CH187801A - Elektrischer Stromunterbrecher. - Google Patents

Elektrischer Stromunterbrecher.

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CH187801A
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Sigwart Prof Ruppel
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  Elektrischer Stromunterbrecher.    Es sind elektrische Stromunterbrecher be  kannt, bei denen die     Kontakttrennung    inner  halb eines geschlossenen Raumes     (Lieht-          bogenraumes)    vorgenommen wird. Die Wan  dungen dieses Raumes werden dabei aus       Isolierstoffen    hergestellt, die vor den Ein  wirkungen des Lichtbogens geschützt sein  müssen oder aus solchen, die     lichtbogen-          beständig    sind.

   Es sind zu diesem Zwecke  Stoffe vorgeschlagen worden, die unter der  Einwirkung der     Lichtbogenwärme    Gase oder  Dämpfe abgeben     bezw.    sich oberflächlich zu  Gasen und Dämpfen zersetzen und durch die  entstehende Gasschicht vor weiteren Zer  störungen geschützt bleiben.     Diese    Gase oder  Dämpfe können zur     Lichtbogenlöschung    her  angezogen werden. Die bisher hierzu vorge  schlagenen Stoffe besitzen jedoch verschie  dene Nachteile, die ihre Verwendbarkeit ein  schränken     bezw.    besondere Massnahmen er  fordern, um diese Nachteile unschädlich zu  machen.  



  Bei der Verwendung     anorganischer    Stoffe  auf Metallbasis, wie zum Beispiel Borsäure,    entstehen nach Abspaltung von Dämpfen       bezw.    Gasen     feste    Rückstände, zum Beispiel       Borogyd,    die keine Gase mehr abgeben kön  nen und unter Umständen leitend werden.  



  Bei der Verwendung     organischer    Stoffe  besteht     tift    die Gefahr der Brennbarkeit.  Ferner zeigt sich in der Regel neben der       Gasabscheidung    die Bildung freien Kohlen  stoffes. Durch diesen Kohlenstoff, der sich  auf der Oberfläche des Isolierkörpers     bildet,     wird die Oberflächenisolation ausserordent  lich verschlechtert. Ferner     tritt    Kohlenstoff       als    Russ in den abgeschiedenen Gasen auf,  der sich auf dem Wege .der Gase abscheidet  und auch dort die     Oberflächenisolation    zer  stört.  



  Die Erfindung betrifft einen     elektrischen          Stromunterbrecher,    bei dem der Lichtbogen  mit     Isolierteilen    in     Berührung    kommt, die  unter der     Einwirkung    des Lichtbogens Gase  oder Dämpfe abgeben.  



  Erfindungsgemäss bestehen die Isolier  teile an den dem Lichtbogen ausgesetzten  Stellen wenigstens     teilweise    aus solchen      Kunstharzen, welche Stickstoff in chemi  scher     Bindung    enthalten.  



  Vorzugsweise kommen solche     .Stoffe    in  Betracht, bei denen der Stickstoff im Mole  kül an Wasserstoff     gebunden    ist. Es     sind     dies zum Beispiel die sogenannten     Carbamid-          barze        bezw.        "Aminoplaste",    für welche als  Ausgangsprodukte Harnstoff, CO     (NH2)?,          bezw.        Thioharnstoff,        CS        (NHZ)2,    einerseits  und Formaldehyd anderseits in Betracht  kommen.

   Derartige     Kunststoffe    werden bei  spielsweise unter den Bezeichnungen     Pollo-          pas    oder Resopal in den Handel gebracht.  



  Die bei der Herstellung dieser Stoffe ent  stehenden chemischen     Verbindungen,    zum  Beispiel     Methylolharnstoffe        und    ihre     Poly-          merisationsprodukte,    besitzen einen struk  turellen Aufbau, der sie für die vorliegenden  Aufgaben besonders geeignet macht. Die       Bindung    des Wasserstoffes mit dem Stick  stoff zu     Aminogruppen    ergibt     einerseits    den       Vorteil,        dass    diese Stoffe praktisch unbrenn  bar sind.

   Der geringe Kohlenstoffgehalt mit  direkter Bindung an     ,Sauerstoff    ergibt an  derseits eine praktische     Russfreiheit.    Ver  suche zeigen, dass bei diesen Stoffen die Bil  dung freien Kohlenstoffes     vernachlässigbar     gering ist. Ebenso behalten sie ihre Ober  flächenbeschaffenheit und ihre Oberflächen  isolation auch nach der Beanspruchung durch  den Lichtbogen     unverändert    bei.

   Die .durch  den     Lichtbogeneinfluss    entstehenden Gase  sind im wesentlichen Wasserstoff, .Stickstoff  und     Kohlenoxyde.    Diese Gase eignen sich  besonders gut zur     Lichtbogenlöschung.    Wei  tere günstige Eigenschaften dieser Stoffe  sind ihre     Widerstandsfähigkeit    gegen die       atmosphärischen    Einflüsse, insbesondere ge  gen Feuchtigkeit,     ihre    günstigen mechani  schen Eigenschaften und leichte     Bearbeitbar-          keit.     



  Die Eigenschaften dieser beispielsweise  angeführten     Aminoplaste        können    durch .ge  eignete Zusätze dem gewünschten Anwen  dungsgebiet angepasst werden. So ist es ins  besondere möglich, die Gasabgabe durch     ge-          eignete        Füllstoffe    zu steigern. Besonders       günstig        sind.        Füllstoffe,    die selbst Wasser-         stoff,    Stickstoff und     Kohlendioxyd    abgeben.

