CH187931A - Verfahren zur Herstellung eines durchscheinenden flächenförmigen, mindestens eine Neodymverbindung enthaltenden Gebildes und nach dem Verfahren hergestelltes Gebilde. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines durchscheinenden flächenförmigen, mindestens eine Neodymverbindung enthaltenden Gebildes und nach dem Verfahren hergestelltes Gebilde.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung eines durchscheinenden flächenförmigen, mindestens eine Neodymverbindung enthaltenden Gebildes und nach dem Verfahren hergestelltes Gebilde. Es ist bereits bekannt, zur Erreichung einer besseren Farbkontrastwirkung Gläser zu verwenden, die in der Glasmasse einen gewissen Gehalt an N eodymogyd aufweisen. Die Verwendung dieser Gläser geschieht entweder in der Weise, dass man das Glas vor die Lichtquelle schaltet oder aber in der Weise, dass man durch das Glas hindurch die Gegenstände beobachtet.
Durch die An wendung des neodymhaltigen Glases wird durch die bessere Kontrastwirkung die Sicht verbessert. Ausserdem werden auch ästhe tische Vorteile dadurch erreicht, dass die Ge genstände in satteren, reineren Färben er scheinen. Die Herstellung derartiger Gläser stellt sich jedoch verhältnismässig teuer, auch ist es bekanntlich notwendig, bei der Fabrikation von Glas stets bei jeder Charge verhältnismässig grosse Quantitäten Glas zu schmelzen. Misslingt eine solche Charge, so ist damit ein grosser Verlust verbunden.
Es wurde nun gefunden, dass man durch scheinende, flächenförmige, farbkontraster- höhende Gebilde auch dadurch herstellen kann, dass. man auf einen flächenförmigen Träger aus lichtdurchlässigem, anorgani schen Material mindestens eine Neodym- verbindung aufträgt.
Es hat sich gezeigt, dass bei Verwendung derartiger Gebilde dieselbe Wirkung erreicht werden kann, wie mit in der Glasmasse eine Neodymverbindung enthaltenden Gläsern.
Eine Möglichkeit zur Durchführung des Erfindungsgedankens bietet sich darin, dass eine durchsichtige Schicht aus anorgani schem Material, z. B. Glas, mit einem Über zug von einem weissen oder farbigen Pig ment, wie etwa Bariumsulfat oder Magnesia, überstäubt wird. Dieses Pulver wird mit der Lösung eines Bindemittels, etwa Wasser glas, versetzt, dem vorher eine gewisse Menge eines Neodymsalzes zugesetzt wurde.
Nach dem Eintrocknen des Überzuges erhält man eine stabile Schicht, die einerseits eine starke Lichtstreuung aufweist und sich so mit für Lampenschirmzwecke eignet und an derseits eine kontrastvergrössernde Wirkung zeigt. Man kann hierbei das Neodymsalz in das pulverförmige Material selbst hinein bringen, etwa derart, dass die in de-- Neo- dymsalzlösung vorhandenen: Salze auskri stallisieren, wobei die Kristalle von dem pulverförmigen Material durchsetzt werden.
Als besonders gut brauchbar erweist sich das Einbringen des Neodymsalzes in organi sche Lacküberzüge. Eine sehr zweckmässige Methode hierfür besteht darin, da3 man den Lack mit einer wässerigen Neodymsalz- lösung innig verrührt, so dass eine Emulsion der Neodymlösung im organischen Lack zu stande kommt. Diese Emulsion<B>-in</B> auf Flächen aus anorganischem Mate: - _ L. B.
Glas, ausgegossen und trocknen gelassen werden. Nach dem Eintrocknen des organi schen Lackes erhält man dann einen Über zug, der in feinster Verteilung eine Unzahl von Neodymlösungströpfchen enthält, deren jedes von dem inzwischen erstarrten organi schen Lack umgeben ist.
