz 15, welcher durch eine beson dere Lichtquelle 16 (in Fig. 1) beleuchtet und durch eine besondere Photozelle 17 und einen besonderen Verstärker 18 in elektrische Synchronisierzeichen konstanter Stärke ver wandelt werden muss. Leider lassen sich die Ausgangsspannungen des Bildverstärkers 7 und des Synchronverstärkers 18 nicht ein fach einander überlagern.,
weil dann das in der Fig. 2 dargestellte Gesetz von der kon stanten Amplitude der Synchronzeichen auch nicht annähernd erfüllt ist. Vielmehr ist ein besonderes Gerät 19, das sogenannte Impuls gerät, erforderlich, welches für die Konstanz der Scheitelspannungen der Synchronzeichen und für die Unabhängigkeit ihrer Kurven form von der Kurvenform der Lichtsirene 16, 17, 18 sorgen muss. Erst im Anschluss an das Gerät 19 kann der eigentliche Radio sender 20 angeschlossen werden.
Wie man aus Fig. 1 ersieht, bedeuten die Geräte 16 bis 19, welche man für die Erzeu gung und Beimischung der Synchronzeichen benötigt, einen recht erheblichen Aufwand auf der Sendeseite.
Selbst bei einwandfreiem Funktionieren des elektrischen Teils ist ein schwerer Nachteil bei der Verwendung einer doppelt gelochten Nipkowscheibe mit beson deren Synchronschlitzen, wie in Fig. 3 ge zeigt, darin zu erblicken, dass die Präzision in der relativen Lage der Schlitze 15 zu den Löchern 14 praktisch niemals gut genug ist und dass infolgedessen eine völlig lineare Lot linie des Bildes am Empfänger stets mit klei nen Verkrümmungen wiedergegeben wird.
Die Verkrümmungen, gegen die das Auge sehr empfindlich ist, treten stets dann ein, wenn die Präzision in der Lage eines Schlitz randes geringer ist als eine Bildpunktbreite. Dann muss offenbar der Start für die jewei lige Zeile etwas zu früh oder zu spät einset zen, so dass der Aufdruck, das heisst die Hel ligkeitsmodulation sich in der Grössenord nung eines Bildpunktes gegen den richtigen Wert lagenmässig auf dem Empfangsbilde verschiebt.
Es liegt auf der Hand, dass gegen einen derartigen Teilungsfehler in dem elek trischen Teil der Anlage keine Abhilfe mehr möglich ist, so würde zum Beispiel auch das Ausfiltern der Synchronfrequenz durch höchstselektive Gebilde, z. B. -durch Stimm gabeln oder durch elektrische Tonkreise, zu einer Geradeerstreckung der Lotlinien nichts beitragen können; denn, falls die Bildpunkte kleine Versatzfehler haben, würde eine iso- chrone Aussendung der Impulszeichen nichts nützen und umgekehrt.
Abhilfe könnte nur dadurch geschaffen werden, dass man die Schlitzreihe 15 über haupt weglässt und die Synchronzeichen durch die Abtastlöcher 14 eintasten lässt; denn dann würde ein falsch aufgesetztes Loch sein Helligkeitssignal ebenso-viel zu früh oder zu spät aussenden als den Syn- chronisierimpuls. Es müsste zu diesem Zwecke einfach eine scharf berandete Lichtlinie durch eine besondere Spaltoptik beispiels weise auf die Hinterseite der Scheibe gewor fen werden,
wie es in Fig. 4 gezeichnet wor den ist. Die Richtung dieses Lichtstrahls wird zweckmässig gegen die Richtung der vom Film über die Optiken 4, 4' kommenden Strahls geneigt, so dass es möglich ist, die Synchronfotozelle 17, wie in Fig. 4 gezeigt, so anzuordnen, dass sie nur das Licht der Spaltoptik 22 auffängt, während sie von dem Licht der Filmoptik 3 und 4 nichts auf nimmt.