         Ammoniumverbindungen,    zum Beispiel Am  moniumkarbonat,     Ammoniumacetat,        Ammo-          niumalaun,    sowie     Hydrazinverbindungen     sind     besonders    zur Abgabe von     Stickstoff     und Wasserstoff geeignet. Ferner     kann     Harnstoff hinzugefügt werden, der Kohlen  oxyd, Stickstoff und     Wasserstoff        ,liefert.    Am  moniumkarbonat     wie    auch andere Karbonate  liefern Kohlensäure.  



  Derartige Zusatzstoffe können in dem  Kunstharz gelöst, kolloidal oder auch     als     kleine     Körner    oder dergleichen hineinge  mischt sein. Ist eine zu weitgehende Ver  gasung nicht     erwünscht,    so können bestän  dige Metalloxyde (zum Beispiel der     Erd-    und  der     Erdalkalimetalle)    als Füllstoffe .dienen.  



  Zur Erhöhung der     Elastizität    und     dei     mechanischen Festigkeit können faserartige  Stoffe dienen,     wie    organische Fasern,     zum     Beispiel Zellulose oder auch     Asbestfasern     und dergleichen.  



  Die     Aminoplaste    können sowohl     durch     Pressen mit darauffolgender Erhitzung, als  auch durch Giessen hergestellt werden.  



  Ferner ist auch eine nachträgliche Kalt  bearbeitung möglich.  



  Die Isolierteile, die mit dem Lichtbogen  in Berührung     kommen,    können zum Beispiel  Hohlkörper von elektrischen Stromunter  brechern sein, in deren Innerem der Licht  bogen brennt. Diese können aus widerstands  fähigen     Isolierstoffen    bestehen,     zum.    Bei  spiel aus Hartpapier, Hartgewebe, Fiber,       keramischen    Stoffen     usw.,    -die mit einer Haut  aus     Kunstharz    ganz oder     teilweise        umkleidet     sind, die ausreichend fest und dick ist, um  sie vor dem     Lichtbogenangriff    zu schützen.

    Es ergibt sich hierbei der weitere     Vorteil,     dass die Umkleidung mit     Kunstharz    den     Iso-          lierkörper    vor dem Einfluss der Luftfeuch  tigkeit schützt, so dass er auch aus hygrosko  pischen Stoffen bestehen     kann.    Derartig aus  gebildete Isolierkörper     können    ohne einen  weiteren Schutz     in.    Freiluftanlagen verwandt  werden.

   Der Zusammenhang des     Isolierkör-          pers    mit dem Oberflächenschutz wird     dann          besonders        innig,        wenn    beide     miteinander    be-           reits    vor der Härtung des Kunstharzes ver  einigt werden. Zum Beispiel können Ein  sätze usw. in die Giess- oder     Pressform    ein  gelegt werden, so dass .das Kunstharz sich  fugenlos an den Isolierkörper anschliesst.

   Be  sonders günstig ist es, wenn bei Verwendung  eines     Isoliertragkörpers    dieser aus Faser  stoff besteht, der durch     das    gleiche oder ein  ähnliches     Kunstharz    zusammengehalten wird,  zum Beispiel Hartpapier auf     Carbamidharz-          grundlage.    Hierdurch ergibt sieh ein homo  gener Körper insbesondere, wenn die Här  tung gemeinsam vorgenommen wird.  



  In der Zeichnung sind Ausführungsbei  spiele der Erfindung dargestellt.  



  Die     Fig.    1 bis 4 zeigen Röhrenschalter  im Schnitt;       Fig.    5 veranschaulicht einen Unterbrecher  an einer     Überspannungsschutzvorrichtung;    in       Fig.    6 bis 8 sind Einzelheiten für den  Aufbau von     Isolierröhren    dargestellt;       Fig.    9 zeigt eine Schmelzsicherung; die       Fig.    10 bis 12 zeigen weitere Röhren  schalter; in       Fig.    13 und 14 sind Flüssigkeitsschalter       dargestellt.     



  In     Fig.    1 ist der feststehende Kontakt  mit 1 bezeichnet, und 2 ist der rohrförmige  bewegliche Kontakt. 5 ist eine Schaltröhre,  die ebenso wie der     Isolierfüllstift    7 aus  Stickstoff in chemischer Bindung enthalten  dem     Kunstharz,    zum     Beispiel        Aminoplast,     besteht. Der Unterbrechungslichtbogen wird  bei der Kontakttrennung in den engen Ring  raum zwischen .der Röhre 5 und dem Füll  stift 7 gezogen und erzeugt dort aus den  Wandungen dieser Teile die zur Lichtbogen  löschung erforderlichen Gase.

   Diese werden  zum Teil in dem Raum 8 aufgespeichert, bis  der Kontakt 2 die Röhre 5 oben verlässt, und  strömen dann plötzlich     aus,    wodurch die  Stromunterbrechung zustande kommt. Fol  gende Abmessungen haben sich als günstig  erwiesen: Länge der .Schaltröhre 5 zirka  150 mm, lichter Durchmesser 21 mm, Durch  messer des Füllstiftes 7 zirka 15 mm, Durch  messer     des    rohrförmigen     Kontaktstückes    2,  16/20 mm.

   Ströme von 0 bis 4     kA    sind mit    einem derartigen Schalter bei 10     kV    an  standslos     abzuschalten.    Der Raum 8 darf  bei     Verwendung    von     Aminoplasten    mit nicht  mehr als 100 cm' Volumen ausgeführt wer  den, da sonst bei kleinen Strömen die Druck  bildung zur     Lichtbogenlöschung    zu gering       wird.    Der     Füllstift    7 kann mit einer metalli  schen Seele 9 oder einer Einlage     aus    wider  standsfähigem Isolierstoff     ausgestattet    wer  den. Die Schaltröhre 5 ist durch eine Metall  einlage 10 versteift.  