In gewissen Fällen kristallisiert das Neodymsalz aus, etwa dann, wenn das Wasser während des Trock- nungsprozesses mit verdampft, oder wenn der organische Lack wasserentziehend wirkt, wie das z. B. die Acetonlacke tun. Man er hält in beiden Fällen Überzüge, die eine sehr gute Farbkontrastwirkung aufweisen.
Eine weitere einfache Ausführungsform des Verfahrens bildet folgende Methode: Man giesst eine wässrige Lösung eines Neo- dym:salzes, etwa Neodym-Ammonnitrat, auf eine genau waagrecht liegende Platte aus durchsichtigem oder transparentem anorga nischem Material, z. B. Glas, mit vollkom men ebener Oberfläche. Hierauf lässt man die Lösung langsam verdunsten. Das Salz kristallisiert dann in sehr flachen, sich der Oberfläche anpassenden Kristallen von der Art ,der Eisblumen aus.
Besonders dünne und sehr schön gemusterte eisblumenartige Schichten erhält man hierbei dann, wenn man die Viskosität der wässrigen Lösung er höht, indem man etwas Weizenstärke, Gummiarabicum, Gelatine und dergleichen zusetzt. Diese Bindemittel erhöhen ausser dem auch noch die Stabilität des Überzuges. Es ist zweckmässig, hinterher die erhaltene Schicht mit einem Lacküberzug zum Schutze gegen Atmosphärilien zu versehen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I: Verfahren zur Herstellung eines durch scheinenden, flächenförmigen, farbkontrast- erhöhenden, mindestens eine Neodymverbin- dung enthaltenden Gebildes, dadurch ge kennzeichnet, dass auf einen flächenförmigen Träger aus lichtdurchlässigem, anorgani schem Material mindestens eine Neodymver- bindung aufgetragen wird. UNTERANSPRÜCHE: 1.Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass auf einen flä- chenförmi,gen Träger aus lichtdurchlässi gem, anorganischem Material ein pulver förmiges Pigment aufgestäubt und- das selbe durch Überziehen mit einem Binde- mittel, dem eine Neodymverbin-dung zuge setzt ist, fixiert wird. 2.Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Neodymverbindung in das aufge stäubte Pulver hineingebracht wird. d. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch ge kennzeichnet, dass; als Bindemittel Wasser- glas verwendet wird. 4.Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man auf einen genau waagrecht angeordneten flächen- förmigen Träger aus lichtdurchlässigem, anorganischem Material eine wässrige Lö sung eines Neodymsalzes ausgiesst und langsam verdunsten lässt. 5. Verfahren; nach Patentanspruch I und Unteranspruch 4, dadurch gekennzeich net, dass man die gebildete eisblumenähn- liche Kristallschicht mit einem Lack überzieht. 6. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass Glas als Trä ger verwendet wird. 7.Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass, man einen, or ganischen Lack mit einer wässrigen Neo- dymsalzlösung innig verrührt und die ge bildete Emulsion zur Behandlung eines flächenförmigen Trägers aus durchschei nendem, anorganischem Material ver wendet. B. Verfahren. nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass als N eodym- verbindung Neodym-Ammonnitrat ver wendet wird.PATENTANSPRUCH II: Durchscheinendes, flächenförmiges, farb- kontrasterhöhendes, mindestens eine Neo- dymverbindung enthaltendes Gebilde, herge stellt nach dem Verfahren des Patentan spruches I. j,. UNTERANSPRUCH: 9.Gebilde nach Patentanspruch II beste hend aus einem flächenförmigen Träger aus Glas, der mit einem Belag versehen ist, der mindestens eine Neodymverbin- dung enthält.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE187931X | 1933-06-08 | ||
| CH184978T | 1934-06-05 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH187931A true CH187931A (de) | 1936-11-30 |
Family
ID=25721123
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH187931D CH187931A (de) | 1933-06-08 | 1934-06-05 | Verfahren zur Herstellung eines durchscheinenden flächenförmigen, mindestens eine Neodymverbindung enthaltenden Gebildes und nach dem Verfahren hergestelltes Gebilde. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH187931A (de) |
-
1934
- 1934-06-05 CH CH187931D patent/CH187931A/de unknown
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