Leistungsschalter. Bei Leistungsschaltern, welche den Stromkreis in einem Lichtbogen unter brechen, ist es aus vielen Gründen vorteil haft, die Leistung an einer besonderen, von der Einschaltstelle getrennten Stelle abzu schalten. Hierfür ist hauptsächlich die un günstigste Beanspruchung massgebend, wel che auftritt, wenn der Schalter unmittelbar nach dem Einschalten wieder ausgelöst wird. also beispielsweise beim Einschalten auf be stehenden Kurzschluss.
In diesen Fällen wird durch den Einschaltvorgang die Unterbre chungsstelle vorbelastet, was insbesondere ge fährlich ist, wenn diese mit einer besonderen Löscheinrichtung ausgerüstet ist. Der Unter brechungsvorgang kann sich dann in der Regel nicht in der vorgesehenen Weise vollziehen. Es können sogar Fehlabschaltungen entstehen.
Es ist schon vorgeschlagen worden, Lei stungsschalter mit zusätzlichen Abbrenn- schaltstücken oder mit zusätzlichen Einschalt kontakten auszurüsten. Die bekannten Kon struktionen sind jedoch indem genannten Be- triebsfall nicht verlässlich.
Infolge der dabei auftretenden schweren Beanspruchung durch mechanische und elektrodynamische Kräfte können die Schaltglieder bei den bekannten Konstruktionen voneinander unabhängige Be wegungen ausführen und dabei unerwünschte, für den Schaltvorgang .gefährliche Zwischen stellungen annehmen.
Es sind Leistungsschalter vorgeschlagen worden, die mit einer Doppelunterbrechung ausgerüstet sind, derart, dass das eigentliche in einer Schaltkammer arbeitende Lastschalt- glied durch ein damit in Reihe liegendes, durch das Schaltgetriebe zwangläufig mit betätigtes, in Luft schaltendes Trennschalt- glied ergänzt wird.
Die beiden Schaltglieder bilden schalttechnisch .eine Einheit und sind in den beiden Schaltrichtungen über den ge samten Schaltweg zwangläufig geführt.
Es sind auch Schalter bekannt, bei wel chen zu dem in einer Löschvorrichtung ar beitenden Lichtbogenkontakt ein Parallelkon takt für Dauerstrom angeordnet ist, Die Erfindung betrifft einen Leistungs- schalter mit zwei Unterbrechungsstellen und besteht in :
der Anwendung eines zwischen den Schalterantrieb und die beiden Schalt glieder eingeschalteten Zwanglaufgetriebes für die gemeinsame Schaltung, jedoch zeit lich getrennte Bewegung der beiden Schalt glieder, welches die Schaltglieder beim Schalten .derart zwangläufig bewegt, dass dem einen die Einschaltfunktion, dem andern die Ausschaltfunktion, zugewiesen wird.
Dadurch kann eine weitgehende Verbes serung der Betriebsbrauchbarkeit des Schal- ters erzielt werden. Ein solcher Schalter kann infolge der Anwendung des Zwanglauf- getriebes ebenso sicher arbeiten, als hätte er nur eine einzige durch den Schalterantrieb betätigte Schaltstelle.
Die Erfindung ermög licht, Schalter zu bauen, bei :denen unter allen Umständen vermieden ist, dass bei spielsweise beim Einschalten das Einschalt glied unter der Wirkung der elektrodynami schen Kräfte, :die :dem Kontaktschluss ent gegenwirken, zurückprellt 1--Lud damit auch eine Ausschaltfunktion übernimmt.
Ander seits aber ist es :dadurch, dass eine besondere Einschaltstelle neben der Ausschaltstelle ge schaffen ist, indem zwangläufig dem einen Schaltglied die Einschah-, dem andern die Aussehaltfunkttion zugewiesen ist, auch mög lich, zu verhindern, dass :durch Einschalten auf einen bestehenden Kurzschluss mittels der eigentlich für das Ausschalten vorgesehenen Unterbrechungsstelle die eingangs geschilder ten Nachteile :
hinsichtlich einer Vorbelastung der beispielsweise mit einer Löscheinrichtung versehenen Ausschaltstelle entstehen können. Es besteht ausserdem beim Schalter nach der Erfindung der Vorteil, die beiden Schalt stellen für die ihrer Natur nach voneinander verschiedenen Vorgänge :der Ein- und Aus schaltung, individuell bemessen zu können.
Besonders zweckmässig ist es, das Zwang laufgetriebe mit den beiden Schaltgliedern so zusammenzubauen, :dass das ganze Getriebe über ein einziges Übertragungsorgan vom Schalterantrieb angetrieben wird. Diese Aus- bildungsweise ist angezeigt, wenn das Ge- triebe unter Spannung stehen soll.