Das gleiche würde bei der in Fig. 4 gezeichneten Anordnung für die Hauptfoto zelle 6 gelten, das heisst die letztere würde wiederum nur die Bildhelligkeiten auffan gen, nicht aber das Licht der Synchron- Spaltoptik 22.
Durch eine Anordnung mit gekreuzten Lichtstrahlen nach Fig. 4 lässt sich offenbar der Fehler einer besonderen Schlitzteilung beseitigen. Der Aufwand in der Sendestation wird jedoch dadurch nicht geringer. Durch das Verfahren nach der Erfindung kann eine erhebliche Vereinfachung der Sendestation erreicht werden, indem, wie gleich nach stehend gezeigt wird, eine besondere Syn- chronzeichenverstärkung 18,
eine zweite Foto zelle 17 und ein Mischungsgerät 19 entbehr lich wird und nur noch der Hauptverstärker 7 und der Radiotransmitter 20 übrigbleiben. Ausserdem kommt dieses Verfahren auch mit nur einem Lochkranz in der Abtastscheibe aus, kann also den geschilderten Fehler der Lotlinienverkrümmung beseitigen.
In Fig. 5 ist das neue Verfahren anhand eines Ausführungsbeispiels einer. Einrichtung zur Durchführung desselben näher erläutert. Die Filmoptik bleibt unverändert wie in Fig. 1 und besteht aus der Bogenlampe 1 mit dem Reflektor 2, dem Film. 3, welcher kontinuierlich laufen soll, und zweckmässig zwei Objektiven 4 und 4'.
Vorausgesetzt wird ein Film von solcher Brillanz, dass das Licht, welches auf die NTipkowscheibe 5 auftrifft, an den schwarzen Stellen vollständig ver schwindet und an den weissen Stellen fast ohne Transparenzschwächung durchgelassen wird. Es wird nun durch eine besondere zu sätzliche Lichtquelle 23 eine gleichmässige Zusatzbeleuchtung über das Bildfeld auf die Scheibe 5 geworfen.
Während das in Fig. 5a bei 24 dargestellte Filmabbild an den schwar zen Stellen vollständig lichtlos sein sollte, wird es durch eine gleichmässige Zusatz belichtung über seine ganze Breite mit einer einstellbaren Lichtstärke homogen aufge hellt. Diese Zusatzbelichtung wird über eine Streifenbreite projiziert, welche genau so gross ist wie die Breite des Filmabbildes 24, das heisst Zusatzlicht und Filmlicht werden genau zur Deckung gebracht.
Das Kreis- bogenstück für diese Scheibenbelichtung wird aber um ein Intervall 25 von etwa <B>10%</B> der Lochteilung gegenüber dem Abstand zweier Abtastlöcher 14 verkürzt. Es ist ohne wei teres klar, was nunmehr im Fotozellenkreis 6 passiert.
Die Fotozellenströme sollen voraus setzungsgemäss den Lichtstärken hinter dem abtastenden Loch vollkommen proportional sein und insbesondere sollen sie einen gleinst- wert erreichen bezw. verschwinden, wenn die Belichtung ganz aussetzt.
Dann wird auch an den schwärzesten Partien des Filmabbil des zwar das primäre Licht über die Objek tive 4 und 4' verschwinden, das sekundäre Zusatzlicht über die Lampe 23, den Spalt 31, die Abblendungslinse 21 und das Umlenk- prisma 26 wird aber auch an diesen Stellen bestehen bleiben 'und der Fotozellenstrom wird daher während des ganzen Bildes nicht verschwinden, nur in dem schwarzen Inter vall 25 verschwinden beide Lichtquellen 1 und 23.
