CH187809A - Anordnung zur Steuerung der Entladung in einem elektrischen Entladungsapparat, insbesondere in einem Stromrichter, mit Sperrelektrode. - Google Patents

Anordnung zur Steuerung der Entladung in einem elektrischen Entladungsapparat, insbesondere in einem Stromrichter, mit Sperrelektrode.

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CH187809A
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Lehmann Walter
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  Anordnung zur Steuerung der Entladung in einem elektrischen Entladungsapparat,  insbesondere in einem Stromrichter, mit Sperrelektrode.    Die Erfindung bezieht sich auf eine An  ordnung zur Steuerung der Entladung in  einem     elektrischen    Entladungsapparat, ins  besondere in einem     Stromrichter.    mit Sperr  elektrode,  Es sind bereits     Steueranordnungen    be  kannt, bei denen im gewollten Zündmoment  der Umgebung der sperrenden Elektrode  ohne Änderung der Spannung in einem den       Zusammenbruch    des Sperrfeldes bewirkenden  Ausmass positive Ionen     zugeführt    werden,  die mittels hochfrequenter Schwingungen er  zeugt werden.  



  Gemäss der Erfindung werden bei Steuer  anordnungen dieser Art die     erzeugten    posi  tiven Ionen dadurch in der     Umgebung    der  sperrenden Elektrode zur Wirkung gebracht,  dass jede Anode des Entladungsapparates  einen Teil eines Schwingungskreises bildet,  der im gewollten     Zündmoment    durch die Zu  führung einer im wesentlichen der Resonanz  frequenz des     Schwingungskreises    entspre-         chenden        Hochfrequenzspannung    aufgeladen  wird und hierdurch das Gas     zwischen    der  Anode und der ihr vorgesetzten Sperrelek  trode derart ionisiert, dass .die Anode durch  das Sperrfeld der Sperrelektrode hindurch  greifen kann,

   so dass das Entstehen einer  Entladung nach den Hauptanoden freigege  ben wird.  



  Eine derartige Anordnung hat gegenüber  bekannten Anordnungen,. bei denen besondere  Wicklungen, Elektroden usw. benutzt wer  den, um die. Hochfrequenz zur Wirkung zu       bringen,    den Vorteil, dass die Anode selbst  als Steuerorgan dient. Hierdurch wird die  ganze Apparatur wesentlich vereinfacht, und  es sind auch keine besonderen zusätzlichen  Einführungen in das Vakuumgefäss nötig.  



  Die zur Erregung es     @Schwingungskrei-          ses    dienenden     hochfrequenten        Schwingungen     werden vorteilhaft dem Anodenkreis einer       Hilfsentladungsstrecke    mit einer zwischen  der Kathode und der von einer Hülse um.-           gebenen    Anode in der Nähe der Anode an  geordneten Blende entnommen, deren     Ent          ladung    auf eine solche Stromstärke gebracht  ist, dass zwischen Anode und Blende Ionen  verarmung eintritt.  



  In den beiliegenden Zeichnungen sind  mehrere Ausführungsbeispiele der Erfindung  dargestellt.  



       Fig.    1 zeigt eine Ausführungsform der  Erfindung, bei der die     hochfrequenten          Schwingungen    in einem besonderen     Eutla-          dungsgefäss    erzeugt werden;       Fig.    2 stellt eine     Abänderung    der     Fig.    1  dar, dahingehend, dass die hochfrequenten  Schwingungen in dem     Hauptentladungsgefäss     selbst erzeugt werden;

         Fig.    3 zeigt den .Schwingungskreis für  sich allein,       Fig.    4 eine weitere Ausführungsform  eines     Schwingungskreises,          Fig.    5 stellt eine dritte Ausführungsform  des     Schwingungskreises.    zur Steuerung der  Entladung .dar, und       Fig.    6 zeigt eine weitere Ausführungs  form, nach welcher die     hochfrequenten          Schwingungen    zur     Steuerung    der Entladung  benutzt werden können.  