Das Über tragungsorgan kann beispielsweise eine Iso- lierstange oder eine Isolierwelle sein, die zu dem meist im Schaltersockel eingebauten Schalterantrieb führt. Bei einem mehrpoligen Schalter empfiehlt es sich, das Übertragungs organ ohne Freiheitsgrad mit dem Zwang laufgetriebe zu kuppeln, um die einzelnen Phasen des Schalters derart miteinander zu kuppeln, @dass ,sämtliche Phasen genau gleich zeitig geschaltet werden.
Es kann dabei zum Beispiel ein einziges Zwanglaufgetriebe für sämtliche Phasen angewendet werden, oder jede Phase kann ihr eigenes Zwanglauf- :getriebe erhalten. Als Zwanglaufgetriebe kann ein solches mit zwei Führungsbahnen für die Ein- und Ausschaltbewegung verwendet werden.
Man kann auch ein Zwanglauf- getriebe anwenden, welches an beiden Hub enden umgesteuert wird, beispielsweise durch Daumen oder Nocken oder durch Elemente, die eine Sprungbewegung am Hubende aus führen.
Insbesondere kann das Zwanglaufgetriebe so ausgebildet sein, dass es ein Wiederaus schaltendes Einschaltgliedes schon von einer der Einschaltstellung vorausgehenden Lage an verhindert und in dieser Lage das Ein schaltglied selbsttätig, insbesondere vermöge Federspannung in !die Einschaltstellung drückt.
Hierdurch ist verhindert, dass an dem Einschaltglied ein langer Unterbre chungslichtbogen gezogen wird, falls das Ge triebe die Einschaltbewegung nicht ganz zu Ende führt, sondern knapp bevor das Trenn messer seine Einschaltlage erreicht hat, eine Ausschaltbewegung ausführt.
In der Zeichnung sind Ausführungsbei- spiele des Erfindungsgegenstandes darge stellt. F:ig. 1 zeigt eine Gesamtanordnung eines Hochleistungsschalters mit einem Zwanglaufgetriebe. Die Fig. 2 bis 11 zeigen andere Ausführungsformen des Zwanglauf- getriebes.
In Fig. 1 ist 1 oder Schaltersockel, wel cher den Isolator 2 trägt. Der Isolator 2 trägt die Schaltkammer 3a und 3b, und diese träg- ,das Getriebegehäuse 4. Der metallene Teil 3a bildet den Flüssigkeitsbehälter. In ihm ist das feststehende Schaltstück 6 be festigt.
Er enthält eine Flüssigkeit, mit deren Hilfe der Lichtbogen gelöscht wird, zum Beispiel Wasser, und eine Spritzvor- richtung, welche bei der Abschaltung Flüs sigkeit aus dem Behälter in die darüber befindliche Dampferzeugungskammer 5 för dert. Die Dampferzeugungskammer 5 ist zum Beispiel als elastische Expansionskam mer ausgebildet und in dem Isolierzylinder 3b angeordnet, der von 3a getragen wird.
Das Getriebegehäuse 4 ist aus Metall. 7 ist der bewegliche Schaltstift. 8 ist die Strom- ansohlussfahn:e, welche mit dem feststehen den Schaltstück 6 verbunden ist. In dem Ge triebegehäuse 4 ist die Achse A des Trenn schaltgliedes 9 gelagert. 10 ist der feste Kontakt des Trenuschaltgliedes. Er ist an dem Isolator 11 befestigt. 12 ist .die Strom anschlussfahne. H ist die im Getriebegehäuse 4 gelagerte Hauptschaltachse. Um diese ist der Schalthebel ,S des Schaltstiftes 7 drehbar.
Der Schalthebel<B>S</B> bewegt den Schaltstift 7 mit Hilfe eines Lenkers 13. 14 und 15 sind in dem Getriebegehäuse angeordnete Schienexi für die Führung des Schaltstiftes 7 und für die Stromabnahme von ihm. Sie sind durch ein leitendes Band 16 mit dem Trennschalt- nlied 9 verbunden. Um die Hauptschaltachse 11 ist ausserdem die Führungsscheibe F dreh bar, welche mit dem Schalthebel S fest Ver bunden ist. Die Führungsscheibe F und der Schalthebel aS' bilden zusammen das Zwang laufgetriebe.
F besitzt eine sehleifenförmige Nut, welche aus den beiden Teilen 21 und 22 besteht. 2,3 und 24 sind drehbare Sperr nasen, welche unter dem Druck von Blatt federn 25 bezw. 26 normalerweise in die Nut vortreten und leim Vorbeilaufen der in der Nut 2,1, 22 geführten Rolle 27 entgegen dem. Federdruck zurückweichen, jedoch nur, wenn die Rolle 2.7 von der einen Richtung her gegen die Sperrnasen anläuft.
