CH188228A - Verfahren zur Herstellung opaker Schutzschichten auf Aluminium und seinen Legierungen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung opaker Schutzschichten auf Aluminium und seinen Legierungen.

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CH188228A
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Max Dr Schenk
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Max Dr Schenk
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25DPROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PRODUCTION OF COATINGS; ELECTROFORMING; APPARATUS THEREFOR
    • C25D11/00Electrolytic coating by surface reaction, i.e. forming conversion layers
    • C25D11/02Anodisation
    • C25D11/04Anodisation of aluminium or alloys based thereon
    • C25D11/14Producing integrally coloured layers

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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Description


  <B>Zusatzpatent</B> zum     Hauptpatent    Nr. 182415.    Verfahren zur Herstellung opaker Schutzschichten auf Aluminium  und seinen Legierungen.    Das Hauptpatent Nr.     1824A    bezieht sich  auf ein Verfahren zur Herstellung opaker  Schutzschichten auf Aluminium und seinen  Legierungen, dadurch     gekennzeichnet,    dass  man Aluminium und seine Legierungen in  einem Bad, welches mindestens ein Titan  salz enthält, elektrolytisch behandelt.  



  Es hat sich nun gezeigt, dass man in  dem Bad das     Titansalz    teilweise oder ganz  durch ein Salz des     Zirkoniums    ersetzen kann,  um opake Schutzschichten von gleichem Aus  sehen und gleicher physikalischer Beschaf  fenheit, sowie gleichem chemischem Ver  halten gegenüber korrodierenden Einflüssen  zu erhalten. Je nach dem Mengenverhältnis  der Salze des Titans zu denjenigen des     Zir-          koniums    hat man es in der Hand, entspre  chende Mengen der betreffenden Oxyde, be  ziehungsweise     Oxydhydrate    in gewünschter  Proportion in der Schicht niederzuschlagen.  



  Den Gegenstand des vorliegenden Zusatz  patentes bildet daher ein Verfahren zur Her  stellung opaker Schutzschichten auf Alumi-         nium    und seinen Legierungen, dadurch ge  kennzeichnet, dass man Aluminium und seine  Legierungen in einem Bade, welches min  destens ein Salz des     Zirkoniums    enthält,  elektrolytisch behandelt. Die     elektrolytiscbe     Behandlung kann entweder mit Wechsel  strom oder     änodisch    mit Gleichstrom er  folgen.  



  Als Anionen eignen sich, mit Ausnahme  derjenigen der starken Mineralsäuren, sowohl  solche der anorganischen, als auch solche  der organischen Säuren. Das Bad kann an  organische Säuren, wie z. B. Phosphorsäure,  Arsensäure, Borsäure, Chromsäure, Über  mangansäure und andere, sowie deren saure  oder neutrale Salze mit     Alkalimetallen,    Am  monium oder organischen Basen enthalten.  Auch kann es organische Säuren, vorzugs  weise     Dikarbonsäuren,        Oxykarbonsäuren    und       Oxypolykarbonsäuren    oder deren saure oder  neutrale Salze mit     Alkalimetall,    Ammonium  oder organischen Basen, also z.

   B.     Oxalsäure,          Malonsäure,    Bernsteinsäure,     Glykolsäure,         Milchsäure,     Glukonsäure,    Weinsäure, Zitro  nensäure und andere enthalten.  



  Das Bad kann ferner noch wasserlösliche       Polylalkohole    und Kohlenhydrate     enthalten,     wie z. B. Glyzerin, Glykol,     Polyvinylalkohole,          Mannit,    Glukose, Rohrzucker,     Dimethyl-          zellulose,        Dextrine    und andere.  



  Einzelne der Zusätze, wie z. B. Säuren,  werden mit der Zeit durch sich lösendes  Metall verbraucht und können deshalb wäh  rend des Betriebes in den notwendigen Men  gen wieder ersetzt werden.  



  Die Temperatur des Bades während der  Behandlung kann je nach dessen     Säuregrad,     der zu erzielenden Wirkung, dem Gehalt an  Zusätzen und der jeweiligen Betriebsspan  nung zwischen 10 bis 95   C     betragen.    Sie  kann durch entsprechende Rühr- und Kühl  vorrichtungen im Bade homogenisiert und  konstant gehalten werden.  



  Die Gegenstände werden zweckmässig vor  der .Behandlung gut entfettet, z. B. mit Pe  troleum oder Benzin oder Sprit, und hernach  einer sorgfältigen     Beizung    unterworfen. Die  Beize kann alkalisch (z. B. Natronlauge,  Soda oder basische Phosphate) oder sauer  (z. B. Salpetersäure oder     Flusssäure)    sein.  



  Die nach vorliegendem Verfahren her  stellbare weisse, gut deckende Schutzschicht,  welche in der Hauptsache aus Aluminiumoxyd  hydrat besteht, enthält Oxyd,     bezw.    Säurehy  drat des     Zirkoniums,    gegebenenfalls auch des  Titans, in sehr fester Bindung. Die Schutz  schicht ergibt wie im Falle des Verfahrens  des Hauptpatentes gleiche, zum Teil aber  bedeutend höhere Korrosionsbeständigkeit als  ein reiner     Aluminiumoxydfilm    und schützt  das     Unterlagemetall    ausgezeichnet.  