  In     Fig.    1 ist 1 das Vakuumgefäss eines       Quecksilberdampf-Gleichrichters,    2 ist die  Kathode und 3 sind die Anoden, die mittels  der Isolatoren 4 eingeführt werden. Die Ano  den 3 sind mit     Anodenschutzrohren    5 um  geben, in welche die Steuergitter 6 gegebe  nenfalls isoliert eingesetzt sind. In den     Ano-          denstromkreis    ist- eine Drosselspule 107 ein  geschaltet, deren oberes von der Anode ab  gelegenes Ende über einen Block- oder Sperr  kondensator 124 mit der Sperrelektrode, also  im vorliegenden Fall zum Beispiel mit dem  metallenen Gehäuse 1 leitend verbunden ist.

    Durch die Drosselspule 107 als     Induktivität     und die     gegenseitige    Kapazität zwischen der  Anode 3, der Sperrelektrode     ü,    der Anoden  hülse 5 und der     Stromeinführung    4, sowie  den Kondensator 124     wird    ein Schwingungs  kreis gebildet, der in     Fig.    3 noch einmal ge  sondert dargestellt ist, wobei in der     Fig.    3  der Kondensator 125 die durch die     Anode       und die ihr gegenüberstehenden Metallteile  gebildete Block- oder Sperrkapazität dar  stellt.

   Nachdem die Frequenz gewählt ist,  mit welcher die Zündung vorgenommen  werden soll, ist es lediglich erforderlich, die  Drosselspule 107 auf die Kapazität der  Anode 3 zu ihrer Umgebung so abzustimmen,  dass die bekannte Beziehung
EMI0002.0035  
   ge  nügend genau erfüllt ist.  



  Soll nun die Anode gezündet werden, so  wird .dem     Schwingungskreis    eine Hochfre  quenz, die in der Nähe der Resonanzfrequenz  des Schwingungskreises liegt,     zugeführt.    Der  Schwingungskreis schaukelt sich infolge  dessen auf immer höhere Schwingungsampli  tuden auf, so     dass-    die Wechselspannung an  der Kapazität     des-        Schwingungskreises,    also  auch     zwischen    der Anode 3 und der Sperr  elektrode 6,     steigt.    Da nun in der zwischen  der Sperrelektrode     @6    und der Anode 3 be  findlichen Gas- oder     Dampfmenge        ,stets    La  dungsteilchen,

   insbesondere Elektronen, vor  handen sind, geraten diese Elektronen unter  dem Einfluss der     Hochfrequenz    in eine pen  delnde Bewegung und     erreichen    nach mehre  ren     Hoehfrequenzschwingungen    immer hö  here Geschwindigkeitsamplituden, bis diese  schliesslich dazu ausreichen, beim Zusammen  stoss mit einem neutralen Gas- oder Dampf  teilchen dieses zu ionisieren.

   Sobald der  artige     Ionisationsvorgänge    in genügender  Zahl     eintreten,    wird die Sperrelektrode     bezw.     ihre Umgebung mit     positiven    Ionen über  schwemmt, was den     Zusammenbruch    des an  der Oberfläche der Sperrelektrode vorhande  nen Sperrfeldes zur Folge hat.     .Sobald    dieser  Fall eintritt, können die Elektronen aus dem       Hauptentladungsraum    des Vakuumgefässes 1  durch die     iSperrelektrode    6 hindurch nach der  Anode 3 vordringen, womit der Stromdurch  gang freigegeben ist, so dass die Entladung  einsetzt.  



  Da bekanntlich von etwa 106 Hz an auf  wärts die     Zündspannung,    welche zur Einlei  tung einer Entladung zwischen zwei in  einem Gase angeordneten Elektroden erfor  derlich ist,     abnimmt,    und     bei    etwa 108 Hz      Werte erreicht, die bedeutend tiefer als die  Zündspannungen bei niedrigen Frequenzen  sind, ist es vorteilhaft, mindestens Hochfre  quenz von 10s Hz zu benutzen, insbesondere  kommt Hochfrequenz in den Grenzen     10s     bis<B>10'</B> Hz in Frage. Die Zuleitung der Hoch  frequenz erfolgt zweckmässig auf induktivem  Wege mittels einer Wicklung 126, die mit  der Drosselspule<B>107</B>     transformatorisch    ge  koppelt ist.  