T ist der an getriebene Hebelarm, des Trennschaltgliedes 9. 17 ist eine isolierende .Schaltstange, welche von der im Schaltersockel 1 .gelagerten An triebswelle 1,8 aus mit Hilfe einer Kurbel 19 angetrieben wird und die Antriebskraft auf,das Zwanglaufgetriebe überträgt.
20 ist der in dem Schaltersockel eingebaute An trieb, beispielsweise ein Druckluftantrieb oder esn Federantrieb.
In der bezeichneten geschlossenen Schal terstellung fliesst der Strom von der An schlussfahne -8 durch das Schaltstück 6, den Schaltstift 7, die leitenden Schienen 14, 15, das Stromband 1,6, das Trennschaltglied 9 und den Kontakt 10 zur Anschlussfahne 12. Bei der Ausschaltbewegung wird die An triebskurbel 19 durch den Antrieb 20 im Linksdrehsinn gedreht.
Die Schaltstange 17 dreht also den .Schalthebel S und die Füh rungsscheibe F in .dem gleichen Drehsinn. Während der Schaltstift 7 durch den Schalt hebel S gehoben wird, bleibt das Trenn schaltglied 9 zunächst in der geschlossenen Lage. Die Rolle 2-7 des Hebelarmes ist näm lich während des ersten Teils des Hubes in dem konzentrisch zur Achse H verlaufenden Teil der Nut 2'1 .geführt und dadurch in ihrer Lage fixiert.
Während des letzten Teils des Hubes wird der Rollenhebel T durch das abgebogene Ende der Nut 21 im Uhrzeiger sinn gedreht und dadurch .das Schaltmesser 9 geöffnet. Kurz vor der Endstellung legt sich die federnd gehaltene Sperrnase 23 hin ter die Rolle 27 und verhindert, dass bei dem folgenden Einschaltvorgang die Rolle 27 in der gleichen Nut 2.1 zurückläuft. Die Rolle gleitet somit beim Einschalten zu nächst in dem mit Bezug auf die Achse H konzentrischen Teil der Nut 22, und da durch bleibt beim Einschaltvorgang das Trennmesser 9 zunächst offen und wird in der offenen Lage gesperrt.
Erst im letzten Teil der Einschaltbewegung gelangt die Rolle 27 .in den gerade verlaufenden obersten Teil der Nut 2.2. Infolgedessen wird der Rollenhebel Tim Uhrzeigersinn gedreht und das Schaltmesser eingeschaltet. Das Ein schalten erfolgt dabei, wenn der Schaltstift 7 bereits :den Kontakt mit dem Schaltstück 6 geschlossen hat. Der Stromkreis wird somit durch das Trennmesser 9 geschlossen.
Wie aus der Zeichnung ersichtlich, kann die Sperrnase ,24, die im Ruhezustand unter Ein wirkung der Feder 26 in der Nut 22 liegt und beim Einschalten von der Rolle 27 vorüber gehend beiseite gedrückt wird, in die Nut zurückfedern, sobald die Rolle 2.7 am obern Ende der Nut 22 angekommen ist und ver hindert so, dass die Rolle 27 in der gleichen Nut 22 zurückläuft.
Diese Einrichtung des zwischen dem Schalterantrieb und die Schalt glieder eingeschalteten Zwanglaufgetriebes bewirkt also, dass durch das Zwanglaufge- triebe, das die beiden Schaltglieder 7 und 9 gemeinsam schaltet, aber zeitlich getrennt bewegt, dem Schaltglied 9 nur die Einschalt funktion, dem Schaltglied 7 die Ausschalt funktion zugewiesen wird. Es ist also un möglich gemacht,
dass beispielsweise unter .der Wirkung der dem Kontaktsehluss mit- tels des 9 entgegenwirkenden elektrodynamischen Kräfte dieses Schaltglied eine ungewollte rückläufige Bewegung aus führt und damit eine Ausschaltfunktion übernimmt. Die Ausschaltfunktion kann bei einem solchen Getriebe immer, zum Beispiel auch beim Schalten auf einen bestehenden Kurzschluss, nur vom Schaltglied 7 übernom men werden.
