CH187704A - Verfahren zur Verhinderung der Korrosion von Magnesium und Magnesiumlegierungen. - Google Patents
Verfahren zur Verhinderung der Korrosion von Magnesium und Magnesiumlegierungen.Info
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Description
Verfahren zur Verhinderung der Korrosion von Magnesium und Magnesiumlegierungen. Es ist bekannt, dass man durch Behand lung mit wässerigen Fluoridlösungen auf Magnesium und Magnesiumlegierungen Schutzschichten erzeugen kann, die dem Me tall einen gewissen Widerstand gegen korro dierende Einflüsse, beispielsweise durch Wasser, verleihen. Diese Schutzschicht weist aber den Nachteil auf, dass sie, insbesondere bei strömendem Wasser, im Laufe der Zeit abblättert, so da.ss die Korrosion des Metalles auf,die Dauer nicht verhindert werden kann.
Anderseits ist bekannt, däss man Kühl flüssigkeiten für Brennkraftmaschinen, die ganz oder überwiegend aus Glykol, Glyzerin oder ähnlichen tiefschmelzenden, mehrwer tigen Alkoholen bestehen, und auch erheb liche Mengen Wasser enthalten können, zum Zwecke der Verhinderung des Angriffes von aus Magnesium oder Magnesiumlegierungen bestehenden Behältern, Rohren und derglei chen lösliche Fluoride zusetzen kann.
Hier wird also nicht vor der Verwendung des Werkstückes auf diesem eine korrosionsver hindernde Deckschicht erzeugt, sondern das, Werkstück durch Zusätze, die den korrodie renden Medien gegeben werden, passiviert.
Es hat sich nun gezeigt, dass auch diese Passivierung insbesondere dann nicht aus reicht, wenn, was meist der Fall ist, die flüssigkeitsführenden Teile nicht ausschliess lich aus Magnesium oder Magnesiumlegie- rungen bestehen, sondern Bauteile aus an dern Metallen, zum Beispiel Aluminium- legierungen, Eisen, Messing oder dergleichen enthalten,
indem nämlich im Laufe der Zeit unter diesen Umständen an .den magnesium- haltigen Bauteilen lochförmige Korrosions- anfressungen auftreten.
Eine nähere Untersuchung dieser Er scheinungen hat zu der Beobachtung geführt, dass bei Anwendung von Fluoridlösungen solche Korrosionen regelmässig dann auf treten, wenn der PH-Wert der Lösungen merklich unter,8 sinkt. Da nun die Fluoride unter .gewissen Bedingungen, beispielsweise durch Umsetzung mit im Wasser enthaltenen Salzen, dazu neigen, sich unter Bildung saurer Bestandteile zu zersetzen, ist unter normalen Verhältnissen,
das heisst auch bei Zugabe neutraler Fluoride, keine Gewähr für dauernde Aufrechterhaltung eines Pg-Wertes von etwa 8 in den korrodierenden Flüssig keiten ,gegeben.
Erfindungsgemäss wird daher neben .der an sich bekannten Zugabe von löslichen Fluoriden, in ,den flüssigen Medien, bei spielsweise Wasser, mehrwertige Alkohole oder dergleichen ein PH-Wert von mindestens 8, zweckmässig zwischen 8 und 10, aufrecht erhalten. Dies kann zum Beispiel dadurch geschehen, dass man den fluoridhaltigen Medien, freies Alkali, beispielsweise Soda, Ätznatron usw. in solchen Mengen zusetzt, dass der PH-Wert der Lösung dauernd auf mindestens 8 gehalten wird.
In einzelnen besonders gelagerten Fällen, insbesondere bei der Verwendung stark alkalischer Wässer, ist eine Zugabe freien Alkalis nicht nötig, da die Alkalinität der Wässer bereits an sich für die dauernde Aufrechterhaltung eines Mindest-PH-Wertes von -8 genügt.
Die nachstehende Übersicht zeigt den Einfluss des PH-Wertes der korrodierenden Lösung auf den Fortgang der Korrosion. Für die Versuche wurden Bleche aus einer Mag nesiumlegierung mit Eisenblech durch Nie ten aus einer Aluminiumlegierung mit 7,5 Magnesium und<B>0,8%</B> Mangan leitend ver bunden und in die Lösung eingehängt.
Als korrodierendes lbledium diente Leitungs wasser mit einem Kaliumfluoridzusatz von 5 gll. Die verschiedenen PH-Werte wurden durch Zugabe entsprechender Mengen Säure bezw. Na0H eingestellt. Versuchstemperatur 20 bis 25<B>0</B> C.
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Zeit <SEP> nach <SEP> Angriff <SEP> in <SEP> Liter
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Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Verhinderung der ]Korro sion von Magnesium und Magnesiumlegie- rungen durch flüssige Medien, durch Zugabe von löslichen Fluoriden zum korrodierenden Medium, dadurch gekennzeichnet, dass man in den Lösungen einen PH-Wert von min destens 8 aufrecht erhält. UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man in den Lösungen einen PH-Wert zwischen 8 und 10 auf recht erhält. 2.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, @dass den korrodierenden Medien geringe Mengen freien Alkalis zu gesetzt werden mit der Massgabe, dass der PH-Wert der Lösungen mindestens 8 be trägt. . 3. Verfahren nach Patentanspruch und. Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, .dass den korrodierenden Medien geringe Mengen freien Alkalis zugesetzt werden mit der Massgabe, dass der PH-Wert der Lösungen dauernd zwischen 8 und 10-be- trägt.
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