  Zur Erzeugung von     hochfrequenten          Schwingungen    ist ausser dem eigentlichen       Vakuumentladungsgefäss    1 ein zweites Gas  entladungsgefäss 8, dessen Anode 9 eine  Blende 10 vorgeschaltet ist, vorgesehen. Als  Kathode dient eine Glühkathode 11, welche  in üblicher Weise, zum Beispiel mittels einer  Batterie 12, geheizt     wird.    In den Anoden  stromkreis ist eine Drosselspule 13 einge  schaltet. Die Speisung des     Hilfsentladungs-          gefässes    8 erfolgt von einer Gleichstromquelle  14 aus.

   Wird nun die Stromstärke in dem  durch 14, 13, 9, 10 und 11 gebildeten Strom  kreis so weit gesteigert, dass in dem Raum  über der Blende 10, in dem sich die Anode 9  befindet, eine     Ionenverarmung        eintritt,    so  bildet sich in diesem Raum eine     hochfre-          quente    Schwingung derart aus, dass das Po  tential der Anode 9 gegenüber     deren    Um  gebung,     insbesondere    gegenüber der Blende  10,     hochfrequente    Schwingungen erfährt. Die  diesen Potentialschwingungen entgegenge  setzt gleichen Schwingungen treten über die  Drosselspule 13 auf.  



  Um nun die Entladung zwischen einer  der Hauptanoden 3 und .der Kathode 2 des  Gleichrichters 1 zu steuern, werden die  Wicklungen 126 im gewollten     Zündmoment     kurzzeitig an eine der     Spannungen    zwischen  der Anode 9 und der Blende 10     bezw.        über     die Drosselspule 13 gelegt. Zu diesem Zweck  ist die Glühkathode 11 des     Hilfsentladungs-          gefässes    8 mit dem einen Ende der Wicklun  gen 126     bezw.    12,6' leitend verbunden, wäh  rend die Anode 9 über einen Umschalter 15  abwechselnd an das andere Ende einer der  Wicklungen 126, 126' angeschlossen wird.

    Die Verbindung erfolgt, indem der Kontakt-    arm 17 abwechselnd mit einem der beiden  Gegenkontakte 18, 19 des Umschalters in     Be-.          rührung    kommt.  



  Der Umschalter 15 kann in irgendeiner       bekannten    Weise als rotierender Schalter  ausgebildet werden, zum     Beispiel    in ähn  licher Weise wie ein Verteiler für die     Zünd-          einrichtung    bei einer     Brennkraftmaschine.     Zum Antrieb des Umschalters dient ein Mo  tor 20, der an die Spannung der Wechsel  stromseite eines Transformators 21 für den  Gleichrichter angeschlossen wird, so dass der  Motor 20 synchron mit der Frequenz des  speisenden Wechselstromnetzes     umläuft,    die  zum Beispiel 50 Hz beträgt.

   Infolge der  hohen Frequenz und der hohen Spannung der  erzeugten Schwingungen genügt es, für den       Stromschluss    im Umschalter 15 Glimm  strecken vorzusehen, das heisst eine Annähe  rung der Kontaktteile auf kleine Abstände,  welche dann durch die Spannung der     hoch-          frequenten    Schwingungen durchschlagen wer  den. Eine derartige Ausführungsform hat  den besonderen Vorteil, dass die Kontakte  nicht     abgenutzt    werden und daher mit einer  kleinen und leicht ausgebildeten Apparatur  eine zuverlässige Schaltung möglich ist.

   Zur  Verstellung des Zündmomentes kann zum  Beispiel der bewegliche Teil des Umschalters  1,5 gegenüber dem Rotor des Antriebsmotors  20 verschiebbar gemacht werden oder die  Phase des     @Statorfeldes    des Motors 20 gegen  über derjenigen des speisenden Wechselstrom  netzes geändert werden.  