Wenn man weiterhin noch den Fall be rücksichtigen will, dass während der Ein- srhaltbewegung kurz vor Erreichen der End stellung der Antrieb die Einschaltbewegung aus irgend einem Grunde nicht weiterführt, was zum Beispiel durch plötzliches Nach lassen oder gar Ausbleiben der Antriebskraft infolge Versagens der Druckluftzufuhr oder dergleichen verursacht sein kann,
so kann man die in Fig. 1 dargestellte Einrichtung des Zwanglaufgetriebes folgendermassen wei ter ausbilden. Man ordnet die .Sperrnase 24 so an und bildet ihre Gestalt, zum Beispiel durch eine geeignete Abschrägung ihrer Stirn, so aus, dass sie schon, bevor die Rolle 27 die äusserste Stellung in der Nut 22 beim Einschaltvorgang erreicht bat,
wieder die Nut 22 gegen Zurücklaufen der Rolle ver sperrt und infolge ihrer Stirnform und ihrer Federung noch weiterhin einen zusätzlichen Druck im E-inscheltsinn auf die Rolle aus- übt. Sie schnellt dann auch unabhängig von der Kraft des eigentlichen Schalterantriebes das Schaltglied 9 vollends in die Einschalt stellung.
Es ist ohne weiteres vorstellbar, dass eine solche Einrichtung auch dann von grossem Nutzen ist, wenn indem Falle, dass auf einen bestehenden Kurzschluss geschaltet wird, die Wiederausschaltbewegung des Getriebes und des Schaltgliedes 7 etwa bereits zu einem Zeitpunkt einsetzt, bevor das Schaltglied 9 vollkommen in die Einschaltstellung gelangt ist.
Auch dann wird durch die vorstehend angegebene weitere Ausbildung erreicht, dass das .Schaltglied 9 zwecks Vermeidung von Abbrand an seiner Kontaktstelle unabhängig von,der bereits einsetzenden WiederausschaIt- bewegung des Schaltgliedes 7 unter allen Umständen durch -die entsprechend ausgebil dete Nase 24 vollends .bis in die Einschalt stellung geworfen wird.
Das Trennmesser wird also auch in diesem Falle, wo bereits in der Regel ein Einschaltlichtbogen an ihm gezündet worden ist, geschlossen, obwohl sich der Schaltstift 7 unter der Wirkung der Ausschaltfeder des Antriebes wieder in die Ausschaltstellung bewegt. Es ist hierdurch verhindert, dass ein langer Lichtbogen an dem Trennmesser gezogen wird.
Besondere Sperrnasen 23, 24 zum Um steuern können vermieden werden, wenn man die doppelte Führungsbahn nach Fig. 2 aus bildet. Hierbei ist an den Abzweigstellen der Führungsbahnen 30, 31 je ein Fortsatz 32 bezw. 33 vorgesehen. Der Fortsatz 32 bildet eine Verlängerung der Führungsbahn 30, der Fortsatz 33 eine Verlängerung der Führungsbahn 31. Der geführte Teil 34 be sitzt die Form eines Schiffchens und ist um .die Achse 35 drehbar.
Er läuft daher aus der gezeichneten Endstellung im Fortsatz 32 der Führungsbahn in die in der Richtung seiner Längsachse befindliche Führungsnut 30 hinein. Beim Rückgang, wenn er in dem Fortsatz 33 steht, läuft er dagegen in die Nut 31 hinein.
Die Fig. 3 und 4 zeigen ein Zwanglauf- getriebe, welches seine Antriebsbewegung durch eine sich bei der Ein- und Ausschalt bewegung in gleicher Richtung drehende Welle 36 vom Sohalterautrieb aus erhält. Die Fig. 3 zeigt das Getriebe in der Einschalt stellung. 37 ist das Ausschaltglied, 38 das Einschaltglied. Beide Glieder sind in diesem Fall ganz einfache Schaltstifte, welche zwi- #chen feststehende fedeimde Kontakte 39 bezw. 40 eintreten können.
Das feststehende Schaltstück 39 befindet sich in einer Schalt kammer 41, welche zum Beispiel eine Ex pansionskammer oder die Blaskammer eines Druckluftschalters sein kann. Die Stifte 3 7 und 38 sind an einem Lenker 44 befestigt. Dieser sitzt drehbar an dem Zapfen 45 des kurbelarmes 46, der von der Halbwelle II gedreht wird. 47 und 48 sind Führungen für die Stifte 37, 38.
Der .Strom wird durch die Stromanschluss- fahne 49 dem festen Kontakt 39 zugeführt, fliesst über den Stift 37, den Lenker 44 und den Stift 38 dem Kontakt 40 zu und wird von diesem über die Stromanschlussfahne 50 abgenommen.
Bei der Ausschaltung wird die Welle 36 vom Schalterantrieb in der Linksdrehrich- tung gedreht. Die Kurbel 46 dreht sich im Linksdrehsinn und der Lenker 44 führt dabei um den Zapfen 45 eine Drehung im Rechts drehsinn aus, da die beiden Schaltstifte 37 und 38 in ihren Führungen 47 und 48 gerade geführt werden. Nach einer 45grädigen Dre hung des Kurbelarmes 46 liegt daher .der Lenker 44 horizontal. In dieser Stellung hat der Ausschaltstift 37 das .Schaltstück 39 be reits verlassen. Der Kontakt zwischen 3:8 und 40 ist dagegen noch geschlossen.
