CH188357A - Geschütz mit Schall- und Feuerscheindämpfung und vermindertem Rückstoss. - Google Patents
Geschütz mit Schall- und Feuerscheindämpfung und vermindertem Rückstoss.Info
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Description
Geschütz mit Schall- und Feuerscheindämpfung und vermindertem Rückstoss. Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Geschütz mit Schall- und Feuerschein dämpfung und vermindertem Rückstoss.
Ge- mässl der Erfindung sind am vordern Ende des Geschützrohres seitlich nach rückwärts geneigte Kanäle ausgearbeitet, welche von einem an der Mündung befestigten mit einer trichterförmigen Erweiterung versehenen, Düsenrohr umgeben sind, derart, dass( die beim Schuss aus den Kanälen strömenden Feuergase vor ihrem Austritt aus dem Dü senrohre expandieren können.
In der beiliegenden Zeichnung ist in Fig. 1 der vordere Teil eines Geschützrohres in einer beispielsweisen Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes teilweise im Querschnitt dargestellt. Fig. 2. zeigt im Grundriss als Beispiel schematisch die An ordnung von vier Geschützrohren für ein Geschütz. Verschlüsse, Abziehvorrichtungen, die Lafette sind nicht gezeichnet.
Das Geschützrohr 1 in Fig. 1 ist, wie üblich, mit aufgezogenen nicht gezeichneten Ringen versehen. Im Rohrinnem ist der vor- dere Teil des Rohres glatt, um den. Reibungs- widerstand des Geschosses zu verringern und bessere Abdichtung desselben im Rohre zu ermöglichen.
Die Züge 2 beginnen erst wei ter hinten. Das Rohr hat ferner, etwa um Geschosslänge vom Ende entfernt, seitliche nach rückwärts geneigte Kanäle d, von der Länge, welche dem Abstande zwischen zwei Führungsbändern am Geschosse entspricht. Über dem vordern Ende des Geschützrohres ist ein konisch nach vorne verlaufendes Düsenrohr aufgezogen, resp. aufgeschweisst.
Das Düsenrohr 4 hat eine Verdickung 5, und daran anschliessend eine trichterförmige Er weiterung 6. Ferner ist in bestimmter Ent fernung vom Rohre 4 ein Ring 7 auf dem Geschützrohr aufgezogen, resp. aufge schweisst.
Damit die Feuergase, wenn das Kupferführungsband am hintern Ende des Geschosses beim Schusse die seitlichen Kanäle der Mündungsbremse erreicht, nicht durch die Züge des Geschützrohres aus der Mündung desselben entweichen, muss das Geschoss zwei Führungsbänder sufweisew, wovon das hintere Band, wie bisher üblich,
beim Abfeuern in die Züge des Geschütz- rohres hinein gedrückt wird. Im vordern glatten Teile des Geschützrohres wird die Reibung des Geschosses sehr stark vermin dert, dabei wird das Rohr dennoch abgedich tet. Sobald nun das vordere Führungsband eines Geschosses beim Abfeuern das vordere Ende der Öffnung 3 erreicht hat, können die Feuergase unter hohem Druck an dem hin- tern Führungsband des Geschosses vorbei durch die seitlichen Öffnungen 3 nach hin ten ausströmen.
Die austretenden Feuergase werden durch den Ring 7 seitlich so abge lenkt, dass die Geschützbedienung durch das Feuer nicht gefährdet wird. Die Öffnungen 3 sind zweckmässigerweise so gross und das vordere glatte Ende des Geschützrohres so lang, dass möglichst alle Feuergase nach hin- ten ausgetreten sind, bevor das Geschoss das Rohr verlässt. Der Rückstoss wird auf diese Weise vermindert, wobei obendrein noch die trichterförmige Gestaltung des Rohres feuer dämpfend wirkt.
Wird aber an Stelle des Ringes 7 das Düsenrohr 4 nach hinten verlängert (wie dies in Fig. 1 punktiert dargestellt ist) und mit einem Ansatz 8 versehen, der nach unten ge richtet und unten offen ist und grossen Querschnitt aufweist, so lassen sich an die sem Ansatz den bei Explosionsmotoren und Automobilen üblichen Schalldämpfern nach gebildete Schalldämpfer anbringen.
Es kann auch am Standorte des Geschützes unter dem Ansatz 8 aus dem Erdboden eine Grube aus gehoben, und diese eventuell mit losem Fiill- material teilweise gefüllt werden, derart, daZ Feuerschein und Schall der aus dem Ansatze 8 austretenden Feuergase gedämpft werden. Der Ansatz 8 ist möglichst nahe dem Dreh zapfen 9 des Geschützrahres angeordnet, da mit die Reaktion der aus dem Ansatze 9 aus strömenden Feuergase nur ein kleines, nicht merkbares Drehmoment erzeugen kann. Der Abgangsfehler wird dadurch verkleinert.
