CH188457A - Magnetronröhre mit Kathode, mehrfach geteilter Anode und Hilfselektrode. - Google Patents

Magnetronröhre mit Kathode, mehrfach geteilter Anode und Hilfselektrode.

Info

Publication number
CH188457A
CH188457A CH188457DA CH188457A CH 188457 A CH188457 A CH 188457A CH 188457D A CH188457D A CH 188457DA CH 188457 A CH188457 A CH 188457A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
cathode
auxiliary electrode
anode
magnetron tube
tube according
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Gesellschaft Fuer D Telefunken
Original Assignee
Telefunken Gmbh
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Telefunken Gmbh filed Critical Telefunken Gmbh
Publication of CH188457A publication Critical patent/CH188457A/de

Links

Landscapes

  • Microwave Tubes (AREA)

Description


      Magnetronröhre    mit Kathode, mehrfach geteilter Anode und Hilfselektrode.    In der vorliegenden Erfindung handelt  es sich um die     Anordnung    einer Hilfselek  trode in einem aus Kathode und mehrteiliger  Anode bestehenden     Magnetronrohr.     



  Es sind     Magnetronschaltungen    unter Ver  wendung von Trioden     bekannt,    bei denen die       Schwingungserzeugung    mit Hilfe eines sta  tisch bestimmbaren, durch ein Magnetfeld  hervorgerufenen negativen Widerstandes ge  schieht. In diesem Fall muss dem zwischen  Anode und Kathode befindlichen Gitter eine  positive Spannung     erteilt    werden. Ein der  artiges Gitter müsste man eigentlich als       Raumentladegitter    bezeichnen. Um eine  Schwingungserzeugung überhaupt zu ermög  lichen, muss es dasjenige positive Potential  erhalten, das an der betreffenden     Stelle    von  der Anode allein erzeugt würde.  



  Derartige     Raumentladegitter    nehmen  wegen der hohen positiven Spannung einen  beträchtlichen .Strom auf, der zuweilen grö  sser als der Anodenstrom werden kann. Da         normalerweise    (mit Rücksicht auf Neben  effekte, wie Rückheizung usw.), Sättigungs  kathoden     verwendet    werden, so tritt, da sich  der     Gitterstrom    vom     Gesamtemissionsstrom     abzieht, eine Leistungsverminderung ein; der  Wirkungsgrad ist sehr     gering.     



  Eine leistungslose Steuerung, zum Bei  spiel zum Zwecke der Modulation, ist nicht  mehr möglich, da die     Gitterkathodenstrecke     endliche     Widerstandswerte    annimmt und da  durch zum Beispiel die     Steuerspannungs-          quelle    oder     Modulationsquelle    belastet wird.  Ein Gitter kann dagegen zur     Übernahme    be  sonderer     Hilfsfunktionen,    zum Beispiel Zu  führung einer Pendelfrequenz beim Emp  fang     erwünscht    sein.

   Da das Gitter in einer  solchen Anordnung nur eine positive Vor  spannung erhalten kann, so muss also, da  Gitterstrom fliesst, vom Pendelgenerator eine       entsprechende        Leistung    aufgebracht werden.  



  Um diesen unerwünschten Leistungsver  brauch an Steuer-     bezw.        Modulationsenergie         zu     verringern,    ist     nun    schon versucht wor  den, negativ vorgespannte Hilfselektroden  in der direkten     Entladungsbahn    zwischen  Kathode und     Anodei    einer     Mehrschlitzmag-          netronröhre    anzubringen.

   Diese Ausfüh  rungsformen haben sich nicht durchgesetzt,  da ' durch eine     negativ    vorgespannte Hilfs  elektrode zwischen Kathode     und    Anode  immer der Verlauf des Beschleunigungs  feldes     gestört    wird, der zwischen Kathode  und Anode möglichst     zylindersymmetrisch     sein soll. Wie störend negativ     vorgespannte     Hilfselektroden wirken     können,        erkennt    man  sofort, wenn man durch eine solche Röhre  einen Schnitt senkrecht zur Achse legt und  die     Äquipotentiallinien    einzeichnet.  