Nach einer weiteren Drehung um 45 ist der Lenker 44 um 45 gegen die Horizontale geneigt. Der Stift 38 steht wieder in der in Fig. 3 :gezeichneten Stellung. Der Kon takt 38;4.0 ist also nach wie vor geschlossen. Der Stift 37 hat dagegen bereits die Mün dung der Löschkammer verlassen. Nach einer weiteren Drehung um weitere 45 befindet sich der Zapfen 45 vertikal über der Welle H, der Lenker steht vertikal. Der Stift 38 hat nun bereits die Kontaktstücke 4,0 ver- lassen. Der Stift 37 steht in seiner höchsten Stellung.
Nach weiteren 45 Drehung ge langt,das Getriebe in. die in Fig. 3 punktiert eingezeichnete Stellung, welche die Aus schaltstellung ist. Der Stift 38 steht nun in der grössten" Entfernung vom Kontakt 40. Der Stift .37 steht vor der Löschkammermün- dung. Die Einschaltbewegung geht von der in Fig. 4 gezeichneten Ausschaltstellung aus. Der der Welle 36 mitgeteilte Drehsinn bleibt der gleiche, .das heisst links herum.
Hierbei ,dreht sich zunächst der Lenker 44 im Rechtsdrehsinn, so dass er nach 45grädiger Drehung der Hauptwelle I1 in die horizon tale .Stellung gelangt. Infolgedessen geht zu erst der .Schaltstift 37 nach abwärts und schliesst nach einer weiteren Drehung um 45 den Kontakt in der .Schaltkammer 41, während der Schaltstift 38 noch vor dem Kontakt 40 steht.
Der Kontaktsehluss zwi schen. 38 und 40 erfolgt erst, wenn sich der Zapfen 4.5 vertikal unterhalb der Hauptwelle H und daher,der Lenker 44 in der vertikalen Lage befindet. Die in Fig. 4 gestrichelt ein- gezeichnete Stellung stellt wieder die Ein schaltlage ,dar.
Es ist ersichtlich, dass. sich bei der Aus schaltung die Kontaktunterbrechung in der Reihenfolge 37, 38 vollzieht, bei der Ein schaltung der Kontaktschluss in der gleichen Reihenfolge, so dass also der Stromkreis immer in der Schaltkammer 41 unterbrochen und an dem Kontakt 40 geschlossen wird.
Die Fig. 5 bis 11 stellen eine Ausfüh rungsform eines Zwanglaufgetriebes dar, welches aus einem treibenden, mit dem Trennschaltglied in Anschlag kommenden und mit dem Leistungsschaltglied fest ver bundenen Getriebeteil (r8, S'1 und & ) und aus einem an den Hubenden seine relative Lage zudem treibenden Getriebeteil ändern- den, eine Sprungbewegung ausführenden Füh rungsteil (F) für das Trennschaltglied besteht.
Die Fig. 5 zeigt eine Vorderansicht, die Fig. 6 eine Seitenansicht des Getriebes. H ist die Hauptschaltachse und A ist die Achse des Trennschaltgliedes 109. -130, 131 und 132 sind die Lager für die Achsen H und. A, welche in dem nicht mitdargestell- ten Getriebegehäuse befestigt sind. S ist der Schalthebel des ebenfalls nicht mitdarge- stellten. Schaltstiftes.
S,. und S2 sind die Schalthebel für das Trennschaltglied 109, die gegeneinander um einen Winkel c ver setzt sind, der etwas kleiner ist, als der Ge- samtschaltwinkel a des antreibenden Ge triebeteils, der durch die drei Schalthebel S, S:, und SZ gebildet wird.
Diese sind mit einander starr gekuppelt, zum Beispiel durch Klauenkupplungen. F ist eine Segment scheibe, welche drehbar auf den Naben der Schalthebelgruppe <B>8,</B> und S, und S gelagert ist. Diese Segmentscheibe ist der Führungs teil, welcher den Zwanglauf der beiden Schaltglieder 107 und 109 vermittelt. Sie ist durch eine Mittelstellungsfeder 133 mit der Schalthebelgruppe verbunden.
Die Mit- telstellungsfeder besitzt zwei verlängerte Schenkel 134 und 1,35, welche mit Stiften 136, 137, 138 und 139 zusammenarbeiten. Die Stifte 136, 137,<B>138</B> sind mit der Segment scheibe F verbunden.