  In     Fig.    2 ist eine andere Ausführungs  form der Schaltröhre dargestellt, bei der ein       Kunstharzeinsatz    11 von einer Röhre 12 aus  mechanisch widerstandsfähigem Isolierstoff  umgeben ist. :Statt     dessen    kann man auch       eine        Kunstharzröhre    mit Papier, Geflecht,  Band oder dergleichen bewickeln und ge  gebenenfalls diese     Bewicklung    mit Kunst  harz überziehen.  



       Fig.    3 stellt einen Schalter für grosse Lei  stungen dar. Der Füllstift 7 ist im Gegen  satz zur     Fig.    1 mit dem Schaltstück 2 ver  bunden und wird mit ihm zusammen bewegt.  Dieser     .Schalter    kann, da der Schaltstift im  Einschaltzustand die Röhre     angenähert    aus  füllt, bei gleichem Röhrenquerschnitt einen  höheren Strom führen.

   Die als     vorteilhaft    ge  fundenen     Abmessungen    sind etwa 130 mm  Röhrenlänge für 10     kV,    23 mm lichter  Röhrendurchmesser, 22 mm     Schaltstiftdurch-          messer,    21 mm     Füllstiftdurehmesser.    Wird  der     Schalter    als Leistungsschalter benutzt, so  kann im Ausschaltzustand der Füllstift in  der Schaltröhre stehen bleiben, ohne dass un  bedingt zur Aufrechterhaltung der     Isolier-          fähigkeit    des Schalters eine     in        Reihe    geschal  tete     Lufttrennstrecke    erforderlich wird,

   da  die     Aminoplaste    im Gegensatz zu den bisher  bekannten und verwandten andern organi  schen     Wandungsstoffen        einen    hohen Ober  flächenwiderstand besitzen     und    beibehalten.  



  In     Fig.    4 ist ein     Druckgasschalter    darge  stellt, bei dem zum Ausschalten der Schalt  stift 2 durch eine Düse 16 aus     Stickstoff    in  chemischer Bindung enthaltendem Kunstharz       entgegengesetzt    zur     .Strömungsrichtung    des       Druckgases    bewegt wird. Durch das aus dem           stickstoffhaltigen    Kunstharz entstehende Gas       wird    die     Lichtbogenlöschung,    insbesondere  beim Abschalten von grossen     iStrömen,    unter  stützt.

   Da der Lichtbogen an die Wandungen  der Düse 16 gelangt, ist mit Rücksicht auf  die Sicherheit vor Rückzündungen die Eigen  schaft der     Aminoplaste,    ihre     Oberflächen-          isolierfähigkeit    beizubehalten, von Vorteil.       Die    mechanische Festigkeit kann durch einen  mit der Düse verbundenen Isolierkörper 17  erzielt werden. Es ist     ferner    zweckmässig,  alle isolierenden Druckgasleitungen mit  einem Überzug aus, derartigem     Kunstharz     zu schützen, da hierdurch die Kriechstrecken  bildung infolge des Feuchtigkeitsnieder  schlages an den Wandungen und die sich da  bei ergebende Zerstörung ihrer Oberfläche       verhindert    werden.

   Zur Erreichung einer vor  übergehenden     Speicherung    der Gase     kann     dem     Schaltstück    2 ein     Füllfortsatz,    ähnlich  dem in     Fig.    3     gezeigten,        gegeben    werden, so  dass der Lichtbogen in der Düse eingeengt  brennen muss, wodurch eine besonders inten  sive     Gashildung    erfolgt. Es ist ferner mög  lich, durch Ventile, .Schieber und dergleichen  die Gasausströmung aus dem     Blasraum    18 so  lange zu verhindern, bis     ein,    bestimmter       Schaltweg    zurückgelegt ist.

   Es kann auch  zweckmässig sein, den     Beblasungssinn    umzu  kehren, wobei sich dann der Kontakt 1     in     einer     Löschkammer    ähnlich der in     Fig.    3 ge  zeigten befindet, zu der     Druckgas        zugeführt          wird,    und die er bei seiner     Bewegung    frei  gibt.  



       Fig.    5 zeigt einen     Überspannungsableiter     mit Stromunterbrecher. Bei Funkenstrecken  für     Überspannungsschutz    ist nämlich unter  Umständen die     Lichtbogenlänge,    die     durch    die       Überschlagsspannung    des     Überspannungsab-          leiters    gegeben ist, zur Löschung des     Nenn-          spannungslichtbogens    zu     gering.    Daher ist  entsprechend     Fig.    5 eine Elektrode 2 beweg  lich angeordnet.

   Durch     ,das    beim Auftreten  eines Lichtbogens entstehende Gas wird sie  gegen die Kraft der Feder 3 nach oben be  wegt. Nach Freigabe der Öffnung 4     wird     der Lichtbogen, dessen     Länge        inzwischen     ausreichend gross geworden ist, durch die    Gase ausgeblasen.

   Um einen     ungünstigen    Ab  brand zu     verhindern,    bestehen die Elektro  den     vorteilhafterweis.e    aus schwer schmelz  baren Stoffen, zum Beispiel     Wolframlegie-          rungen.    5 ist die gasabgebende Wandung aus       Aminoplast-Kunstharz,    $ ist der Tragkörper,  .der auch mit dem Teil 5 vereinigt sein kann.  13 ist die     Übers.chlagsstrecke,    deren Feld  durch     .Schirme    14 und 15 zur Verminderung  der Überschlagverzögerung     vergleichmässigt     wird.  