  Liegen dagegen keine Hilfselektroden  zwischen Kathode und Anode, dann stellen  die     Äquipotentiallinien        annähernd    zur Ka  thode koaxiale Kreise dar. Dieser Feldver  lauf ist sehr     wichtig,    da in     Mehrschlitzmag-          netronröhren    keine     quantitative        Emissions-          stromsteuerung,

      sondern eine Verteilungs  steuerung des in annähernd konstanter  Stärke von der Kathode ausgehenden Stro  mes vorgenommen     wird.    Es findet also in       Mehrschlitzmagnetronröhren    eine     Art        Rich-          tungssteuerung    statt, und es, leuchtet     ein,     dass in so einem Falle negativ vorgespannte  Hilfselektroden     zwischen    Kathode und  Anode in starkem Masse stören müssen.  



  Die     beiden.        erstrebenswerten    Ziele, näm  lich:  1. ein symmetrisches Beschleunigungs  feld um die zentral gelegene Kathode herum  und  2. eine leistungslose Steuerung mit Hilfe  von negativ vorgespannten Hilfselektroden,  kann man     gleichzeitig,    ohne irgendwelche  Nachteile in Kauf nehmen zu müssen, er  reichen, wenn man die Röhre gemässe dem       Konstruktionsprinzip    der vorliegenden Er  findung ausbildet.  



  Erfindungsgemäss soll in einer     Magne-          tronröhre    mit Kathode und mehrfach geteil  ter Anode die Hilfselektrode     ausserhalb    der  zwischen Kathode und     Anode    liegenden Ent  ladungsbahn - zum Beispiel hinter der Ka-         thode    - angeordnet sein. Bei zylindrischem       Elektrodensystem    befindet sich dann die Ka  thode     zwischen    Anode und Hilfselektrode;  die letztere kann dann ohne     Störung    des  symmetrischen     Feldverlaufes    negativ gegen  über der Kathode vorgespannt werden.  



       Zweckmässigerweise    wird man die Hilfs  elektrode als linearen Leiter ausbilden und  mit beiderseitigen Anschlüssen versehen, um  sowohl ein elektrisches, als auch ein magne  tisches Hilfsfeld in     unmittelbarer    Nähe der  Kathode erzeugen zu können.  



  Experimentell und theoretisch hat sich  gezeigt,     dass    vornehmlich im     Magnetron        mit     vielfach geteilter Anode, zum Beispiel beim  viergeteilten     Magnetron,    eine Vergrösserung  des Durchmessers der wirksamen Kathoden  fläche sehr gut möglich ist, da die Elek  tronen von den Wechselpotentialen der Ano  den erst dann wirksam und     bestimmend    ge  steuert werden, wenn sie den Anoden schon       relativ    nahe     sind.    In der Nähe der Kathode  heben sich bei vielfacher Teilung der     Anode     die     Steuerwirkungen    der geometrisch neben  einander liegenden,

       elektrisch    jeweils     in    Ge  gentakt     schwingenden    Anodenteile     annähernd     auf. Dementsprechend kann man bei mehr  als zweimal geteilter     Anode,        insbesondere     bei einer vier- und mehrgeteilten Anode den       wirksamen    Kathodendurchmesser vergrössern,  ohne den hochfrequenten     .Steuermechanis-          mus    merklich zu beeinträchtigen;

   dies hat  aber den Vorteil, dass Raum     gewonnen    wer  den kann für eine Hilfselektrode, ,die     vorteil-          hafterweise    innerhalb der Kathode     liegt.     



  Anhand der     Fig.    1 bis 5 werden im fol  genden     Ausführungsbeispiele    der Erfindung  erläutert.  



       Fig.    Ja zeigt die Schaltung eines     modu-          lierbaren        Magnetronsenders    unter     Verwen-          dung    einer erfindungsgemässen Röhre.  



  <I>A,</I>     A2,        A3    ... sind die Teile einer zum  Beispiel     vierfaohunterteilten    Anode.     K    ist die       wendelförmig        ausgebildete    Kathode und H  die innerhalb der Wendel liegende Hilfselek  trode     in    Form eines linearen Leiters. Die  Anodenteile A<B>:,</B> und As     bezw.        B2    und A4  sind über Bügel verbunden, die in     Fig.    la      punktiert angedeutet und aus     Fig.        1b    besser  ersichtlich sind.