  Es wurde weiterhin gefunden, dass man  auch Aluminium und seine Legierungen,  deren Oberfläche bereits nach irgend einem  Vorgang mit     festhaftendem    Aluminiumoxyd  film überzogen ist, nach dem vorliegenden  Verfahren weiter behandeln,     bezw.    mit einer  opaken Schutzschicht überziehen kann.  



  Der opake Film kann mit organischen       Farbstoffen    in wässeriger oder organische  Lösungsmittel enthaltender Farbflotte oder    durch irgendwelches Auftragen oder Über  ziehen mit gefärbten     Olen,    Metallseifen oder  Lacken gefärbt werden. Zur Erzielung rein  weissen Aussehens kann eine     Nächbehandlung     erfolgen, welche darin besteht, dass man die  behandelten Gegenstände oder Flächen einige  Zeit mit Lösungen von Titan- oder     Zirkon-          salzen    behandelt und die in der Schicht fest  gehaltenen Salze durch Erhitzen oder mittels  chemischer Agenzien     hydrolysiert.     



  Je nach der Behandlung der Oberfläche  vor dem     Elektrolysieren    nach vorliegendem  Verfahren (polierte, mit Sandstrahl behan  delte, gebeizte, geriffelte Oberfläche) können  emailglänzende oder halb bis ganz matte  Wirkungen erzielt werden.  



  Durch Nachbehandlung mit Fettsäuren  oder deren     Salzen    von Alkali oder starken  Basen oder mit     sulfurierten    Ölen kann die  opake Schutzschicht wasserabweisend ge  macht werden. Oder die Schicht kann nach  träglich mit geeigneten Lacken oder     Ein-          brennharzen    überzogen werden.  



  Die aus dem     Elektrolysierbad    gelangen  den Gegenstände oder Flächen werden zweck  mässig zunächst mit Wasser oder verdünntem  Ammoniak oder verdünnter     Sodalösung    oder  andern alkalischen Flüssigkeiten gewaschen,  dann gefärbt usw. und schliesslich getrocknet.  Das Trocknen erfolgt vorteilhaft bei höherer  Temperatur im Ofen, z. B. bei 100 bis 150   C  und je nach Grösse und Beschaffenheit der  Oberfläche ein viertel bis drei viertel Stunden.  Durch diese Trocknung wird die Schicht  härter.  



  <I>Beispiel:</I>  Als Bad wird eine Lösung von 16 kg  technischem     Zirkonnatriumoxalat            (Zr        [C204]2        #    3     Na20204        #        H2C#a04        #    5H20),    16 kg technischer Borsäure und 16 kg kri  stallisiertem Borax und 4 kg     Dextrin    .in 800  Liter filtriertem Kondenswasser verwendet.

    Es wird mit Gleichstrom von 120 Volt bei  einer Temperatur von 72   C     elektrolysiert     mit einer Stromdichte von 6     Amp./qdm,    so  lange, bis die Stromdichte bei voller Span-           nung    auf     1/z    des genannten Betrages ge  sunken ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I: Verfahren zur Herstellung opaker Schätz- schichten auf Aluminium und seinen Le gierungen, dadurch gekennzeichnet, dass man Aluminium und seine Legierungen in einem Bade, welches mindestens ein Salz des Zir- koniums enthält, elektrolytisch behandelt. UNTERANSPRtrCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass das Bad min destens je ein Salz des Titans und des Zirkoniulns enthält. 2. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass das Bad Anionen von anorganischen Säuren enthält. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass mit Gleich strom anodisch elektrolytisch behandelt wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass mit Wechsel strom elektrolytisch behandelt wird. 5. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass das Bad Anionen von organischen Säuren enthält. 6. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass das Bad noch solche Kationen enthält, welche mit den übrigen Bestandteilen des Bades keine Niederschläge bilden. 7. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass das Bad noch einen löslichen Polyalkohol enthält.
    B. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass das Bad noch ein wasserlösliches Kohlehydrat enthält. 9. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass das Bad eine Temperatur von 10 bis 95 C hat. 10. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Schutz schicht gefärbt wird. 11. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Schutz schicht durch Behandlung mit h'ettsäure- verbindungen wasserabweisend gemacht wird. 12. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Schutz schicht durch Behandlung mit einem sulfurierten 01 wasserabweisend gemacht wird. 13.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Schutz schicht mit Lack überzogen wird. 14. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Schutz schicht mit einem hydrolysierbaren Titan salz nachbehandelt wird. 15. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Schutz schicht mit einem hydrolysierbaren Salz des Zirkoniums nachbehandelt wird. 16. Verfahren nach Patentanspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass die Schutz schicht bei erhöhten Temperaturen ge trocknet und gehärtet wird. 17. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man das Alu minium und seine Legierungen vor der elektrolytischen Behandlung beizt. 18.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man bereits mit einem Aluminiumogydfilm überzogenes Aluminium und seine Legierungen elek trolytisch behandelt. PATENTANSPRUCH II: Nach dem Verfahren gemäss Patentan spruch I erhaltene Schutzschicht.
CH188228D 1936-07-13 1936-07-13 Verfahren zur Herstellung opaker Schutzschichten auf Aluminium und seinen Legierungen. CH188228A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE743062C (de) * 1939-06-13 1943-12-17 Dr Rudolf Leutz Verfahren zur Erzeugung von UEberzuegen auf Aluminium und dessen Legierungen durch anodische Oxydation

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE743062C (de) * 1939-06-13 1943-12-17 Dr Rudolf Leutz Verfahren zur Erzeugung von UEberzuegen auf Aluminium und dessen Legierungen durch anodische Oxydation

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