Der Stift 139 sitzt in dem Antriebshebel S,. Wird somit die An triebshebelgruppe festgehalten und das Seg ment F im Linksdrehsinn gedreht, dann legt sich der an dem Segment befestigte Stift<B>136</B> gegen den Schenkel 134 der Mit telstellungsfeder 133, und diese wird ge spannt, da ihr Schenkel 135 durch den am Schalthebel SZ befestigten Stift 139 fest gehalten wird. Sie kann so lange gespannt werden, bis der Stift 138 sich gegen den Federschenkel 135 legt und dadurch die relative Verdrehung des Segmentes F gegen die Schalthebel S1 und SZ begrenzt.
In der umgekehrten Drehrichtung der Segmentscheibe F legt sich der Segment stift 136 gegen den Federschenkel 135, und die Mittelstellungsfeder 133 wird daher so lange gespannt, bis sich der Segmentstift 137 gegen den -festgehaltenen Federschenkel 134 legt. Die Segmentscheibe F ist also zwischen den Antriebswellen S1 und SZ unter Spannung der Feder 133 begrenzt drehbar angeordnet.
Der Schalthebel S2 trägt den als Rolle ausgebildeten Anschlag 140, und der Schalt hebel S', welcher an seinem obern Ende gekröpft ist, trägt den ebenfalls als Rolle ausgebildeten Anschlag 141. Mit Hilfe die ser Anschläge bewegen die Schalthebel S1 und SZ den Trennschalter 109. T ist der geführte und angetriebene Hebelarm des Trennschaltgliedes 109. Dieser Hebelarm trägt in einem mittleren Ausschnitt eine Rolle 142, welche um eine Achse 143 drehbar ist. Mit Hilfe dieser Rolle wird der Hebel arm T auf dem Kreisumfang der Segment scheibe F geführt.
Ausserdem besitzt der Hebelarm T nach Führungskurven ge formte Führungsnuten 144 und 145. In diese Führungsnuten greifen die beiden als Rollen ausgebildeten Anschläge 140 bezw. 141 der Schalthebel S1 und S2 ein. Die Füh rungskurve der Nut 144 wird durch eine Gegenkurve 146 und die Führungskurve 145 durch eine Gegenkurve 147 ergänzt. Diese Gegenkurven sind in einer ganz be sonderen Weise ausgestattet und angeordnet, so dass nur im letzten Teil des Hubes eine zwangläufige Führung der Rollen in der Nut stattfindet. Eine weitere Wirkung die ser Gegenkurven wird in dem nachstehenden beschrieben.
Die Segmentscheibe F besitzt eine kreis runde Segmentbahn 148, deren beide Enden 149 und 150 schräg zu Tangenten der Kreis bahn 148 verlaufen. Diese Formgebung der Ablaufenden der Segmentbahn ist von be sonderer Bedeutung für die Funktion der Segmentscheibe. In Fig. 5 steht die Seg- mentscheibe F in ihrer Mittelstellung in bezug auf die Schalthebel S1 und S2. Hier bei stehen die Rollen 140 und 141 genau über den Punkten 151 und 152 der Seg- mentbahn, wo die schrägen Auflaufkanten 149,
150 beginnen. Bei der stärksten rela tiven Verdrehung der Segmentscheibe F ge genüber dem Schalthebel<B>8,</B> wie sie in Fig. 7 dargestellt ist, liegt dagegen die äusserste Kante 153 der Segmentbahn be reits rechts von der Verbindungsgeraden zwischen Mittelpunkt der Rolle 141 und Achse H.
Die Fig. 7, B. 9, 10 und 11 zeigen die aufeinanderfolgenden Schaltstellungen des Getriebes bei der Ausschaltung. Für die Er klärung der Wirkungsweise wird von der Ausschaltstellung des Stiftes 10:7 ausgegan gen, das heisst von der Fig. 11 aus.
Aus dieser Stellung möge der :Schalter eingeschaltet werden. Der Gesa.mtsehalt- winkel, welchen dabei der treibende Ge triebeteil zurücklegt, ist mit a bezeichnet. Der Gesa.mtschaltwinkel :des Trennschalt- gliedes 109 ist b. In der Stellung, Fig. 11, liegt die Rolle 140 des Schalthebels .SZ an der Führungskurve der Nut 144 des Hebel armes T an und sperrt dadurch das Trenn messer 109 in der Einschaltrichtung.
Mit der Führungsrolle 142, :die sich in Fig. 11 mit der Rolle 140 deckt, sitzt,der Hebelarm T auf der Kreisbahn der Segmentscheibe auf. Wird nun durch :die Einsohaltkraft das Schalthebelsystem 8, S, und B. in der Rechtsdrehrichtung gedreht, so tritt die Rolle 140 aus der Nut 144 des Hebelarmes T heraus. Die Führungsrolle 142 rollt dabei auf der Segmentbahn 148.