   An diese beiden Anoden  gruppen ist die     Lecherleitung    L angeschlos  sen, deren elektrischer Mittelpunkt P mit  dem positiven Pol der     Anodenspannungs-          quelle    verbunden ist. Die     Kathode        K    ist an  die     Heizstromquelle,    zum Beispiel an die       Sekundärwicklung    eines     Heiztransformators     T, angeschlossen.

   Die     Mittelanzapfung    der       Heizwicklung    ist mit dem negativen Pol der       Anodenspannungsquelle    und über einen Mo  dulationstransformator M mit dem     positiven     Pol der     Hilfselektrodenspannungsquelle    ver  bunden, an deren negativen Pol     die    Elek  trode H angeschlossen ist. Das in Richtung  der Hilfselektrode H verlaufende konstante  Magnetfeld, sowie der :dazu erforderliche  Magnet sind nicht angedeutet.  



       Fig.    2 zeigt die     Modulationskurve    eines       Magnetrons    nach     Fig.    1. Als Ordinate ist der  hochfrequente Wechselstrom     Is    und als  Abszisse die negative Spannung an der  Hilfselektrode H aufgetragen.<B>Uli</B> ist die  konstante negative     Gleichvorspannung.    Um  ist die     modulationsfrequente    Wechselspan  nung.  



  Die Schaltung nach     Fig.    1, bei der  gleichsam     ,;Gitter"    und Kathode ihre übliche  Stellung zueinander     vertauscht    haben, hat  folgende Vorteile: Die Erzeugung von       Schwingungen    nach dem     Magnetronprinzip     kann unter den     günstigsten    Bedingungen vor  sich gehen, da sich kein störendes Element  zwischen Anode und Kathode befindet. Die  Modulation, das heisst die Steuerung der  Anodenstromstärke, geschieht leistungslos,  da die Hilfselektrode negativ vorgespannt  ist, so dass kein Gitterstrom fliessen kann.

   Bei  einem ausgeführten Röhrenbeispiel und     A.    _  50 cm betragen die     Anodenspannung        U,    =       -i-    1200 Volt, die     negative    Hilfselektroden  vorspannung U$ = - 250 Volt und die Mo  dulationsspannungen UM =   200 Volt.

           Fig.    3 zeigt eine Anordnung, bei der die  Hilfselektrode- H in der Ebene der beiden       bifilar    verlaufenden Heizdrähte     g    angeord  net     ist.            Fig.    4 zeigt eine Anordnung, bei der die       Hilfselektrode    H und die Kathode     K    in  Form einer Doppelwendel ausgeführt sind.  



       Fig.    5     zeigt    eine Schaltung, bei der die  Hilfselektrode H zur Erzeugung eines mag  netischen Hilfsfeldes in     unmittelbarer        Nähe     der Emissionsquelle verwendet wird. Es  wird eine indirekt, durch ein Widerstands  element W geheizte Kathode verwendet; der  Träger der Emissionsschicht E, zum Beispiel  eine nicht     ferromagnetische    Metallhülse,  wird als Hilfselektrode H verwendet.

   Die  Hilfselektrode H ist beiderseits mit An  schlüssen versehen und mit der .Sekundär  wicklung     eines        Modulationstransformators    M       verbunden.    Durch das zirkulare     Modulations-          Magnetfeld    werden die Elektronenbahnen in  ihrer Richtung beeinflusst, das heisst die  Elektrobahnen gegenüber dem Hauptmagnet  feld gedreht. Da das     Zirkularfeld    nach aussen  rasch abfällt, hat sich besonders eine Anord  nung nach     Fig.    5 gut     bewährt.     