  Anstatt die     Aminoplastteile,    die an sich  eine zu geringe mechanische Festigkeit be  sitzen, durch Unterlagen zu versteifen, kann  man zweckmässig auch die     Festigkeit    durch  Mischung geeigneter Füllmassen mit dem       Kunststoff    erhöhen. Als Füllstoffe können  solche tierischer Herkunft     verwendet    werden,  die in der     Lichtbogenwärme    ähnlich     wie     Harze vergasen, ohne wesentliche Rückstände  zu hinterlassen.     Derartige    Stoffe sind zum  Beispiel     Haare,Wolle,    Seidenfasern, Leder,  Haut, Horn usw.

   Diese Stoffe müssen für  den vorliegenden Zweck rein sein und nicht,  wie es bei Handelsprodukten oft der Fall ist,  anorganische Salze zwecks     Beschwerung     usw. enthalten. Diese Füllstoffe     können,    ins  besondere wenn es sich um Faserstoffe han  delt,     unmittelbar    an der Oberfläche der Iso  lierkörper im     Harnstoffharz    eingeschlossen  sein.

   Besonders     günstig    sind     @Schichtenstoffe     nach     Art    des bekannten Hartpapiers und  Hartgewebe, bei denen dünne, möglichst  völlig vergasende .Schichtstoffe, zum Beispiel  Papier aus tierischen     Fasern    (zum Beispiel  Wolle oder .Seide),     bezw.    dünne wollene,       bezw.    seidene Gewebe mit     Harnstoffharzen     getränkt und als Rohre, Platten oder     Form-          stücke    gepresst sind.

   Die eingebrachten Haare  oder andern tierischen     Stoffe    sollen vorher  präpariert und aufgeschlossen werden, so dass  sie sich mit dem Harz fest     verbinden    und  es gegebenenfalls so aufsaugen, dass auch  Harzteile in das Innere der Haare und der  gleichen eindringen.  



       In    ähnlicher Weise können auch tierische  Häute, die     soi    aufgeschlossen sind, dass im  wesentlichen das Gewebe     (Fasern)    allein      bleibt als Füllmaterial     bezw.    Traggewebe  für das Harz, verwendet werden.  



  Bei den     in    den     Fig.    1 bis 5     dargestellten     Beispielen sind     Aminoplastkörper    in     Röhren-          oder    Stiftform     verwendet.        Das    Herstellungs  verfahren dieser Kunststoffe, bei dem ein       Härtungsvorgang    bei ganz bestimmter Tem  peratur eine wesentliche Rolle spielt, bringt  es jedoch;

   mit sich, dass sich einerseits die       beste    Stoffqualität bei Platten begrenzter  Stärke ergibt und anderseits, Rohre, deren  Dicke ein     bestimmtes    Mass überschreitet, sich  nicht in der erwünschten Güte herstellen       lassen.        Es    ist daher zweckmässig, die     rohrför-          migen        Aminoplastkörper    aus Einzelteilen  von solchen Abmessungen zusammenzusetzen,  in welchen     Aminoplastkörper    günstig herge  stellt werden können.  



  Man kann zum Beispiel, wie aus     Fig.    6  und 7 zu ersehen, eine derartige Harnstoff  harzröhre aus Lochscheiben 21 zusammen  setzen, die aus Platten ausgeschnitten oder  ausgestanzt sind. Die Lochscheiben 21 sind  in     Fig.    6 in ein isolierendes Tragrohr 22 ein  gesetzt, das aus mechanisch     festem    Material,  zum Beispiel Hartpapier, Hartgewebe, Hart  gummi,     Mikaleg    oder keramischen. Stoffen be  steht. Die     .Scheiben    können darin durch  Nasen oder besondere Formgebung (zum Bei  spiel     Sechseckgestalt)    gegen Verschiebung  gesichert werden.

   Sie können auch gegen  seitig durch Rillen, Vorsprünge     und    derglei  chen festgelegt werden, die auch günstige  Dichtung ergeben. Sie können ferner durch  Gewinde untereinander und mit dem Trag  rohr zusammengehalten werden. .Schraubver  bindung nach     Fig.    7 ergibt gute Gasdichtig  keit der     Gemmtröhre.    Die Scheiben können  ausser der formschlüssigen Festhaltung auch  durch geeignete Kitte     bezw.    Leime unterein  ander und mit dem Rohr dicht verbunden  werden. Es können auch fertig aufgebaute  Rohre aus     Aminoplasten    mit Schichtstoffen  oder Geweben, zum Beispiel Papier,     Leinen,     Asbestgespinst, Wolle oder Haaren, . um  wickelt und dann gehärtet werden.

   Im fertig  aufgebauten Zustand kann das Innere der  Röhre mit einer dickeren     Aminoplastschicht       versehen sein. In ähnlicher Weise lassen sich       Isolierstifte    aus      Aminoplasten    wickeln     bezw.     aufbauen. An .Stelle eines umgebenden Trag  rohres tritt jedoch dabei ein hindurchgeführ  ter Tragbolzen. Bei einigen Schalterformen  besteht dieser Bolzen zweckmässig aus Me  tall, während der Isolierstoff ihn     becher-          artig    umgibt.

   In diesem Falle kann über den  Bolzen ein ein- oder mehrteiliges Rohr aus  Kunstharz gezogen werden, in das von     einer     Seite ein Pfropfen aus Kunstharz     eingepresst,          eingekittet    oder eingeschrumpft     wird.     