  Bei dem .dargestellten Ausführungsbei  spiel wird die     hochfrequente    Spannung zwi  schen der Anode 9 und der Kathode 11 ab  genommen. Es ist aber auch möglich, sie  zwischen der Anode 9 und der Blende 10 ab  zunehmen oder an beiden Enden der Drossel  spule 13.  



  Bei der Ausführung nach     Fig.    2 ist das       Hilfsentladungsgefäss    mit dem zu steuernden  Entladungsgefäss 1 baulich vereinigt. Es be  steht aus einem Rohrstutzen 122, in den mit  tels eines. Isolators 123 die Zuleitung für die  Anode 9 eingeführt wird. Von der Span-           nungsquelle    14 aus wird nun über die Dros  selspule 13, die Anode 9, die Blende 10 nach  der Kathode 2 .des zu steuernden Entla  dungsgefässes eine Hilfsentladung aufrecht  erhalten, welche die     gewünschten        hochfre-          quenten        Schwingungen.    erzeugt.

   Die Blende  10 ist derart eng zu bemessen, dass bereits  beim normalen Betriebsgas- oder     -dampf-          druck    des Gefässes die hochfrequenten Schwin  gungen     entstehen.    Das Potential der Anode 9       ändert    sich     demnach    in     hochfrequenter        Weise     und     wird    .genau so wie bei der Ausführung  gemäss     Fig.    1 durch den rotierenden Um  schalter 15 abwechselnd kurzzeitig an eine  der beiden Wicklungen 126 angelegt.  



  Der durch die Wicklungen 126 bestimmte       Zündmoment    kann auch hier auf verschiedene       Weise    verändert werden.  



  Um das     Hauptentladungsgefäss    1 auszu  schalten, genügt es, die     Rochfrequenzentla-          dung    über das     Hilfsentladungsgefäss    122 zu       unterbrechen,    denn beim Abschalten der       Hochfrequenzentladung    sind die Hauptano  den 3 nicht mehr imstande zu zünden.  



  Bei der in     Fig.    4 dargestellten     Ausfüh-          rungsform    des     Schwingungskreises    ist die  Anodenhülse 5     mittels    eines verlängerten       Isolators    127 gegenüber dem metallenen Va  kuumgefäss 1     isoliert    eingesetzt und mit dem  von der Anode abgelegenen Ende der Drossel  107 über den Block- oder     Sperrkondensator     124 verbunden. Die Verbindungsleitung ist  hierbei     mittels    der     Einführung        13$    isoliert  durch die Gehäusewandung durchgeführt.  



  Die vorstehend angegebene Ausführungs  form ist,     sinngemäss    abgeändert auch für  Glasgefässe     verwendbar.    Eine weitere Aus  führungsform des     Schwingungskreises,    die  für Gefässe aus Glas oder sonstigen isolieren  den Material bestimmt ist, ist in der     Fig.    5  dargestellt. In dieser     ist    129 das aus Glas  bestehende Vakuumgefäss, in das die Anoden  3 in üblicher Weise eingeführt sind. Jede  Anode ist von einer metallenen     Anodenhülse     130 umgeben, die im     Innern    des Gefässes an  geordnet .ist und die Sperrelektrode 6 trägt.

    An der Aussenseite des Gefässes gegenüber  der     Sperrelektrode        befindet    sieh eine Metall-         belegeng    131, die mit dem von der Anode ab  gelegenen Ende der Drosselspule 107 ver  bunden ist. Die äussere Belegung 131, die  Anodenhülse 130, die Sperrelektrode 6 und  die Anode 3 bilden dann die Kapazität des  Schwingungskreises, die aus mehreren hinter  einander geschalteten Kondensatoren besteht,  wie ohne weiteres verständlich ist.

   Zweck  mässig ordnet man die Metallteile 130 und  131 in unmittelbarer Nähe der Glaswandung  an deren beiden Seiten an, so dass die Kapa  zität des durch die Belegung 131, die Glas  wand als     Dielektrikum    und die Anoden  hülse 130 gebildeten Kondensators gross ist  im Vergleich zu er Kapazität des durch die  Anodenhülse 130, die     -Sperrelektrode    6, die  Gas- oder Dampfstrecke als     Dielektrikum     und die Anode 3 gebildeten innern     Konden-          sators,    da infolge der hierdurch sich ergeben  den Spannungsverteilung das Zustandekom  men der Entladung erleichtert     wird.     