Nur bei Überstreichung dieses Inter- valles 'wird daher der Fotozellenstrom zu Null. Besteht, wie wir zunächst voraussetzen wollen, die Proportionalität zwischen Licht stärke und Antennenstrom durch den ganzen Sender hindurch und abhängig von der Ge schwindigkeit des Abtastvorganges,
so erhal ten wir ohne irgendwelche weiteren Zusatz apparate ein Antennenstromdiagramm nach Fig. 2 mit völliger Konstanz der Amplitu den der Synchronzeichen unabhängig vom Verlauf der Bildzeichen, und wir können durch Regulierung der Lichtstärke der Lampe 23 mittels eines Vorwiderstandes 27 errei chen, dass die Synchronzeichen mehr oder weniger gegen die maximale Bildamplitude überragen.
Je heller die Lampe 23 eingestellt wird, um so höher werden die Spitzen 11 und 12 gegenüber dem Intervall 9 und 10 der Fig. 2 hervortreten.
Durch die beschriebene Anordnung der Fig. 5 und 5a wird zunächst nur der kurze Zeilenwechselstoss 11 gewonnen. Um den langen Bildweehselimpuls 12 zu erzeugen, braucht man bei einer Kreislochscheibe nur eine rotierende Blende 28 mit 25 Hertz hierzu umlaufen zu lassen und direkt vor oder hin- ter der Scheibe 5 anzuordnen.
Mit einem undurchsichtigen Arm 29 verdunkelt diese durch einen kleinen Synchronmotor 30 an getriebene Blende während der Dauer von etwa fünf Zeilen das Licht beider Lichtquel len, so dass man während der Dauer dieser Abblendung in der gewünschten Weise ein Verschwinden des Fotozellenstromes 6 und bei der vorausgesetzten Proportionalität auch des Antennenstromes 20 erhält.
Die Anbringung einer solchen umlaufen den Blende, welche an sich technisch keine Komplikationen bedeutet, wird durch Benut zung einer Spirallochscheibe entbehrlich. Bei einer solchen kann man in naheliegender Weise einen schwarz bleibenden Bildwinkel wie 25 in Fig. 5a auch in radialer Richtung anordnen, das heisst man kann die Höhe der beleuchteten Fläche kleiner wählen als die Höhe der Radialteilung der Spiralscheibe. Man-kann dadurch erreichen,
dass die fünf äussersten Löcher über eine Fläche streichen, welche völlig lichtlos eingestellt wird. In diesem Falle werden dann die kurzen und die langen Impulse 11 und 12 der Fig 2 voll automatisch ausgestrahlt. Die Anordnung mit der greislochscheibe ist jedoch bekannt lich, insbesondere bei grossen Zeilenzahlen, der Spiralscheibe überlegen.
Bisher ist immer vorausgesetzt worden, dass zwischen dem Antennenstrom und der Belichtung von 6 eine Proportionalität be steht, welche von der Dauer der Signal gebung unabhängig ist, also eine sogenannte stationäre Proportionalität.
Eine solche lässt sich technisch nur dann erreichen, wenn in der ganzen Übertragungskette 6, 7, 20 kein einziger Übertragungskondensator liegt. Sie lässt sich nur dann erreichen, wenn Gleich stromverstärkung oder Trägerfrequenzver- stärkuüg bis zum Sender angewendet wird.
Bei Verwendung der gewöhnlichen Wider standsverstärkung mit Kondensatorkopplung lässt sich ohne einen weiteren Kunstgriff mit dem erfindungsgemässen Verfahren der Zu satzbelichtung nicht erreichen, dass die Syn chronsignale unter allen Umständen die Nullinien des Antennenstromes tangieren.
Spielen sieh nämlich während längerer Zeit die Vorgänge des Filmbildes bei schlechter Beleuchtung ab, so kann der RC Verstärker die anhaltende Lichtlosigkeit nicht wieder geben und seine Ausgangsspannung induziert lediglich schwache Spannungen, um die mitt lere graue Linie.
