CH187295A - Einrichtung zum Antrieb von Pendelhalbachsen. - Google Patents
Einrichtung zum Antrieb von Pendelhalbachsen.Info
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Description
Einrichtung zum Antrieb von Pendelhalbachsen. Bei Pendelhalbachsen bereitet die Unter bringung der Getriebe in Gehäusen und ins besondere deren Abdichtung erhebliche Schwierigkeiten. Bei allen bekannten Aus bildungen sind entweder Öffnungen vorhan den, die durch Lederbälge oder dergleichen oder an Zylinder- oder Kugelflächen abge dichtet werden müssen, oder sie weisen frei liegende Antriebsteile auf.
Die Abdichtung mittels Lederbälge oder dergleichen ist sehr unvollkommen, weil derartige Teile leicht reissen, wobei dann das Schmiermittel aus den Gehäusen entweicht und anderseits Sand, Staub und sonstige Unreinlichkeiten eindrin gen, was in kurzer Zeit eine Zerstörung der Getriebe zur Folge hat.
Abdichtende Kugel- oder Zylinderflächen haben den Nachteil, dass sie immer mehr oder weniger frei liegen, so dass sich auf ihnen Sand und Staub ab setzt, der im Verein mit dem auf den Flä- ehen befindlichen Schmiermittel die Flächen zerstört, wodurch wiederum die abdichtende Wirkung beeinträchtigt wird. Natürlich sind freiliegende Antriebsteile dem Verschleiss noch mehr ausgesetzt.
Diese Nachteile der bekannten Ausbil dungen sollen gemäss der Erfindung dadurch vermieden werden, dass die den Halbachs wellen vorgeschalteten Winkelgetriebe in ge sonderten Gehäusen untergebracht sind, was dadurch ermöglicht ist, .dass diese Winkel getriebe über gesonderte Vorgelege an eine gemeinsame Längsantriebswelle angeschlos sen sind.
Auf der Zeichnung sind Ausführungs beispiele des Erfindungsgegenstandes dar gestellt.
Fig. 1 zeigt die Einrichtung .schematisch im Grundriss an zwei zusammengehörigen Halbachsen, teilweise im Schnitt, und Fig. 2 und 3 zeigen zwei Varianten die ser Einrichtung schematisch im Aufriss. Auf einer - längsverlaufenden Hauptan triebswelle 1 sind Stirnzahnräder 2 bezw. 2' befestigt. Die Räder 2, 2' greifen in Stirn- räder 3 bezw, 3' ein. Mit den Rädern 3, 3' sind Kegelritzel 4 bezw. 4' verbunden, die in Tellerräder 5 bezw. 5' eingreifen.
Die Tellerräder 5, 5' sind auf den innern Enden von Halbachswellen 6 bezw. 6' befestigt, deren äussere Enden mit. den angetriebenen Laufrädern 7 bezw. 7' verbunden sind. Die Winkelgetriebe und Vorgelege sind von einem gemeinsamen, aber für jede Halbachse gesonderten Gehäuse 8 bezw. 8' umschlossen, das gegebenenfalls mit .dem innern Ende des Achsrohres 9 bezw. 9' fest verbunden ist und den innern Abschnitt der betreffenden Halb achse bildet.
Auf das Ende der Welle 1 kann eine Bremseinrichtung 10 aufgesetzt sein.
Die Gehäuse 8, 8' sind um die Welle 1 mittels der Lageransätze 11, 12 bezw. 11', 12' schwenkbar gelagert. Die Lageransätze 12, 12' werden aussen von Lagern 13 bezw. 13' des festen Fahrzeugrahmens bezw. Mittelträgers umfasst, während in ihrem Innern die Welle 1 angeordnet ist.
Hier durch wird erreicht, dass .die Vorgelege, die mit den Winkelgetrieben in demselben Ge häuse gelagert sind, im Zahnrädereingriff nicht beeinträchtigt werden durch die Ein stellung bezw. Abnutzung der zur An lenkung der Halbachsen dienenden Lager.
Im - allgemeinen wird man auch die Lageransätze 11, 11' die Längsantriebswelle nicht direkt umgreifen lassen, sondern die Antriebswelle im Innern eines am Fahr gestellrahmen bezw. -träger befestigten Teils unterbringen, auf dessen Aussenseite dann die Lagerflächen für die Lageransätze vor gesehen sind. Auch kann jedes: Gehäuse auf der dem Vorgelege abgewendeten :Seite der Halbachse einen Lagervorsprung aufweisen, der um das Vorgelege der andern Halbachse herumgreift.