  Falls eine kleinere Kapazität ausreichend  ist, kann man auch die Anodenhülse 130  weglassen und die Sperrelektrode 6 dann an  der Glaswandung selbst befestigen.  



  Sofern jedoch bei den Ausführungsformen  gemäss den     Fig.    4 und 5 die vorhandene Ka  pazität des Schwingungskreises nicht aus  reicht, kann man dieser einen Kondensator  132     parallelschalten,    wie in den Figuren an  gedeutet ist.  



  Bei dem vorstehend beschriebenen Schwin  gungskreis ist ein Block- oder Sperrkonden  sator 124 nicht nötig, da ein Fernhalten der  der Anode zuzuführenden normalen Betriebs  spannung von .den Anodenhülsen     und    der  Sperrelektrode nicht in Frage kommt.  



  Die Erfindung soll nicht auf die vor  stehend angegebenen     Ausführungsformen    der  Schwingungskreise beschränkt sein, sondern  es können sämtliche     Schwingungskreise    ver  wendet werden, bei denen in gleichwertiger   Weise die Anode als Steuerelektrode ausge  nutzt wird.  



  Unter Umständen wird es auch vorteil  haft sein, zum Beispiel bei Glasgefässen mit  einer Kathode, einer Anode     und    einem Sperr  gitter zwischen Kathode und Anode die      Sperrelektrode vom Gehäuse isoliert anzu  ordnen und sie mit der Kathode oder einer  negativen Spannung zu verbinden.  



  Bei den in den     Fig.    1 bis 4 beschriebe  nen Ausführungen erhält die     Induktivität     <B>107</B>     zweckmässig    eine solche Grösse, dass sich  die     Induktivität,    bezogen auf die Frequenz  der     Hochfrequenzschwingungen,    wenigstens  annähernd in .Serienresonanz mit der zwi  schen der Anode und ihrer Umgebung ent  stehenden Kapazität befindet. Es bedeutet  dies, dass.     c)    .
EMI0005.0007  
   wird, wenn L die In  duktivität, C die genannte Kapazität und to  die Kreisfrequenz der hochfrequenten Schwin  gungen ist. Die     Induktivität    L nimmt nun  unter Umständen recht beträchtliche Werte  an. Hierdurch wird die Konstruktion ver  teuert.

   Hinzu kommt noch, dass die     Indukti-          vität    mit zunehmender Grösse mehr und mehr  die     Betriebsstromverhältnisse    beeinflusst. Es  können .dann beträchtliche Spannungsabfälle  für den Betriebsstrom an der     Induktivität     auftreten, die ihrerseits wieder auf die elek  trischen Verhältnisse des Entladungsgefässes,  insbesondere auf die     Kommutierung,    nach  teilig einwirken können.  



  Dies kann dadurch vermieden werden,  dass der induktive Widerstand in der     bezw.     jeder Anodenstromleitung aus einem Schwin  gungskreis in     Sperrkreisschaltung    besteht.  Dieser Schwingungskreis wird vorteilhaft  wenigstens annähernd auf die Frequenz der  zur Steuerung benutzten     Hochfrequenz-          sehwingungen    abgestimmt, das heisst seine im  wesentlichen durch Wahl seiner Selbstinduk  tion und seiner Kapazität bestimmte Eigen  frequenz ist annähernd gleich der     Frequenz     der     Hochfrequenzschwingungen.    Falls der  Schwingungskreis in     Sperrkreisschaltung     genau auf die Frequenz der Hochfrequenz  schwingungen abgestimmt ist,

   stellt der re  sultierende Widerstand des Schwingungs  kreises einen     Ohmschen    Widerstand von der  Grösse dar, wenn L" die Selbstinduktion,       Cl    die
EMI0005.0023  
   Kapazität und r den     Ohmschen    Wi  derstand des Schwingungskreises bedeutet.

