CH188428A - Elektrode für Vakuumentladungsgefässe, insbesondere für Stromrichter für grössere Leistungen. - Google Patents
Elektrode für Vakuumentladungsgefässe, insbesondere für Stromrichter für grössere Leistungen.Info
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Description
Elektrode für Vakuumentladungsgefässe, insbesondere für Stromrichter für grössere Leistungen. Für die Elektroden, insbesondere die Anoden von Vakuumentladungsgefässen, z. B. Stromrichtern, wie Gleichrichter, Inverter usw. ist es bekannt, Kohle oder Graphit zu verwenden. Eine besondere Schwierigkeit bildet hierbei die Verbindung der Kohle- oder Graphitanode mit dem stromeinführen den Leiter.
Es ist auch bekannt, bei Vakuument. ladungsgefässen für kleine Leistungen die Verbindung dadurch herzustellen, dass der stromeinführende Leiter aus einem hoch schmelzenden Metall besteht und mit seinem Ende in eine entsprechende Öffnung des Graphit- oder Kohlekörpers eingepasst wird. Durch die Erwärmung sintert dann der Gra phit oder die Kohle mit dem hochschmelzen den Metall zusammen, so dass die Verbin dung einen ausgezeichneten Stromübergang gewährleistet.
Obwohl der Ausdehnungskoeffizient der in Frage kommenden, hochschwelgenden Metalle von denjenigen der Kohle oder des Graphits nicht sehr verschieden ist, ist eine derartige, für kleine Leistungen sehr brauch bare Verbindung nicht bei Gefässen für grosse Leistungen verwendbar, bei denen entspre chend starke stromeinführende Leiter, sowie Elektrodenkörper in Frage kommen. Hier hat sich gezeigt, dass beim Erhitzen die Gefahr eines Springens des Elektrodenkör- pers in hohem Masse besteht. Ausserdem werden die Kosten für den stromeinfübren- den Leiter zu hoch.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine Elektrode für Vakuumentladungsgefässe, insbesbndec-e für Stromrichter für hohe Lei stungen mit einem Elektrodenkörper aus Kohlenstoff, bei welcher der Strom vom stromeinführenden Leiter mittels in den Elek- trodenkörper eingesetzter Stifte aus hoch schmelzendem Metall, d. h. Metall, dessen Schmelzpunkt über 2000 C liegt, wie z. B.
Wolfram. oder Molybdän, in diesen einge- führt wird und vom stromeinführenden Lei ter und dem Elektrodenkörper mindestens der eine in eine Mehrzahl räumlich vonein ander getrennter, nachgiebig angeordneter Teile aufgeteilt ist.
Die Elektrode gemäss der Erfindung bietet die Vorteile der bekannten Elektroden mit stromeinführendem Leiter aus hochschmel zendem Metall und einem Elektrodenkörper aus Graphit oder Kohle, zudem aber den weiteren Vorteil, für beliebig hohe Strom stärken ohne weiteres verwendbar und ver hältnismässig billig herstellbar zu sein.
Eine besonders zweckmässige Ausführungs form der Erfindung besteht darin; dass der stromeinführende Leiter in einer Platte endigt, an der eine Mehrzahl den Elektrodenkörper haltende Stifte aus hochschmelzendem Metall angeschweisst sind. Diese Platte, sowie ge gebenenfalls ein Teil des Leiters selbst ist durch Dehnungs- oder Sprengfugen in Sek toren aufgeteilt, und jeder dieser Sektoren trägt mindestens einen Leitungsstift. Diese Ausführungsform kann auch in der Weise abgeändert werden, dass nicht die Platte, sondern der Elektrodenkörper selbst durch entsprechende Dehnungs- oder Sprengfugen unterteilt wird. Ebenso können auch beide Teile in Sektoren aufgeteilt werden.
Durch diese Spreng- oder Dehnungsfugen, die in der Richtung liegen, in welcher bei Erhitzung Risse zu befürchten sind, wird erreicht, dass sich die einzelnen Teile des stromeinführen den Leiters, bezw. des Elektrodenkörpers bei Ausdehnung infolge Erwärmung leicht gegen einander verschieben, so dass sich die ent sprechenden Spannungen ohne Gefahr aus gleichen können.
Die Herstellung der Fugen kann durch Sägeschnitte oder dergleichen erfolgen.
In der beiliegenden Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung darge stellt.
Fig. 1 zeigt das erste Ausführungsbei spiel im Schnitt; Fig. 2 stellt eine Draufsicht der Fig. 1 dar; Fig. 3 stellt ein zweites Ausführungsbei spiel im Schnitt dar, uni Fig. 4 zeigt dieses Ausführungsbeispiel von unten gesehen.
1 ist ein an eine Stromquelle angeschlos sener Leiter, der sich an seinem untern Ende zu einer kreiszylindrischen Platte 2 erwei tert, die aus Eisen, Stahl oder einer Eisen chromlegierung bestehen kann. An der Unter seite der Platte 2 befindet sich der eigent liche Elektrodenkörper 3 aus Graphit oder Kohle. Zum Befestigen dieses Elektroden körpers 3 und zur Stromeinfübrung dienen Stifte 4 aus einem Metall, dessen Schmelz punkt über 2000 C liegt, wie z. B. Wolfram oder Molybdän, die mit der Platte 2 an den Stellen 5 fest verschweisst und in den Elek- trodenkörper 3 genau eingepasst sind.