  Die     Lochscheiben    brauchen nicht aus  Platten herausgearbeitet zu werden. Sie kön  nen auch in besonderen Formen gepresst oder  gegossen werden, wobei der Vorteil der opti  malen     Vergütung    des Materials bei gleich  mässig verlaufendem     Härteprozess    erhalten  bleibt, wenn die für die     Platten    günstigen  Dicken eingehalten werden.  



  Die einzelnen Lochscheiben     können.    zur  Verfestigung Einlagen enthalten, zum Bei  spiel aus Faserstoffen, wie Asbest, Baum  wollen- oder     Leinengewebe,    Papier, ferner  Haare, Wolle oder Seite     eventuell    in Schnur  form. Bei Verwendung anorganischer     Fasern,     wie Asbest, und bei Fasern auf Zellulose  grundlage ist es: nicht     erwünscht,    dass diese  Stoffe in Berührung mit dem Lichtbogen  kommen, vor allem, nachdem die     obern     Schichten des     Kunstharzes    nach mehreren  Schaltungen abgebrannt sind.

   Es muss des  halb an den vom Lichtbogen getroffenen  Stellen, abgesehen von dem für den Aufbau  an sich erforderlichen, ein ausreichend star  ker     Überzug    von     Aminoplasten    vorgesehen  werden.  



       Fig.    8 zeigt eine weitere Möglichkeit zum  Aufbau von Isolierröhren, wobei mehrere,  zum Beispiel aus     Platten    herausgearbeitete,  Streifen 23 und 24 in     Achsrichtung    des  Rohres zusammengesetzt und durch ein Trag  rohr 22 radial zusammengepresst sind. 25 ist  der lichte Raum der Röhre. Durch die Ver  wendung eines rechteckigen     Querschnittes     wird die     Ausführung    besonders einfach. Die  flachen Streifen 23     sind    schwach keilförmig      geformt     und    in das Tragrohr unter Aus  nutzung der     Keilwirkung        eingepresst.     



       Fig.    9     zeigt    einen .Stromunterbrecher in       Form    einer Schmelzsicherung mit vier pa  rallel geschalteten Drähten 26, die     zwischen     zwei     Aminoplastplatten    angeordnet sind. 27  sind Löcher für die Schrauben, die die Plat  ten zusammenhalten, gegebenenfalls unter       Verwendung    fester äusserer     Druckplatten.     



       Fig.    10 stellt die     Schaltteile    eines Schal  ters dar, dessen     tulpenförmiger    Kontakt 31  sich in einem durch eine Schaltröhre     33    ab  geschlossenen Gasraum     .35    befindet. Der be  wegte     Kontakt    32 ist rohrförmig ausgebildet.

    In der .Schaltröhre ist ein feststehendes     Füll-          stück    34     angeordnet.    Die Schaltröhre und der       Füllstift    bestehen vorzugsweise aus     Amino-          plasten.    Nach der Kontakttrennung entsteht  der Lichtbogen zwischen dem Rohrkontakt  32 und dem     Abbrennring    36. Bei grossen  Strömen erfolgt die Löschung infolge hoher       Energieabgabe        verhältnismässig    rasch, etwa  bevor .der Rohrkontakt die halbe Länge der  Röhre     33    durchlaufen hat.

   Sowohl die Röhre       33,    als auch der .Stift 34 sind deshalb im       untern    Teil besonders für     Grossstromlöschung     eingerichtet. Zur Verminderung der Gasbil  dung     und    des     Abbrandes    ist die Schaltröhre       33    im     untern    Teil erweitert und der Stift 34  in dem Teil 40 verjüngt.     In    manchen Fällen  genügt es, wenn entsprechende Massnahmen  nur an der Röhre     33,    oder nur am Stift 34  getroffen werden. Kleine Ströme werden an  der     Grossstromstelle    nicht gelöscht.

   Ihre Lö  schung erfolgt erst bei der     Weiterbewegung     des Rohrkontaktes an der     Klein.stromstelle          zwischen    dem     -Stiftteil    38     bezw.    dem Röhren  teil 39. Hier wird eine intensive     Löschwir-          kung    erzielt, indem der Schlitz zwischen den  Teilen 38 und 39 möglichst eng gemacht  wird. Eine weitere Vervollkommnung der       Löschwirkung    lässt sich dadurch erreichen,  dass für die     Wandungsteile    38 und 40     bezw.     39 und 41 Stoffe verschiedener mechanischer  Eigenschaften und verschiedener Vergasungs  fähigkeit verwendet werden.

   Besonders gün  stig ist es, die     Wandungsteile    39 und 41 der  Schaltröhre aus gar nicht oder wenig gas-    abgebenden Stoffen herzustellen, die auch  nicht abbrennen,     während    die     Füllstiftteile     38 und 40 aus     gasabgebenden,    sich auf  brauchenden .Stoffen,     nämlich        Aminoplasten     bestehen.

   Dabei ist es günstig, für 38 einen  stark gasabgebenden .Stoff, also     Aminoplaste          mit    wenig     Füllstoffen    zu wählen, während  für 40 ein     mechanisch    widerstandsfähiger  Stoff     mit    verhältnismässig geringer Gasab  gabe, also     Aminoplaste    mit höherem Füll  stoff     gehalt,    vorteilhaft ist.     Diese    Ausbildung  trägt den Erfordernissen für die Lichtbogen  löschung Rechnung, die für Gross- und       Kleinstromlöschung    wesentlich verschieden  sind, nämlich für die     Grossstromlöschung:

       1. hohe mechanische Festigkeit,  2. hohe thermische     Festigkeit,    insbeson  dere mit Rücksicht auf grosse Temperatur  differenzen in der     Lichtbogennähe,     3. mässige Abnutzung infolge Vergasung  usw.,  4. mässige Gasentwicklung, damit keine  unnötig hohen Drücke auftreten.  