      Will man erreichen, dass der Schwingungs  kreis     in,Sperrkreisschaltung    einen induktiven  Widerstand darstellt und dieser gleich oder  wenigstens     annähernd    gleich - ist (worin  C     wiederum    die Kapazität
EMI0005.0028  
   zwischen der  Anode und ihrer Umgebung bedeutet), so  muss der     @Schwingungskreis    in Sperrkreis  schaltung etwas gegenüber der Frequenz der       Hochfrequenzschwingungen    verstimmt sein,  also seine Eigenfrequenz von der Frequenz  der     Hochfrequenzschwingungen    nach der  richtigen Seite um einen gewissen Betrag  abweichen.

   Der     Schwingungskreis        in        Sperr-          kreisschaltung    kann von vornherein in dieser  Weise dimensioniert sein. In manchen Fällen  ist es jedoch zweckmässig, den ;Schwingungs  kreis so einzurichten, dass er vorzugsweise  durch Einstellung seines veränderbar (als  Drehkondensator)     ausgebildeten        Kondensa-          tors    zunächst auf die     Hochfrequenzschwin-          gungeni    (maimal) abgestimmt und danach  soweit ausser Resonanz gebracht werden  kann, dass sein resultierender Widerstand  einen induktiven Widerstand gewünschter  Grösse darstellt.

   An Stelle des Kondensators  kann auch die     Induktivität        veränderlich    ein  gerichtet werden, beispielsweise als     Vario-          meter    ausgebildet sein. Gegebenenfalls -kann  sowohl     die    Kapazität, als auch die     Induktivi-          tät    einstellbar sein.  



  Wie schon angedeutet, wird der Schwin  gungskreis in     ,Sperrkreisschaltung    hinsicht  lich der Grösse seiner     Induktivität    und seiner  Kapazität am besten so gewählt, dass er für  die Betriebsströme des Entladungsgefässes  einen praktisch zu vernachlässigenden .Span  nungsabfall ergibt. Die-     Induktivität    des       Schwingungskreises    kann bei der bevorzug  ten Benutzung von     Hochfrequenzschwingun-          gen    von einer Frequenz von 108 Hz oder  mehr aus einigen Windungen, gegebenenfalls  einer einzigen Windung aus Kupferdraht,  Kupferrohr oder Kupferband, bestehen.

   In  gewissen Fällen ist es auch vorteilhaft, auch  die Frequenz der zur Steuerung benutzten       Hochfrequenzschwingungen    so zu bemessen.  (also verhältnismässig hoch zu wählen), dass      der     Schwingungskreis.        bezw.    seine Selbst  induktion auf die.     Betriebsstromverhältnisse     möglichst wenig Einfluss hat     und    für die  Betriebsströme einen möglichst geringen  Spannungsabfall ergibt.  



  Die     Fig.    6 zeigt ein Ausführungsbeispiel  einer     derartigen        -Schaltung.    Dieses unter  scheidet sich von der Ausführungsform ge  mäss     Fig.    1 nur dadurch, dass in den Anoden  stromleitungen der Anoden 3 nicht eine In  duktivität 107,<B>107'</B> eingeschaltet ist, son  dern ein Schwingungskreis in Schwungrad  schaltung. Die als Drehkondensator ausgebil  dete Kapazität dieses Schwingungskreises ist  mit<B>127</B>     bezw:    127'     bezeichnet,    seine     Induk-          tivität    mit 128     bezw.    128'.

   Der     ScUwingungs-          kreis    127, 128     bezw.    127', 128' ist     in    der  oben angegebenen Weise so gewählt,'     bezw.     mit Hilfe des Drehkondensators 127, 12 7'       eingestellt,        dass    er nahezu auf die Frequenz  der     Hochfrequenzschwingungen    abgestimmt  ist, jedoch einen induktiven Widerstand bil  det, der :

  gleich oder wenigstens     annähernd     gleich ist, wenn C     wiederum    die Ka  pazität
EMI0006.0024  
   zwischen der Anode und ihrer Um  gebung und w. ,die Kreisfrequenz der     Hoch-          frequenzschwi.ngungen    bedeutet.  



