CH188445A - Verfahren zur Herstellung von Verreibungen frischer Pflanzen mit Zucker. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Verreibungen frischer Pflanzen mit Zucker.

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CH188445A
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  • Preparation Of Fruits And Vegetables (AREA)

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  Verfahren zur Herstellung von     Verreibungen    frischer     Pflanzen    mit Zucker.    Gegenstand der Erfindung ist ein Ver  fahren zur Herstellung von     Verreibungen     von Pflanzen mit Zucker für homöopathische  Zwecke. Das neue Verfahren besteht darin.       dass    tunlichst frische Pflanzen im     Gemisch     mit Milchzucker verrieben werden. Nach der  Erfindung gelingt es, solche     Verreibungen    zu  gewinnen, bei denen ein Fortgang     hydrolyti-          scher        und        fermentativer    Umsetzungen, wie  sie sonst in einem Pflanzenbrei auftreten,  nicht mehr stattfindet.

   Die nach dem neuen  Verfahren gewonnenen Erzeugnisse sind sehr  beständig, sie sind gekennzeichnet durch  einen Gehalt von. Milchzucker als     Verrei-          bungsmittel,    durch einen Wassergehalt, der  geringer ist als 2 % und durch die Verwen  dung     frischer    Pflanzen zu ihrer Herstellung.  Die neue Arbeitsweise wird beispielsweise  wie folgt durchgeführt:  Frische Pflanzen werden im Gemisch mit  Milchzucker     zerkleinert.    Man arbeitet hier  bei beispielsweise mit einem Gemisch fri  scher Pflanzen im     Verhältnis    1 : 1.

   Die Zer-         kleinerung    der frischen Pflanzen in Gegen  wart des Milchzuckers     ist    erfindungswesent  lich, nicht nur, dass dadurch überhaupt erst  die Gewinnung stabiler, sich nicht zersetzen  der Erzeugnisse erreicht     wird,    bewirkt die  Gegenwart des Milchzuckers auch noch eine  bessere, das heisst weitergehende     Zerkleine-          rung    der Arbeitsweise, bei denen die Pflan  zen für sich allein zerkleinert werden.  



  Weiter ist für     das    neue Verfahren wesent  lich die Art und Weise des     Trockners    des  so wie vorstehend beschriebenen Zwischener  zeugnisses. Die Trocknung muss so vor sieh  gehen, dass ein gleichmässiger Feuchtigkeits  gehalt von unter 2 % im ganzen Erzeugnis  gleichmässig erhalten wird. Man erreicht dies  beispielsweise dadurch, dass man in einem er  wärmten Luftstrom, dessen Temperatur prak  tisch nicht über     8,0      steigen soll, langsam  in der Weise trocknet, dass der Feuchtigkeits  gehalt dieser warmen Luft mit ständiger  Trocknung des     Erzeugnisses    ebenfalls ab  nimmt.

   Dies ist sehr wesentlich, denn trock-           net    man den in Milchzucker     verteilten    Pflan  zenbrei von Anfang an mit feuchtigkeits  armer Luft, so wird die breiförmige Pflan  zenmasse zunächst am     Rande    stark ausge  trocknet, es bildet sich eine Haut oder     Kruste,     durch die dann das Wasser aus dem Innern  nach aussen nicht mehr .durchdringen kann.  



       In    weiterer Ausgestaltung des     Verfahrens     ist es auch möglich, zur     weiteren    Stabilisie  rung der flüchtigen Stoffe aus den Pflanzen  in der     Zerteilung    diese     mit    nicht kristalli  sierenden Zuckerarten     bezw.    Zuckergemi  schen zu versetzen. Als solche     zusätzlichen     Zuckerarten, die keine     Neigung    zum Kristal  lisieren zeigen, kommen zum Beispiel in Be  tracht     d-Mannose,        d-Fructose    und andere.

    Besonders bewährt haben sieh auch hier zu  diesem Zwecke Traubenzucker und     Invert-          zucker,    ferner solche Gemische kristallisie  render Zuckerarten mit nicht     kristallisieren-          den    Zuckern, die nicht mehr kristallisieren,  wie zum Beispiel eine nicht mehr kristalli  sierende     Mischung    von Rohrzucker mit  Stärkezucker.  



  Die neue Arbeitsweise, also das Verrei  ben der frischen Pflanzen im Gemisch mit  Milchzucker ist etwas anderes als das bisher  bekannte Verreiben der     Pflanzen    für sich und  das Mischen dieses     Pflanzenbreies    mit Milch  zucker. Dies ist ein wesentlicher Unterschied,  denn für die neue Erfindung ist es gerade  wichtig,     dass,die        Verreibung    der Pflanzen  mit Zucker gleichzeitig erfolgt, denn dadurch       wird    zweierlei erreicht:  1. Geht die     Verreibung    viel weiter bei  Gegenwart von Zucker, wie bei Abwesenheit  von Zucker; es gelingt also nach der neuen  Erfindung viel feinere     Verreibungen    zu er  halten wie nach bekannten Verfahren.

   Die  ser Unterschied ist durchaus nicht nur ein  gradueller, sondern vielmehr ein prinzipiel  ler, da es nur bei Gegenwart     eines    Fremd  körpers, also des Zuckers, überhaupt möglich  ist, bis zu kolloiden     Dimensionen    vorzudrin  gen, während bei     Verreibungen        im    homoge  nen System wie bei den     bekannten    Verfahren  kolloide     Dimensionen        nie    erreicht werden       können.       2. Dient der Zucker dazu, die beim Auf  brechen der Zellen während der     Verreibung     frei werdenden Stoffe sofort chemisch zu  binden.