Der Unterschied des Foto zellenstromes beim Übergang des Loches 14 in den toten Winkel 25 ist aber nur sehr klein, weil die Bildfeldhelligkeit in 24 vor aussetzungsgemäss selbst nur klein war und der Belichtungssprung daher im wesentlichen nur dem Wegfall der Zusatzbelichtung über der Fläche 24 entspricht.
Infolgedessen er reichen die Synchronzeichen in diesem Falle nicht die Nullinie des Antennenstromes. An geschlossene Empfänger müssen bei einer sol chen Szene versagen. Genau analog aber im umgekehrten Sinn äussert sich ein Gleich lauffehler bei einer Übertragung einer Film szene, die andauernd bei hellstem Sonnenlicht vor sich geht;
denn der RC. Verstärker kann wiederum das dauernde Vorhandensein. einer hellen Szenenbeleuchtung nicht wiedergeben und registriert nur schwache Helligkeitsun terschiede zwischen mehr und weniger hellen Stellen destOriginals, lagert aber diese kleinen Schwingungen nicht wie es sein sollte, um die Maximallinie 9 (Fix. 2), sondern wie immer um die mittlere Graulinie.
Diesmal fällt aber der Belichtungssprung, wenn das Abtastloch die Bildfläche 24 verlässt und in den toten Winkel 25 einläuft, besonders gross aus, denn die Fotozelle 6 vermerkt nicht nur den Wegfall des Zusatzlichtes 23, sondern auch ausserdem das Verschwinden des Ab bildlichtes, welches bei der genannten Szene sehr hell ist. Infolge des falschen Mittel wertes der Verstärkerausgangsspannungen, welcher nicht auf 9 liegt, sondern zwischen 9 und 10 liegt (Fix. 2), schlagen diesmal die Synchronsignale unter das Antennenstrom minimum, solange das überhaupt noch mög lich ist.
Ist der Antennenstrom so eingestellt, dass er bei normaler Zeichengebung und normaler Szenenhelligkeit bereits durch die Impulse völlig zu Null gemacht wird, so können noch stärkere drosselnde Signale den Antennen strom nicht weiter verringern. Hierin ist be reits die Abhilfmassnahme zu erkennen, durch welche man in den Stand gesetzt wird, auch mit einem RC Verstärker, also unter Umgehung des Gleichstromverstärkers und des Trägerwellenverstärkers mit dem genann ten Belichtungsverfahren und dem RC Ver stärker zu senden.
Man steigert die Zusatz belichtung derartig, dass auch bei völlig schwarzer Abbildsbelichtung der Belich tungssprung zwischen 24 und 25 der Fig. 5a so gross ist, dass in jedem Fall mit Sicherheit der Sendeantennenstrom verschwindet. Man führt also in der Übertragungskette 7 bis 20 an irgendeiner beliebigen Stelle eine Sätti gungsgrenze ein.
Entweder stellt man die Telefoniekennlinie des Senders so ein, dass die maximale Schwankung zwischen schwarz und weiss des Originalbildes den Sender noch nicht ganz aussteuert (Stromwert 9 und 10, Fig. 2) und verstärkt die Helligkeit der Zu satzbelichtung 23 so weit, dass ein Wegfall der Zusatzbelichtung allein genügt, um in jedem Falle den Antennenstrom vollständig zu verdrosseln; oder aber man führt eine der artige Spannungsbegrenzung innerhalb des Niederfrequenzverstärkers 7 ein.
Man braucht hier nur dafür zu sorgen, dass der Anoden strom der Endröhre gesättigt ist oder dass die Gittervorspannung der Endröhre durch Gitterstromeinsatz oder durch eine besondere kapazitätsarme Glimmlampe parallel zum Gitterableitungswiderstand der Endstufe mit geeigneter Vorspannung ein Anwachsen der Gitterwechselspannung in der Endstufe über einen Schwellwert hinaus verhütet.