  Die Block- oder :Sperrkondensatoren 124  und 124' werden     zweckmässig    so bemessen,  dass sie für die     Hochfrequenzschwingungen     praktisch einen     Kurzschluss    bilden, so dass sie  auf !die     Angleichung    zwischen dem resultie  renden Widerstand des     Schwun.gradschwin-          gungskreises    127, 128     bezw.    127', 128'     und     dem     kapazitiven    Widerstand der Anoden  kapazität einen untergeordneten,     prak-          tisoh    kaum
EMI0006.0038  
   merkbaren Einfluss haben.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Anordnung zur Steuerung der Entladung in einem elektris chen Entladungsapparat, ins- besondere in einem Stromrichter, mit Sperr elektrode, bei welcher im gewollten Zündmo- ment der Umgebung der sperrenden Elek- tiode in einem den Zusammenbruch des Sperrfeldes' bewirkenden Ausmass positive Ionen zugeführt werden,
    die mittels hochfre- quenter Schwingungen erzeugt werden, da durch gekennzeichnet, dass jede Anode des Gefässes einen Teil eines Schwingungskreises bildet, der im gewollten Zündmoment :durch die Zuführung einer .im wesentlichen :der Re sonanzfrequenz des Schwingungskreises ent sprechenden Hochfrequenzspannung aufgela den wird und hierdurch ,da;s ,Gas zwischen der Anode und der ihr vorgesetzten Sperrelek trode :derart ionisiert, dass :die Anode durch das Sperrfeld der Sperrelektrode hindurch greifen kann. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1.
    Anordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, da.ss der Schwin gungskreis, welcher die als Steuerelek trode wirkende Anode enthält, den Über gang der der Anode zugeführten Hoch frequenzenergien in .das Wechselstrom- netz verhindert. 2. Anordnung nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass die Kapazität des Schwinbaungakreises aus der Anode und mindestens einem Teil,der ihr gegen überstehende Metallteile besteht. 3.
    Anordnung nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass der Schwin- gungskreis aus der Anode und minde stens einem. Teil der ihr gegenüberstehen den Metallteile als Kapazität und einer in den Anodenstromkreis eingeschalteten Drosselspule als Induktivität besteht,
    wo bei die der Anode zuzuführende normale Betriebsspannung durch einen Block- oder Sperrkondensator von den der Anode gegenüberstehenden metallenen Gefässteilen ferngehalten wird. 4.
    Anordnung nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, .dass die Anode von einer die Sperrelektrode tragenden Anodenhülse umgeben ist, die gegenüber dem metallenen Vakuumgefäss isoliert ist, und dass die Anodenhülse mit dem von der Anode abgelegenen Ende der In duktivität über einen Block- oder Sperr kondensator verbunden ist, der die der Anode zugeführte normale Betriebsspan nung von der Anodenhülse und der Sperrelektrode fernhält. 5.
    Anordnung nach dem Patentanspruch für Vakuumentla:dungsapparate mit Glas gefäss, dadurch gekennzeichnet, dass in der Nähe der Sperrelektrode an der Aussenseite des Gefässes eine Metallbele gung vorgesehen ist, die den Umfang der Sperrelektrode mindestens teilweise um gibt, und dass diese Metallbelegung mit dem von der Anode abgelegenen Ende der in den Anodenkreis eingeschalteten Induktivität verbunden ist. 6.
    Anordnung nach Unteranspruch 5, da durch gekennzeichnet, .dass die Anode von einer die Sperrelektrode tragenden me tallenen Anodenhülse umgeben ist, und dass diese Anodenhülse, sowie die äussere Belegung eng an den Wandungen des Glasgefässes anliegen. 7. Anordnung nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Hoch frequenzspannung :dem Schwingungskreis auf induktivem Wege transformatoriscli zugeführt wird.