  Die     Erfordernisse    zur     Kleinstromlöschung     sind dagegen:  1. starke Gasbildung, um auch bei klei  nen Strömen einen zur     wirksamen        Blasung     ausreichenden     Druck    zu schaffen,  2. hohe Oberflächenisolation, da die       gleinstromstelle    in der Regel zur Abriege  lung der wiederkehrenden Spannung dient.  Durch eine hohe Oberflächenisolation wird  die Einleitung einer Rückzündung durch       Kriechströme    verhindert.  



  Zwischen dem Grossstrom- und dem       Kleinstromgebiet    kann ein Zwischengebiet  angeordnet werden,     das    etwa mittlere Eigen  schaften beider Gebiete besitzt, so     -dass    es  einen     gewissen    Übergang darstellt. Die Ei  genschaften können sich längs des Über  gangsgebietes auch allmählich ändern, zum  Beispiel das Mass der     Lichtbogenverengung.     



  In Verbindung mit der Abstufung der       Aminoplastteile    ist auch eine Benetzung  ihrer     Oberflächen    mit geeigneten Flüssig  keiten von Vorteil.  



  Bei der     Grossstromstelle    ergibt die Ver  wendung einer     Flüssigkeitsschicht    an der      Wandung des     Lichtbogenraumes,    einen guten  Schutz der Wandung vor der Lichtbogen  wärme. Der     Abbrand    wird hierdurch auf ein  Minimum herabgesetzt.  



  An der     Kleinstromlöschstelle    ist die zu  sätzliche Druckerhöhung, die die Verdamp  fung der Flüssigkeit     bewirkt,    erwünscht. Die       Lichtbogendauer    wird herabgesetzt. Die Ab  nützung bleibt auch bei     vielen    aufeinander  folgenden     Schaltungen    gering.  



  Der Stromunterbrecher nach     Fig.    11 un  terscheidet sich von dem nach     Fig.    10 da  durch,     dass    der aus den Teilen 38 und 40  bestehende Füllstift ähnlich wie in     Fig.    3  mit dem bewegten     Kontakt    32     verbunden     ist.     Fig.    11 zeigt den Schalter in einer Stel  lung, die etwa dem Moment der Grossstrom  löschung     entspricht.    Der Lichtbogen brennt  in dem Ringraum     zwischen    40 und 41, der  verhältnismässig weit ist. Die Wandung 41  ist wenig oder überhaupt nicht gasabgebend.

    Bei kleineren Strömen brennt der Lichtbogen  noch, wenn der verdickte Teil 38 in die       Aminoplaströhre    39 gelangt. Die Löschung  erfolgt dabei in der Hauptsache in dem Ring  raum zwischen 38 und 39. Der     Wandungs-          teil    39     wird    stark gasabgebend gewählt. Er  ist auswechselbar. Die Löschung wird ferner  durch den     Lichtbogenraum        zwischen    den  Teilen 38 und 41 wirksam unterstützt, da der  Stiftteil 38 gleichfalls stark gasabgebend ist  und der Schlitz zwischen 38 und 41 aus  reichend eng ist.  



       F'ig.    12 zeigt die Ausbildung des Füll  stiftes. 38, 40 gemäss     Fig.    10 und 11 im ein  zelnen. Hierbei dient ein Stab 42 aus mecha  nisch widerstandsfähigem Isolierstoff, zum  Beispiel Hartpapier oder Hartgewebe, als       Tragkörper.    Über diesen Stab sind zwei  Rohrstücke 40 und 3.8 aus gasabgebenden  Stoffen, zum Beispiel     Aminoplasten,    gescho  ben. Es können verschiedene Stoffe verwen  det werden oder auch der gleiche Stoff, wo  bei dann an der     Grossstromstelle    40 eine über  mässige Gasbildung durch     Verringerung    des       Schaltstiftdurchmessers    gegenüber der Klein  stromstelle 38 vermieden wird.

   Die Röhren  38 und 40 können auch mehrfach quer unter-    teilt sein, wodurch Risse in Achsrichtung be  grenzt werden. Es     können    auch Bandagen  aus Metall oder festen, nicht gasabgebenden       Stoffen    in die Oberfläche der Röhren 38 und  40 eingelassen werden, die bei eventuell auf  tretenden Sprüngen den Zusammenhang der  Teile sichern. Die Röhren 38 und 40 sind an  dem Isolierstab 42 durch eine Mutter 43 be  festigt.  



  Die     Verwendung    von     Aminoplastteilen     kann auch bei Flüssigkeitsschaltern, und  zwar sowohl bei solchen mit     isolierender     Schaltflüssigkeit, z. B.     Ölschaltern,    als auch  bei Schaltern mit leitender Flüssigkeit, ins  besondere Wasser vorteilhaft sein. Bei     Öl-          schaltern    trägt der -Stickstoff, der durch die  Einwirkung des Lichtbogens auf die     Amino-          plaste    frei wird, zur Verbesserung und     Kon-          servierung    des Öls bei.