  Bei Verwendung einer     magnetisch    wir  kenden Hilfselektrode muss noch eine Gleich  stromquelle     S    im     Modulationskreis    vorge  sehen sein, welche einen     konstanten        "Vor-          strom"    durch die Hilfselektrode     liefert.     Würde diese magnetische     Vorspannung    feh  len., so würden pro     Schwingung    ..der     Modula-          tionsfrequenz    zwei Maxima im Schwing  strom, also eine Verdoppelung der     Modula-          tionsfrequenz,

          auftreten.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Magnetronröhre mit Kathode, mehrfach geteilter Anode und Hilfselektrode, dadurch gekennzeichnet, dass die Hilfselektrode ausser halb der zwischen Kathode und Anode lie genden Entladungsbahn angeordnet ist. Ü1N7TERANSPRüCHE 1. Magnetronröhre nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine bifilare Kathode aufweist und die Hilfs elektrode in der Kathodenebene liegt.
    2. Magnetronröhre nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass gahtode und Hilfselektrode in Form einer Dop pelwendel ausgeführt sind. 3. Magnetronröhre nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, .dass die Ka thode die Hilfselektrode stellenweise um gibt. 4. Magnetronröhre nach Patentanspruch und Unteranspruch 3, dadurch gekenn zeichnet, dass die drahtförmige lineare Hilfselektrode von einer wendelförmig ausgebildeten Kathode umgeben ist.
    5. Magnetronröhre nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die FIilfs- elektrode mit einem einzigen Aussenkon takt der Röhre verbunden ist. 6. Magnetronröhre nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Hilfs elektrode an beiden Enden je mit einem Aussenkontakt der Röhre verbunden ist, zum Zwecke, sie mit einem Modulations- strom beschicken zu können.
    7. Magnetronröhre nach Patentanspruch und Unteranspruch 6, dadurch gekenn zeichnet, dass sie eine indirekt geheizte Kathode aufweist und der Emissions- schichtträger als Hilfselektrode vorge sehen ist. .
CH188457D 1934-11-30 1935-11-05 Magnetronröhre mit Kathode, mehrfach geteilter Anode und Hilfselektrode. CH188457A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE188457X 1934-11-30

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH188457A true CH188457A (de) 1936-12-31

Family

ID=5720897

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH188457D CH188457A (de) 1934-11-30 1935-11-05 Magnetronröhre mit Kathode, mehrfach geteilter Anode und Hilfselektrode.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH188457A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE669324C (de) Kurzwellen-Roehrengenerator
DE909706C (de) Roehrenanordnung fuer ultrakurze Wellen
DE2338061A1 (de) Periodisch magnetisch fokussierte strahlroehre
DE869649C (de) Elektronenroehre zum Anfachen, insbesondere Verstaerken, Erzeugen oder Empfangen vonultrahochfrequenten, elektromagnetischen Schwingungen
CH188457A (de) Magnetronröhre mit Kathode, mehrfach geteilter Anode und Hilfselektrode.
DE706668C (de) Elektronenroehre mit vier Dreielektrodensystemen, von denen jedes eine Kathode, eine Anode und ein Steuergitter enthaelt
AT146644B (de) Magnetronröhre mit Kathode, mehrfach geteilter Anode und Hilfselektrode.
DE730628C (de) Elektronenroehre zur Erzeugung oder Verstaerkung elektrischer Schwingungen
DE666136C (de) Verfahren zum Betrieb einer Roehre mit Laufzeitschwingungen
EP0115042B1 (de) Wanderfeldröhre mit periodisch-permanentmagnetischem Fokussiersystem
AT152265B (de) Elektrische Entladungsvorrichtung.
AT150427B (de) Magnetronschaltung.
DE686400C (de) Magnetronroehre mit magnetischer Steuerung des Elektronenstromes
DE672510C (de) Magnetronroehre mit Kathode, mehreren dazu achsparallelen Anodensegmenten und Hilfselektroden
DE669017C (de) Magnetronroehre
AT156431B (de) Magnetron.
DE314201C (de)
DE756515C (de) Magnetfeldroehre
DE733425C (de) Elektronenroehre fuer Ultrakurzwellen
DE1099091B (de) Rueckwaertswellenoszillatorroehre mit gekreuzten elektrischen und magnetischen Feldern
DE591493C (de) Elektrisches Entladungsgefaess
DE744620C (de) Elektronenroehre zum Anfachen von ultrakurzen Wellen
DE722054C (de) Bremsfeld-Gegentaktschaltung zum Empfang elektrischer Schwingungen
DE704847C (de) Elektronenvervielfacher
DE3027756C2 (de) Elektronenröhre mit koaxialem Aufbau der zylinder- bzw. zylindermantelförmigen Kathode, Gitter und Anode mit einer Einrichtung zur Beseitigung störender Bremsfeldschwingungen