Fig. 10 zeigt :das Getriebe in dieser ersten Phase der Einschaltbewegung. Der Schalt hebel 8 hat etwa den dritten Teil des Ein schaltwinkels a zurückgelegt. Das Trenn messer .<B>109</B> wird in der Ausschaltstellung durch :die die Führungsrolle 14:2 blockierende Segmentscheibe F gesperrt.
Die Se:gment- scheibe befindet sich dabei in ihrer oben be schriebenen Mittelstellung mit Bezug auf :die Schalthebel 81 und 8, und bleibt in dieser Stellung, bis bei der weiteren Drehung der Punkt 1..51 der Ablaufkante unter die Füh rungsrolle 142 gelangt. Der Führungspunkt 15-1, in welchem die Rolle 142 sich mit der Segmentbahn berührt, liegt dabei links von der Verbindungsgeraden der Achsen A und H. Die Verbindungsgeraden 154-A und 154-H bilden also miteinander einen stumpfen Winkel.
In der in Fig. 9 dargestellten Stellung hat sich die Sehalthebelgruppe noch weiter nach der Einschaltstellung hin bewegt. Der Schalthub des Schalthebels 8 ist fast voll- endet. Einen Augenblick vor der in Fig. 9 dargestellten Stellung ist :die Anschlagrolle 141 des Schalthebels 81 mit der Kurve 145 des Hebelarmes T in Anschlag gekommen.
Sie hat dadurch das Trennschaltmes s-er 109 um einen kleinen Winkel d gegen die Ein schaltlage zu gedreht. Durch die Drehung des Hebelarmes T hat sich der stumpfe Win kel -4-142.-H etwas gestreckt, und :da durch wurde durch die über die schräge Ab laufkante 149 der @Segmentbahn abrollende Rolle 142 die Segmentscheibe F im Rechts drehsinn zur .Seite gedrückt. Die MitteIstel- lungsfeder 133 wurde :dabei gespannt, wie.
aus der gegenseitigen Stellung der Stifte <B>139</B> und 136 in Fig. 9 ersichtlich ist. Das Seg ment :drückt also von nun an mit der Kraft der gespannten Feder von rechts nach links gegen die Führungsrolle 142. Durch -die Fe derung des ,Segmentes wird der Schlag auf genommen, mit welchem die Rolle 141 auf den Hebelarm T auftritt. Das federnde Seg ment wirkt also schlagdämpfend.
In der in Fig. 8 dargestellten Stellung haben sich :die Hebel noch weiter in der Ein schaltrichtung gedreht. Die Rolle 141 des Schalthebels 8, hat dabei den Hebelarm T soweit gedreht, :dass die Führungsrolle 142 genau in die Verbindungsgerade der Achsen <I>A</I> und<I>H</I> gelangt. In :dieser Strecklage hat die Rolle 142 die Segmentscheibe F soweit nach rechts zur Seite gedrückt, dass die Rolle hinter :dem Endpunkt 1,5.3 der Segmentbahn steht.
Die Mittelstellungsfeder 133 des Seg mentes weist in :dieser :Stellung die stärkste Spannung auf, wie aus der Stellung der Stifte 13:6, 139 ersichtlich ist. In dieser .Stel lung ist der Hebelarm T zwischen die auf seine Rolle :142 federnd drückende Segment scheibe F und :den Schalthebel 81 einge klemmt und dadurch zwangläufig geführt.
Bei der Weiterdrehung im Einschaltsinn wird :die Rolle 142 über :die Verbindungs gerade der ,beiden Achsen<I>A -</I> FI, also über die Strecklage hinaus gedreht und damit wieder auf die schräge Anlaufkante 149 der Segmentbahn hinausgeschoben, wie aus Fig. 7 ersichtlich ist. Von dem Augenblick an, wo die Rolle 142 wieder über die Kante 153 gelangt, beginnt das Führungssegment F selbsttätig,
vermöge der gespannten Feder 13,3, seine Lage gegen die Schalthebel S, und S2, also mit Bezug auf den treibenden Teil des Getriebes zu verändern. Es führt näm lich eine Art Sprungschaltung aus, durch welche es den Sperrsinn für das Trennschalt glied 109 umsteuert.
Inder Schaltstellung, Fig. 7, ist bereits der früher nach links ge richtete stumpfe Winkel A - 142 -- H nach rechts,durchgedrückt. Das Zwanglaufgetriebe ist ,dadurch umgeschaltet, weil die Führungs rolle 142 nunmehr auf,die kreisförmige Seg- mentbahn 148 hinausläuft und dadurch das Trennmesser 109 in der eingeschalteten Stel lung gesperrt hält,
wenn sich nunmehr die Schalthebelgruppe & S, und S\ in der Aus schaltrichtung (im Linksdrehsinn) bewegt.
