CH187416A - Verfahren zum Haltbarmachen von Fleisch. - Google Patents
Verfahren zum Haltbarmachen von Fleisch.Info
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Description
Verfahren zum Haltbarmachen von Fleisch. Verfahren zum Haltbarmachen des Flei sches von Säugetieren, Fischen, Geflügel oder dergleichen durch Einführung des haltbar machenden Mittels in die Gefässbahnen nach eingetretener Totenstarre sind bekannt.
Nach diesen bekannten Verfahren hat man dabei sowohl ganze Tierkörper, wie einzelne Or gane desselben, also beispielsweise Ochsen zungen, die Leber und dergleichen behan delt; vor allem aber wurde das Verfahren angewandt bei einzelnen Teilen des Tierkör pers, insbesondere bei Schweineschinken. Als in Betracht kommende Gefässbahnen haben sich insbesondere die arteriellen Gefässbahnen geeignet erwiesen, so d@ass das haltbar machende Mittel durchweg durch die Arte rien in das betreffende Fleischstück einge führt wurde.
Bei .diesen so bekannt gewordenen Ver fahren ging man von der Ansicht aus, dass erst die Totenstarre die Voraussetzung da für schafft, dass das haltbarmachende Mittel aus den Gefässbahnen in die einzelnen, die Gefässbahnen umgebenden Zellen des Ge webes übertritt. Als haltbarmachendes Mit tel wurde dabei hauptsächlich Pökellake benutzt, die unter einem Druck eingeführt wurde, bei dem die Diffusion aus .den Ge fässbahnen in das Fleisch eintritt, ohne dass die Gefässbahnen selbst unnötig beansprucht werden.
Vorliegende Erfindung beruht nun auf der Erkenntnis, dass, nicht der Eintritt der Totenstarre selbst dafür bestimmend ist, dass das bekannte Verfahren: mit Erfolg durchzuführen ist, sondern da3 .der Zeit- punkt, von dem. ab das Verfahren mit vollem Erfolg durchgeführt werden kann, erst nach Eintritt der Totenstarre vorliegt.
Eine grosse Anzahl von Versuchen hat bewiesen, dass dieser Zeitpunkt etwa nach Ablauf von 7 Stunden nach dem Tode bezw. nach dem Schlachten des Tieres erreicht ist. Erst von diesem Zeitpunkt ab nimmt das Fleisch stück, wie sich zeigte, die Lake gut auf, gleichgültig, ob die Totenstarre noch anhält oder schon wieder durch Autolyse .gelöst ist. Die Versuche wurden zu den verschiedensten Zeitpunkten durchgeführt.
So ergab sich, dass bei Einführung der Pökellake in das Fleischstück <B>20</B> Minuten nach dem Schlach ten, also noch vor Eintritt der Totenstarre, die gesamte Flüssigkeit wieder abläuft, ohne im Fleisch zurückzubleiben;
das behandelte Fleischstück (ein .Schinken) nahm .dabei um etwa 120 gr ab, was auf das Herausdrücken des im arteriellen System enthaltenen Blutes zurückzuführen ist. Ähnliches zeigte sich, wenn man die Lake in das Fleischstück zu beliebigen Zeitpunkten innerhalb eines Zeit raumes von rund 7-8 Stunden nach dem Schlachten einführt.
Eine grundlegende Änderung tritt erst dann ein, wenn man die Pökellake in das Gefässsystem nach Ablauf dieser 7-8 Stunden einführt. In diesem Falle nahm das gleiche Fleischstück bei einem Druck der Lake von etwas oberhalb einer Atmosphäre in der Zeitdauer von 12 Sekunden 7 % seines Gewichtes an Salzlake auf; nur etwa 120 gr .Salzlösung gerieten durch die angeschnittenen Gefässe in Ver lust.
Die Aufnahmefähigkeit des Fleisch stückes für die aufgenommene Lake steigerte sich auf ein Optimum, je später man nach Ablauf der 7-8: Stunden nach dem Tode des Tieres die Einführung des haltbar- machenden Mittels vornahm, um dann wie der etwas abzunehmen. Eine vollkommen zufriedenstellende Aufnahme von Lake er folgte insbesondere auch noch nach dem üblichen zweitägigen Aufbewahren der Fleischstücke in einem Kühlraum.
Anscheinend treten also etwa 7-8 Stun den nach dem Tode des Tieres gewisse, bis her noch nicht näher untersuchte Verände rungen des Fleisches auf, welche es bewir ken, dass, das haltbarmachende Mittel von d^.n einzelnen Zellen in zur Haltbarmachung genügenden Mengen. aufgenommen wird, während vor dem betrachteten Zeitpunkt eine Aufnahmefähigkeit der einzelnen Zel len für den haltbarmachenden Stoff kaum besteht.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Haltbarmachen des Flei sches von Säugetieren, Fischen, Geflügel <B>USW.,</B> durch Einführung eines haltbar machenden Mittels in .die Gefässbahnen des Fleisches nach eingetretener Totenstarre, da durch gekennzeichnet, dass die Einführung des haltbarmachenden Mittels nicht vor Ab lauf von<B>7-8</B> .Stunden nach dem Tode des Tieres, von dem das Fleisch stammt, vorge nommen wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| LU187416X | 1934-04-20 |
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| CH187416D CH187416A (de) | 1934-04-20 | 1935-04-15 | Verfahren zum Haltbarmachen von Fleisch. |
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1935
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