Dann hat man bereits erreicht, dass grössere Werte als dieser Grenzspannungswert nicht vorkom men, dass also alle Impulse den gleichen ab soluten Spannungswert erreichen, und durch die bereits genannte Steigerung der Zusatz belichtung hat man nur noch dafür zu sor gen, dass beim Tasten der Zusatzbelichtung allein bei ausgeschalteter Filmbelichtung diese Grenzwerte regelmässig erreicht werden.
Es sei nochmals bemerkt, dass bei Ver wendung von rein galvanisch gekoppelten Verstärkern, Trägerfrequenzverstärkern und Verstärkern mit Glimmlampenkopplurig, das heisst bei stationärer Proportionalität, von der Fotozelle 6 bis zur Antenne 20 derartige Sät- tigungsbedingungen nicht notwendig sind und relativ geringe Zusatzbelichtungen 23 genügen, wobei man ausserdem den Vorteil hat,
die mittlere Szenenhelligkeit wenigstens im Antennenstrom wiedergeben zu können. Empfangsbildmässig hat dieses Sendeverfah ren jedoch so lange gar keine Verbesserung zur Folge, als nicht auch der Empfänger kondensatorlos arbeitet und eine stationäre Proportionalität zwischen Feldstärke und Lichtstärke im Empfänger eingebaut ist.
So lange die Fernsehempfänger noch mit Kon- densatorkupplung vor dem Empfangslicht relais arbeiten, kann die Anwendung der ge nannten Sendeverfahren keine Vorteile bie ten.
In diesen Fällen kommt der Anwen dung des RC Verstärkers in Verbindung mit Sättigungseffekten und starker Zusatzbelich- tung eine grosse praktische Bedeutung zu, da der RC Verstärker sehr einfach in Aufbau und Bedienung ist.
Die Erfindung, welche oben anhand eines Lochscheibensenders beschrieben wurde, kann jedoch allgemein Anwendung finden, bei spielsweise ist es ohne weiteres möglich, sie in sinngemässer Weise bei Sendern- anzuwen den, welche die direkte Wiedergabe eines optischen Vorganges ermöglichen, beispiels weise bei dem sogenannten Ikonoskop.
Ein praktisches Ausführungsbeispiel eines Kinosenders zur Durchführung des Verfah rens nach der Erfindung, bei dem über das bisher besprochene hinaus eine besonders vor teilhafte Herstellungsart für die Zusatz- belichtung verwendet wird, ist in Fig. 6 dar gestellt.
Hierin bedeutet: 1 wieder die Bogenlampe, und zwar ist dies die einzige Lichtquelle, welche in der Anlage vorkommt. Durch den Hohlspiegel 2 oder einen Kondensor wird das Licht auf den Filmsteifen 3 konzentriert, wobei ein jeweils zu übertragendes Bildchen durch den Ausschnitt 3a gekennzeichnet sei.
Es wird angenommen, dass die Bildfeldhelligkeit über das ganze Bildchen 3a gleichmässig ist, wie man das auch in der Kinotechnik verlangen kann.
Der Sender soll nun mit einer Kreisloch scheibe 5 arbeiten, welche also die Eigen schaft hat, dass sie nur eine einzige Zeile der gesamten Bildchenhöhe 3a abtastet. Durch zwei Objektive 4 und 4' wird das Filmbild chen 3a scharf abgebildet auf die Scheibe 5. Die von der Scheibe 5 abgetastete Zeile 32 stellt nun die einzige optisch ausgenutzte Zeile des ganzen Bildchens 3a dar, alle übri gen Zeilen des Filmes werden von der Ab tastung nicht erfasst.
Folglich ist auch das gesamte übrige Licht auf dem Original 3a für die Fernsehübertragung nutzlos. Ander seits muss aber; wie oben bewiesen worden ist, eine sehr erhebliche Lichtmenge additiv auf das Filmabbild 24 auf die Nipkowscheibe geworfen worden, und zwar muss diese Zu- satzbeleuchtung etwa ebenso gross sein wie die Beleuchtungsstärke schneeweisser Stellen des Originals.