In der Fig. 2 sind nun vier der vorbe- sehriebenen Geschützrohre 10, 11, 12, 13 in einem soliden Rahmen 14 gelagert, der mit dem Drehzapfen 15 auf der nicht gezeich neten Geschützlafette aufliegt. Das Rohr 11 ist im Rahmen fest gelagert, während die drei andern Rohre 10, 1.2, 13, um die verti kalen Zapfen 16, 17, 18 mit Hilfe der Schrau benspindel 19 und des Handrades 2,0 parallel zum Konzentrieren des Feuers auf ein Ob jekt, oder fächerförmig eingestellt werden können.
Die zwei Geschützrohre 10 und 12 besitzen zu diesem Zwecke auf ihrer untern. Seite Schraubenmuttern, von denen die eine Rechts-, die andere Linksgewinde mit glei cher Gewindeganghöhe aufweist, während die Schraubenmutter des Rohres 1'3 eine stärkere Gewindesteigung, aber den .gleichen Stei gungssinn wie diejenige des Rohres 12 auf weist, damit die fächerförmige Verstellung der Geschützrohre zum Beispiel beim Schie ssen auf Schützenlinien möglich wird.
Die vier Geschützrohre sind vorne mit der vor beschriebenen Mündungsbremse versehen, un ten befinden sieh die Anschlüsse 21, um die Feuergase nach dem Boden abzulenken. Es wird nur ein Geschützrohr gerichtet, die übrigen drei Rohre werden dazu parallel oder fächerförmig eingestellt.
Diese Geschütze erhalten ein besonders geringes Gewicht, wenn sie als Vdrderlader ausgebildet werden. Dafür ist eine .Spezial munition notwendig. Das hintere Kupfer band der Geschosse muss so konstruiert sein, dass es erst beim Abfeuern in die Züge des Geschützes hinein gedrückt wird, die Ge schosse sich aber leicht laden lassen. Um das Laden der Munition zu beschleunigen, kann eine besondere mechanische Ladevorrichtung verwendet werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Geschütz mit Schall- und Feuerschein- dämpfüng und vermindertem Rückstoss, da durch gekennzeichnet, dass am vordern Ende des Geschützrohres seitliche nach rückwärts geneigte Kanäle ausgearbeitet sind, welche von einem an der Mündung befestigten, mit einer trichterförmigen Erweiterung versehe- nen Düsenrohre umgeben sind, derart,dass die beim Sahusse aus den Kanälen. strömenden Feuergase vor ihrem Austritt aus dem Düsen- rohre in demselben expandieren können. UNTERANSPRÜCHE 1. Geschütz nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zur Verhinderung der Belästigung der Geschützbedienung durch die aus dem Düsenrohre austreten den Feuergase auf dem Geschützrohr hin ter dem Düsenrohre ein Ring derart befe stigt ist, dass die aus demselben ausströ menden Feuergase seitwärts abgelenkt werden. 2.Geschütz nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Geschützrohr von den seitlichen Kanälen an nach vorne glatt, ohne Züge ausgebildet ist, um den Reibungswiderstand des Geschosses zu verringern und bessere Abdichtung des selben im Rohre zu ermöglichen.Geschütz nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass, das Düsenrohr nach rückwärts verlängert ist und in der Nähe der Drehachse des Geschützrohres mit einem Ansatz versehen ist, der nach unten gerichtet und unten. offen ist, um den Schall und den Feuerschein zu dämpfen. 4.Geschütz nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass, mehrere Geschütz rohre auf derselben Lafette angeordnet und mit einer Schraubenspindel mit Kur bel derart verbunden sind, dass durch Dre hen. derselben die Rohre parallel oder fächerförmig eingestellt werden können, um so das Feuer auf einzelne Objekte kon zentrieren, und beim Schiessen auf Schüt zenlinien verteilen zu können.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH188357T | 1936-12-03 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH188357A true CH188357A (de) | 1936-12-31 |
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ID=4435565
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH188357D CH188357A (de) | 1936-12-03 | 1936-12-03 | Geschütz mit Schall- und Feuerscheindämpfung und vermindertem Rückstoss. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH188357A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0560078A3 (de) * | 1992-03-12 | 1994-03-23 | Dornier Luftfahrt | |
| EP0774641A1 (de) * | 1995-11-17 | 1997-05-21 | Ratko Jankovic | Rückstossreies 20 mm Präzisionsgewehr |
-
1936
- 1936-12-03 CH CH188357D patent/CH188357A/de unknown
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0560078A3 (de) * | 1992-03-12 | 1994-03-23 | Dornier Luftfahrt | |
| EP0774641A1 (de) * | 1995-11-17 | 1997-05-21 | Ratko Jankovic | Rückstossreies 20 mm Präzisionsgewehr |
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