In der in Fig. 5 dargestellten Einschalt stellung liegt die Rolle 141 des ,Schalthebels Sl an der Kurve 145 des Hebelarmes an und sperrt das Trennmesser 109 in der Einschalt lage.
Falls die Einschaltkraft in :der in Fig. 8 gezeichneten .Stellung aussetzt, die Schalt hebel also durch die Ausschaltfedern in der Ausschaltrichtung, das heisst im Linksdreh sinn, zurückgerissen werden, wird das Trenn messer 109 durch zweierlei Wirkungen wie der geöffnet.
Einerseits drückt die Segment scheibe F mit ihrer fast radial stehenden Kante 155 gegen die Führungsrolle 142 des Hebelarmes T und dreht ihn daher um die Achse A im Rechtsdrehsinn. Der Winkel -4-142-H wird also wieder nach links durchgedrückt.
Anderseits ist die Rolle 141 soweit in die Nut 145 hineingelaufen, dass sie sich bei einer Linksdrehung gegen die Gegen- kurve 147 legt und somit ebenfalls das Trennmesser zwangläufig mit dem Last schaltglied in die Ausschaltstellung zurück bringt.
Diese Verhältnisse ändern sich aber im allerletzten Teil des Einschalthubes, welcher in Fig. 7 dargestellt ist. In dieser Stellung ist das Iimtschaltglied bereits soweit in die Einsohaltlage bewegt, dass an ihm ein Strom- übergang stattfinden kann, und ausserdem steht das Trennmesser 109 schon so nahe dem festen Kontakt, dass auch an ihm ein Ein schaltlichtbogen gezündet werden kann.
Es darf also aus dieser Stellung kein Wieder öffnen des Trennmessers stattfinden, um seine Zerstörung durch einen .Stehlichtbogen zu verhindern.
Wenn in,der in Fig. 7 dargestellten Stel lung die Einschaltkraft ausbleibt, wird das Weiterbewegen des Trennmessers 109 in die Einschaltstellung trotz einer Ausschaltbewe gung der Schalthebel auf zweierlei Weise bewirkt. Einerseits ist in dieser Stellung die Führungsrolle 142 schon so weit über die Strecklage<I>A -</I> Il durchgedrückt, dass sie auf -der schrägen Auflaufkante 149 der Seg- mentbahn steht.
Das Segment drückt nun selbständig vermöge seiner Federspannung die Rolle 142! mit einer starken Kraftkom ponente nach oben, wodurch sich :der Hebel arm<I>T</I> im Linksdrehsinn um die Achse<I>A</I> dreht. Das Trennmesser wird somit durch .die Kraftdes zurückfedernden .Segmentes F in die Einschaltlage gedrückt. Infolge der keilartigen Wirkung der Auflaufkante 149 ist die Kraft gross.
Falls die Feder 133 zu dieser Funktion nicht genügend stark ist, drückt bei .der weiteren Linksdrehung der Schalthebelgruppe der in den Hebel SZ ein- geschweisste .Stift 139 über den Federschen kel 134 auf den Segmentstift 137 und nimmt dadurch das Segment zwangläufig mit.
Anderseits wird das Trennmesser 109 aus ,der in Fig. 7 dargestellten Stellung auch durch hie Rolle 141 des nach links gehen den Schalthebels S:, in die Einschaltlage ge drückt. Diese Rolle hat sich nämlich aus ,der in Fig. 8 dargestellten Stellung wieder nach unten zu aus der Nut 145 heraus bewegt und ist dadurch unter die Spitze 156 der Gegenkurve 147 gelangt.
Da diese Spitze ausserdem rechts von der Verbindungsgeraden der Achsen A und H steht, bildet der Druck punkt 156 zusammen mit den Drehpunkten A und H einen Winkelhebel, dessen durch den Hebelarm T gebildeter Schenkel durch einen auf die .Spitze 1,56 von unten nach oben gerichteten Druck nach rechts aus weicht. Dieser Druck kommt zustande, wenn sich die Rolle 141 auf der gante 157 der Gegenkurve abrollt.
Das Wiederausschaltendes Trennmessers 109 ist also schon von der in Fig. 7 .dar- gestellten Lage an einerseits durch die Aus bildung der Auflaufkante 149 des Führungs- sebmentes F, anderseits durch die Ausbil dung der Führungsnut 145 des Hebelarmes T mit ihrer Gegenkurve 147 verhindert.
Erst am Ende -der Ausschaltdrehung der 5chalthebelgruppe wird der Trennschalter <B>109</B> :durch Anschlag der Rolle 140 an den Hebelarm T geöffnet.