   Ein weiterer Vorteil  besteht darin, dass man die     Aminoplastteile     nahe an den Lichtbogen heranbringen kann,  ohne dass durch den Lichtbogen eine Zer  störungder Oberflächen durch Springen oder  Einbrennen leitender Bahnen     hervorgerufen     wird. Bei     Wasserschaltern    wird durch den  Stickstoff, dessen     Ionisationstemperatur    be  sonders hoch liegt, die Isolierfähigkeit des  Löschmediums     bedeutend    erhöht und ferner  sein Gefrierpunkt     erniedrigt.    Um diese Wir  kungen zu erreichen, ist es zweckmässig, die       konstruktiven    Teile der     Lichtbogenlöschein-          richtung    des.

   Flüssigkeitsschalters, insbeson  dere     Löschkammern,    Schaltröhren, Füllstifte  usw. entweder aus     Aminoplasten        herzustellen     oder ihre Oberflächen mit diesen Stoffen zu  bedecken.  



  Die Wirkung dieser     Aminoplastteile    kann  unterstützt werden, wenn     iStoffe    mit hohem       Stickstoffgehalt    in der Schaltflüssigkeit ge  löst     bezw.        emulgiert    sind. Von metallfreien  Salzen sind zu diesem Zwecke Ammonium  und     Hydrazinverbi_ndungen,    zum Beispiel       Ammoniumcarbonat    oder     Ammoniumnitrat     verwendbar. Diese Salze können an sich ex  plosiv sein; denn da sie nur in     flüssiger    ins  besondere wässeriger Lösung verwendet wer  den, wird jede Explosionsgefahr ausgeschlos  sen.

   Die hohe     Zerfallgeschwindigkeit        dieser         Stoffe ist sogar     erwünscht,    da eine     intensive     und     schlagartige    Gasbildung gewährleistet       wird.     



  An Stelle der metallfreien Salze können  auch     organische    Substanzen     verwendet    wer  den, zum Beispiel solche, die möglichst       wenig,    Kohlenstoff enthalten, da sonst die  Gefahr .der     Russbildung    besteht, dagegen  einen hohen .Stickstoffgehalt aufweisen, zum  Beispiel     Acetamid,        Acetylendiamin,        Form-          amid,        Methylnitrat,    und vor allem     Harnstoff     und dessen Derivate,     wie        Thioharnstoff,

          Me-          thylthioharnstoff    usw. Diese organischen  Stoffe habenden Vorzug vor den Salzen, dass  sie die Leitfähigkeit des. Wassers nicht oder  nur wenig erhöhen. Vorteilhaft ist ferner die  Verwendung von     Stoffen,    die an sich flüssig       sind,    da hierdurch ein     Auskristallisieren          bezw.    Abscheiden der zusätzlichen Stoffe  unmöglich gemacht     wird.    Ausser der Er  höhung der Löschfähigkeit können diese  Stoffe den     Gefrierpunkt    der Schaltflüssig  keit herabsetzen.

   Bei der Wahl der :Stoffe ist  darauf zu achten, dass weder sie     ,selbst    noch  ihre Zersetzungsprodukte die Isolation oder  das Kontaktmaterial     angreifen.     



  Für     Ölschalter    ist es     wertvoll,    wenn die  Zusatzstoffe bei wesentlich niedrigeren Tem  peraturen zerfallen als das Öl. Dann entsteht  um den Lichtbogen herum eine Gasblase, die  von den vergasenden Stoffen herrührt, und  das Öl vor der     Berührung    mit dem Licht  bogen schützt. Das 01 dient dann im wesent  lichen als Isolation, während die     Lösch-          blasung    von einem vergasenden Stoff, zum  Beispiel dem     Aminoplast    oder dem zugesetz  ten flüssigen     .Stoff        bezw.    beiden bestritten       wird.     



       Fig.    13 zeigt einen derartigen Flüssig  keitsschalter, und zwar befindet sich der  feste Kontakt 1 in einem     löschkamTnerarti-          gen    Behälter 53 aus Isoliermaterial, dessen  einzige Öffnung 54 als Düse ausgebildet ist.  Durch diese Öffnung, sie     angenähert    ver  schliessend, ist der Schaltstift 2 eingeführt.  In der Kammer 53 befindet sich die leitende  oder nichtleitende Schaltflüssigkeit 55, die  die Kontaktstelle umspült. Um die Einwir-         kung    des Lichtbogens auf die Schaltflüssig  keit zu konzentrieren,     wird    der Lichtbogen  in einer Isolierröhre 56 gezogen.

   In dieser  Röhre befindet sich beim     .Schaltvorgang    eine  gewisse geringe Flüssigkeitsmenge, die durch  die Kanäle 57 eingedrungen ist. Diese Flüs  sigkeit wird beim Abschalten vergast     bezw.     verdampft und erhöht den Gasdruck im  Raum 58. Das im Raum 58 gespeicherte, un  ter     Druck    stehende Gas     bezw.        Gas-Dampf-          Gemisch    bläst durch die Düse 54 hindurch       und    löscht dabei den Lichtbogen. Die Schalt  röhre .56 besteht aus     Aminoplasten.    Infolge  dessen     entstehen    aus den Wandungen der.

    Röhre durch die     Lichtbogenwärmegleichfalls     Gase, wodurch .die Löschung     unterstützt     wird. Es, ist vorteilhaft, auch die Wandun  gen der     Löschkammer    53 mit     Aminoplasten     auszukleiden. Es. ist möglich, die     Schaltröhre     porös zu machen, wodurch besondere Öffnun  gen 57 entbehrlich werden. Der Lichtbogen  verdampft dann die in den Poren     befindliche     Flüssigkeit. Die dabei     entstehenden    Gase und  Dämpfe schützen die Oberfläche der ,Schalt  röhre.