Um diese Aufgabe ohne den erheblichen Aufwand einer zweiten Bogen lampe, denn nur eine Bogenlampe könnte die erforderliche Lichtstärke liefern, zu lösen, wird der für die Bildabtastung nicht aus genutzte Teil des Lichtstreifens verwendet, welcher ausserhalb der abgetasteten Zeile 32 das Filmbildchen 3a durchsetzt. Zu diesem Zwecke wird die- abgetastete Zeile 32 nicht, wie bisher üblich, auf die Filmbildchenmitte 32' gelegt, sondern es wird vielmehr die auf der Abtastscheibe 5 abgebildete Zeile des Ori ginals gegen den Verlauf des Strahlenbün dels 33 verschoben und auf 32 gelegt.
Man kann dies praktisch leicht dadurch erreichen, dass man bei feststehender Achsenhöhe der Nipkowscheibe die ganze Projektionsmaschine mitsamt Film 3 und Objektiven 4 und 4' hebt bezw. senkt. Dann sinkt bezw. hebt sich das Filmabbild 24 auf der Scheibe und man bringt auf diese Weise den Rand des Abbildes praktisch zur Deckung mit dem durch die abtastenden Löcher definierten Ra dius.
Nun bietet sich folgende Möglichkeit einer rationellen Ausnutzung des übrig ge bliebenen Lichtes Ein Umkehrprisma 34, zweckmässig ein solches aus dauerfestem Glas (Ignalglas) wirft denjenigen Teil des Lichtes, welcher sonst das Filmbildchen 3a oberhalb der über tragenden Zeile getroffen hätte, senkrecht zur Strahlenbahn der abbildenden Stahlen hinaus. Der sonst ohne Prisma beleuchtete Teil des Filmes 3 bleibt also schwarz.
Die Strahlen treffen einen Spalt 35, von dem ins besondere die Breitenerstreckung e scharf ab zubilden ist. Hinter dem Spalt 35 befindet sich ein zweites Umkehrprisma 36, dahinter ein oder zwei Objektive 37 und 38 und dar auf wiederum zwei Stück Umkehrprismen 39 und 40. Das letztgenannte wird dabei etwas stärker geneigt, so dass die Lichtführung des Zusatzlichtes, wie erforderlich, dieselbe Flä che auf der Abtastscheibe 5 bedeckt, wie das Abbild des Originals 3a.
Die Belichtungs stärke des Zusatzlichtes kann in sehr ein facher Weise durch eine, eventuell bei 41 angebrachte Irisblende eingestellt werden, wodurch sich die Höhe der Impulse optisch verändern lässt. Sollte die auf diese Weise zu erzielende maximale Zusatzlichtstärke noch nicht ausreichen, so kann durch eine bei 42 angebrachte Kondensorlinse eine wei tere Erhöhung der Zusatzbelichtung durch Konzentration des von 34 kommenden Lich tes auf den Spalt 35 durchgeführt werden.
Die in Fig. 6 gegebene Ausführungsform mit einer Bogenlampe hat noch den weiteren Vorteil gegenüber den bereits angegebenen Anordnungen mit zwei Bogenlampen, dass das Verhältnis der Originalbelichtung zur Zusatzbelichtung auch bei Schwankungen von 1 stets erhalten bleibt und durch eine ohnehin meist vorhandene Regelautomatik des gemeinschaftlichen Photoverstärkers ein derartiger Fehler auf der Verstärkerseite vollkommen ausgeglichen werden kann.
Die Methode der Zusatzbelichtung kann in einfacher Weise dazu verwendet werden, automatisch den Verstärkungsgrad nach der Beleuchtungsstärke zu regulieren. Hierzu braucht nur ein Teil des Umlichtes, welches beispielsweise auf eine weissgefärbte, den Spalt 35 enthaltende, schräggestellte Platte 43 auffällt, reflektiert zu werden und auf eine Kontrollphotozelle 44, eventuell unter Zwischenschaltung eines Kondensors 45 auf zutreffen, an deren Arbeitswiderstand 46 sich dann ein um so stärker negativeres Po tential gegen Erde ausbildet, je heller die Bogenlampe 1 wird.