Um nun ein Sprengen des Elektroden- körpers bei Erhitzung zu vermeiden, ist die Platte 2 durch Fugen 6, die sich auch im Ende des stromeinführenden Leiters 1 fort setzen, in sechs Sektoren unterteilt, von denen jeder einen Stift 4 aufweist. Durch diese Trennfugen 6 wird soviel Raum ge schaffen, dass sich die Wärmedehnungen frei auswirken können.
Wie die angestellten Versuche ergeben haben, wird bei einer derartigen Elektrode, bei der die Stromzufuhr von dem Leiter 1 über die Platte 2, die Schweissstellen 5, die Stifte 4 und von diesen auf den eigentlichen Elektrodenkörper 3 erfolgt, mit Sicherheit das Entstehen von Rissen vermieden.
Diese Ausführung hat weiterhin den Vor teil, dass bei einer etwaigen Rückzündung eines Quecksilberdampfgleichrichters der Rückstrom von dem ganzen Elektroden körper 3 aufgenommen wird.
Falls jedoch besonderer Wert auf eine grosse konstruktive Festigkeit der Elektrode gelegt wird, ist die Ausführung gemäss den Fig. 3 und 4 vorzuziehen.
Diese .unterscheidet sich von derjenigen gemäss den Fig. 1 und 2 dadurch, dass nicht die Platte, 2, sondern der Elektrodenkörper 3 selbst durch Dehnungs- oder Sprengfugen 7 in sechs Sektoren unterteilt ist, von denen jeder durch einen Stift 4 gehalten wird. Es können auch die beiden vorstehend beschriebenen Massnahmen miteinander ver einigt werden. Zu diesem Zwecke ist es nur erforderlich, bei der in den Fig. 1 und 2 dargestellten Ausführungsform mit unter teilter Platte 2 einen unterteilten Elektroden körper gemäss den Fig. 3 und 4 vorzusehen.
Um ein Losewerden des Elektrodenkör- pers 3 bei starker Erhitzung mit Sicherheit zu vermeiden, kann man die Stifte 4 nach der Platte 2 zu leicht verjüngt ausführen.
Ferner kann man, wie Fig. 1 zeigt, in dem Elektrodenkörper 3 Hohlräume 3' vor sehen, um das Gewicht des Elektrodenkör- pers zu verringern und seine Entgasung zu erleichtern.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Elektrode für Vakuumentladungsgefässe, insbesondere für Stromrichter für hohe Lei stungen, mit einem Elektrodenkörper aus Kohlenstoff, dadurch gekennzeichnet, dass der Strom vom stromeinführenden Leiter mittels in den Elektrodenkörper eingesetzter Stifte aus hochschmelzendem Metall in diesen ein geführt wird und vom stromeinführenden Leiter und dem Elektrodenkörper mindestens der eine in eine Mehrzahl räumlich vonein ander getrennter, nachgiebig angeordneter Teile aufgeteilt ist. UNTERANSPRüCHE 1.Elektrode nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der stromeinführende Leiter mindestens an seinem gegen den Elektrodenkörper zu liegenden Ende in eine Mehrzahl räumlich voneinander ge trennter, nachgiebig angeordneter Einzel teile, welche mindestens je einen in den Elektrodenkörper eingepassten Stift aus hochschmelzendem Metall tragen, aufge teilt ist. 2. Elektrode nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Elektrodenkörper in eine Mehrzahl durch Dehnungsfugen voneinander getrennter Teile unterteilt ist, von denen jeder Teil durch mindestens einen stromführenden Stift aus hoch schmelzendem Metall gehalten ist. 3.Elektrode nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der stromführende Leiter in einer -Platte endigt, an der eine Mehrzahl den Elek- trodenkörper tragender Stifte aus hoch schmelzendem Metall befestigt sind, welche Platte durch Dehnungsfugen in Sektoren aufgeteilt ist, wobei jeder Sektor min destens einen Stift trägt. 4. Elektrode nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1 und 3, dadurch gekennzeich net, dass der stromführende Leiter an seinem gegen die Platte zu liegenden Ende entsprechend der Teilung der Platte in Sektoren geteilt ist, wobei jeder Sektor des stromführenden Leiters mit einem Sektor der Platte verbunden ist. 5.Elektrode nach Patentanspruch und Unter anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der stromführende Leiter in einer Platte endigt, an der eine Mehrzahl den Elek- trodenkörper tragender Stifte aus hoch schmelzendem Metall befestigt ist und dass der Elektrodenkörper durch Dehnungs fugen in eine Anzahl Sektoren aufgeteilt ist, wobei jeder Sektor mindestens durch einen Leitungsstift gehalten wird. 6. Elektrode nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1 und 3, dadurch gekenn zeichnet, dass die den Elektrodenkörper tragenden Stifte sich nach der Platte zu verjüngen. 7.Elektrode nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 2 und 5, dadurch gekenn zeichnet, dass die die Sektoren des Elek- trodenkörpers tragenden Stifte sich nach der Platte zu verjüngen. B. Elektrode nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Elektroden körper Hohlräume vorgesehen sind.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE188428X | 1934-06-01 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| CH188428A true CH188428A (de) | 1936-12-31 |
Family
ID=5720879
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH188428D CH188428A (de) | 1934-06-01 | 1935-05-28 | Elektrode für Vakuumentladungsgefässe, insbesondere für Stromrichter für grössere Leistungen. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH188428A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE758244C (de) * | 1938-02-25 | 1953-03-09 | Aeg | Gas- oder dampfgefuelltes Entladungsgefaess mit einer aus einem massiven Graphit- oder Kohlekoerper bestehenden Anode |
-
1935
- 1935-05-28 CH CH188428D patent/CH188428A/de unknown
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