   Auch dieser Effekt kann nie er  reicht werden bei einem zweistufigen Ver  fahren. wie es bekannte Arbeitsweisen an  geben, da bei diesen Verfahren     flüchtige     Stoffe sich während der     Verreibung    bereits  verflüchtigen können, ohne Gelegenheit zu  haben, vom Zucker gebunden zu werden.  



  Wesentlich für die neue     Erfindung    ist  weiterhin,     wie        bereits    ausgeführt, dass das  System     Pflanzenverreibung-Milchzucker    bis  zu einem Feuchtigkeitsgehalt von     unter    2  Wasser zu trocknen und hierbei so vorzu  gehen     ist,    dass die     frische        Verreibung    zuerst  mit warmer Luft hohen Feuchtigkeitsgrades  zu behandeln     ist    und mit fortschreitender       Trocknung    auch der     Feuchtigkeitsgrad    der  Trockenluft abzunehmen hat.

   Diese Bezie  hung     zwischen    Feuchtigkeitsgehalt der     Ver-          reibung        einerseits    und     Feuchtigkeitsgehalt     der Trockenluft während des Trockenvorgan  ges anderseits ist ebenfalls wichtig für     die     Durchführung des neuen Verfahrens, da es  nur so möglich ist, die     Verreibung    einzu  trocknen, ohne dass dabei eine Krustenbil  dung     auftritt.     



  Was die bei dem neuen Verfahren sich  abspielenden chemischen Vorgänge     anbelangt,     so ist es ja     bekannt,    dass die Kohlenhydrate,  zum Beispiel die Zuckeraldehyd-     bezw.        Ke-          tongruppen    enthalten, und dass sich diese  Gruppen durch eine ganz ausserordentliche  chemische     Reaktionsfähigkeit    auszeichnen,  die sich     insbesondere    in einer grossen Nei  gung zur Bildung von     Adsorptionsverbin-          dungen    äussert (vergleiche dazu Richter,       Chemie    .der     Kohlenstoffverbindungen,    11.  Auflage, 1.

   Band, Bonn 1909, Seite 218 ff.).  Aber nicht nur der eine Bestandteil der sich  bildenden Verbindung, das eben besprochene  Kohlehydrat, zeigt eine grosse chemische       Reaktionsfähigkeit,    auch die therapeutisch  wirksamen Pflanzenstoffe sind ausserordent  lich reaktionsfähig, wie schon der Umstand  zeigt, dass sie einer raschen     Konservierung     durch Verbindung mit dem Kohlehydrat      bedürfen, wenn nicht rasche Verdampfung  oder chemische Zersetzung     (Ranzigwerden,     Fäulnis und dergleichen),     Polymerisation     (Koagulation) eintreten soll.  



  So z. B. lagert sich das     fette    01     unter     Lösung seiner Doppelbindungen an die Alde  hyd-     bezw.        Ketongruppe    der Kohlehydrate  an, eine recht feste, aber trotzdem reversible  neue     Verbindung    ergebend, wodurch     das        fette     01 der     Verdampfung    entzogen und trotzdem  unverändert erhalten     wird.     



  Damit sich die     genannten        Verbindungen     bilden können, ist es notwendig, dass genü  gend Zuckermoleküle     Zutritt    zu den Pflan  zenstoffen finden: Der günstigste Fall wäre  gegeben, wenn der Zucker in     molekularer     Verteilung mit den Pflanzenstoffen in Be  rührung käme.

       Diesem    Falle     kommt    man  am nächsten, wenn das     verwendete    Kohle  hydrat     eine        äusserst    feine Verteilung,     soge-          nannte    amorphe Struktur, besitzt, wie     zum     Beispiel     Traubenzucker.    Fast den gleichen  Erfolg erreicht man bei sogenannten nicht  kristallisierenden Zuckern, bei deren Aus  scheidung aus der Lösung sich sehr     viele,     äusserst kleine     Kristallite    bilden, deren Ober  flächenmoleküle mit den Molekülen des  Pflanzenstoffes in     chemische    Reaktion treten.

      Weiterhin kann man diesen Effekt da  durch erreichen, wenn man nicht wie im       schweiz.    Patent Nr.<B>185276</B> beschrieben wird,  nur schwerkristallisierende Zucker benutzt,  sondern wenn man den an sich gut kristalli  sierenden Milchzucker ebenfalls homogen  verreibt. Diese Tatsachen zeigen, dass es     sich     hierbei um echte Reaktionen handelt, also  um die Bildung neuer Stoffe, die auf der  Wirkung von     Hauptvalenzen    beruhen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Verrei- bungen frischer Pflanzen, dadurch gekenn zeichnet, dass frische Pflanzen im Gemisch mit Milchzucker durch Verreiben zerkleinert werden, und dass der so erhaltene Brei mit warmer Luft, deren Feuchtigkeitsgehalt ste tig abnimmt, bis zu einem Feuchtigkeitsge halt von unter<B>270</B> H=0 derart getrocknet wird, dass keine Krustenbildung an der Ober fläche eintritt.
    UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass dem Pflanzenbrei nicht kristallisierende Zucker vor dem Trocknen hinzugefügt werden.
CH188445D 1934-12-24 1935-11-02 Verfahren zur Herstellung von Verreibungen frischer Pflanzen mit Zucker. CH188445A (de)

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