Bedeutet daher 47 ein im Zuge des Hauptverstärkers hinter der Scheibe 5 liegendes Rohr, so braucht nur die Regelspannung dem Steuergitter dieses Roh res 47 über die Leitung 48 als Vorspannung zugeführt zu werden, um den gewünschten Effekt zu erreichen, dass ganz unabhängig von den Vorgängen im Bildoriginal 3 die maximale Ausgangsspannung unabhängig von der Stärke der Beleuchtung konstant ge halten wird, indem die Empfindlichkeit des .Verstärkers um so grösser wird, je schlechter die Beleuchtung durch den Bogen 1 wird und umgekehrt.
Ferner wird die Verstärkung so einge stellt, dass 1. die Verstärkerausgangsspannung nur zwischen glasklaren Stellen des Originals einerseits und an vollkommen lichtlosen Stel len, an denen auch die Zusatzbeleuchtung verschwindet, also. in dem toten Bildwinkel 25 die Grenzen der Modulationskennlinie des Senders erreicht werden.
2. der Antennenruhestrom auf denjenigen stationierten Wert eingestellt ist, welcher beim Durchlaufen einer Schwarz-Weiss-Skala' des Originals dem Grauwert dieser Skala entspricht. Dieser Antennenruhestrom liegt verhältnismässig hoch. Er beträgt bei einem Verhältnis von Zeichenhöhe zu Bildspan nungsintervall wie 1 :2, das heisst bei einer 60%igen Ausnutzung der Antennenstrom skala zirka<B>60%</B> des maximalen Antennen stromes.
Eine andere Optik zur Ausführung des Verfahrens zeigt Fig. 7. Diese Anordnung hat den Vorteil, dass die gleichen- Objektive, die für die Filmabbildung benutzt werden, gleichzeitig auch die Abbildung des Belich tungsspaltes bewirken.
Es ist wiederum eine Lichtquelle 1 mit einem Kondensorspiegel 2 vorhanden und durch ein Prisma 34 wird ein. grosser Teil des Lichtes, soweit das Licht nicht auf die abgetastete Zeile 32 fällt, aus dem Hauptstrahl herausgelenkt. Zum Unter schied von Fig. 6 findet jedoch die Vereini gung des Umweglichtes und- des Hauptlich tes schon vor der ersten Objektivlinse 4 statt. Ist nämlich das von 1 ausgehende Licht durch den Hoblspiegel 2 bereits nahezu pa rallel gerichtet,
so wird bekanntlich zur Ab bildung der Abtastzeile 32 nur ein Teil der Oberfläche der Linse 4 benutzt, nämlich der unterhalb der gestrichelten Linie 49 liegende Teil. Es ist daher möglich, ohne einen Licht verlust für beide Lichtwege das Umweglicht 50 mit dem Hauptlicht 51 im Objektiv 4 zu vereinigen und das Bild des Spaltes 35 rand scharf über das Abbild der Filmzelle 32 auf der Scheibe 5 zu entwerfen, sobald der Ab stand 52 des Spaltes 35 vom Umkehrprisma 40 richtig eingestellt ist.
Der Spalt 35 wird in seinem Abstand 52 so eingestellt und das Prisma 40 so gedreht, dass das Spiegelbild des Spaltes 35 über die Zeile 32 zu liegen kommt. Dies ist bekanntlich der Fall, wenn die op tische Länge 52 gleich der Länge 52' ist und die Prismenbasis den zwischen beiden gebil deten Winkel halbiert. Durch eine Blende 41 und eine gondensorlinse 42 kann eine Ver besserung und quantitative Dosierung der Zusammenbelichtung ausgeführt werden.