Wie aus Fig. 1 ersichtlich, sind die. Vor gelege für die zusammengehörigen Halb achsen innerhalb der zugehörigen Winkel getriebe auf verschiedenen Seiten der Halb achsen angeordnet. Hierdurch wird ihre räumliche Unterbringung erleichtert und ferner können vollkommen identische Ge- triebegeh5,ase und Halbachsen Verwendung finden, wodurch die Lagerhaltung und die Erneuerung- wesentlich vereinfacht wird.
Wie aus, den Fig. 2 und 3 ersichtlich, brauchen die Vorgelegeräder 3, 3' nicht in der durch die Welle 1 gelegten waagrechten Ebene a-a angeordnet zu sein; vielmehr ist es zur Erreichung eines möglichst geringen Abstandes der Wellen voneinander im Grundriss vorteilhaft, die Hauptwelle 1 und die Vorgelegewellen über- bezw. untereinan der anzuordnen. Ausser den schon angeführten Vorteilen besteht ein Vorteil der beschriebenen neuen Ausbildung auch darin,
dass für die getrennt gekapselten Halbachsgetriebe nur eine ein zige Hauptantriebswelle verwendet ist. Ein weiterer Vorteil ergibt sich daraus, dass man ,durch Auswechslung der Räder 2, 3 und 2', 3' das Übersetzungsverhältnis einfach und billig ändern kann. Eine derartige Änderung des Übersetzungsverhältnisses ist bei auf der Hauptlängswelle angeordneten, in die Teller räder eingreifenden Kegelritzeln nur schwer durchzuführen und ausserdem sind Stirn räder auch billiger als Kegelräder.
-Schliesslich wird .die Anbringung, Ent fernung und Auswechslung der Halbachsen wesentlich erleichtert und es besteht in bezug auf die Wahl des Rahmens oder Mittelträ- gers eine grössere konstruktive Freiheit; die neue Antriebseinrichtung eignet sich nicht nur für Fahrgestelle mit einem einzigen Rohr-,<B>I-, U-</B> oder gastenmittelträger, son dern auch für gewöhnliche Rahmenfahr gestelle.
Die Erfindung ist auf das dargestellte Ausführungsbeispiel nicht beschränkt. An Stelle der Tellerräder und Kegelritzel kön nen für die Winkelgetriebe auch @Schnecken- räder angewendet sein. Auch die Vorgelege können anders ausgebildet sein, beispiels weise als Kettengetriebe.
Zwischen die bei den Vorgelege eines Radpaares ist im Be darfsfalle ein Ausgleichsgetriebe eingefügt, beispielsweise dadurch, dass die Vorgelege- räder 2 und 2' auf die Welle 1 und ge gebenenfalls einander umschliessenden, an das Ausgleichsgetriebe angeschlossene Hohl wellen angebracht sind.
Die erfindungsgemässe Einrichtung lässt sich naturgemäss für beliebig viele Antriebs räder ein und desselben Fahrzeuges an wenden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Einrichtung zum Antrieb von Pendel- halbachsen, mit die Getriebe der Ilalbachs- wellen umschliessenden Gehäusen, dadurch gekennzeichnet, da3 die den llalbachswel- len vorgeschalteten. Winkelgetriebe in ge sonderten Gehäusen untergebracht sind, was dadurch ermöglicht ist, dass diese Winkel getriebe über gesonderte Vorgelege an eine gemeinsame Längsantriebswelle angeschlos sen sind.UNTERANSPRüCHE 1. Antriebseinrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Vor gelege in gesonderten Gehäusen einge schlossen sind und aus ineinandergreifen- d.en Stirnzahnrädern bestehen. 2. Antriebseinrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Vor gelege für zwei zusammengehörige Halb achsen auf verschiedenen Seiten der Halb achsen angeordnet sind. 3. Antriebseinrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, .dass die Vor gelege innerhalb der Winkelgetriebe der zugehörigen Halbachsen angeordnet sind.4. Antriebseinrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Vor gelege und das Winkelgetriebe jeder Halbachse in einem einzigen Gehäuse ge lagert sind, mit welchem die Halbachse am Fahrgestell angelenkt ist. 5. Antriebseinrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Vor gelegewellen ausserhalb der durch die ge meinsame Längsantriebswelle gehenden waagrechten Ebenen liegen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH187295T | 1936-05-18 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH187295A true CH187295A (de) | 1936-10-31 |
Family
ID=4434940
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH187295D CH187295A (de) | 1936-05-18 | 1936-03-02 | Einrichtung zum Antrieb von Pendelhalbachsen. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH187295A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1099367B (de) * | 1958-01-16 | 1961-02-09 | Doorne S Automobilfabriek N V | Motorfahrzeug mit Pendelachsen |
-
1936
- 1936-03-02 CH CH187295D patent/CH187295A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1099367B (de) * | 1958-01-16 | 1961-02-09 | Doorne S Automobilfabriek N V | Motorfahrzeug mit Pendelachsen |
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