   Ein besonderer Vorteil der Anwen  dung einer porösen oder     benetzten    ,Schalt  röhre liegt in der Dosierung der     beim,Schalt-          vorgang        entstehenden    Gase und Dämpfe, so       @dass    keine unbegrenzte     Drucksteigerung    mög  lich ist.  



  Einen ähnlichen Flüssigkeitsschalter zeigt       Fig.    14. Der bewegte Kontakt 2 ist     wie    in       Fig.    1     und    10, rohrförmig     ausgebildet    und       bewegt    sich in     einem        ringförmigen        Licht-          bogenraum,    der durch die Röhre 59 und  einen     Isolierfüllstift    60 gebildet wird. Der  Lichtbogen wird zunächst     zwischen    den       Kontakten    1 und 2     in    der Löschflüssigkeit  55 gezogen.

   Dabei entstehende Gase und  Dämpfe erhöhen den Gasdruck im Raum 58.  Dann wird der     Lichtbogen    in den     ringförmi-          gen        Uchtbogenraum    hineingezogen. Die  Wandungen dieses Raumes bestehen aus     ga-g-          abgebenden        .Stoffen,    nämlich     Aminoplasten.     Sowohl die .Schaltröhre, als auch der Füll  stift können porös ausgebildet und mit der       Schaltflüssigkeit        getränkt    sein, so dass auch  in diesem Raum     ein    Verdampfen der Flüssig-           keit    stattfindet.

   Der Lichtbogen wird bei die  ser Anordnung also einerseits durch seine  Verengung in dem     Ringlöschraum,    ander  seits durch seine intensive     Beblasung    durch  diesen Raum hindurch aus dem Raum 58  gelöscht.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Elektrischer Stromunterbrecher, bei dem der Lichtbogen mit Isolierteilen in Berüh rung kommt, die unter der Einwirkung des Lichtbogens Gase oder Dämpfe abgeben, dadurch gekennzeichnet, dass die Isolierteile an den .dem Lichtbogen ausgesetzten Stellen wenigstens teilweise aus solchen Kunsthar zen bestehen, welche Stickstoff in chemischer Bindung enthalten. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Elektrischer Stromunterbrecher nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die dem Lichtbogen ausgesetzten Isolierteile aus sogenannten Aminopla- sten bestehen. 2.
    Elektrischer Stromunterbrecher nach Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass. .die Aminoplaste Füllstoffe enthal ten. 3. Elektrischer Stromunterbrecher nach Un teranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass als Füllstoffe solche Stoffe verwen det sind, die unter dem Einfluss des Lichtbogens selbst Gase und Dämpfe abgeben. 4. Elektrischer .Stromunterbrecher nach Un teranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass als Füllstoffe solche Stoffe verwen det sind, die die mechanische Festigkeit der Isolierteile erhöhen. 5.
    Elektrischer .Stromunterbrecher nach Un teranspruch 2, ,dadurch gekennzeichnet, dass als Füllstoffe Faserstoffe verwendet sind. 6. Elektrischer Stromunterbrecher nach Un teranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass als Füllstöffe tierische Stoffe ver wendet sind. 7. Elektrischer Stromunterbrecher nach Un teranspruch 5, dadurch :gekennzeichnet, dass die Füllstoffe mit Aminoplasten im prägnierte Schichten sind, aus denen die als Hohlkörper ausgebildeten Isolierteile durch Wickeln hergestellt sind.
    B. Elektrischer Stromunterbrecher nach Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Aminoplastteile als Auflage auf einem mechanisch festeren Isolierkörper sitzen. 9. Elektrischer Stromunterbrecher nach Un teranspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Aminoplastauflage mit dem als Unterlage dienenden Isolierkörper vor der Härtung vereinigt ist. 10. Elektrischer Stromunterbrecher nach Un teranspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der feste Isolierkörper selbst Kunst harzstoffe enthält. Il. Elektrischer Stromunterbrecher nach Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Lichtbogenraum rohrartig ist. 12.
    Elektrischer Stromunterbrecher nach Un teranspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohr aus Teilen zusammen gesetzt ist. 13. Elektrischer Stromunterbrecher nach Un teranspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohr aus miteinander verbunde nen Lochscheiben zusammengesetzt ist. 14. Elektrischer Stromunterbrecher nach Un teranspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Lochscheiben mit ineinander greifenden Vorsprüngen und Rillen ver sehen sind, derart, dass sie sich nicht gegeneinander verschieben können. 15. Elektrischer Stromunterbrecher nach Un teranspruch<B>13,</B> dadurch gekennzeichnet, dass die Lochscheiben durch einen Kleb stoff miteinander verbunden sind. 16.
    Elektrischer Stromunterbrecher nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass er als Flüssigkeitsschalter ausgebil det ist. 17. Elektrischer Stromunterbrecher nach Un teranspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass ,Stoffe mit hohem Stickstoffgehalt in die iSchaltflüssigkeit eingebracht sind.
    18. Elektrischer Stromunterbrecher nach Un teranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass längs der Irichtbogenbahn der Füll- stoffgehalt der Aminoplastteile .derart abgestuft ist, dass an denjenigen Stellen, wo die stärkste thermische Beanspru chung der Isolierteile auftritt, ein höhe rer Füllstoffgehalt und eine .geringere Vergasungsfähigkeit vorhanden ist, als an andern Stellen der Lichtbogenbahn. 19.
    Elektrischer .Stromunterbrecher nach Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass. an den Stellen grösster thermischer Beanspruchung die Aminoplastwandungs- teile weiter voneinander abstehen, als an Stellen kleinerer Beanspruchung.
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