    R. Anordnung nach Unteranspruch 7, da durch gekennzeichnet, dass die Hoch- frequenzspannung der Drosselspule des Schwigungskreises tran.sformatorisch zu geführt wird. 9.
    Anordnung nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zur Vertei lung der Uochfrequenzspannung auf die einzelnen Schwingungskreise ein mit regelbarer Phase und Geschwindigkeit umlaufender Umschalter vorgesehen ist, dessen Verteilerkontakte als sich nicht mechanisch berührende Kontakte ausge bildet sind, und dass .dieser Umschalter mit den Drosselspulen :der Schwingungs kreise transformatorisc-h gekoppelte Wick lungen abwechselnd kurzzeitig mit dem Schwingungsgenerator verbindet.
    11). Anordnung nach Unteranspruch 3, da durch gekennzeichnet, dass der induktive Widerstand (coL) im Anodenstromkreis wenigstens annähernd gleich dem kapa- zitüen Widerstand :der Kapazität (C) zwischen der Anode EMI0007.0031 und den ihr gegenüberliegenden Metallteilen bemessen ist. 11.
    Anordnung nach Unteranspruch 3, da durch gekennzeichnet, dass :der in den Anodenstromkreis eingeschaltete induk tive Widerstand aus einem Schwingungs kreis (1:28, 127) in Sperrkreisschaltung besteht. 12. Anordnung nach Unteranspruch 11, da durch ,gekennzeichnet, dass der Schwin gungskreis (12$, 127) annähernd auf die Frequenz der Hochfrequenzschwingungen abgestimmt ist.
    13. Anordnung nach Unteranspruch 11, :da durch gekennzeichnet, dass der Schwin gungskreis (12$, 127) derart eingerichtet ist, dass er zunächst genau auf die zugeführten Hochfrequenzschwingungen (maximal) abgestimmt und danach so weit ausser Resonanz :gebracht werden kann, :dass sein resultierender Widerstand einen induktiven Scheinwiderstand dar stellt, :der im wesentlichen gleich EMI0007.0053 ist, wobei C die Kapazität zwischen der Anode und :
    den ihr gegenüberliegenden Metallteilen (insbesondere der Sperrelek trode) ist. 14. Anordnung nach Unteranspruch 11, da durch .gekennzeichnet, dass die Grösse :der Induktivität (128) des Schwingungskrei- ses (12,8, 127) derart gewählt ist, dass er Schwingungskreis (12.8, 127) für die Be triebsströme :des Entladungsgefässes nur einen praktisch zu vernachlässigenden Spannungsabfall bewirkt. 15.
    Anordnung nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass eine Iloch- frequenzspannung mit 10s bis<B>1,0'</B> Hz verwendet wird. 16. Anordnung nach :dem Patentanspruch, dadurch .gekennzeichnet, dass die zur Er regung :des Schwingungskreises :dienen den hochfrequenten Schwingungen dem .
    Anodenkreis einer Hilfsentladungsstrecke mit einer zwischen ,der ]Kathode und der von einer Hülse ' umgebenen Anode in der Nähe der Anode angeordneten Blende entnommen werden, deren Entladung auf eine solche Stromstärke gebracht wird, dass -zwischen Anode und Blende Ionen- verarinung eintritt. 17.- Anordnung nach Unteranspruch 16, da- ,
    durch gekennzeichnet"dass die Hilfsentla- dungssstrecke zur Erzeugung der hoch- frequenten Schwingungen in dem Blei chen Vakuumgefäss wie die Hauptentla dung untergebracht ist, und dass die der Hilfsanode vorgesetzte Blende derart eng bemessen ist, dass bereits beidem norma len Betriebsdruck des Gefässes die ge wünschten hochfrequenten Schwingungen erzeugt werden. 18. Anordnung nach Unteranspruch 17, !da durch gekennzeichnet, dass beide Entla dungen nach einer gemeinsamen Kathode erfolgen. 19.
    Anordnung nach Unteranspruch 16, da .durch .gekennzeichnet, dass in dem Ano denstromkreis .der Hilfsentladung eine Drosselspule eingeschaltet ist, über wel che die hochfrequenten Schwingungen abgenommen werden.
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